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21 März 2013
Ministerrunde in Brasília
Ja, das waren die Minister der brasilianischen Bundesregierung im Januar 2012, 39 insgesamt, das spricht für Qualität, äh, Quantität! Schade, dass Peter Drucker nicht mehr lebt, er hätte sich hier einer echten Herausforderung stellen können.
17 März 2013
Was ist los mit Brasilien?
Der Papst kommt aus Argentinien und jetzt sagt der Traveler's Digest auch noch dies:

Wie kann man die Brasilianer trösten? Präsidentin Dilma sagt dazu: "Der Papst ist zwar Argentinier, aber Gott ist immer noch Brasilianer!".
Wie kann man die Brasilianer trösten? Präsidentin Dilma sagt dazu: "Der Papst ist zwar Argentinier, aber Gott ist immer noch Brasilianer!".
06 März 2013
Schluss mit lustig? Wohin geht die Reise?
Was hat das Deutsche Reich mit London zu tun?
Sicher nicht das, was Sie vielleicht denken. Sehen Sie selbst. Dieses Tablett kaufte meine Frau heute in Brasilien:
Wenn Sie sich die rechte obere Ecke genauer ansehen, sehen Sie das Bild einer Briefmarke des Deutschen Reiches mit dem Stempel des Winterhilfswerkes vom 14.12.1940:
Und oben links eine Briefmarke aus dem Irak, die ich mangels Sprachkenntnisse nicht weiter erklären kann:
Ob das Tablett wohl aus China kommt? Einem Brasilianer fällt sicher nicht auf, welche historischen Ereignisse sich hier unter einer Glasscheibe verbergen, auf die einfach eine Schüssel mit Reis oder Bohnen gestellt wird - und schon ist Schluss mit der Geschichte, Zeit zum Essen!
Wenn Sie sich die rechte obere Ecke genauer ansehen, sehen Sie das Bild einer Briefmarke des Deutschen Reiches mit dem Stempel des Winterhilfswerkes vom 14.12.1940:
Und oben links eine Briefmarke aus dem Irak, die ich mangels Sprachkenntnisse nicht weiter erklären kann:
Ob das Tablett wohl aus China kommt? Einem Brasilianer fällt sicher nicht auf, welche historischen Ereignisse sich hier unter einer Glasscheibe verbergen, auf die einfach eine Schüssel mit Reis oder Bohnen gestellt wird - und schon ist Schluss mit der Geschichte, Zeit zum Essen!
03 März 2013
Kardinäle sammeln Stimmen für Odilo Scherer
So steht es in der FAZ. Wenn das stimmt und er Papst werden sollte, hat er im eigenen Land Handlungsbedarf:
Diese Graphik fand ich in der Tageszeitung "O Estado de São Paulo", danach hat die katholische Kirche einen kräftigen Aderlass erlitten. Die Pfingstkirchen - hier als "Evangélicos" wahrscheinlich mit den Lutheranern, also den Evangelischen im deutschen Sprachgebrauch - in einen Topf geworfen, haben dagegen mächtigen Zulauf, obwohl sich dahinter m.E. nach nur ein lukratives steuerfreies Geschäft verbirgt.
Ich wünsche ihm, obwohl selbst evangelisch, alles Glück dieser Erde und weniger interne Probleme als sie sein früherer Kardinalskollege Ratzinger, der gerade als Papst zurücktrat, wohl erdulden musste, falls es denn mit der Wahl klappt. Der Rücktritt hat übrigens im Internet zu derart gehässigen und abfälligen Kommentaren geführt, dass man sich nur wundern kann, ein richtiges Religionsbashing. Für Brasilien würde ein brasilianischer Papst sicher vielmehr bedeuten als ein deutscher für Deutschland, trotz der Bildüberschrift "Wir sind Papst!".
Was ein Luxuswagen in Deutschland ist, ist das Privatflugzeug in Brasilien
Kein Wunder bei den Entfernungen, denn schliesslich ist Brasilien 24 grösser als Deutschland:
Deshalb gab es Ende letzen Jahres 16.984 Privatflugzeuge in Brasilien, 35 % mehr als 2003. Leider sind die Anzahl Unfälle dieser Flugzeuge auch stark angestiegen, 2012 waren es 178 mit 77 Todesopfern. Mehr können Sie lesen bei der Agência Nacional de Aviação Civil - ANAC und bei der Associação de Pilotos e Proprietários de Aeronaves - APPA. Und wenn Sie bestätigt haben wollen, dass man ein gebrauchtes Flugzeug für 120.000 R$ kaufen kann, was dem Wert eines Toyota Prius entspricht, sollten Sie in FlightMarket klicken.
