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31 Oktober 2007

Boom mit gebremsten Schaum

Die  brasilianische Wirtschaft wächst und wächst und wächst? Nicht so, wie es sein könnte. Die Nachfrage ist da, im Erdölbereich, im Bergbau, aber auch in der Autoindustrie, bei unserem einzigen Flugzeugbauer, im Informatiksektor, im Einzelhandel und bei der Bekleidungsindustrie. Aber sie kann nicht befriedigt werden, denn es fehlt an ausgebildeten Mitarbeitern, was sich übrigens sogar im Agrobusiness bemerkbar macht, vor allem im Zucker - Alkohol - Bereich. 

Eine der ganz großen Elektromotorhersteller, die weit über Brasiliens Grenzen bekannte und weltweit agierende WEG, hat dieses Jahr schon dreitausendfünfhundert Mitarbeiter eingestellt, aber hat immer noch fünfhundert offene Stellen! Caterpillar und Volvo sind ebenfalls auf der Suche nach Fachkräften. Die Autoindustrie, die bereits im Dreischichtbetrieb arbeitet, griff deshalb schon auf ihre Rentner zurück. 

Der Engpaß liegt bei der Ausbildung und ist deshalb so schnell nicht zu beseitigen. Ein anderer Engpaß wurde vor zwei Wochen angekündigt. Petrobrás mußte die Auslieferung von Erdgas um siebzehn Prozent zurücknehmen, um die Versorgung der Thermokraftwerke nicht zu gefährden. Dafür ging den Tankstellen das Naturgas aus und die Fahrzeuge, die mit Gas betrieben werden, darunter viele Taxis, bildeten lange Schlangen vor den wenigen Tankstellen, wo man noch Gas tanken konnte. Im Bundesstaat Rio mußten Glas- und Chemiefabriken stillgelegt werden, darunter Bayer. Und Bolivien hat kein Geld für dringend nötige Investitionen, aber Petrobrás bzw. die Regierung Lula signalisiert schon, daß man trotz der Enteignung der Petrobrásstützpunkte wieder investieren wird. Bedingung ist natürlich, daß die Bolivianer sich an die neuen Verträge halten. Bei den alten Verträgen hat es jedenfalls nicht geklappt...

30 Oktober 2007

Wirtschaftsboom am Zuckerhut - ab April 2008 im Buchhandel!

Will Brasilien Devisen???

Anscheinend nicht, denn wenn eine Firma ihrer nicht operativen Tochter Geld nach Brasilien überweisen will, weil mangels Guthaben sonst das Firmenkonto geschlossen wird, gibt es Hindernisse. Das Geld kommt zwar an, aber die Bank fragt vor dem Zwangsumtausch, wofür es bestimmt ist. Und da gibt es nur wenige Möglichkeiten, zu denen das einfache Zurverfügungstellen eines Betrages nicht gehört. Da muss es schon eine Kapitalerhöhung oder ein Darlehen, ein Dienstleistungshonorar oder eine Spesenerstattung sein. Und das Geld landet in Landeswährung nur auf dem Firmenkonto, wenn alle erforderlichen Dokumente zum Nachweis der Klassifizierung der Überweisung eingereicht werden. Unabhängig von der Höhe der Überweisung!

Und wie sieht es bei Kontoeröffnungen für Ausländer aus? Wenn ein frisch eingewanderter Mitarbeiter einer Firma ein privates Bankkonto aufmachen möchte, um sein von einer brasilianischen Firma in Landeswährung gezahltes Gehalt zu bekommen, verlangt die Bank eine Kopie seiner Gehaltsabrechnung (neben seiner Steuernummer et cetera). Und wenn es sich um das erste Gehalt handelt und die Gehaltsabrechnung noch nicht vorliegt, kann das Konto eben nicht eröffnet werden.

Und wenn ein frisch eingewanderter Mitarbeiter nur ein befristetes Visum hat, eröffnen manche Banken überhaupt kein Konto für ihn. Es sei denn, er versucht es bei einer anderen Filiale der selben Bank. dann klappt es (manchmal).

29 Oktober 2007

Der Höhenflug des R$ ist kaum zu bremsen...

...oder ist es eher der Sinkflug des US$? Nachdem der Leitzins in den USA offensichtlich reduziert werden wird, machen sich die Auswirkungen schon im voraus bemerkbar, der Kurs (câmbio comercial) war heute 1 US$ = 1,756 R$. Man ist es schon leid, jeden Tag zu sagen, wann der Kurs das letzte Mal so tief lag. Wer es wissen will, es ist siebeneinhalb Jahre her (April 2000). Dafür steigt der IBOVESPA - Index, heute auf 65.336 Punkte. Wohl dem, der Geld zum Anlegen hat!

