18 Oktober 2019

BRASILIEN - eine Insel der Stabilität

Niemand flüchtet aus Brasilien, weil die nackte Not ihn dazu treibt, und versucht unter Gefahr für Leib und Leben illegal ein anderes Land zu betreten. Aber Venezolaner kommen in Scharen nach Brasilien und bitten um Aufnahme, die ihnen auch gewährt wird. Der bolivianische Präsident lässt einige Millionen Hektar des Regenwaldes in seinem Land abbrennen, um Platz für Weideflächen und Äcker zu schaffen, in Brasilien werden die Streitkräfte vom Präsidenten eingesetzt, um Buschfeuer zu bekämpfen und ein Farmer im Amazonasgebiet darf nur 20 % seines Geländes landwirtschaftlich nutzen, der Rest muss im ursprünglichen Zustand bleiben. Brasilien deckt über 82 % seines Energiebedarfes aus erneuerbaren Quellen, der Weltdurchschnitt liegt gerade mal bei 24 %. Und in Ekuador wurde der Ausnahmezustand verhängt, um einen Bürgerkrieg wegen der regierungsseitig angeordneten Benzinpreiserhöhung einzudämmen. In Venezuela ist es schon zu spät dafür, dort herrscht die nackte Angst in den Straßen und Maduro ist weiterhin unangefochtener Diktator des Landes, unterstützt von den Granden der brasilianischen Arbeiterpartei. Das sind die Zustände, die in Venezuela und Ekuador herrschen und Gott sei Dank nicht in Brasilien, weil Lula und Dilma nicht mehr am Ruder sind:

Aber Brasilien ist auch ein gefährliches Land, sehen Sie diesen Film an, der am 29.9.2019 um 02:45 in Pereira Barreto, der Geburtsstadt meiner Frau, aufgenommen wurde:

AMS-NIPPON RIKA VERKAUFT ISOLIERROBOTER AUS FRANKREICH IN BRASILIEN



Der Hersteller gehört zur NIPPON RIKA - Gruppe, die an der AMS-NIPPON RIKA DO BRASIL beteiligt ist. Damit haben Hersteller von Großspulen für Generatoren und Hochspannungsmotoren in Brasilien Zugang zur allerneuesten Technologie, die äußerst flexibel blitzschnelles Umrüsten erlaubt und - vor allem, wenn Glimmerbänder von NIPPON RIKA verwendet werden - allerhöchste Qualität der Isolierung garantieren. Das ist extrem wichtig, denn Glimmerbänder sind billig, aber wenn sie versagen, ist der Schaden immens, kostet doch ein Generator schnell einige Millionen Euro oder Dollar.

Und was nicht weniger wichtig ist; wenn der Anwender Hilfe benötigt, steht diese Dank AMS - NIPPON RIKA schnell zur Verfügung, denn der Sitz dieser Firma ist São Paulo. Hier LINK erfahren Sie mehr!

Wochenbericht der AHK São Paulo vom 18.10.2019 bringt nur Positives über Brasilien!

NIEDRIGE ZINSEN WIRKEN SICH POSITIV AUF UNTERNEHMEN UND INDUSTRIE AUS
Erhebung unter 307 Unternehmen belegt Anstieg der Rentabilität von 3,1% auf 10,1%

Außenhandel
Brasilien will Einfuhrzölle halbieren

Wahl in Argentinien beflügelt Diskussion um die Schaffung eines „Mercosur 2.0” Investitionen
BID Invest plant Investitionen in Brasilien zu verdoppeln

Schwerpunkt ist der Infrastruktursektor Internationaler Wettbewerb
Brasilien liegt im Ranking der internationalen Wettbewerbsfähigkeit auf Platz 71Das Land konnte sich gegenüber dem Vorjahr um einen Rang verbessern

Motorrad
Motorradverkauf wächst und testet Produktionsgrenzen aus
Der Markt wächst stärker als erwartet und stellt Herausforderungen an die Hersteller 

Verpackungsmittelindustrie
O-I erreicht 100%ige Kapazitätsauslastung in brasilianischen Werken
Niedrigerer Erdgaspreis kann Investitionen der glasverarbeitenden Industrie beleben

14 Oktober 2019

ERDWICH zerkleinert (fast) alles, auch in Brasilien!



Und es kommt noch besser, wir verkaufen Ihnen auch eine Komplettlösung, z.B. für Metallspäne aus Ihrer mechanischen Fertigung, zuerst den Shredder von ERDWICH, daran angeschlossen die Briketttierpresse von RUF und zum Schluss das Filter von POLO zur Rückgewinnung der KSM-Flüssigkeit. Und die Briketts gehen gleich transportoptimiert in die Gießerei zum verlustarmen und energieminimierten Einschmelzen!

12 Oktober 2019

Balkons in São Paulo

Hier sollte man weder unten drunter noch oben drauf stehenbleiben! Gesehen an der Ecke Faria Lima mit Nove de Julho:


Ölpest an Brasiliens Stränden

Die Zeitungen berichten kaum darüber und die deutsche Bundeskanzlerin sowie der französische Präsident schweigen sich aus, können sie doch dieses Umweltverbrechen nicht Bolsonaro anhängen, da das Öl offensichtlich aus Venezuela stammt.

"Wenn Du aufwachst und bereit bis, Bolsonaro wegen des Öls an den Stränden Brasiliens zu kritisieren...

...und feststellst, dass es aus Venezuela kommt"

11 Oktober 2019

Was ist Ihnen lieber? Die Wahrheit oder ein rosa angestrichenes Brasilien?

Souvenirs, Souvenirs... Kauft ihr, Leute, kauft sie ein!

Das hat Bill Ramsey 1959 gesungen und die brasilianische Regierung hat es jetzt auch gehört und wird erlauben, dass Reisende, die mit dem Flugzeug nach Brasilien zurückkehren, jetzt nach der Ankunft im Duty-Free-Shop für 1.000 US$ zollfrei einkaufen können. So kommen Devisen in die Kasse und der Reisende muss seine Souvenirs nicht den ganzen Weg zurückschleppen. Wer auf dem Landweg einreist, kann künftig anstelle 300 bald 500 US$ nach dem Grenzübertritt im Duty-Free-Laden ausgeben, ohne Zoll für seine Einkäufe zu zahlen. Für im Ausland eingekaufte Ware gilt die Zollfreiheit nur bei Einkäufen bis zu 500 US$ und diese Grenze anzuheben, ist schwierig, denn dabei müssen alle MERCOSUL-Mitgliedsländer mitziehen.

10 Oktober 2019

Neues aus Absurdistan

Brasilien hat 81 Senatoren, im Senat arbeiten (?) aber mehr als 5.000 Leute, d.h. jeder Senator verfügt im Schnitt über mindestens 62 Zuarbeiter. Kein Wunder, dass Brasilien für seinen Öffentlichen Dienst 10% des BIP ausgibt - vor allem, wenn man bedenkt, dass Beamte und Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes auf Bundesebene das Doppelte von dem verdienen, was die Privatwirtschaft für vergleichbare Funktionsträger zahlt. Selbst die Weltbank hat darauf schon hingewiesen. Es wird Zeit, dass wir Italien nacheifern, wo die Anzahl der Parlamentsabgeordneten um ca. 36% verringert wurde.

