18 Januar 2021

2020 starben in Brasilien so viele Menschen wie nie zuvor

Nach Angaben des Nationalen Verbandes der Standesbeamten (Arpen-Brasil), der die Notariate (cartórios) vertritt, war 2020 das Jahr mit der höchsten Sterblichkeitsrate im Land. Insgesamt starben im letzten Jahr 1,4 Millionen Menschen, ein Anstieg von 8,6 % im Vergleich zu 2019. Die Schwankung ist etwa viermal so hoch wie die in der historischen Reihe beobachteten Raten, die bis dahin einen Anstieg der Todesfälle um 1,9 % pro Jahr nicht überschritten hatten. Der Verband weist darauf hin, dass die Zahlen in engem Zusammenhang mit der Pandemie des neuen Coronavirus stehen, an der in Brasilien bereits mehr als 200.000 Menschen gestorben sind. 

Quelle: LINK

28 Dezember 2020

Der BVMW hilft Ihnen, im Ausland Geschäfte zu machen. Und EUROLATINA unterstützt Sie dabei in Brasilien und dem übrigem Südamerika.

MITTELSTAND UND AUSLAND - VERTRÄGT SICH DAS?

Und wie, der deutsche Mittelstand ist in den meisten Ländern dieser Welt vertreten, über indirekten oder direkten Export oder Produktion im Lande, mit eigenen Auslandsgesellschaften oder über Partner. Der BVMW, in Brasilien durch unsere Ilka von Borries-Harwardt vertreten, hat dazu ein Whitepaper herausgebracht: "In 10 Schritten zur erfolgreichen internationalen Expansion". Darin werden die von EUROLATINA abgedeckten Punkte 


1. Strategie und Planung
2. Zielmarkt verstehen und selektieren
3. Investitionen analysieren und minimieren
4. Lokale Ressourcen und Akteure nutzen
5. Marketing und Kommunikation anpassen
6. Rechtsgrundlage sicherstellen
7. Sourcing klären
8. Kulturelle Unterschiede managen
9. Risiko einschränken
10. Renditen nicht zu früh erwarten

behandelt. Wenn Sie mehr wissen wollen, schreiben Sie uns:
naumann@eurolatina.biz und sax@eurolatina.biz

BRASILIEN LOHNT SICH!


BRASILIEN ALS NAHRUNGSMITTELLIEFERANT DER WELT

Bitte nehmen Sie sich die Zeit, diesen Film zu sehen, auch wenn die Autoren (1:29 bis 1:38) absolute und relative Wachstumsraten verwechseln, wenn sie das Wachstum der landwirtschaftlichen Produktion und die Zunahme der genutzten Fläche vergleichen. Sie werden wahrscheinlich Ihre Meinung über Brasilien und seinen Umgang mit der Umwelt ändern. Aber das brasilianische Ministerium für Landwirtschaft, Viehzucht und Lebensmittelversorgung sollte Fachleute fragen, wenn es Filme macht. Vielleicht gelingt es in diesem Fall, einen Film mit nur einer Tonspur zu drehen. Englisch und Portugiesisch gleichzeitig zu hören, ist ermüdend.  

21 Dezember 2020

BRASILIEN LOHNT SICH: Mergers & Aquicisions und Nachhaltigkeit

2020 hat die Bank BTG PACTUAL in 36 Operationen im Wert von über 110 Mrd. R$ den ersten Platz mit einer Marktbeteiligung von über 50% in Brasilien eingenommen, im übrigen Lateinamerika waren es 24 Mrd. US$ mit 40 Operationen. Damit ist die Bank in der Region der unangefochtene Führer bei der Begleitung von M&A - Projekten.

Für JBS, den weltgrößten Fleischkonzern aus Brasilien, hat sich 2020 ebenfalls gelohnt, CDP hat das Unternehmen in Bezug auf Nachhaltigkeit von B auf A- hochgestuft, damit nimmt es unter den Lebensmittelfirmen in Brasilien den ersten Platz ein. 