28 Oktober 2007

Neugestaltete Eurolatina-Homepage

Wenn Sie Zeit und Lust haben, klicken Sie bitte in die Überschrift. Sie kommen dann zur Eurolatina - Homepage. Der Webauftritt wurde von mir gestrafft und übersichtlicher gestaltet. Der deutsche Teil ist vorläufig abgeschlossen, der portugiesische teilweise, am spanischen und englischen arbeite ich noch.

27 Oktober 2007

FOKUS LATEINAMERIKA

Wenn Sie in die Überschrift klicken, kommen Sie zum FOKUS LATEINAMERIKA der DEUTSCHEN WELLE. In der nächsten Woche können Sie in diesem Radioprogramm ein Interview mit mir hören. Das Thema sind die unerwarteten Probleme und Fallstricke, die einen deutschen Unternehmer in Brasilien erwarten mit Hinweisen, wie diese von den Neuankömmlingen im Lande vermieden werden können. Wobei manchmal auch die Alteingesessenen betroffen sind.

Die Programmbeiträge können übrigens auch heruntergeladen werden, wer auf seinem Rechner iTunes hat, kann diese Aufgabe getrost dem Programm überlassen, hier ist der Vorgang über ein kostenloses Abonnement automatisiert.

SENDERHINWEIS:
Kompakte Hintergrundinformationen aus Lateinamerika. Das Wichtigste aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Kritische Analysen, lebendige Reportagen, exemplarische Alltagsgeschichten. Mo. bis Fr., um 22.15 Uhr MEZ.

Eurolatina

Hier sehen Sie die geographische Verteilung der 5.141 Besucher, die in den letzten acht Monaten auf der Eurolatina - Homepage waren:

Höhen und Tiefen in Brasilien

Diese Woche hat einige Leute glücklich gemacht, andere eher weniger. Zu den Glücklichen gehören die Verkäufer und die Käufer der BOVESPA-Aktien, denn die Börsenholding ging gestern an die Börse und erlöste 5,1 Mrd. R$ für ihre Aktien. Diese stiegen daraufhin um 52 %. Insgesamt wurden gestern 10,1 Mrd. R$ an der BOVESPA umgesetzt, ein neuer Rekord. Auch der Börsenindex schaffte mit 64.275 Punkten einen Rekord und da wollte der US$ nicht nachstehen und sackte auf den tiefsten Wert seit April 2000 ab,  1,769 R$ war er nur noch wert. Es steht zu befürchten (oder zu hoffen, hängt vom Blickwinkel ab), daß er noch tiefer sinkt, wenn die BOVESPA - Aktien bezahlt werden und dazu US$ ins Land strömen, denn 80 % der Aktien wurden im Ausland geordert. 

Weniger glücklich waren gestern sicher die neun Hauptbeschuldigten im Fall Cisco, die verdächtigt werden, im großen Umfang über Scheinfirmen - laranjas, also Apfelsinen sagt man dazu bei uns -  unterfakturierte Produkte importiert zu haben, deren Untersuchungshaft angeordnet wurde. 

Nicht glücklich, aber auch nicht unglücklich war ein ehemaliger Kunde von mir, der einen nach Brasilien verkauften Stanz- und Biegeautomaten auf der CORTE & CONFORMAÇÃO ausstellen wollte. Wie er mir vorgestern erzählte, konnten er und weitere elf Aussteller diesem Namen nicht gerecht werden, denn die auszustellenden Maschinen waren im Zoll und da blieben sie auch vorläufig. Aber wenigstens konnten etliche Maschinen auf der Stanz- und Umformmesse trotz des Handicaps verkauft werden. Ein Hinweis in diesem Zusammenhang auf die lange Zeit, die man in bestimmten Sektoren braucht, um Exporterfolg zu verzeichnen. Um obige Maschine zu verkaufen, waren anderthalb Jahre Einsatz des lokalen Verkäufers nötig! Aber es hat sich gelohnt und der von mir aufgebaute Firmenpool Brasilien / Mercosur der IHK Essen hat ein weiteres zufriedenes ex - Mitglied.

22 Oktober 2007

Eurokurs zum Real vom 19.10.2007

kommerzieller Kurs: 
2,5421 Kauf / 2,5427 Verkauf

Tourismuskurs:
2,4500 Kauf / 2,6830 Verkauf BANCO DO BRASIL
2,5200 Kauf / 2,7100 Verkauf COTACÃO SA

Der gespaltene Kurs ist zwar angeblich schon längst abgeschafft, lebt aber immer noch!

Brasiliens Außenhandel

Der höchste Einfuhrzoll beträgt in Brasilien 35 %, der mittlere ist 12,5 %. Man überlegt, den Höchstwert zu halbieren, dann würden 39 % der tatsächlich erhobenen Zölle niedriger. Aber bis dahin ist es noch weit und ohne Zugeständnisse seiner Handelspartner im Agrarbereich wird Brasilien ebenfalls starr bleiben.