09 Oktober 2019

Täuschen so bestimmte Parteien ihre Anhänger, um sie zu Demonstrationen zu locken?

07 Oktober 2019

Unterschiedliche Weinpreise - am Transport kann es nicht liegen

Bekanntermaßen ist Argentinien Nachbar von Brasilien und nicht von Europa. Trotzdem kostet eine Flasche Malbec Alamos in Deutschland 7,90 € und in Brasilien 85,15 R$, also 18,92 €, also das 2,4 fache. Am Transport kann es nicht liegen!



Wieder ein Beispiel dafür, dass Brasilien kein billiges Land ist.

06 Oktober 2019

Welthungerindex

Wer hat Bolsonaro widersprochen, als er gesagt hat, dass in Brasilien niemand hungert? Das war die Einschätzung 2010 und heute schreiben wir 2019:


Quelle: https://www.laenderdaten.de/_karten/large/GHI2010_Severity_Map.jpg


Brasilien ist soo schlecht nicht!

Standard & Poor's Foreign Rating:
Countries by Standard & Poor's Foreign Rating


AAA AA BBB BB CCC CC/D 

Stirbt Deutschland an Altersschwäche?

Brasilien ist da besser aufgestellt!

Weltweiter Stromverbrauch - Brasilien direkt hinter Deutschland auf Platz 9


Hier finden Sie die Daten aller 220 Länder: https://www.laenderdaten.de/energiewirtschaft/elektrische_energie/stromverbrauch.aspx


Eine Schlange im Garten Eden?

Nein, es handelt sich nur um meinen Garten und die Schlange ist in Wirklichkeit eine beinlose Echse.

Was wären wir ohne Wikipedia? Dort werden wir aufgeklärt: "Die Rote Doppelschleiche (Amphisbaena alba) ist eine unterirdisch lebende, beinlose Echse aus der Familie der Eigentlichen Doppelschleichen. Ihre Heimat sind die Regenwälder und Savannen in Panama, Kolumbien, Venezuela, den drei Guayanas, Trinidad, Brasilien, Ecuador, Peru, Bolivien und der Norden Paraguays." In Brasilien heißt sie im Volksmund COBRA DE DUAS CABEÇAS, also zweiköpfige Schlange.

Auf Dummenfang


Mein Freund Júlio, der mir das Foto schickte, schrieb darunter: "Unabhängig von der Religion lohnt es sich, diesen Kontakt aufzubewahren". 

Das ist die Übersetzung des Plakattextes und jetzt verstehen Sie auch Júlios Kommentar:

Vater Hans Constantini

  • löst Pakte mit dem Teufel auf
  • verwandelt Wasser in Bier
  • macht Hausbesuche zur Teufelsaustreibung 

In Brasilien gibt es noch Patrioten!

Manche mögen's heiß

aber Feijoada bei frühlingshaften Temperaturen ist nicht jedermanns Sache!

Im modernen Brasilien

zahlt man den Bus berührungslos mit seiner Kreditkarte:
 

Recycling in Brasilien






























wird punktweise auf höchstem Niveau praktiziert, z.B. bei PET-Flaschen und Aluminiumdosen. Wer diese Sammelbehälter aufgestellt hat vergaß allerdings, dass man an einer Kreuzung nicht parken kann, um seine Flaschen etc. aus dem Kofferraum zu holen. 

Die Ungleichheit in Brasilien

zeigt sich bei der Betrachtung der durchschnittlichen Bruttomonatsgehälter:

28.000 R$ Judikative
18.000 R$ Legislative
12.000 R$ Exekutive
2.200 R$ Privatwirtschaft

Ein Bundesbeamter erhält im Ruhestand fast das neunzehnfache eines Rentners der Privatwirtschaft. Ein Pensionär der Legislative bekommt durchschnittlich 26.800 R$ im Monat, der Rentner nur 1.400. Weiteres in ARTIKEL und WELTBANKBERICHT

05 Oktober 2019

Ich beantrage Freispruch für Brasilien!


Bewegen Sie den Mauszeiger über das Feld oben und gehen nach unten, um meinen neunzehnseitigen Aufsatz zu lesen!

https://www.linkedin.com/posts/karlheinz-naumann-4507b84_ich-beantrage-freispruch-f%C3%BCr-brasilien-activity-6586232157159608320-ZrHF

04 Oktober 2019

EUROLATINA ÜBERNIMMT NEUE VERTRETUNG


Mit EUROLATINA in São Paulo hat das Bremer Unternehmen POLO FILTER jetzt einen Handelspartner in Südamerika. In Kürze wird die Website von POLO FILTER auf Portugiesisch und Spanisch verfügbar sein. Das Unternehmen ist auf Filter für Schmierkühlmittel spezialisiert. Ihre Produkte sind eine ideale Ergänzung zu unseren ERDWICH-Shreddern zur Spänezerkleinerung und RUF-Brikettierpressen. Die Filter sind auf den jeweiligen Anwendungsfall zugeschnitten und ermöglichen zusammen mit ERDWICH- und RUF-Geräten die optimale Rückgewinnung wertvoller Schneidöle und Emulsionen. EUROLATINA liefert nicht nur die Filterausrüstung, sondern auch das Filtervlies.

WIRE 2019 in São Paulo

03 Oktober 2019

Brasiliens Handelsbilanz



Quelle: https://www.ceicdata.com/de/indicator/brazil/trade-balance

02 Oktober 2019

Wo sind meine Hämmer?

Deutsche sind in Brasilien für ihre Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit bekannt und ihre Produkte für ihren hohen Qualitätsstandard und Technologiegehalt bei gleichzeitig hohen Preisen. Trotz der Preise ist es uns gelungen, diese Hämmer in Brasilien an einen Aluminiumkonzern für dessen Recyclingtätigkeit zu verkaufen, weil die gezeigten Hämmer die doppelte Lebensdauer der bisher verwendeten haben. Selbst bei doppeltem Preis - was nicht der Fall ist - würde sich also ihr Einsatz lohnen, weil die Hämmer nicht mehr so häufig ausgewechselt werden müssen. Das Foto kann jetzt als Fahndungsfoto dienen, denn nach der Abholung durch den Forwarder beim Hersteller in Deutschland ist die Lieferung spurlos verschwunden. Sollte die Fahndung erfolglos bleiben, bedeutet dies eine Lieferverzögerung von 8 Wochen, weil die Hämmer dann neu gegossen und bearbeitet werden müssen. O tempora, o mores! Wo ist die deutsche Lieferzuverlässigkeit geblieben? Und wo sind die Hämmer abgeblieben, die speziell für eine bestimmte Hammermühle gegossen wurden und nur in dieser verwendet werden können?