Meine beiden Projektpartner in Venezuela, Eike Ingo Friese, und in Argentinien, Christian V. Schmehlik, haben beide eine Fluglizenz erworben, als sie noch in Nigeria arbeiteten. Aus gutem Grund übrigens, aber darüber zu schreiben, wäre wahrscheinlich politisch nicht korrekt. Aber auch in den Ländern, in denen sie jetzt seit Jahrzehnten wohnen, ist man oft auf das Flugzeug angewiesen. Und wer keines hat, fährt eben tagelang Bus, wie ich neulich, siehe meinen Post vom 16.2.13.
Deshalb gab es Ende letzen Jahres 16.984 Privatflugzeuge in Brasilien, 35 % mehr als 2003. Leider sind die Anzahl Unfälle dieser Flugzeuge auch stark angestiegen, 2012 waren es 178 mit 77 Todesopfern. Mehr können Sie lesen bei der Agência Nacional de Aviação Civil - ANAC und bei der Associação de Pilotos e Proprietários de Aeronaves - APPA. Und wenn Sie bestätigt haben wollen, dass man ein gebrauchtes Flugzeug für 120.000 R$ kaufen kann, was dem Wert eines Toyota Prius entspricht, sollten Sie in FlightMarket klicken.
Meine beiden Projektpartner in Venezuela, Eike Ingo Friese, und in Argentinien, Christian V. Schmehlik, haben beide eine Fluglizenz erworben, als sie noch in Nigeria arbeiteten. Aus gutem Grund übrigens, aber darüber zu schreiben, wäre wahrscheinlich politisch nicht korrekt. Aber auch in den Ländern, in denen sie jetzt seit Jahrzehnten wohnen, ist man oft auf das Flugzeug angewiesen. Und wer keines hat, fährt eben tagelang Bus, wie ich neulich, siehe meinen Post vom 16.2.13.
Zeitverschwendung oder wichtiges Kontaktwerkzeug?
Egal, welche Meinung man hat, die SOZIALEN NETZWERKE werden immer wichtiger, egal, aus welchem Blickwinkel man sie betrachtet. Und Brasilien hat die Nase vorn; check it out, wie Lt. Horatio Caine von CSI Miami sagen würde (Millionen Benutzer im Dezember 2012):
Datenquelle: Comscore Media Metrix
Wird die Welt in Produzenten- und Konsumentenländer aufgeteilt werden?
5,2 % vom BIP Brasiliens wurden 2012 in der Landwirtschaft erzeugt, 13,3 % von der verarbeitenden Industrie und 68,5 % vom Dienstleistungssektor. Wenn das so weiter geht, werden wir nur noch Erze schürfen, Sojabohnen ernten und Rindviecher schlachten. Den Rest machen die Banken, Versicherungsgesellschaften, Omnibuslinien- und Fluglinienbetreiber, Transportunternehmer, Tradings, Reedereien, Hotelketten, Wasserver- und -entsorger, you name it, und natürlich die Händler und die Importeure, die die zum Leben benötigten und die das Leben angenehmer machende Waren aus den Erzeugerländern, wahrscheinlich China, Südkorea und Indien, beschaffen. Der einzige Industriesektor, der - wenn er nicht Fertighäuser importieren will, was bei Hochhäusern schwierig sein wird - überleben wird, wäre dann der Bausektor. Und obwohl die Regierung der Petrobrás vorschreibt, local content - Vorschriften beim Einkauf von z.B. Erdölfördereinrichtungen zu beachten, ging der Industrieanteil am BIP ständig zurück - 2004 hatte er noch 20 % betragen! Und selbst die Petrobrás trägt dazu bei, denn wenn die Regierung auch unrealistische Vorschriften aus ideologischen Gründen erlässt, muss die Petrobrás Produktionskapazität schaffen und kauft deshalb doch im Ausland ein, weil die heimische Industrie nicht lieferfähig ist. Denn sie hat oft weder die Kapazität, um rechtzeitig zu liefern, noch die Fähigkeit, die verlangten Produkte herzustellen.