Dabei schwimmen unserem Land die Felle weg, denn alleine 2006 hat Brasilien USA - Exporte im Wert von etwas mehr als einer Milliarde US$ an China verloren. Diese Aufzählung spricht Bände (BR = Brasilien, C = China, Export in Mrd. US$ in die USA):
  • 2000: BR 13,7 / C 99,6
  • 2001: BR 14,4 / C 102,1
  • 2002: BR 15,6 / C 124,8
  • 2003: BR 17,7 / C 151,6
  • 2004: BR 21,1 / C 196,2
  • 2005: BR 24,3 / C 242,6
  • 2006: BR 26,2 / C 287,1
Die brasilianischen Verluste wiegen schwer und beeinträchtigen etliche Wirtschaftszweige:
  • 305,5 Mio.US$ Maschinen und elektrische Apparate
  • 81,1 Mio. US$ Schuhe und ähnliche Erzeugnisse
  • 80,2 Mio. US$ Gußeisen, Eisen und Stahl
  • 78,3 Mio. US$ Maschinen und mechanische Instrumente
  • 74,8 Mio. US$ Möbel
  • 66,8 Mio. US$ Holz und Holzkohle
  • 50,2 Mio. US$ Textilerzeugnisse
  • 49,9 Mio. US$ Fe - Gußteile
  • 43,5 Mio. US$ Aluminium und Alu-Erzeugnisse
  • 34,2 Mio. US$ Autos
  • 194,9 Mio. US$ sonstige Erzeugnisse
Besorgniserregend muß für Brasilien sein, daß nur 30,2 % der Produkte mit einem Exportrückgang von insgesamt 1,06 Mrd. US$ kaum Technologie enthalten, 26,3 % aber Hochtechnologieprodukte waren. 

21 Oktober 2007

Devisenreserven und Investmentfond

Brasiliens Zentralbank kauft wieder US-Dollar, in drei Arbeitstagen wuchsen deshalb die Devisenreserven um 1,8 Mrd. US$. Erst bei 180 Mrd. US$ will man aufhören, die Reserven weiter zu vergrößern, dazu fehlen nur noch 16 Mrd. US$, die man wahrscheinlich bis Mitte Dezember „im Sack“ hat. Hoffentlich fällt dann der Dollar ohne Intervention der Zentralbank nicht ins Bodenlose. Aber Minister Mantega beruhigt bereits die Gemüter, die Käufe gehen weiter, aber nicht zur Erhöhung der Devisenreserven (bzw. zur Erhöhung des Dollarkurses), sondern zur Bildung eines Investmentfonds (FUNDO SOBERANO DO BRASIL).

16 Oktober 2007

Unorthodoxe Kostenvermeidungsmethoden sind teuer

Der US-Konzern Cisco Systems steht unter dem Verdacht, seit 2002 die hohen Importkosten Brasiliens durch Unterfakturierung und Steuerhinterziehung reduziert zu haben. Vierzig Personen sind verhaftet worden, der Wert der Imporware soll 500 Mio.US$ betragen und die nachzuzahlenden Steuern plus Strafen und Zinsen sollen bis 1,5 Mrd. R$ betragen. Das sind Größenordnungen, die der Mittelstand sich als Umsatz erträumt.

15 Oktober 2007

Warum brasilianische Exporteure ihre Europreise erhöhen müssen

Von den Dollarpreisen ganz zu schweigen, denn der Real wurde ihm gegenüber in den letzten fünf Jahren um fast 100 % aufgewertet. Aber sprechen wir vom Euro:
  • Dieser in den letzten 5 Jahren eine Tauchfahrt von 3,90 R$ auf jetzt unter 2,55 R$ gemacht
  • Wenn der Exporteur seine Preise in Real trotz Inflation konstant hielt, bekommt er heute für 50.000 € Warenwert nur 127.500 R$; nur, weil es vor fünf Jahren noch 195.000 R$ gewesen wären
  • Der Exporteur hat also eine Einbuße von 67.500 R$ zu verzeichnen, die sich natürlich in seiner Gewinn- und Verlustrechnung stark bemerkbar macht, denn er zahlt seine Ausgaben in R$, nicht in €
  • Um in R$ keine Einbuße zu erleiden, müßte er also seine €-Preise anheben, in unserem Beispiel von 50.000 € auf 76.471 €, das sind rund 53 % Erhöhung
  • Welcher Einkäufer in Deutschland glaubt ihm jetzt, daß er bei dieser Erhöhung keinen R$ mehr in der Tasche hat als vor fünf  Jahren bei dem niedrigeren Preis? Das 53 % Preiserhöhung nur der Werterhaltung dienen? Und noch nicht einmal einen Inflationsausgleich beinhalten?
Wenn Sie sich jetzt diesen Kursverlauf ansehen, erkennen Sie, daß man gar nicht 5 Jahre zurückgehen muß, denn der wesentliche Kursverlust fand 2005 statt, also in nur einem Jahr!