Als Vertreter eines großen südafrikanischen Logistikkonzerns in Brasilien kann ich nur betonen, wie wichtig die Logistik ist. Was nützt die beste Produktion und der geschickteste Vertrieb, wenn die Ware nicht beim Kunden ankommt?

Brasilien ist viel besser als sein Ruf


Trump und Bolsonaro treffen und mögen sich


28 September 2019

Manchmal wird der Bock zum Gärtner gemacht

Brasilien hat mit seinem ehemaligen Generalstaatsanwalt Janot, der heute als Rechtsanwalt fungiert, ein treffliches Beispiel dafür geliefert. Dieser Herr hatte den damaligen Präsidenten Temer mit bisher unbewiesenen Behauptungen der Korruption angeklagt und damit erfolgreich verhindert, dass dieser seine kurze Amtszeit mit der Reform des Rentensystems krönt. Das ist jetzt dem neuen Präsidenten Jair Messias Bolsonaro vorbehalten.

Gestern hat die Bundespolizei die Wohnung und das Büro des ehemaligen Chefanklägers Brasiliens durchsucht und eine Pistole und Computer beschlagnahmt. Mit dieser Pistole, so hat Janot selbst der staunenden Öffentlichkeit berichtet, wollte er das Mitglied des Obersten Bundesgerichtshofes Gilmar Mendes erschießen und sich anschließend selbst umbringen. Nur "die Hand Gottes" hätte ihn von dieser Bluttat abgehalten.

Manche halten dieses Geständnis für eine Marketingmassnahme, den Janot will in wenigen Tagen ein Buch publizieren. Andere meinen, er sei schlicht unzurechnungsfähig. Es gibt noch die dritte Möglichkeit, dass er tatsächlich ein verhinderter Gewaltverbrecher ist. Wie dem auch sei, ihm ist es verboten worden, sich den Bundesrichtern zu nähern. Welche sonstigen Weiterungen sich ergeben, muss abgewartet werden. Diese können sogar darin bestehen, dass seine Amtshandlungen für ungültig erklärt werden.

Der Parlamentspräsident Maia kommentierte dies mit: "Wer will schon in einem solchen Land investieren?"

Brasilien wird auch einen Janot überleben, aber das Image des Landes aufzupolieren, wird jeden Tag schwieriger mit solchen Amtsträgern.

23 September 2019

Brasilien ist ein energietechnisch vorbildliches Land, welches die Umweltressourcen mehr schützt als die meisten anderen Länder dieser Erde!

Quelle: Link

So sah die Weltenergiematrix 2016 aus:


Für Brasilien liegen schon die Daten für 2017 vor:


2016 deckte Brasilien 43,5% seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen, die Welt insgesamt nur zu 14%!


Die Weltelektroenergiematrix sah für 2016 so aus:

Auch hier liegen für Brasilien schon die Daten von 2017 vor:


2016 deckte Brasilien 82% seines Elektroenergiebedarfs aus erneuerbaren Quellen, die Welt insgesamt nur zu 24%!



Wer müsste jetzt am Pranger stehen? Brasilien oder der "Rest der Welt"?

Umweltminister Salles über die Rede Bolsonaros zur Eröffnung der neuen Sitzungsperiode der UNO am 24.9.2019

Wir wollen die falsche Vorstellung beseitigen, dass es einen Abbau des Umweltsystems gab, dass es eine Lockerung der Gesetzgebung oder der Aufsicht im Umweltbereich gab, dass Brasilien sich nicht um die Umwelt kümmert. Das ist alles nicht wahr! Wir müssen dies alles klären, damit diese Meldungen oder Fehlinformationen nicht ständig wiederholt werden.

Das ist die sinngemäße Übersetzung seiner Aussage, die hier mit der übersetzten Überschrift KLARSTELLUNGEN BRASILIENS VOR DER UNO veröffentlicht wurde. Leider ist diese Klarstellung sehr nötig, denn die Anschuldigungen gegen Brasilien, deren Grundlage falsche und unvollständige fake news sind, werden von den Medien ständig wiederholt und von unbedarften oder auch böswilligen Lesern nachgeplappert.

De Gaulle soll gesagt haben: "Le Brésil n'est pas un pays sérieux". Abgesehen davon, dass es keine Bestätigung dafür gibt, dass dieser Satz tatsächlich so ausgesprochen wurde, muss festgestellt werden, dass Brasilien sehr wohl ein ernstzunehmendes Land ist, nicht nur trotz, sondern auch wegen der Regierung Bolsonaro. Niemand kann gezwungen werden, den Präsidenten Brasiliens zu mögen, aber dass die Qualität seines Kabinetts erheblich über der liegt, die man den Ministerriegen Lulas und Dilmas zuschreibt, kann niemand bestreiten. Und von Bolsonaros Kabinett ist noch kein Mitglied in einem Strafprozess rechtskräftig verurteilt und hinter Gittern gebracht worden. Das kann man allerdings nicht von allen Kabinettsmitgliedern Lulas und Dilmas sagen.

Und wir sollten uns auch immer vor Augen halten, dass Brasilien flächen- und bevölkerungsmäßig das fünftgrößte Land der Erde ist, die achtgrößte Volkswirtschaft, der zweiundzwanziggrößte Exporteur der Welt und das siebenunddreissigkomplexeste Land, gemessen mit den Economic Complexity Index (ECI). Da ist das falsche Mitleid der ehemaligen chilenischen Präsidentin mit Brasilien, weil es Jaír Messias Bolsonaro mit großer Mehrheit zum Präsidenten gewählt hat, völlig falsch angebracht. Wobei ich völlig verstehe, dass sie Bolsonaro nicht mag, weil dieser ihren Vater kritisierte. Ich verstehe auch den französischen Präsidenten, der sich über eine ähnlich unpassende Kritik an seiner Frau über Bolsonaro aufregte. Ein Präsident, auch der brasilianische, darf nicht in der Öffentlichkeit so reden, als ob er am Stammtisch säße. In dieser Hinsicht war de Gaulle, der immer mit Würde auftrat, sicher ein nachahmenswertes Vorbild. Ebenso wie Adenauer, der trotz seines rheinischen Humors nie die Würde (und Bürde) seines Amtes als Bundeskanzler vergaß.

Economic Complexity Rankings (ECI)

The Economic Complexity Index (ECI) and the Product Complexity Index (PCI) are, respectively, measures of the relative knowledge intensity of an economy or a product. ECI measures the knowledge intensity of an economy by considering the knowledge intensity of the products it exports. PCI measures the knowledge intensity of a product by considering the knowledge intensity of its exporters. This circular argument is mathematically tractable and can be used to construct relative measures of the knowledge intensity of economies and products (see methodology section for more details).

ECI has been validated as a relevant economic measure by showing its ability to predict future economic growth (see Hidalgo and Hausmann 2009), and explain international variations in income inequality (see Hartmann et al. 2017.

