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31 März 2008

Schlechte Lehrer = schlechte Schüler

Hört sich logisch an? Ist logisch! Trotzdem haben 23 % der Mittelschullehrer (ensino médio) in Brasilien nicht das geforderte Hochschuldiplom, unterrichten aber trotzdem, u.a. "Mathematik" (sollte eher "Rechnen" heißen). Resultat? Im Pisatest liegt Brasilien vor Tunesien, Qatar und Kasachstan, aber hinter dem Rest der Welt. Im armen Norden und Nordwesten Brasiliens haben übrigens 36,9 bzw. 36,1 % der Mathematiklehrer keine Hochschulausbildung.

Ist Francisco Dornelles der Don Quixote der Steuerreform?

Ich will dem ehrenwerten Senator sicher nicht zu nahe treten, denn sein Vorschlag, eine Bundesmehrwertsteuer einzuführen, die die ICMS, IPI, Cofins, PIS, Pasep und Cide ersetzen soll, ist exzellent und mutig. Nur leider nach Meinung von Fachleuten, obwohl logisch und korrekt, politisch nicht durchsetzbar. Weil dann nämlich die Bundesstaaten am Macht verlören.

Erinnert mich an die Förderung des Föderalismus in Deutschland durch die Alliierten, die damit ein Wiedererstarken Deutschlands verhindern wollten. Brasilien braucht dazu keine äußeren Gegner, die inneren reichen, um sich selbst kaputt zu machen. Schade, dass Vernunft und Logik sich nicht automatisch durchsetzen. 

Ein weiteres Argument für eine umfassende Steuerreform anstelle von mickrigen Korrekturen: Im Mittel brauchen unsere Firmen laut dem ESTADO DE SÃO PAULO von heute 2.600 Stunden im Jahr, um ihren Steuerverpflichtungen nachzukommen, in der "ersten" Welt aber nicht mehr als 200. 

29 März 2008

Euro legt gegenüber dem Real zu, die Zentralbank glaubt an 4,8 % BIP-Wachstum

In den letzten drei Monaten tauchte der Euro einmal kräftig ab (siehe Tiefstwert am 26.2.08), aber erholte sich bis heute recht kräftig:
Ob dies dauerhaft ist, weiß niemand, denn die Kursentwicklung der letzten 12 Monate zeigt ein zyklisches Verhalten:
Sollte dies fortschreibbar sein, was man ja gerne bei Prognosen macht, wenn man den Mechanismus hinter den Zahlen nur unzureichend versteht, müßte der Kurs jetzt wieder fallen. Lassen wir uns überraschen, dynamische nichtlineare Prozesse  haben Eigenschaften, die unser linear denkendes Gehirn eben nicht auf die Schnelle durchschaut. Und zum Wechselkursbildungsprozess gehört die Kapazität nicht nur einer Regierung, sowohl rationale als auch irrationale oder auch pseudorationale Entscheidungen zu treffen. Die brasilianische Regierung hat beschlossen, den Real nicht weiter ungebremst im Wert stiegen zu lassen und dazu einige Entscheidungen getroffen, über deren Einordnung sich jeder selbst Gedanken machen sollte. Ich beschränke mich auf die Aufzählung von Fakten: Exporteure können ihre Exporterlöse in Hartwährung (eigentlich gehört der Real auch schon zur Hartwährung) im Ausland belassen und sie brauchen auch keine Steuer auf Finanzoperationen IOF zu zahlen. Diese wird aber mit 1,5 % für Anlagen im brasilianischen Finanzmarkt fällig.

Das hilft, aber leider nur so wie der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein. Denn das wahre Übel, der Unterschied der brasilianischen Realzinsen zu denen im Rest der Welt, wird nicht angegangen. Und deshalb wird hier in Brasilien weiterhin Geld im Ausland aufgenommen und in Brasilien angelegt mit dem Doppelnutzen des Zinsertrages und des Kursgewinnes. Wer dies in den letzten sieben Monaten genutzt hatte, konnte laut Prof. Dr. Antonio Corrêa de Lacerda einen Gewinn in Dollar von 23,5 % verbuchen, siehe seine Beispielrechnung im Estado de São Paulo von heute. 