Was dem einen "sin Uhl" ist dem anderen "sin Nachtigall", d.h. der deutsche Exporteur kann sich natürlich genauso freuen, wie der brasilianische sich ärgern muß. Übrigens gelten diese Ausführungen natürlich auch für den Export von Dienstleistungen von Brasilien nach Euroland, für den Fall, daß sich jemand über unsere Honorare wundert (die noch nicht angepaßt wurden).

14 Oktober 2007

Spanier laufen Deutschen in Brasilien den Rang ab

Wenn ThyssenKrupp kein neues Stahlwerk im Bundesstaat Rio de Janeiro bauen würde, sähe die Situation noch finsterer aus, denn spanische Unternehmen haben inzwischen in den letzten zehn Jahren in Brasilien 33 Milliarden US$ investiert:

  • OHL und ACCIONA haben letzten Dienstag die Konzession von sechs Bundesstraßen mit insgesamt 2.278 km ersteigert, angeboten waren sieben mit 2.600 km. OHL hatte bereits vorher die Konzession für vier Bundesstraßen und ist damit nach der Straßenlänge mit insgesamt 3.225 km Marktführer. 
  • Santander hatte 2000 die Landesbank von São Paulo, Banespa, gekauft. Letzten Mittwoch kam über ein Konsortium noch die ABN Amro dazu, damit ist Santander nach Banco do Brasil und Bradesco jetzt die drittgrößte Bank in Brasilien.
  • Im Dezember 2006 hatten ABENGOA und ISOLUX vier von sechs angebotenen Hochspannungsleitungen gekauft.
  • Schon 1998 hatte die TELEFÓNICA die Telesp gekauft, die heute bei den stationären Telefonen mit 12,2 Millionen Apparaten den Rang 2 einnimmt. Bei den Mobiltelefonen ist die Firma Teilhaberin des größten brasilianischen Anbieters Vivo.

13 Oktober 2007

Kursentwicklung von Dollar und Euro zum Real


EURO - REAL während der letzten 5 Jahre

DOLLAR - REAL während der letzten 5 Jahre



EURO - REAL während der letzten 12 Monate


DOLLAR - REAL während der letzten 12 Monate


Exporteure sollten in die Überschrift klicken und die Gunst der Stunde nutzen!

12 Oktober 2007

Investitionsrekord

59 Milliarden US$ als Investition in fünf Jahren, das ist die Summe, die Vale do Rio Doce ankündigte. Das ist der höchste Investitionsplan einer privaten Firma, den es je in Brasilien gegeben hat! Alleine 2008 sollen 11 Milliarden US$ investiert werden. Hier einige weitere Investitionszahlen für 2008:
  • 3,6 Mrd. US$ im NE - Erzbereich
  • 3,2 Mrd. US$ im Eisenerzbereich
  • 1,8 Mrd. US$ für Logistik
  • 0,755 Mrd. US$ im Aluminiumbereich
  • 0,470 Mrd. US$ für Erzeugung von Elektroenergie

Firmenpool Brasilien, Wechselkurs und Marktchancen in Brasilien

Die Mühlen des Mittelstandes mahlen manchmal sehr langsam, aber hoffentlich fein. Ich bin mindestens viermal im Jahr in Deutschland, um für eine Firmenpoolmitgliedschaft zu werben. Da ich kein Waschmittel verkaufe, versuche ich immer im Vorfeld die an Brasilien interessierten Firmen kostenlos (!) zu beraten und zwar mit Hilfe einer realistischen Markteinschätzung und Angabe von Erfahrungswerten zum Aufwand, den brasilianischen Markt erfolgreich zu bedienen. Dabei verstecke ich nie die Probleme, die in Brasilien auf den deutschen Unternehmer warten. Ist das vielleicht der Grund, warum Firmen sich erst zwei bis drei Jahre nach einem (und oft einem zweiten und dritten) Beratungsgespräch wieder melden, um Poolmitglied zu werden?

Wenn eine Firma sich dann endlich entschieden hat, geschieht dies manchmal nur halbherzig, was ich daran merke, daß kein Firmenmitarbeiter, egal welcher Ebene, während der Mitgliedschaft Brasilien besucht. Dann ist der Poolbeitrag, der an die Trägerorganisation IHK Essen gezahlt wird, eigentlich verschwendetes Geld. Wer Erfolg haben will, muß Brasilien besuchen und hier durch uns vorbereitete Gespräche mit Geschäftspartnern, seien es Kunden oder Vertriebsmittler, führen, um Aufträge zu erhalten. Daß das funktioniert, zeigt das Beispiel eines Besuchers, der gestern wieder abflog. Es war sein zweiter Besuch und der Erfolg zeigt sich in einem Umsatz für Maschinenbaukomponenten in Höhe von 300.000 € in diesem Jahr. Dafür muß man eben mal in vier Tagen 800 km mit mir mit dem Auto fahren und einen Firmenbesuch per Flugzeug machen, um bei neun Firmen vorzusprechen. Was nicht schlecht ist, wenn man bedenkt, daß wir gestern wegen des heutigen Feiertages in São Paulo 220 km Stau auf den Hauptverkehrsadern hatten.