Diese Erklärung steht auf der Titelseite von https://oec.world/en/rankings/country/eci/. Außerdem findet man hier das Ranking des ECI:




Japan führt die Liste mit 2.30938 an, Brasilien liegt auf Platz 37 mit 0.608252 und auf dem letzten Platz steht Papua mit -2.00821. Für Togo, Namibia, Botswana und Belgien liegen keine Werte für 2017 vor, sie stehen deshalb in der Rangliste hinter Papua. 

Wer mehr über Brasilien erfahren will, kann https://oec.world/en/profile/country/bra/ aufrufen:

Hier steht auch folgender Text:

Brazil is the 22nd largest export economy in the world and the 37th most complex economy according to the Economic Complexity Index (ECI). In 2017, Brazil exported $219B and imported $140B, resulting in a positive trade balance of $78.3B. In 2017 the GDP of Brazil was $2.06T and its GDP per capita was $15.5k.
The top exports of Brazil are Soybeans ($25.9B), Iron Ore($20.1B), Crude Petroleum ($17.4B), Raw Sugar ($11.4B) and Cars ($6.78B), using the 1992 revision of the HS (Harmonized System) classification. Its top imports are Refined Petroleum ($11.4B), Vehicle Parts ($5.1B), Packaged Medicaments ($3.1B), Integrated Circuits($3.03B) and Cars ($3B).
The top export destinations of Brazil are China ($48B), the United States ($25.1B), Argentina ($17.8B), the Netherlands ($7.57B) and Germany ($6.18B). The top import origins are China ($27B), the United States($20.4B), Argentina ($9.3B), Germany ($9.3B) and South Korea ($5.39B).
Brazil borders ArgentinaBoliviaColombiaGuyanaPeruParaguaySurinameUruguay and Venezuela.

Weitere interessante Daten sind u.a. diese:





Besuchen Sie die oben angegebene URL, es lohnt sich, dort sind noch viele weitere Informationen über Brasilien und die anderen Länder des Rankings aufgeführt. 

15 September 2019

Der Urwald brennt - in Bolivien!

Zum Artikel: LINK

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Danke dem Autor dieser Zeilen, der das Brasilien-bashing etwas relativiert.

13 September 2019

Brasilien aus erster Hand am 24. und 26.9.2019

Anmeldung bei mayer@kontaktwerk.de 


Anmeldung bei hey@hey-projects.de 

06 September 2019

Brasilien, das Land der Trottel?

Oder auf Portugiesisch: BRASIL, O PAÍS DOS OTÁRIOS?

Ein ehemaliger Parlamentsabgeprdneter wurde gerade festgenommen, dazu kam diese Meldung heute in ISTO É:

Indio da Costa é preso pela PF em operação contra corrupção nos Correios

Dados preliminares indicam um prejuízo ao erário no montante de 13 milhões de reais, apenas no que se refere às postagens ilícitas já identificadas, não computado o prejuízo diário que estava sendo causado pelo grupo investigado

Florianópolis – A Polícia Federal prendeu o ex-deputado federal e candidato ao governo do Rio em 2018 Indio da Costa na manhã desta sexta-feira. A prisão foi no âmbito da ‘Operação Postal Off’ para desarticular uma organização criminosa que atuava nos Correios, praticando fraudes que estavam causando graves prejuízos à empresa. A prisão foi divulgada pelo colunista Lauro Jardim, do jornal ‘O Globo’.
Cerca de 110 policiais federais cumpriram 9 mandados de prisão preventiva e 19 mandados de busca e apreensão na cidade do Rio de Janeiro; 2 mandados de prisão preventiva e 5 mandados de busca e apreensão no Estado de São Paulo (municípios de Tamboré, Cotia, Bauru e São Caetano); além de 1 mandado de prisão temporária e um mandado de busca em Minas Gerais (Belo Horizonte), todos expedidos pela 7ª Vara Federal de Florianópolis/SC.
Dados preliminares indicam um prejuízo ao erário no montante de 13 milhões de reais, apenas no que se refere às postagens ilícitas já identificadas, não computado o prejuízo diário que estava sendo causado pelo grupo investigado.
A investigação, iniciada em novembro de 2018 em Santa Catarina em razão do primeiro indício de crime encontrado, evidenciou forte atuação do grupo nos Estados de São Paulo e Rio de Janeiro, o qual contava com a participação ativa de funcionários dos Correios, fazendo com que grandes cargas postais de seus clientes fossem distribuídas no fluxo postal sem faturamento ou com faturamento muito inferior ao devido.
Durante a investigação também foram apuradas solicitações e pagamentos de vantagens indevidas envolvendo empresários, funcionários públicos e agentes políticos, configurando indícios dos crimes de corrupção passiva e concussão.
A fim de assegurar o ressarcimento dos prejuízos causados aos Correios, foram determinados bloqueios de contas bancárias e o arresto de bens móveis e imóveis, incluídos carros de luxo e duas embarcações, sendo uma delas um iate avaliado em 3 milhões de reais. Com as medidas espera-se que seja efetivado o bloqueio de R$ 40 milhões dos investigados.

Er und seine Gruppe, darunter Mitarbeiter der Post, werden beschuldigt, das Staatsunternnehmen durch Betrug und Korruption um mindestens 13 Mio. R$ geschädigt zu haben. 110 Bundespolizisten waren im Einsatz, um die Beschuldigten festzunehmen. Zu den betrügerischen Praktiken soll gehört haben, Sendungen verschickt zu haben, ohne dafür Porto zu berechnen. Schon zu Dilmas Zeiten kam der Verdacht auf, dass Wahlkampfsendungen der damaligen Regierungsparteien kostenlos verschickt wurden. Per richterlichen Beschluss wurden 40 Mio. R$ arretiert, um eine Entschädigung der Post zu gewährleisten.

Und wer sind die Trottel? Alle die, die sich treu und brav und uninformiert vor den Karren der Scharfmacher spannen lassen, die lauthals gegen die Privatisierung von Staatsbetrieben wettern. Und die Scharfmacher fahren derweil in Yachten, die - siehe den Artikel oben - drei Millionen R$ gekostet haben, auf dem Atlantik herum und lachen die nützlichen Idioten, wie Bolsonaro, der dafür scharf kritisiert wurde, sie genannt hat, aus.

Aber es gibt noch andere Trottel. Das sind die, die ein Angebot annehmen, wie ich es heute bekam. Eine Marketingfirma, die sich als Aktiengesellschaft ausgibt, aber in Wirklichkeit eine Ltda. (GmbH) ohne Mitarbeiter ist, die einem Ehepaar gehört, bot mir an, uns zwei Jahre lang für insgesamt 240.000 R$ drei Firmen monatlich zu nennen, die an den Produkten meiner Eurolatina interessiert sein könnten. Und falls unsere Verkäufer bei diesen Firmen etwas verkaufen würden, wären zusätzlich zu den 10.000 R$ monatlich noch 5% Provision zu zahlen. Wenn ich den mir geschickten Vertrag unterschreiben würde, hätte ich sicher Probleme mit meinem Mitgesellschafter in Deutschland und mit meinen Verkäufern in Brasilien. Also verkaufen wir weiterhin lieber selbst, das hat ja bisher auch ganz gut geklappt.