Er zeigt auch, daß die Aufwertung des Real gegenüber dem US-Dollar übertrieben ist, denn in den letzten drei Jahren gewann der Real gegenüber dem Dollar 37 % an Wert, der chinesische Yuan aber nur um 14 %, der russische Rubel  und der Euro um 13 %, die indische Rupie um 8 %, der südkoreanische Won um 6 % und der mexikanische Peso um gerade mal 3 %.

Ich erinnere mich noch an eine Äußerung von ca. 1975 eines SPD-Politikers, der 5 % Inflation besser fand als 5 % Arbeitslosigkeit. Aloízio Mercadante, brasilianischer PT-Senator sagte jetzt, es sei besser, mit 4,5 % Inflation 6 % zu wachsen als mit 4 % Inflation nur 2,5 %. Dieses Wachstum hängt natürlich nicht nur von der Inflation, sondern auch vom Wechselkurs ab. Die Zentralbank signalisiert schon mit einer Leitzinserhöhung, was unseren Real weiter stärken wird, und erhöhte die Wachstumsprognose des BIP von 4,5 auf 4,8 % für das laufende Jahr. Die Inflation (IPCA) wird nach Meinung der Zentralbank jetzt nicht mehr 4,3 % betragen, sondern 4,6 %, also geringfügig über dem Zielwert von 4,5 % liegen.


08 März 2008

Brasiliens Attraktivität für den Mittelstand

Gerade richtig zur Einstimmung für meine Beratungsgespräche in Nord- und Süddeutschland ab Montag kommt die Zwischenauswertung meiner Umfrage:

IST BRASILIEN FÜR DEUTSCHE MITTELSTANDSFRIMEN ATTRAKTIV?

35 % -> ja, aber nur mit eigener lokaler Produktion
22 % -> ja, für den Export sehr gut geeignet
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57 % -> JA

16 % -> nein, höchstens als Urlaubsland: Ein guter Anfang! Kommen Sie nach Brasilien und lassen Sie sich positiv überraschen! Und wer weiß, ein gelungener Urlaub kann der Anfang einer professionellen Beziehung sein. Wer Brasilien und die Brasilianer kennt, weiß einfach, welche Geschäfte möglich und sinnvoll sind. Und derer gibt es viele, vertrauen Sie darauf!
8 % -> nein, das Land ist für den Mittelstand zu kompliziert: Das mag stimmen, wenn man alleine nach Brasilien kommt. Aber Sie sind nicht alleine, denn erstens gibt es bereits ca. 1.300 andere deutsche Unternehmen (und viele andere ausländische Firmen), die erfolgreich in Brasilien tätig sind. Und zweitens gibt es ganze Berufsstände, die davon leben, Sie hier zu unterstützen. Dazu gehört die AHK (deutsche Auslandshandelskammer), der Firmenpool Brasilien / Mercosur der IHK Essen, Eurolatina ..., die Liste ist beinahe beliebig verlängerbar.
8 % -> nein, Importware ist in Brasilien viel teuer: Und warum gelingt es dann so vielen Firmen, nach Brasilien zu exportieren? Ich habe gerade der deutschen AMS zu einem siebenstelligen Exportauftrag verholfen, also, möglich ist alles - Sie müssen nur das richtige Produkt haben. Außerdem wird bei Kostenvergleichen Import ./. Lokaler Bezug oft vergessen, daß auch brasilianische Hersteller Warenumlaufsteuer ICMS, Industriealisierungssteuer IPI und PIS und Cofins zahlen müssen. Der Importeur hat also gegenüber dem lokalen Bezug nur den Transport, den Zoll und einige Abgaben zu berücksichtigen. Und die machen ein gutes Produkt nicht tot!
4 %  -> nein, Importware ist zu teuer und eine lokale Produktion zu aufwendig: Importiert wird ganz heftig, wie schon ausgeführt, also dieses Argument sticht nicht. Und die teure lokale Produktion hängt davon ab, wie Sie hier einsteigen. Die Billiglösung ohne Investitionen kann dann natürlich zu teuren Produkten führen. Wer seine Technologie beherrscht und sicher ist, daß er ihr Alleininhaber ist, kann mit entsprechender Investition in Betriebsmittel und Menschen Produkte in Brasilien herstellen, die wettbewerbsfähig sind. Eine Ausnahme gibt es; wer HiTech-Produkte wie Halbleiter herstellen will und die ganze Infrastruktur und logistische Versorgungskette dafür braucht, muß eventuell warten, weil diese Voraussetzungen vielleicht noch nicht gegegeben sind. Aber das würde den Export nach Brasilien nur favorisieren. Toshiba ist das jüngste Beispiel dafür. Die in den Raum gestellte Halbleiterfabrik, die die Entscheidung der brasilianischen Regierung für das japanische hochauflösende Digitalfernsehsystem begünstigte, wird es - vorerst - aus diesen Gründen nicht geben.
2 % -> nein, das Land ist zu gefährlich: Wenn Sie kein Sightseeing in Favelas machen wollen und die Ecken meiden, in die Sie auch in Frankfurt oder Berlin nicht gehen würden / sollten, ist Brasilien für  Sie nicht gefährlicher als andere Länder.
4 % -> nein, denn es gibt keine guten Vertreter: Gibt es doch, man muß sie nur finden und dafür ist u.a. der Firmenpool Brasilien / Mercosur der IHK Essen da.
0 % -> nein, denn keiner will in Brasilien importieren: Hatten wir schon, die Brasilianer importieren immer mehr, wie die Außenhandelsstatistik zeigt, angefangen bei Machinen aus Deutschland bis hin zur Weihnachtsbaumbeleuchtung aus China.
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42 % -> NEIN