20 Dezember 2020

SIE WOLLEN IN SÜDAMERIKA GESCHÄFTE MACHEN?

Ihnen kann geholfen werden! In Brasilien sowieso, hier vertrauen ausländische Firmen seit über einem Vierteljahrhundert auf die Dienste von EUROLATINA

Aber wir haben auch schon Projekte in Argentinien, Paraguay, Chile, Ekuador, Mexiko, Venezuela und Kolumbien gemacht und haben einen Kollegen, der in Lima und Bogotá Büros hat und mit dem wir vertrauensvoll zusammenarbeiten. Diese Partnerschaft kommt den Firmen zugute, die den ganzen südamerikanischen Kontinent im Auge haben. 

Informieren Sie sich über unseren Partner Daniel Breitenmoser und seine Firma ONGRESSO, Sie werden es nicht bereuen. Zusammen mit uns steht Ihnen ganz Südamerika offen und, wenn Sie wollen, auch die Karibik und Mexiko.

Jahresrückblick Brasilien 2020

Weihnachten 2020 steht vor der Tür und alle Welt übt sich im Verschicken von guten Wünschen und Prognosen für das kommende Jahr, nach einem Rückblick auf das noch nicht ganz beendete Jahr natürlich. Ich will mich von diesen Schreibern nicht unterscheiden und beginne deshalb mit einem Rückblick.

Anfang 2020 war ich mit meiner Frau in Deutschland auf Familienbesuch, den ich wie immer mit Geschäftstreffen verbunden hatte. So war ich im Januar vor der Rückreise nach Brasilien noch bei unserer Partnerfirma EXPANDEERS in Hamburg und bei meinem Kunden BÖNING in Ganderkesee. Von beiden verabschiedete ich mich mit der Erwartung, meine Gesprächspartner in zwei Monaten wieder in Deutschland zu treffen.

Heute weiß ich, dass dies eine vergebliche Hoffnung war, seit meiner Rückkehr nach Brasilien habe ich nur Abstecher nach Valinhos zu BOENING BRASIL und in den letzten beiden Monaten nach Angra dos Reis zu den dortigen Kunden dieses Schiffsausrüsters gemacht. Dafür weiß ich in der Zwischenzeit, wie man Videokonferenzen mit ZOOM, TrueConf und etlichen anderen Programmen macht und habe meinen Senatorstatus bei der Lufthansa verloren, weil ich nicht mehr geflogen bin. Aber die Lufthansa hat mehr verloren als ich, auch wenn dies kein Trost ist, weder für die Lufthansa noch für mich.

Meine Meinung über den brasilianischen Präsidenten habe ich in den abgelaufenen letzten zwölf Monaten, so wie viele Brasilianer auch, geändert. So verstehe ich nicht, wie ein Präsident sich von seinem Botschafter in den USA so beeinflussen läßt, dass er dem siegreichen Präsidentschaftskandidaten seine Glückwünsche 38 Tage lang verweigert. Das beweist wenig Augenmaß und Souveränität. Auch das ständige Lavieren des Präsidenten und seiner Minister ist, gelinde gesagt, unschön. Das beste aktuelle Beispiel dafür ist der öffentliche Streit um den Impftermin. Dieses Zaudern des Präsidenten offenbart eine schwerwiegende Entscheidungsschwäche. Entweder hat er ein Konzept, dann sollte er dies durchziehen. Aber sich von einem Obersten Bundesrichter einen Termin vorschreiben zu lassen, bis wann die Regierung sagen muss, ab wann gegen Covid-19 geimpft wird, ist ein Armutszeugnis. Aber das liegt nicht nur am Präsidenten, sondern am System. Brasilien wählt den Präsidenten direkt und dieser muss keinerlei Unterstützung im Parlament haben, um Präsident zu werden. Und wenn, wie im aktuellen Fall, der Präsident keine „Hausmacht“ im Parlament und damit - wie Lula und Dilma - keine Mehrheit hat, regiert er entweder gegen das Parlament oder verschafft sich die nötigen Stimmen. Im Falle Lulas und Dilmas nachgewiesenermaßen durch Stimmenkauf, im Fall Bolsonaros durch Versprechen und Vorteilsgewährung, aber noch ohne Korruption. Dass der Präsident vielen Menschen auf die Füße getreten ist, die vorher vom „System“ sehr gut gelebt haben, weiß jeder. Bolsonaro hat vor allem linksgerichteten Bürgern den Geldhahn zugedreht oder versucht dies zumindest und diese bekämpfen ihn dafür mit allen Mitteln. 