Wir möchten Sie in Südamerika mit Schwerpunkt Brasilien vertreten!


04 September 2019

Fake or not fake, that is the question!


Elefanten baden im Amazonas? Hat ntv das wirklich gesendet oder hat sich einer hier einen Spaß erlaubt? Für Hinweise auf die Echtheit bin ich dankbar!

Ihr Einstieg in das Brasiliengeschäft

soll einfach und effektiv sein und mit dem geringst möglichen Risiko verbunden. Brasilien lockt auf der einen Seite Geschäftsleute aus aller Welt an, denn die Chancen, in diesem Land gutes Geld zu verdienen, sind hoch. Flächen- und bevölkerungsmäßig ist Brasilien das fünftgrößte Land der Erde, auf der Rangliste des BIP nach Kaufkraftparität stand Brasilien 2017 an achter Stelle vor Großbritannien, Frankreich, Mexiko und Italien. Andererseits ist Brasilien ein verkanntes Land, dem vor allem aktuell wegen seines Präsidenten viel Schlechtes nachgesagt wird. Aber die Inflation ist niedrig und die Währungsreserven sind hoch. Mehr als 1.300 deutsche Firmen haben in Brasilien eigene Unternehmen, einige davon sind schon über hundert Jahre im Land. Die nötigen Reformen werden endlich von einem Präsidenten angepackt, der deshalb von allen, die dadurch Privilegien verlieren, scharf angegriffen wird. Viel Feind, viel Ehr, sollen die alten Germanen in solchen Situationen gesagt haben. Was hindert Sie also, auch in Brasilien tätig zu werden?
Meist ist es die Angst vor Misserfolg, gepaart mit dem Wissen, dass Brasilien ein komplexes Land ist, welches Fehler nicht verzeiht bzw. sich diese teuer bezahlen lässt. Viele am Brasiliengeschäft interessierte Geschäftsleute denken auch, warum soll ich mich in Brasilien mit Problemen abmühen, die ich in anderen Ländern nicht habe? Dabei ist es ziemlich egal, ob diese Probleme in realiter bestehen oder nur eingebildet sind, der Effekt ist identisch - man geht nicht nach Brasilien und verliert vielleicht eine hervorragende Gelegenheit, langfristig nachhaltige robuste Geschäfte und vor allem Gewinne zu machen.
Wie kann man den Einstieg in Brasilien bewerkstelligen, ohne an der Komplexität, die sich u.a. in Bürokratie, Wartezeit und Kosten äußert, zu verzweifeln? Ganz einfach, überlassen Sie die Probleme einem Spezialisten und tun Sie nur, was Sie gut können - die eigenen Produkte verkaufen.
Normalerweise sieht der ausländische risikoscheue Geschäftsmann nur einen Weg, er besorgt sich einen Vertreter, der vermittelt im Idealfall Aufträge gegen eine Provision. Der Lieferant ist froh, weil er keine Fixkosten hat, der Vertreter ist froh, weil er seine Provision erhält und der Kunde ebenso, weil er die begehrte Ware erhält. Das ist die Theorie. Die Praxis sieht manchmal ganz anders aus, leider.
Der Vertreter, wenn es ein freier Handelsvertreter ist, hat kein Geld, weit entfernte Kunden - Brasilien ist rund 26 größer als Deutschland - zu besuchen und verlangt deshalb und weil es lange dauert, bis ein erster Auftrag ein Einkommen für ihn generiert, ein Fixum. Da er gerade von seinem bisherigen Arbeitgeber entlassen wurde und deshalb in der Vertretungstätigkeit nur ein provisorisches Mittel zum Überleben sieht, sucht er nebenher eine Anstellung. Hat er die gefunden, verklagt er die von ihm vertretene Firma, weil er keinen Urlaub erhalten habe, kein Urlaubsgeld und auch kein dreizehntes Gehalt und Überstunden wurden auch nicht bezahlt. Der Richter folgt der Argumentation, dass es sich um Scheinselbständigkeit gehandelt habe, weil der Kläger regelmäßig ein Fixum in gleichbleibender Höhe erhalten habe und Berichte über seine Tätigkeit anfertigen musste, also weisungsgebunden war. Und die Firma im fernen Deutschland muss viel Geld zahlen und steht anschließend ohne Vertreter und folgerichtig ohne Brasiliengeschäft dar.
Aber wenigstens hat der Vertreter einen Auftrag vermittelt, leider an einen Kunden, der nicht importieren kann oder will. Denn in Brasilien kann eine Firma nur dann regelmäßig und für größere Beträge importieren, wenn sie die Importtätigkeit in ihrem Gesellschaftsvertrag als Geschäftszweck genannt hat und die Importerlaubnis - Radar genannt - besitzt. Aber selbst Unternehmen mit diesen Voraussetzungen wollen manchmal nicht importieren, weil sie keine Lust haben, die mit dem Import verbundene Bürokratie auf sich zu nehmen. Und wenn es dann doch endlich zur Lieferung kommt, zahlt der Kunde nicht - entweder hatte er das von Anfang an so vor oder er ist ganz einfach in die Zahlungsunfähigkeit hineingeschlittert. Und da der Lieferant die Bonität nicht überprüft hat und für sich ungünstige Zahlungsbedingungen akzeptierte, guckt er in die Röhre.
Was sind die Alternativen? In manchen Fällen, das hängt vom Produkt und von den Kunden ab, kann man anstelle eines Handelsvertreters einen Händler suchen. Aber wenn es z.B. um Autoteile für einen OEM -Kunden geht, will dieser nicht mit einem Händler und auch nicht mit einem Handelsvertreter verhandeln, sondern mit einem Verkäufer des Lieferanten. Und selbst wenn man einen Händler gefunden hat, dann ist damit noch nicht garantiert, dass dieser auch Ihre Ware verkauft. Denn oft hat er konkurrierende Angebote für seine Kunden und geht den Weg des geringsten Widerstandes, d.h. er verkauft, was sich am einfachsten verkaufen lässt und dann haben Sie vielleicht das Nachsehen. Also brauchen Sie einen Verkäufer, der in Ihrem Sinne arbeitet.
Aber einen Verkäufer aus Deutschland ständig nach Brasilien zu schicken, kann schnell zu Vertriebskosten führen, die den Umsatz übersteigen. Das war vor vielen Jahren der Fall bei einem unserer Kunden und dieser fragte mich, ob Eurolatina nicht diesen Verkäufer bei sich einstellen könne. Dieser würde auch bereit sein, nach Brasilien umzusiedeln. Gesagt, getan, wir besorgten ihm ein Visum, schlossen einen Überlassungsvertrag ab und stellten ihn ein. Durch seine Arbeit vor Ort konnte er den Umsatz seines jetzt ehemaligen Arbeitgebers, der ihm eine Rücknahmegarantie gegeben hatte, schnell vervielfachen. Und er bearbeitete nicht nur Brasilien, sondern zuerst von Curitiba und dann wegen der Flugverbindungen von São Paulo aus ganz Lateinamerika. Die Rücknahmegarantie nahm er übrigens nicht in Anspruch, als er nach einigen Jahren kündigte, um in Spanien als Selbständiger Wein zu verkaufen. Nach seiner Kündigung suchten wir in Brasilien einen Ersatz, der bald gefunden und nach einer Ausbildung bei unserem Kunden übergangslos im Vertrieb als Angestellter Eurolatinas eingesetzt wurde.
Diese Vorgehensweise hat sich so bewährt, dass etliche unserer Kunden sie gewählt haben. Einige arbeiten seit Jahren mit unseren exklusiven Verkäufern, ohne daran etwas ändern zu wollen. Andere benutzen diese, um sie bei Erreichen eines genügend großen Umsatzes in ein dann tragfähiges eigenes Tochterunternehmen zu übernehmen. Meist gründen wir eine solche Firma für unseren Kunden und verwalten sie. Und andere Kunden lassen ein Tochterunternehmen von uns gründen und bitten uns, dieses zu verwalten und das Vertriebspersonal bei uns einzustellen. Das hat den Vorteil, dass die Ware im Namen der Tochterfirma fakturiert wird, diese aber extrem schlank und damit kostengünstig ist, weil sie keinerlei Angestellte hat. Und da Eurolatina die allgemeine Importgenehmigung hat, können wir sogar die komplette Logistik unseres Kunden abwickeln. Der Kunde ist zufrieden, weil er das tut, was er am besten kann, nämlich seine Produkte erklären und verkaufen. Und Eurolatina ist auch zufrieden und stellt dem Kunden die in 25 Jahren gewonnene Erfahrung im Brasiliengeschäft zur Verfügung. Und - und darauf kommt es an - der Kunde unseres Kunden ist zufrieden, weil er seine Ware ohne Komplikationen erhält und dabei in seiner Muttersprache kommunizieren kann.
Und wenn alle Stricke reißen und Sie sich mit diesem Modell nicht anfreunden wollen, können wir Ihnen noch anbieten, die Vertretung Ihrer Firma in Brasilien und den umliegenden Ländern zu übernehmen.