(= 99 % wegen Rundung, Anzahl der abgegebenen Stimmern bis 12.3.2008: 49)

Bitte helfen Sie durch Ihre Teilnahme an der Umfrage (durch Klicken in die Überschrift kommen Sie zur Umfrage) mit, dieses Ergebnis statistisch abzusichern. 

PS: Wenn mich jemand fragen würde, ob Deutschland interessant sei für den brasilianischen Mittelstand, würde ich heute "nein" sagen, wenn mit dem Interesse ein Flug nach Frankfurt verbunden wäre. Meine Begründung ist sehr subjektiv, aber wer nach einem fast 12stündigen Flug in Frankfurt noch fast eine Stunde in der Maschine sitzen muß, weil keine Parkposition vorhanden ist, eine weitere halbe Stunde, weil niemand die Brücke öffnet, wer dann noch fast einen Kilometer zum Mietwagenparkplatz (das alte Parkhaus wird abgerissen) laufen muß, nachdem er zwei Stunden auf seinen Koffer gewartet hat, weil angeblich der Zoll alle Gepäckstücke einer Sonderprüfung unterzieht, der zieht München vor. Selbst ich als Berliner gleich gar.

05 März 2008

Schluß mit Lustig in Brasilien, jedenfalls, wenn es um Zinsen geht!

Brasilien ist schon wieder Weltmeister, aber diesmal leider nicht im positiven Sinne, wir führen die weltweite Zinsskala wieder mal an. Es geht um den Leitzins minus die Inflation. Diese jährlichen Realzinsen sehen heute so aus:

6,73 % Brasilien (nominal 11,25 %)
6,69 % Türkei
4,9 % Australien
4,2 % Mexiko
3,2 % England
2,9 % Kolumbien
2,2 % Dänemark
2,0 % Kanada
1,96 % Holland
1,60 % Südkorea
1,60 % Südafrika
1,40 % Italien
1,30 % Frankreich
1,30 % Hong Kong
1,20 % Schweden
1,20 % Malaysia
1,20 % Deutschland
1,20 % Belgien
1,10 % Portugal
-4,7 % Singapur

Dass Otto Normalverbraucher andere Zinsen zahlt, d.h. höhere, steht auf einem anderen Blatt.

Wer nächste Woche mit mir darüber in der IHK Essen sprechen möchte, kann einen Termin über Herrn Slomke von der Kammer verabreden, seine Telefonnummer ist +49 201 189 2244.