Was ich auch immer feststelle, ist die Zugeknöpftheit des Mittelstandes, wenn es um Beschaffung von Informationen geht. Diese sind meist nicht öffentlich zugänglich und trotzdem wollen die wenigsten Firmen dafür bezahlen. Dabei sind diese niedrigen Kosten schnell wieder hereingespielt, wenn man wegen der guten Marktkenntnis erfolgreich ist. 

Im Augenblick haben Firmen, deren Produkte die Wettbewerbsfähigkeit der brasilianischen Industrie stärken, große Chancen. Der Dollar lag gestern kurzzeitig bei 1,789 R$ (der niedrigste Wert seit dem 31.7.2000!) und schloß dann mit 1,806 R$. Das erleichert den Export deutscher Maschinenbauprodukte, mit denen die hiesige Produktivität so gesteigert werden kann, daß Brasilien weiter exportfähig bleibt und die einheimische Industrie nicht weiter Markt an den Import verliert. Gestern war ich bei einer brasilianischen Firma ca. 550 km von São Paulo entfernt, die mit WMW - Werkzeugmaschinen arbeitet! Wer diese Firma nicht kennt, es handelt sich bei dem Hersteller um einen VEB, also für die Jüngeren, um einen volkseigenen Betrieb der DDR, der die Maschine vor 45 Jahren lieferte!

Wer jetzt nicht versucht, nach Brasilien zu kommen oder zu verkaufen, wird es wahrscheinlich nie machen. Die augenblickliche Wechselkursentwicklung ist so günstig für den deutschen Exporteur, daß er agieren sollte. Zum Jahresende wird 1 US$ = 1,75 R$ erwartet und am Ende des ersten Vierteljahres 2008 sehen seriöse Analytiker den Kurs bei 1,70 R$. Brasilien ist die zehntgrößte Volkswirtschaft dieser Welt, ist das fünftgrößte Land der Erde, unheimlich reich an natürlichen Ressourcen und die 190 Millionen Brasilianer transformieren sich zunehmend in Konsumenten, worauf warten die Exporteure??? Wie sagte gestern der Eigentümer der von mir besuchten Firma meinem deutschen Besucher? Brasilien ist reich, die Wirtschaft floriert trotz aller bürokratischen Hürden, es gibt mehr als genug Geschäftsmöglichkeiten. Aber der Ausländer, der in Brasilien Geschäfte machen will, sollte sich wegen der Probleme mit einem einheimischen Partner zusammentun, der Land, Leute und Geschäftsusancen kennt. Das kann ich nur unterstreichen, aber mit dem Zusatz, sich diesen brasilianischen Partner sehr sorgfältig auszusuchen. 

Und wer Maschinen exportiert, sollte an die für hiesige Verhältnisse sehr günstigen Finanzierungsangebote z.B. der WestLB oder LBBW denken!  Selbst wenn der brasilianische Kunde nicht flüssig ist, gibt es Wege, ihm den Kauf einer Maschine ohne Nachteile oder Risiken für den Exporteur zu ermöglichen!

PS: Wenn Sie mehr über den Firmenpool Brasilien / Mercosur der IHK Essen wissen wollen, klicken Sie bitte in die Überschrift!

11 Oktober 2007

Weltwindenergiepreis für Brasilien

Am 20.3.2006 hatte ich rückblickend über Windenergie in Brasilien geschrieben. In Argentinien fand gerade die sechste Weltwindenergiekonferenz statt, auf der Brasiliens PROINFA - Programm am 5. Oktober mit obigem Preis ausgezeichnet wurde.

Der Weltwindenergieverband sagt dazu (Zitat): "Durch den Einsatz der Preisträger sei das Windenergiepotenzial Brasiliens derart genutzt worden, dass das Land zur führenden Windenergie-Nation in Lateinamerika wurde, lobte die WWEA. Seit dem Start des Proinfa-Programms seien Kaufverträge über 1.423 Megawatt Windkraft-Leistung geschlossen worden, die bis Dezember 2008 installiert sein sollen. Gegenwärtig hat Brasilien eine Windstrom-Kapazität von insgesamt 237 MW, von der 208 MW im Jahr 2006 im Zuge des Proinfa-Programms realisiert wurden. Die WWEA sieht die Schaffung und Umsetzung des Proinfa-Programms als ein herausragendes Beispiel dafür, wie ein Schwellenland die Windenergie im großen Stil einführen kann. Ein fester Einspeisetarif für einen bestimmten Zeitraum habe bereits in Dänemark, Deutschland und Spanien für einen rasanten Ausbau der Windenergie-Industrie gesorgt und Brasilien sei das erste lateinamerikanische Land, welches vergleichbare Regelungen getroffen habe und dennoch die spezifischen Bedingungen vor Ort beachte. Aus diesem Grund muss die Wertschöpfung von Windparks zu 60 % in Brasilien erfolgen, was den Ausbau einer eigenen Windindustrie erforderlich macht, gemeinsam mit internationalen Windenergieanlagenherstellern."