30 August 2019

Ich bin dann mal im Wochenende!


Leichte Besserung in Brasilien, aber noch längst nicht ausreichend

Im Juli 2019 fiel die Arbeitslosenquote auf 11,8%, aber immer noch sind 12,6 Millionen Einwohner Brasiliens ohne Arbeit. Es ist also noch viel zu tun. Die Regierung bemüht sich, aber die Presse berichtet nicht ausreichend über positive Aktivitäten wie z.B. die Vergabe der Konzession der Nord-Süd-Eisenbahn an RUMO für 2,719 Mrd. R$. Damit wird das Rückgrat des brasilianischen Eisenbahngüterverkehrs mit einer Länge von 1.573 km geschaffen. Endlich gibt es bald eine Schienenverbindung zwischen dem Hafen von Santos im Bundesstaat São Paulo und dem Hafen von Itaqui in Maranhão.

Das mittlere Einkommen eines Arbeitnehmers betrug im zweiten Quartal des laufenden Jahres 2.286 R$ im. Monat, das sind heute mit 1 € = 4,60 R$ knapp 500 €. Aber diese Umrechnung macht wenig Sinn, denn vor einigen Jahren bezahlte man für einen € ungefähr die Hälfte, also sollte man nur die Kaufkraft im Land selbst vergleichen.

Im zweiten Quartal 2019 wurden 1,219 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen, wenn man die Zahl der Kündigungen berücksichtigt, verbleibt ein Nettozuwachs von 609.000 Arbeitsplätzen. Die Beschäftigtenzahl stieg auf die Rekordzahl von 93,584 Millionen Personen. Auch die Zahl der Selbständigen stieg und erreichte mit 24,227 Millionen Menschen ebenfalls einen Rekordwert. 11,658 Millionen Arbeitnehmer arbeiten ohne korrekte Registrierung und stehen damit außerhalb des Sozialversicherungssystems.

Gute Nachrichten gibt es zur Reform der Rentenversicherung, die Zeit scheint endlich reif für sie. Auf Bundesebene wird sie wohl im Oktober rechtskräftig werden können, auf Bundesland- und Kommunalebene bis Jahresende. Damit ist der Haushalt noch nicht saniert, aber über 1 Billion R$ werden in der nächsten Dekade eingespart.

Die Waldbrände werden jetzt - endlich - wirksam bekämpft. Bolsonaro hat jegliches rechtlich einwandfreies Abbrennen innerhalb der nächsten zwei Monate verboten, nur behördlich genehmigte Feuer sind erlaubt. Das Militär ist bereits zur Eindämmung der Brände eingesetzt, es werden Löschflugzeuge eingesetzt und die Satellitenüberwachung verbessert. Macron hat durch sein unverantwortliches Schüren des Feuers ungewollt eine Einigung innerhalb der Regierung und des Militärs unter Einschluss großer Teile der Bevölkerung erreicht, weil er die Internationalisierung der Amazonasregion propagierte.  Je näher der Brexit rückt, um so weiter liegt Brasilien von Europa. Dann kann Macron gegen die Engländer polemisieren, um weiter von seinen eigenen Problemen abzulenken.

BIP des zweiten Quartals 2019 wächst mehr als erwartet: Variation gegenüber dem jeweiligen Vorgängerquartal, in %















Im zweiten Quartal 2019 wuchs das brasilianische BIP um 0,4% gegenüber dem ersten Quartal. Gegenüber dem ersten Quartal 2018 waren es sogar 1%. Der Bausektor stach mit einem Wachstum von 2% hervor. Er ging 20 Quartale hintereinander zurück und wuchs jetzt das erste Mal. Aber insgesamt ist Brasilien immer noch 4,8% unterhalb des Vor-Krisenniveaus.

Damit dieses schnell wieder erreicht wird, braucht Brasilien Investitionen. VW leistet seinen Beitrag dazu und wird 2,4 Mrd. R$ in São Carlos und São Bernardo do Campo investieren, um ein neues Modell auf den Markt zu bringen. Dafür werden 1.500 neue Arbeitsplätze geschaffen. Lesen Sie dazu auch in DER AKTIONÄR vom 30.8.2019:

VOLKSWAGEN: KONZERN PLANT MILLIONEN-INVESTITIONEN IN BRASILIEN
"Wie der brasilianische Gouverneur von São Paulo, Joao Doria, im Rahmen seines Besuches des Deutschland-Hauptsitz der Wolfsburger, bereits am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte, plant Volkswagen umgerechnet rund 523 Millionen Euro in eines seiner brasilianischen Werke zu investieren...."