Was manchmal unverständlich ist, sind die Klagen brasilianischer Industrieller, die zwar auf der einen Seite den technologischen Stand z.B. Deutschlands haben möchten, aber ihn nicht bezahlen wollen (oder können). Man kauft dann doch lieber in China und jetzt auch schon in Indien ein, holt sich - noch - eine blutige Nase, aber wurstelt sich irgendwie durch. Aber irgendwann reicht die Qualität der indischen und chinesischen Erzeugnisse aus und dann haben die alten Industrieländer das Nachsehen. Vorausschauende Unternehmer aus den Industrieländern sollten deshalb den abschätzigen Begriff der TROPIKALISIERUNG von seinem Stigma befreien und vorurteilslos darüber nachdenken, was denn wirklich in Brasilien gebraucht wird. Die gute alte WERTANALYSE bzw. WERTGESTALTUNG sollte dazu benutzt werden, hochwertige und auf den Bedarf in Brasilien abgestimmte, erschwingliche Produkte zu erzeugen, die eventuell durchaus in Partnerschaft mit brasilianischen Unternehmen fabriziert werden können.
Wie wichtig eine Anpassung der brasilianischen Industrie ist, die von von ihr unbeeinflussbaren Kostentreibern wie Behördenbürokratie, Steuern, Einfuhr- und Ausfuhrbestimmungen, Arbeitsgesetzgebung und durchaus auch Korruption gebeutelt ist, zeigt das Beispiel der Chemieindustrie. Seit 5 Jahren stagniert dieser Sektor, obwohl der Verbrauch an chemischen Erzeugnissen um 7,1 % stieg. Für das laufende Jahr wird ein Handelsbilanzdefizit der Chemie von 30 Mrd. US$ vorausgesagt, letztes Jahr waren es bereits 28,1 Mrd. US$! Der Textilindustrie geht es ähnlich; 2005 erwirtschaftete sie noch einen Überschuss von 300 Mio. US$, 2012 ein Defizit von 5,3 Mrd. US$. Sie verlor dadurch 7.600 Arbeitsplätze. Die Schuhindustrie verlor ebenfalls Boden gegen Importware und baute letztes Jahr 7.000 Arbeitsplätze ab, konnte aber einen Aussenhandelsüberschuss erwirtschaften, der unter 1 Mrd. US$ liegt und schon mehr als das Doppelte betrug.
Gründe für diese negative Entwicklung gibt es genug. Einer ist der hohe Preis an Rohstoffen. So kostet das für viele chemische Produktionsprozesse als Ausgangsmaterial verwendete Gas in Brasilien viermal mehr als in den USA.
Im September 2008 begann die Weltfinanzkrise. In den darauffolgenden 4 Jahren und drei Monaten wuchs das BIP Brasiliens um 9,3 %, das des Dienstleistungssektors aber um 11,6 %. Das PIB der Industrie nahm um magere 2 % zu und das der Landwirtschaft ging um - 0,1 % zurück. Die Industrie sieht noch schlechter aus, wenn man den Bausektor ausklammert, der um 12,1 % wuchs. Dann bleibt nämlich ein Rückgang von 5,9 % für das BIP der Industrie übrig!
Und deshalb erlaubte ich mir, in meinem Post von gestern zu fragen, ob Präsidentin Dilma eine lahme Ente sei. Denn in den 2 Jahren ihrer Amtszeit wuchs das BIP der Landwirtschaft um 0,9 %, das der Industrie ging um 0,2 % zurück, der Dienstleistungssektor legte um 3,6 % zu, was zusammen 2,8 % BIP-Wachstum bedeutet. Ein sehr mageres Ergebnis für viele grosse Worte, die vor allem ihr Minister Mantega fand und aussprach.
Was dem Land fehlt, ist ein Schock, ähnlich wie ihn der damalige Präsident Collor auslöste, als er den Import für Autos öffnete und die heimische Industrie zwang, ihre Fertigung und ihre Fahrzeuge zu modernisieren. Und natürlich muss die Industrie dann auch die Möglichkeit haben, moderne Produktionsmittel zu bezahlen, die - solange sie in Brasilien nicht hergestellt werden - eben importiert werden müssen. Und es muss Schluss sein mit der Meinung vieler Industrieller, dass das Kopieren ausländischer Erzeugnisse ein Kavaliersdelikt sein. Diese sollten ihr Geld nicht für Privatflugzeuge, Feriendomizile in Miami oder Luxusautos ausgeben, sondern in die Entwicklung ihrer Produkte stecken.