Die Medien sind ein gutes Beispiel dafür. Weltweit steht Bolsonaro und damit Brasilien unter Beschuss. Egal ob es sich um Impftermine handelt, um Regenwaldbrandrodung oder Menschenrechte von Minderheiten, der Präsident steht am Pranger. Daran ist er teilweise selbst schuld, weil er diese Angriffe nicht elegant mit dem Degen abwehrt, sondern oft mit der plumpen Gewalt eines Zweihandschwertes. Dabei hätte er gute Argumente, er benutzt sie nur nicht.

So wird ihm vorgeworfen, er habe Covid-19 als kleine Grippe bezeichnet. Das stimmt, aber er hat nur nachgeplappert, was ein bekannter Fernseharzt vorgesagt hatte. Diesem wurde das nachgesehen, Bolsonaro nicht.

Er sei ein Menschenverächter was Frauen, Homo- und Transsexuelle und Menschen dunkler Hautfarbe angeht, sagt man. Und er würde diktatorische Allüren haben. Nun, bis heute hat er niemanden  in den zitierten Gruppen seine präsidiale Macht nachteilig spüren lassen, niemand wurde ins Gefängnis geworfen und keinem Journalisten wurde von ihm das Schreiben verboten. Aber als ein Sohn des damaligen Präsidenten Sarney in den Verdacht von „Unregelmäßigkeiten“ geriet, verbot ein mit dem Clan Sarney befreundeter Richter kurzerhand der Tageszeitung O ESTADO DE SÃO PAULO, darüber zu berichten. Diese Zensur galt viele Jahre und wurde erst aufgehoben, als sich schon niemand mehr dafür interessierte. Wenn Maduro in Venezuela den Exodus von Millionen seiner Landsleute verursacht und politische Gegner ermorden lässt, kräht kein Hahn danach, aber wehe, Bolsonaro behauptet, dass der Amazonasurwald nicht abgefackelt wird! Wer es noch nicht bemerkt hat, viele der Regierungserlasse wurden vom Obersten Bundesgericht für ungültig erklärt. Bolsonaro hat dies immer akzeptiert und nicht die Revolution ausgerufen.

Ich will nicht auf weitere ermüdende Details eingehen oder die wirkliche Umweltsituation Brasiliens erklären; es sei nur darauf hingewiesen, dass unter der Regierung Bolsonaros gerade im armen Norden Brasiliens viele bisher völlig vernachlässigte Verkehrswege ausgebaut wurden, die Wasserversorgung erheblich verbessert und das Militär dabei eingesetzt wurde, auch zur Bekämpfung der Umweltkriminellen, aber ohne Berichterstattung der Medien. Selbst die Regierung verzichtete bisher auf Propaganda, die einem Lula und einer Dilma lieb und dem Steuerzahler teuer waren. 

Wie sind jetzt am Ende eines sehr schwierigen Jahres die Aussichten für Brasilien?Besser als man annehmen sollte, denn der Rückgang des BIP wird nach Schätzung der Zentralbank „nur“ 4,4% betragen und nächstes Jahr erwartet sie ein Wachstum von 3,8%.

Nun, das ist m.E. reine Spekulation, denn die Erholung Brasiliens hängt nicht nur von uns, die wir hier leben und wirken, ab, sondern auch vom Ausland, denn Brasilien ist trotz seines riesigen Binnenmarktes ein wichtiger Exporteur von commodities. Und ein wichtiger Abnehmer, Argentinien, hängt am Tropf. 