04 März 2008

Brasilien ist trotz Dollarschwäche ein guter Exportstandort!

Nach meiner Umfrage (wenn Sie sich beteiligen wollen, gehen Sie bitte zur Eurolatinahomepage, in dem Sie in die Überschrift klicken) glauben 36 % von zufälligerweise auch 36 Stimmen, daß Brasilien ein interessantes Land ist, wenn man dort auch produziert. Böhler-Udeholm kann dies sicher bestätigen, denn diese österreichische Firma hatte 2004 die Villares Metals gekauft und jetzt den größten Exportauftrag in der Firmengeschichte in Brasilien erhalten. Man wird ab April Ventilstahl für 50 Mio. US$ jährlich in die USA und nach Europa schicken. Letztes Jahr exportierte die brasilianische Niederlassung für 199 Mio. US$, das waren 40 % des brasilianischen Umsatzes. 2003 lag der Exportanteil schon bei 52 %, aber dann kam die Realauf- bzw. die Dollarabwertung. Der Ausweg war, höherwertige Produkte zu verkaufen, so kostet der Ventilstahl ca. sechs mal mehr als normaler. Und den kann man produzieren, weil man ein neues Walzwerk in Sumaré installierte. Zusätzlich hat man sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, 155 Mio. R$ Kosten durch Produktivitätsanreize, bessere Exportprozesse und z.T. schon getätigte Investitionen zu senken. Villares Metals hat 2007 einen Gewinn von 73 Mio. US$ erzielt, 21 % mehr als 2006. Der Umsatz betrug im Vorjahr 538 Mio. US$, das waren 47 % mehr als 2006. Die Produktion erreichte mit 8,4 Mio. Tonnen einen Rekordwert, 7,4 % mehr als 2006. Die Firma konzentriert sich auf die Wachstumsmärkte Zucker und Alkohol, Windenergie und Petrochemie. 2008 wird die Gruppe 300 Mio. € investieren, davon in Brasilien 33,7 Mio. €.

02 März 2008

Wann wird Brasilien von der deutschen Konsumgüterindustrie entdeckt?

Bei meinen  kostenlosen Orientierungsgesprächen mit Brasilieninteressierten habe ich fast immer Vertreter aus den Sektoren Engineering, Maschinenbau, Elektrotechnik und Chemie am Tisch, bis auf wenige Ausnahmen fast nie Hersteller oder Händler von Konsumgütern. Meine Agenda für März zeigt dieses gewohnte Bild, auch in den nächsten Tagen werde ich in Deutschland nur mit zwei Firmen sprechen, die ihre Produkte im Einzelhandel absetzen.

Dabei ist dies unverständlich, denn Brasilien hat genug Verbraucher, wie die Anwesenheit von Firmen wie Wal-Mart, Carrefour, Dr. Oetker und Fuchs-Gewürze zeigt, um sehr interessant als Absatzland für Konsumgüter zu sein. Die genannten Firmen sind hier sehr erfolgreich, allerdings können Sie in meinem Buch "Wirtschaftsboom am Zuckerhut" auch über einen Fall lesen, der Thermoskannen betrifft und bei dem sich die betreffende Firma nicht mit Ruhm bekleckert hat. Aber dies ist ein Einzelfall und die ebenfalls deutsche Konkurrenz verkauft bis heute sehr gut. Also nochmal die Frage, warum interessiert sich kaum ein deutscher Konsumgüterhersteller oder -händler für Brasilien?