Dazu ein eigenes Erlebnis: Ich begleitet den Inhaber eines deutschen Ingenieurbüros zu einem Hersteller medizintechnischer Erzeugnisse, dem wir die Entwicklung neuer Produkte vorschlugen. Wir zeigten Beispiele für von meinem Kunden entwickelte Geräte, die äußerst erfolgreich am Markt waren. Und was tut unser brasilianischer Freund? Zeigt uns den Katalog seiner deutschen Konkurrenz, deutet auf ein Produkt und fragt, ob wir ihm helfen könnten, dieses zu produzieren. Übrigens kam es nie - auch nicht mit nicht abgekupferten Produkten - zu einem Auftrag, weil dem Unternehmer 80.000 € für die komplette Entwicklung eines medizintechnischen Erzeugnisses einschließlich sämtlicher Fertigungsunterlagen und Betreuung während der Nullserie bis zur Freigabe der Serienfertigung zu viel waren. Das waren damals 180 TR$, damit hätte einen guten brasilianischen Entwicklungsingenieur ca. ein Jahr mit allen Nebenkosten bezahlen können. Und dieser hätte in diesem Jahr sicher nicht das Ergebnis abgeliefert, was mein Kunde ihm in Aussicht stellte.
02 März 2013
Graphiken zur Bekanntgabe des BIP 2012
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| "lame duck" Dilma? |
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| Ihr Minister Mantega sagt, die Weltwirtschaft sei Schuld am schwachen Abschneiden Brasiliens! |
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| Trotz Rekordernte schrumpfte die Landwirtschaft, "gerettet" wurden wir durch den Konsum, aber niemand investiert mehr in Produktionsanlagen! |
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| Das Konsumwachstum wurde ermöglicht durch den stetigen Kaufkraftanstieg der Bevölkerung, ausgedrückt durch das BIP per capita |
Nachtrag zur Presseschau
Brasiliens Wirtschaft hat nach mehreren Boomjahren stark an Schwung verloren: Das Bruttoinlandsprodukt stieg 2012 nur noch um 0,9 Prozent, wie die nationale Statistikagentur mitteilte. Vor zwei Jahren hatte die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt ...
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Rio de Janeiro (AFP) Brasilien baut mit französischer Hilfe sein erstes Atom-U-Boot. Brasiliengehöre künftig mit den USA, China, Frankreich, England und Russland zur Riege der Länder mit "Zugang zu Atom-U-Booten", sagte Präsidentin Dilma Rousseff am ...
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Taipeh/Sao Paolo (pte003/02.03.2013/06:10) - Obwohl die Notebook-Produktionsraten in Brasilien stets im Steigen begriffen sind, kommt es in Lateinamerikas größtem Staat derzeit zu maßgeblichen Lieferverzögerungen. Zurückzuführen ist dieser Umstand ...
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Unterstützung aus Würselen bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien? Eine weitere deutsche Firma darf auf einen Einsatz als Ausrüster für die Tortechnologie hoffen. Der Weltverband FIFA zeichnete das von GoalControl aus Würselen entwickelte System am ...
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Das brasilianische Sprichwort „Es gibt nichts, was es in Brasilien nicht gibt“, pulsiert ebenso auf kulturellem Sektor. Denn Vorträge, Ausstellungen, Filme, Musik und Mitmachaktionen für Kinder bietet diese dritte Ausgabe des „Kulturfrühlings“ in Hülle ...
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Hohe Wachstumsraten, 200 Millionen Konsumenten, eine immer grössere Mittelschicht sowie Fussball-WM und Olympia vor der Tür: Brasilien bietet Firmen eigentlich tolle Perspektiven. Doch die Realität sieht oft anders aus. Immer mehr Konzerne meldeten ...
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Der Präsident des japanischen Konzerns Mitsubishi, Ken Kobayashi, sichert Brasilien langfristige Investitionen zu. Bei einem Besuch in Brasilien und einem Treffen mit der Präsidentin Dilma Rousseff sagte er, dass das momentan stockende ...
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Zwischen dem Liszt Ferenc tér und der Oper erwartet Freunde exotischer Speisen seit kurzem das neue und einzige brasilianische Restaurant Budapests, das casabrasil. Zwei große verglaste Fenster geben einen Blick auf die Andrássy út frei und verbergen ...
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Jeder, der sich nach den Bedingungen des Kaffeeanbaus in Brasilien erkundigt, stößt schnell auf eine Mauer des Schweigens. Sogar Bedrohungen und Einschüchterungen sind im harten Kaffeegeschäft an der Tagesordnung, weiß Professor Ivo Juksch.
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01 März 2013
Wollen Sie Zapfsäulen verkaufen?