Die Entwicklung der Pandemie weiß auch niemand mit Sicherheit abzuschätzen. Brasilien war auf einem guten Weg, aber dann kamen die Regionalwahlen und anschließend - wir haben mehr Wahlpflichtige in Brasilien als Deutschland Einwohner -  die zweite Welle. Am 16.12. meldete Deutschland 777 Coronatote, in Brasilien waren es 915 bei einem gleitenden 14Tages-Durchschnitt von 667.  Dazu muss man wissen, dass Deutschland 83 Mio. und Brasilien 220 Mio. Einwohner hat.  Bei der Betrachtung der Coronaopfer pro capita steht Brasilien nicht gut da, aber die USA, Spanien und Frankreich, um nur große Länder zu nennen, stehen schlimmer da und Brasilien wird dicht gefolgt von Schweden, Italien und dem Vereinigten Königreich. Wer sich hierüber gut informieren will, dem sei https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/zahlen-zum-coronavirus-die-pandemie-im-ueberblick-16653240.html empfohlen. 

Solange alle Augen auf die Pandemie gerichtet sind, kann Brasiliens Bundesregierung zusammen mit dem Parlament und den Landesregierungen weiterhin Lippenbekenntnisse zu den nötigen Reformen ablegen, ohne dass deren Realisierung von der Bevölkerung eingefordert wird. Dabei ist es besonders praktisch für die Oligarchen, dass Straßenproteste wie zu Dilmas Zeiten wegen der Erhöhung der Fahrkartenpreise im öffentlichen Nahverkehr in São Paulo, ohne Verdacht zu erregen, verboten werden können.  Aber die Gefahr ist klein, dass das nötig ist, denn bis jetzt erweisen sich die Brasilianer als erstaunlich geduldig und das nicht erst seit Bolsonaro. 

Ein Beispiel  aus der Metropole São Paulo sei erlaubt. Vor vier Jahren hat der damalige Oberbürgermeister und jetzigen Ministerpräsident des gleichnamigen Bundesstaates João Doria, der mit Bolsonaros Hilfe zu seinem aktuellen Amt kam und sich dann zu seinem Gegner entwickelte, weil er Ambitionen auf das höchste Staatsamt hat, einen Privatisierungsplan vorgelegt. Mit 55 Projekten sollten 7 Mrd. R$ in die Stadtkasse gespült werden, aber von 2017 bis 2020 sind es nur 762 Mio. R$ geworden, weil nur 5 Projekte realisiert wurden. Auf Bundesebene sieht es nicht besser aus, Post, EVUs, Petrobrás, um nur einige zu nennen, sind immer noch staatlich oder halbstaatlich. Die einzige Reform, die Bolsonaro geschafft hat, ist die des Sozialversicherungssystems und die hat sein Vorgänger Temer begonnen und nur nicht beendet, weil ihm ein überforscher Generalstaatsanwalt - erfolglos - am Zeug flicken wollte. Die echten Großtaten Bolsonaros lassen also noch auf sich warten. Trotzdem waren in einer Ibope-Umfrage vom Dezember 2020 die meisten Brasilianer zufrieden mit ihrem Präsidenten, 35% halten seine Amtsführung für optimal oder gut und 30% für zufriedenstellend und fast die Hälfte, 44%, vertrauen ihm. Trotzdem liest man in der wichtigsten Tageszeitung Brasiliens, dem O ESTADO DE SÃO PAULO, ausschließlich negative Leserbriefe über den Präsidenten, die unter der Überschrift „Desgoverno Bolsonaro“, was man frei mit „Missregierung“ übersetzen könnte, veröffentlicht werden. 