07 Oktober 2007

Petrobrás - ein Gigant

  • Nettoeinnahmen: 158,2 Mrd. R$/a
  • Nettogewinn: 25,9 Mrd. R$/a
  • Investitionen: 33,7 Mrd. R$
  • Aktionäre: 247.580 (die aber gegenüber der Regierung, die trotz Privatisierung auch Aktionär ist, nichts zu sagen haben, d.h. Petrobrás ist halbstaatlich unter dem vollen Einfluß der Regierung)
  • Exploration: 63 Bohrungen, davon 44 im Meer
  • Reserven: 11,458 Billionen barrels Erdöl und (äquivalentes) Erdgas
  • Förderung: 12.895 produktive Bohrungen, 725 davon im Meer
  • Produktionsplattformen: 103, davon 76 stationäre
  • Raffinerien: 16
  • Ausstoß der Raffinerien: 1.872.000 barrels am Tag
  • Pipelines: 31.089 km
  • Flotte: 155 Schiffe, davon 51 eigene
  • Tankstellen: 5.870, davon 638 eigene
  • Düngemittel: 3 Fabriken, 1.852 metrischen Tonnen Ammonium, 1.598 metrische Tonnen Harnstoff

China, Brasilien und Schuhe

Sie kennen doch die alte Geschichte vom Schuhverkäufer aus den Zeiten, als man solche Dinge noch sagen konnte, ohne gleich in den Verdacht der Diskriminierung zu kommen, der begeistert aus Afrika zurückkommt: "Alle laufen dort barfuß herum, welch ein Markt!". Wobei wir nicht den pessimistischen Kollegen vergessen sollten, der enttäuscht nach seiner Afrikareise meinte "Kein Markt, kann man vergessen, niemand benutzt dort Schuhe!".

Auch in Brasilien laufen viele Menschen barfuß oder mit "Minimalsandalen" herum, wobei es durchaus diskriminierend gemeint ist, wenn jemand als pé de chinelo bezeichnet wird, also als Träger solcher Sandalen, die meist den ganz Armen in Form von einfachen Gummisohlen mit einer Schlaufe für die Zehen vorbehalten sind. Wenn sie nicht durch geschicktes Marketing und Formgebung aufgewertet und damit auch für die Mittelschicht hoffähig werden und sich in dieser Form mittlerweile sogar zum Exportschlager entwickelten. 

China hat heute zwischen 300 und 400 Millionen Verbraucher. In Brasilien sind es weit weniger, die Einwohnerschaft wird auf knapp 190 Millionen geschätzt, und nicht alle sind Konsumenten. Und was hat das mit Schuhen zu tun?

Brasilien ist der viertgrößte Schuhexporteur des Planeten mit einer Gesamtproduktion von 796 Millionen Paar im Jahr, davon werden 180 Millionen exportiert. Von Januar bis August 2007 exportierte Brasilien dabei nach China 59.000 Paar Schuhe im Wert von 927.000 US$. Das nimmt sich bescheiden gegenüber den 14,5 Millionen Paar aus, die Brasilien im Wert von 89,8 Millionen US$ aus China im gleichen Zeitraum bezog.  Wobei der bescheidene Export nach China durch die unaufhörliche Aufwertung des Real mehr als gefährdet ist. 

06 Oktober 2007

Wo wird BRASILIEN AKTUELL gelesen?

Aus diesen Ländern kamen die letzten 100 Leser von Brasilien Aktuell:
Und die Computer der Leser haben folgende Betriebssysteme:
Wobei mich als langjähriger Apple - Benutzter freut, daß "meine" Gemeinde mit 14 % vertreten ist. Sie wissen ja, frage nie jemanden, welchen Rechner er benutzt. Denn wenn es ein Macintosh ist, wird er es dir erzählen. Und wenn es ein Windowsrechner ist, warum willst Du ihn beschämen?