An der Anzahl seiner Menschen kann es nicht liegen, denn alleine São Paulo soll nach einem UNO-Bericht (Perspectivas Mundiais de Urbanização - Revisão de 2007) 2010 schon die drittgrößte Einwohnerzahl der Welt haben, wenn sie 19,6 Millionen Menschen erreichen wird. Aber wer Konsumenten sucht, braucht nicht solange zu warten, auch heute schon gibt es genug davon. Groß-São Paulo hat nach diesem UNO-Bericht 18,8 Millionen Einwohner und liegt damit an fünfter Stelle auf der Welt. Den Spitzenplatz nimmt Tokyo mit 35,7 Millionen Einwohner ein - soll man dazu gratulieren oder einen großen Bogen um dieses Gebiet machen? Dann kommen mit jeweils 19 Millionen Einwohnern New York, Mexiko-Stadt und Mumbai (das frühere Bombay). Die Prognose der UNO-Wissenschaftler sieht diese Regionen (Städte kann man eigentlich gar nicht mehr sagen) mit folgenden Einwohnerzahlen: Tokio 36,4 Millionen, Mumbai 26,4 Millionen, Neu Dehli 22,5 Millionen, Dhaka 22 Millionen, São Paulo 19,6 Millionen.

An den Einkommensverhältnissen kann es auch nicht liegen, denn wir sind nicht in Bangladesh. Wenn wir nämlich  als Beispiel Dhaka nehmen, muß leider gesagt werden, dass in dieser Stadt ein Drittel der Einwohner in Elendsvierteln leben. Wahrscheinlich glauben die von mir vermissten Konsumgüterhersteller, dass dies in Brasilien ähnlich sei? Dann sei diesen gesagt, dass das Familieneinkommen Brasiliens 2007 in der Summe eine Billion R$ überschritten hat. Es ist in den letzten beiden Jahren um fast 20 % (+ 194 Mrd. R$ von 2005 auf 2007) gewachsen und betrugt Ende 2007 mit einem Kurs von 1 € = 2,55 R$ immerhin beachtliche 458 Mrd. €  (1,168 Billionen R$). 2008 wird weiterhin Wachstum erwartet, 7,9 % insgesamt. Damit hätten wir Ende 2008 gegenüber 2005 ein Plus von 29 % zu verzeichnen, das ist ein Traumwert! Und hier haben wir auch die Erklärung gefunden, warum Brasilien heute schon in einigen Kategorien Konsumweltmeister ist. Hier einige Zahlen von 2007, die heute von der Tageszeitung O Estado de São Paulo veröffentlicht wurden:

Fahrzeugproduktion (Mio. Fahrzeuge)
11,596 Japan
10,781 USA
8,882 China
6,213 Deutschland
4,086 Südkorea
2,971 Brasilien

2006 lag Brasilien hinter Spanien noch auf dem achten Platz!

Kosmetikverkauf (Mrd. US$)
50,5 USA
29,8 Japan
18,2 Brasilien
14,1 Frankreich
13,6 Deutschland

In nur zwei Jahren hat Brasilien Deutschland, Großbritannien und Frankreich überholt!

Computerverkauf (Millionen Einheiten)
64,0 USA
36,0 China
13,0 Japan
11,2 Großbritannien
10,7 Brasilien

Brasilien hat Deutschland und Frankreich hinter sich gelassen!

Mobiltelefonverkauf (Millionen Einheiten)
547 China
253 USA
234 Indien
170 Rußland
121 Brasilien

Brasilien hat Japan überholt! Aber ob wirklich Verkauf gemeint ist? Eher wohl Bestand!

Schokoladeverbrauch (Tonnen)
1.600 USA
1.077 Deutschland
531 Großbritannien
410 Brasilien
404 Frankreich

In der Originalmeldung stand Milliarden Tonnen, aber hier melde ich starke und berechtigte Zweifel an, denn bei grob gerechnet 170 Millionen Einwohnern hätte jeder Brasilianer dann 2412 Tonnen Schokolade im Jahr bzw. 6,6 Tonnen täglich gegessen. 8,5 kg Schokolade  haben die Deutschen 2006 pro Kopf verzehrt, das sind bei 85 Mio. Einwohnern nur 722.000 Tonnen. Also streichen wir die Milliarden und belassen es bei einfachen Tonnen, zum Dickwerden ist es immer noch genug.

Zum Schluss noch eine weitere Zahl: Brasilien war 2007 hinter den USA und Mexiko das Land mit dem größten Durst (seiner Einwohner) nach Coca Cola, 8,53 Milliarden Liter (+ 16 % gegenüber 2006).