29 August 2019

Umweltsünder Brasilien

Von den jährlich durch den Treibhauseffekt herrührenden 49 Gigatonnen Gas stammen 2,59 % aus Brasilien und nur 0,83 % werden durch die Viehzuchtaktivitäten Brasiliens verursacht.

Das kann man in einer Veröffentlichung von EMPRAPA - Empresa Brasileira de Pesquisa Agropecuária des Ministério da Agricultura, Pecuária e Abastecimento lesen. Hier kommen Sie zum Artikel: QUELLE


INFORMARE NECESSE EST!

Es brennt – vor allem in Afrika

So überschreibt die FAZ heute einen sehr lesenswerten ausgewogenen Beitrag und zeigt dazu dieses Bild:

Hier ein Auszug aus dem Artikel:

"Die Waldbrände im riesigen Amazonasgebiet zu erfassen, wäre ohne Erdsatelliten unmöglich. Mit einer Fläche von mehr als sieben Millionen Quadratkilometern nimmt das Amazonasbecken nämlich fast fünf Prozent der Landfläche der Erde ein, drei Viertel des Beckens sind mit Regenwald bewachsen. In einem so großen Gebiet, das zu weiten Teilen unzugänglich ist, gibt es keine schnelle Waldbrandüberwachung vom Boden oder von Flugzeugen aus.

So sind es vor allem unbemannte Erderkundungssatelliten, mit denen Wissenschaftler und Behörden das Auftreten und das Ausmaß von Waldbränden aus dem Orbit überwachen. Neben den zwei europäischen Sentinel-Satelliten kommen dafür die Nasa-Kunstmonde Aqua und Terra zum Einsatz. Aus ihren Messungen wird die Waldbrandaktivität in aller Welt in Datenbanken erfasst, die frei im Internet zugänglich sind. Angesichts all der Berichte über die Feuer in Brasilien und Bolivien ist es dabei überraschend, dass es zurzeit in Afrika südlich der Sahara viel mehr Waldbrände gibt als im Amazonasbecken."

Das ist Wasser auf meine Mühle: Erst informieren, dann reflektieren und verstehen, dann abwägen und anschließend vielleicht (!) reden oder schreiben! Und nicht einfach nachplappern, was Schulmädchen und Staatspräsidenten von sich geben. Selber essen macht fett und selber denken macht schlau! Aber eines ist anstrengender als das andere. Essen kann jeder!

Hier kommen Sie zum Artikel: QUELLE

Brasiliens Indios verkaufen ihre geschützten Wohngebiete an Ausländer

Klicken Sie in LINK und lesen Sie selbst! Für die, die kein Portugiesisch können und auf die manipulierten Nachrichten deutscher Medien angewiesen sind, eine kurze Zusammenfassung:

FUNAI erklärt Verkäufe von geschützten Indioländereien an Ausländer für null und nichtig

Mindestens 36 Verträge wurden mit ausländischen Unternehmen abgeschlossen (GLOBO NATUREZA 14.3.2012).

FUNAI heißt Fundação Nacional do Índio. Es ging damals u.a. um den Verkauf eines Schutzgebietes in Jacareacanga - PA durch den Stamm der Munduruku für 120 Mio. US$ an die irische Firma Celestial Green Ventures. Das Gelände ist 16 mal so groß wie die Stadt São Paulo, die über 20 Mio. Einwohner hat. Der Verkauf war Teil eines Kohlenstoff-Kreditgeschäftes.

BRASILIEN INVESTIERT WIEDER - WAS WOLLEN SIE IN BRASILIEN VERKAUFEN?


Wir vertreten etliche Firmen in Brasilien, die hier bereits erfolgreich Geschäfte machen. Sie können sich über diese Firmen auf den Webseiten www.eurolatina.biz, www.ams-nipponrika.com.br, www.bwg-online.de und www.inp-e.com informieren. Wenn Sie an einer Vertretung durch
interessiert sind, schreiben Sie mir bitte, welche Produkte Sie in Brasilien verkaufen möchten, meine E-Mailadresse ist naumann@eurolatina.biz. Mein Partner Holger Sax, der zur Zeit in Deutschland ist, besucht Sie gerne. Sie erreichen ihn unter sax@eurolatina.biz. In der zweiten Septemberhälfte werde ich ebenfalls in Deutschland und in Österreich sein, um Vorträge über Brasilien zu halten und Kunden zu besuchen. Das wäre eine Gelegenheit, Ihren Vertretungswunsch zu besprechen oder andere Möglichkeiten, in Brasilien Fuß zu fassen, z.B. über Firmengründung oder -beteiligung, Händlerbeauftragung oder Verkäuferüberlassung durch Eurolatina.

27 August 2019

Nestlé investiert - wie seit 98 Jahren - weiter in Brasilien

Die Landesregierung des Bundesstaates São Paulo sagte dazu heute :

Die Landesregierung hat am Mittwoch (21.8.2019) bestätigt, dass Nestlé in den nächsten drei Jahren in Sao Paulo Investitionen in Höhe von 1 Mrd. USD tätigen wird. Das multinationale Unternehmen investiert nicht nur in neue Produktionslinien in den Werken von Caçapava und Araçatuba, sondern wird auch mit InvestSP (Paulista-Agentur für Investitionsförderung und Wettbewerbsfähigkeit) zusammenarbeiten, um unter anderem die Ausbildung Jugendlicher und die Beschleunigung von Unternehmensgründungen (start ups) voranzutreiben.

„Es ist uns eine große Freude, eine weitere wichtige Investition in die Industrie in São Paulo zu bestätigen. Die Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen hat für unsere Regierung Priorität und wir arbeiten rund um die Uhr daran, dass die Wirtschaft in São Paulo weiterhin stark bleibt, um das Wachstum Brasiliens zu fördern “, sagte Gouverneur João Doria.

São Paulos Beziehung zu Nestlé ist fast hundert Jahre alt. Die erste Fabrik des Unternehmens in Brasilien wurde vor 98 Jahren in der Stadt Araras errichtet. Seit 2014 hat das multinationale Unternehmen in São Paulo Investitionen in Höhe von 2 Mrd. R$ getätigt und vier neue Fabriken in den Städten Ribeirão Preto, Caçapava (2) und Marília eröffnet. Nestlé verfügt derzeit über zehn Industrieanlagen und sechs Vertriebszentren in São Paulo, die 12.000 direkte und 100.000 indirekte Arbeitsplätze schaffen.

„Der Bundesstaat São Paulo hat in unserer Geschichte eine große Bedeutung. Hier befanden sich unsere erste Fabrik und unser Hauptsitz. Wir möchten diesen Weg des Erfolgs, des Wachstums und der Investitionstätigkeit fortsetzen “, sagte Marcelo Melchior, Präsident von Nestlé Brasil.