Dann kommen Sie nach Brasilien! Dies ist der Benzinabsatz der letzten Jahre:
Dazu muss man wissen, dass bis September 2011 unserem Benzin 25 % Alkohol beigemischt wurde, seitdem sind es nur noch 20 %. Leider - für Petrobrás - hält die Produktion nicht Schritt mit dem Verbrauch, im Januar 2013 gegenüber Dezember 2012 ging die Produktion weiter zurück, diesmal um 3,3 %. Angegebener Grund: Technische bedingte geplante Stilllegungen. Könnte von ex-Präsident Lula kommen, der sich damit gebrüstet hatte, dass Brasilien das erste Mal in der Geschichte, natürlich unter seiner Führung, auf diesem Sektor autark sei. Eine schöne Illusion.
:-( BIP :-( BRASIL :-( AUSSENHANDELSBILANZ :-(
Ja, es sieht nicht gut aus und Schönreden hilft auch nicht, aus den Anfang 2012 von der Regierung versprochenen 4 % sind nur 0,9 % geworden. Der absolut erreichte Wert beträgt 4,4 Billionen R$, das sagte heute das IBGE - Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística. Der Zuwachs ist der schlechteste Wert seit 2009 und zeigt, wie sehr der ex-Präsident Lula während seiner Amtszeit von der Weltkonjunkturlage begünstigt wurde. Seine Nachfolgerin erweist sich mehr und mehr als Schönwetterpilotin. Wenn im Vorjahr der Konsum der brasilianischen Familien nicht um 3,1 % auf 2,77 Billionen R$ angestiegen wäre, sähe die Welt noch schlechter aus. Und wer ist schuld? Die Industrie, deren BIP um 0,8 % - Punkte und die Landwirtschaft, deren BIP um 2,3 % zurückging. Allerdings nicht nur aus eigenem Verschulden, die anderen Gründe habe ich oft genug erwähnt. 2012 wurde ausserdem 4 % Punkte weniger investiert als 2011; d.h. 18,1 % vom BIP gegenüber 19,3 % im Vorjahr. Das Prokopf-BIP blieb gleich und beträgt nach wie vor 22.402 R$, also knapp 8.700 €.
Aber es kommt noch schlimmer, wenn man die Aussenhandelsbilanz ansieht. Im Februar 2013 geriet sie mit 1,27 Mrd. US$ ins Negative, wie das MDIC - Ministério do Desenvolvimento, Indústria e Comércio Exterior mitteilte. Der schlechteste Februar seit 1959, als die Zentralbank begann, die Export- und Importdaten aufzuzeichnen. Im Februar letzten Jahres hatten wir noch einen Aussenhandelsüberschuss von 1,7 Mrd. US$. Im Januar diesen Jahres betrug das Defizit 4,036 Mrd. US$, das schlechteste Monatsergebnis in der Geschichte dieser Aufzeichnung. Per Februar ist das Defizit kumuliert schon bei 5,312 Mrd. US$ gelandet. Im Februar exportierte Brasilien für 15,551 Mrd.US$ und importierte für 16.827 Mrd. US$. Der mittlere Exporttageswert betrug im Februar 2012 noch 948,8 Mio. US$, ein Jahr später nur noch 863,9 Mio. US$; die Importwerte dagegen stiegen von 859,1 Mio. US$ auf 934,8 Mio. US$.
Aber es kommt noch schlimmer, wenn man die Aussenhandelsbilanz ansieht. Im Februar 2013 geriet sie mit 1,27 Mrd. US$ ins Negative, wie das MDIC - Ministério do Desenvolvimento, Indústria e Comércio Exterior mitteilte. Der schlechteste Februar seit 1959, als die Zentralbank begann, die Export- und Importdaten aufzuzeichnen. Im Februar letzten Jahres hatten wir noch einen Aussenhandelsüberschuss von 1,7 Mrd. US$. Im Januar diesen Jahres betrug das Defizit 4,036 Mrd. US$, das schlechteste Monatsergebnis in der Geschichte dieser Aufzeichnung. Per Februar ist das Defizit kumuliert schon bei 5,312 Mrd. US$ gelandet. Im Februar exportierte Brasilien für 15,551 Mrd.US$ und importierte für 16.827 Mrd. US$. Der mittlere Exporttageswert betrug im Februar 2012 noch 948,8 Mio. US$, ein Jahr später nur noch 863,9 Mio. US$; die Importwerte dagegen stiegen von 859,1 Mio. US$ auf 934,8 Mio. US$.
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| 2012 hat es noch zu einem Überschuss gereicht, per Februar 2013 haben wir ein Defizit zu verzeichnen |
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| Brasilianische Aussenhandelszahlen im Vergleich |
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