Neue Stahlwerke bieten Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Anlagenbauer und Zulieferer

Vale do Rio Doce hat viel vor, nachdem man einen höheren Firmenwert als Petrobrás vorzeigen kann (Beitrag vom 29.9.07). Nach den 5 Mrd. US$, die das neue Stahlwerk Cia. Siderúrgica Vitória im Bundestaat Espírito Santo, welches ein Gemeinschaftsunterfangen mit Baosteel aus China ist, kosten wird, will man ähnliche Summen in den Bau zweier weiterer neuer Stahlwerke investieren. Diese sollen mit der indischen Tata und der japanischen JFE gebaut werden.

Übernahme verändert brasilianische Bankenlandschaft

Die Übernahme der ABN Amro durch ein Konsortium verändert unsere Bankenlandschaft. In Brasilien fällt ABN der spanischen Santander - Bank zu, damit haben wir, nach Aktiva geordnet, eine neue Rangfolge:
  1. Banco do Brasil: 333 Mrd. R$
  2. Bradesco: 291 Mrd. R$
  3. Santander + ABN: 278 Mrd. R$
  4. Itaú: 255 Mrd. R$
  5. Caixa Económica: 238 Mrd. R$
  6. Unibanco: 130 Mrd. R$
  7. HSBC: 68 Mrd. R$
  8. Safra: 67 Mrd. R$
  9. Votorantim: 60 Mrd. R$
Beide Banken zusammen beschäftigen in Brasilien über 53.000 Mitarbeiter, wobei nach der Fusion diese Zahl wahrscheinlich deutlich kleiner sein wird. Im Gegenzug wird der vereinigte Gewinn von 2,26 Mrd. R$ (erstes Halbjahr 2007) sicher steigen. Den bringen dann die heute über 21.000 Kunden, die sich an fast 17.000 Bankautomaten selbst bedienen können.

Nochmal Kriminalität und Morde

Die brasilianische Regierung war vom UNO-Bericht nicht begeistert, der der Stadt São Paulo 1 % (siehe Beitrag vom 3.10.07) aller weltweit verübten Morde zuschrieb und hat günstigere Zahlen vorgelegt. Trotzdem muß, obwohl nach diesen Zahlen die Mordrate erheblich zurückgegangen ist, beachtet werden, daß Mörder lange Zeit in einer Justizvollzugsanstalt bleiben. Dementsprechend sind diese im Bundesstaat São Paulo auch  "gut besetzt":
  • Raub / Diebstahl: 37.832 Strafgefangene
  • Rauschgifthandel: 26.529 Strafgefangene  
  • Mord ersten Grades: 10.507 Strafgefangene
  • Mord zweiten Grades: 6.060 Strafgefangene
  • Raubüberfall mit Todesfolge: 4.539 Strafgefangene
  • Vergewaltigung: 3.268 Strafgefangene
In nur einem Jahr wurden im Bundesstaat São Paulo 10.207 Rauschgifthändler festgenommen. Im Juni 2006 saßen wegen dieses Deliktes 18.040 Täter ein, ein Jahr später waren es schon 28.247, also 58 % mehr. Wenn man von der Zahl der im Juni 2006 Einsitzenden die internationalen Rauschgifthändler abzieht, bleiben immer noch 17.234 übrig, im Juni 2007 waren es schon 26.529. Der Bundesstaat São Paulo ist der einzige Brasiliens, der eine Justizvollzugsanstalt nur für Ausländer besitzt, dort in Itaí sitzen 900 Täter aus 80 Nationalitäten ein. Die meisten von ihnen wurden wegen Rauschgifthandels in den Flughäfen des Bundesstaates verurteilt. Die Zahl der wegen internationalen Rauschgifthandels Einsitzenden stieg von 806 im Juni 2006 auf 1.718 im Juni 2007. Auch Vergewaltiger haben den zweifelhaften Vorzug, besondere Strafanstalten zu "bewohnen", in Oswaldo Cruz und Sorocaba findet man in den beiden Sonderstrafanstalten nur diese Art von Häftling, die in "normalen" Gefängnissen um ihr Leben fürchten müßten.  

Wer dies liest, fühlt vielleicht den Drang, die EXPOSEC - International Security Fair in São Paulo zu besuchen, die vom 27. bis 29. Mai 2008 im Centro de Exposições Imigrantes stattfindet. Letztes Jahr haben dort 256 Firmen ausgestellt, die Messe wurde von 23.000 Menschen besucht.

05 Oktober 2007

Dollar auf Siebenjahrestiefstand

Der Dollarkurs (comercial) rutschte heute auf 1,804 R$ ab, so tief stand er seit dem 15.8.2000 nicht mehr. Schuld sind die Höhenflüge unserer Aktienkurse, Investoren verkaufen Dollar und kaufen Aktien. Und wo soll das enden? Die Auguren sprechen schon von 1,50 R$ pro Dollar für nächstes Jahr. Frohes Planen!

€ zum R$ am 4.10.07:
US$ zum R$ am 4.10.07:

Big Brother hat auch seine guten Seiten...