Quelle: Presseverlautbarung

SUAVITER IN MODO, FORTITER IN RE

Das schreibe ich den Führern dieser Welt ins Stammbuch, ob sie Bolsonaro, Trump oder Macron heißen. Frau Dr. Merkel macht nicht alles so, wie ich es gerne hätte, aber sie lebt nach diesem Wahlspruch. Es wäre schön, wenn der brasilianische Präsident sich auch dazu entschließen könnte und nicht auf jede Herausforderung mit absoluter Vorhersagbarkeit mit verbaler Gewalt reagieren würde. Manchmal ist ein Florett besser als ein Säbel und auf jeden Fall immer eleganter.

Brasilienvorträge von Karlheinz K. Naumann in Deutschland

24.9.2019

Gastgeber:
Weitmann & Konrad GmbH & Co. KG
Friedrich-List-Straße 20-24
D-70771 Leinfelden-Echterdingen

Veranstalter:
Hanns-Robert Mayer
Kontaktwerk GmbH
Am Oberen Berg 3, 70597 Stuttgart
Asien Desk: Königstr. 10c, 70173 Stuttgart
Fon  0711/516 02 64; Fax  0711/58 53 45 94
mayer@kontaktwerk.de
www.kontaktwerk.de; LinkedIn

26.9.2019

Gastgeber:
Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Anna-Schneider-Steig 22
D-50678 Köln

Veranstalter:
Holger Hey
hey projects KG
Lindenstraße 14 | 50674 Köln | Germany
tel.: +49 221 92428-275 | mobile: +49 173 5302007 | fax: +49 221 92428-018
e-mail: hey@hey-projects.de | skype: holger.hey | www.hey-projects.de
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Für weitere Informationen und Anmeldungen wenden Sie sich bitte direkt an den Veranstalter. Ich werde ausführlich über die Situation in Brasilien berichten und Ihnen Hinweise auf einen eventuellen Markteintritt oder, falls Sie schon in Brasilien tätig sind, auf die künftige Entwicklung geben.

Wenn Sie mir vorab Ihre Fragen schicken möchten, gehe ich gerne ausführlich auf diese im Einzelgespräch mit Ihnen oder während des Vortrages ein. Hier sind meine Kontaktdaten:



Holger Sax, meinen Partner in Deutschland, erreichen Sie unter sax@eurolatina.biz. Bitte nehmen  Sie mit ihm Kontakt auf, falls Sie an einem Besuch von uns in Ihrem Hause interessiert sind.

Steht Amazonien zum Verkauf?


Macron scheint dies anzustreben und seine Erwähnung einer Internationalisierung des brasilianischen Regenwaldes gießt Öl ins Feuer der aufgeheizten Gemüter Bolsonaros et al. Völlig verständlich aus brasilianischer Sicht und wahrscheinlich genau so von Macron beabsichtigt, denn Bolsonaro soll an den Rand gedrängt werden, um in der Versenkung zu verschwinden. Dass Macron den (meines Erachtens nach völlig unangebrachten) Vergleich der ersten Damen Frankreichs und Brasiliens nicht verdaut hat, ist ebenso verständlich - stellt sich jetzt die Frage, ob daraus eine Schraube ohne Ende konstruiert wird und die Eskalation gegenseitiger Schmähungen weitergeht. Aber gehen wir zurück ins Jahr 2005, als die VEJA das links gezeigte Titelbild benutzte:


KORRUPTION - AMAZONIEN ZUM VERKAUF
INHAFTIERTE ARBEITERPARTEILER AKZEPTIERTEN BESTECHUNGSGELDER VON HOLZFÄLLERN, DIE DEN WALD ZERSTÖRTEN

Wo blieb damals der Aufschrei der empörten Bürger dieser Welt und ihrer selbstgerechten Regierungen? 2005 wurde auch kein pekuniäres Angebot gemacht, die Waldbrände in Amazonien zu bekämpfen. Das geschah jetzt wahrscheinlich mit dem Hintergedanken, dass die brasilianische Regierung bei Annahme der internationalen Hilfsgelder in Höhe von umgerechnet 83 Mio. R$ (für die achtgrößte Volkswirtschaft der Erde sicher nicht so relevant, wie man sich das im Ausland vorstellt) praktisch eine Anzahlung auf den noch zu verhandelnden Kaufpreis akzeptieren würde. Hat die Welt nichts aus dem Krieg der USA gegen Mexiko gelernt? 

Lesen Sie dazu diesen Ausschnitt aus WIKIPEDIA

Der Mexikanisch-Amerikanische Krieg (englisch Mexican-American War; spanisch Intervención estadounidense en México oder Guerra Estados Unidos-México) zwischen Mexiko und den USA fand von 1846 bis 1848 statt. Er wurde maßgeblich vom amerikanischen Präsidenten James K. Polk vorangetrieben, der bestrebt war, das Staatsgebiet der USA nach Westen auszudehnen.

Den US-Truppen gelang es, eine Reihe von Schlachten im Norden Mexikos für sich zu entscheiden. Die Entscheidung fiel 1847 mit der eine Landung von US-Truppen bei Veracruz im März und der Besetzung von Mexiko-Stadt im September. Der Vertrag von Guadalupe Hidalgo vom 2. Februar 1848 brachte den Vereinigten Staaten große Gebietsgewinne und die Ausdehnung ihres Territoriums bis zum Pazifischen Ozean.
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Die US-Regierung hatte bereits seit der Regierungszeit Agustín de Iturbides versucht, Kalifornien käuflich zu erwerben. Ein Ansinnen, das mehrmals von Mexiko abgelehnt wurde und die Beziehungen der beiden Staaten schwer belastete. Unter den Präsidenten John Quincy Adams und Andrew Jackson versuchten die USA zweimal vergeblich, den Mexikanern Texas abzukaufen. Als im Jahre 1836 die mehr als 35.000 in Texas lebenden US-Amerikaner ihre Unabhängigkeit von Mexiko erklärten und die Republik Texas ausriefen, reagierte die mexikanische Regierung mit Gewalt und versuchte, diesen Aufstand zu unterdrücken. Der Einsatz der Armee schlug fehl und Texas gewann seine Unabhängigkeit. Die südliche und westliche texanische Grenze zu Mexiko war in der Folgezeit allerdings umstritten
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Lateinamerikaner sind sehr empfindlich, was ihren Nationalstolz angeht, den wir uns in Deutschland mühselig während der Fußballweltmeisterschaft in unserem Lande wieder haben antrainieren müssen.  Diese Notwendigkeit hat in Brasilien nie bestanden, weil es hier keine Besatzungsmacht gab, die den Brasilianern ihre Nationalität mies gemacht hat. Die Regierung benutzt häufig den Slogan "patria amada" und viele Firmen werben mit "orgulhoso de ser brasileiro". Ich warte noch auf den Tag, an dem Frau Dr. Merkel zum Schluß einer Rede sagt "Geliebtes Vaterland" und ein Unternehmen schreibt "Stolz darauf, deutsch zu sein." Wobei VW in Brasilien schon einen guten Anfang gemacht hat mit dem Werbespruch "Das Auto".