...denn die Kraftfahrzeugversicherungen werden nach einer Zeitungsmeldung von heute wahrscheinlich billiger werden, eventuell bis zu 20 %. Also heißen wir die totale Fahrzeugüberwachung in São Paulo willkommen?

(Nachtrag zum Blogeintrag vom 3.9.07)

03 Oktober 2007

Big Brother kommt demnächst in São Paulo an

Nach zehnjähriger Diskussion ist es soweit, im März 2008 wird das System ausgeschrieben, welches eine lückenlose Überwachung aller Fahrzeuge in São Paulo und später auch in anderen brasilianischen Städten erlaubt. Bei uns in São Paulo werden 2.500 Antennen in der Stadt installiert werden, die die Signale der tags in den vorbeifahrenden Autos empfangen und an eine Zentrale zur Überwachung und Auswertung weiterleiten. Ausgestrahlt werden eine laufende Nummer (des tags), die Zulassungsnummer, die Fahrgestellnummer und das Nummernschild, damit kann genau festgestellt werden, wer wolang fährt und eventuell später auch, wie schnell(!). Für die Verkehrsplanung eine großartige Sache und für das Finanzamt und die Polizei ebenfalls, denn ein Drittel der Fahrzeughalter in São Paulo haben Schulden wie nicht bezahlte Zulassungsgebühren und Verkehrsstrafen. Und gestohlene Fahrzeuge lassen sich dann auch besser verfolgen, wenn die Diebe den tag im Fahrzeug lassen. Die Installation soll ab Werk erfolgen und die nachträgliche Anbringung bei schon laufenden Autos soll dem Eigner nichts kosten. Ich habe schon einen tag in meinem Auto, um an Mautstellen ohne zu halten durchzufahren, die Rechnung bekomme ich am Monatsende, die Bezahlung erfolgt per Bankeinzug. Der Fortschritt läßt sich nicht aufhalten?!

1 % aller Morde dieser Welt werden in São Paulo verübt?

Das fragt man sich in Brasilien und das sagt die UNO in einer gerade vorgelegten Verbrechensstudie. Die sich im Fall Brasiliens leider auf alte Zahlen, nämlich  zurück bis 1999 bezieht. Damals war der Höhepunkt einer Mordwelle in São Paulo erreicht, 52,2 % Morde auf je 100.000 Bewohner der Stadt. 2002 lag der Wert bei 43,7 und 2006 schon bei 18,9. Heute sind es 11 Morde auf 100.000 Stadtbewohner, immer noch zuviel, aber bestimmt auch für die UNO erwähnenswert. Wer hat wohl ein Interesse daran, solche Zahlen zu verfälschen und Panik zu schüren?

Analphabeten in Brasília

Kongress wird in Brasilien CONGRESSO geschrieben. Das wußte der Stempelmacher, der diesen offiziellen Stempel herstellte, denn in der unteren Zeile wurde die korrekte Schreibweise gewählt. Aber welche Teufel haben ihn geritten, als er die erste Zeile schrieb??? CONGREÇO ist definitiv falsch!

01 Oktober 2007

US-Dollar auf dem tiefsten Stand seit dem 17. August 2000

Am 1. Oktober 2007 schloß der Kurs mit 1,00 US = 1,81 R$ ab. Im September wurde der Dollar gegenüber der brasilianischen Währung um 6,52 % abgewertet, am 1. Oktober fiel er weitere 1,36 %. Mit ein Grund ist der Dollarverkauf durch ausländische Investoren, die Aktien in Brasilien kaufen, der Bovespa - Index stieg im September um mehr als 10 % und lag am 1. Oktober bei 62.340 Punkten. Wohl dem, der Geld zum Anlegen hat! Und die brasilianischen Exporteure warten auf die Zentralbank, denn nur dieser wird noch zugetraut, den Dollarkurssturz abzufangen. Die brasilianischen Importeure freuen sich und merken nicht, daß sie sich und dem Land keinen Gefallen tuen, wenn die industrielle Kraft des Landes nicht genutzt wird. Und die Importe wachsen und wachsen. Aber noch ist die Auslastung der einheimischen Industrie sehr gut, fragt sich, wie lange noch. 

Wer Technologie zu bieten hat, die es brasilianischen Fabriken erlaubt, in Augenhöhe mit ausländischen Firmen zu konkurrieren, sollte diese jetzt zur Produktivitätserhöhung, Kostensenkung und Qualitätssteigerung in Brasilien anbieten! Unsere Technologietransferprojekte zeigen, daß hier wirklich Nachfrage besteht. Also, carpe diem! Nutzen Sie die Gunst der Stunde! Denn mit dem starken Real kann zur Zeit importierte Spitzentechnologie auch bezahlt werden. Was übrigens mein Besuch auf der Exposibram bestätigte, denn dort waren etliche teure Maschinen mit dem Schild "verkauft" zu sehen.