Das Problem ist, dass Brasilien nicht warten kann. Denn das Land verschuldet sich mehr und mehr, bald werden wir eine Staatsverschuldung von 100% des BIP erreicht haben und für Investitionen in Infrastruktur, Gesundheitswesen und Ausbildung stehen immer weniger Mittel zur Verfügung. Meinen Kommentar dazu? Lesen Sie "Wenn die Zeit gekommen ist" von Alexander Hartung. Dort steht: „»Es sind Politiker«, sagte Chandu. »Die machen, was populär ist und Stimmen einbringt, nicht das, was gut oder richtig ist.“ Mehr ist dazu nicht zu sagen. Nur eine Frage, wo ist die Staatsperson (um keine Gendersternchen benutzen zu müssen), die das Land aus seiner Misere herausreißt? Wo ist das brasilianische Gegenstück zu Konrad Adenauer, Kemal Atatürk oder Charles de Gaulle? 

In der Wirtschaft gibt es diese Personen, die Vorbild sind, andere mitreißen und zu Höchstleistungen anspornen können. Einige, hoffentlich wenige, waren korrupt und haben wie die Eigner von Odebrecht, JBS, OMX und MMX ihren Firmen durch unlautere Mittel wie Bestechung von Politikern in ganz Südamerika und darüber hinaus zur heutigen Größe verholfen. Sie sind dafür - Brasilien ist ein Rechtsstaat - ins Gefängnis gegangen und ihre Firmen haben teuer dafür bezahlt. Andere sind ehrlich geblieben und haben durch Tüchtigkeit ihren Unternehmen Weltgeltung verschafft. Es seien stellvertretend WEG, EMBRACO und BRADESCO genannt, deren Chefs ich kenne bzw. kannte und über einige in meinem Buch „Wirtschaftsboom am Zuckerhut“ geschrieben habe.

Dass selbst die Pandemie Brasilien nicht komplett ausbremsen konnte, sollen die folgenden Beispiele zeigen.

Lassen Sie mich mit meiner eigenen Firma EUROLATINA beginnen, die mit Unterstützung meines Mitgesellschafters Holger Sax und der unserer motivierte Mannschaft in diesem Jahr für fast 2 Mio. € Maschinen, Anlagen und Ersatzteile mit hohem Technologiegehalt verkauft hat. Und das, obwohl diese aus Deutschland, Kanada, Frankreich, Dänemark, Schweiz, Taiwan und Japan importiert und deshalb teuer bezahlt werden müssen, denn der brasilianische Real hat erheblich an Wert verloren und auf den CIF-Preis muss der Käufer noch bis zu 75% Importabgaben zahlen. Unsere Abnehmer kamen aus der metallverarbeitenden Industrie,  der Textilbranche, dem Elektromaschinenbau und dem Gießereisektor. Dazu haben wir neue Firmen aus Deutschland als Kunden gewonnen. Für diese haben wir Niederlassungen in Brasilien gegründet und deren Verwaltung übernommen, in einigen Fällen auch die operative Geschäftsführung..

VW CAMINHÕES E ÔNIBUS wird 2021 bis 2025 insgesamt 2 Mrd. R$ investieren und hat bereits begonnen, im LKW- und Buswerk in Resende zusätzliche 550 Mitarbeiter einzustellen. Das Geld fließt in Projekte der Elektromobiliät und Verringerung der Umweltbelastung sowie in die weitere Digitalisierung und Konnektivität dieser Transportmittel. Weiterhin soll die Linie der superschweren Lkws ausgebaut werden. 

Das Agrobusiness Brasiliens brummt kräftig, das macht sich auch bei landwirtschaftlichen Maschinen und Fahrzeuge bemerkbar. Die Produktion im November 2020 stieg gegenüber dem November 2019 um 13,3% auf 4.971 Einheiten. Zu dieser Steigerung trug auch der Bedarf des Bergbaus und der Bauwirtschaft bei.

Die Industrie hat aktuell Versorgungsprobleme. Die Produktion könnte höher sein, aber es fehlen Rohstoffe und Halbzeuge, selbst an Getränkedosen und Flaschen mangelt es. Diese Probleme werden sicher erst 2021 gelöst werden können. 

Die LKW-Produktion betrug per November 2020 nur 80.451 Einheiten, 25,2% weniger als per November 2019. 60% der  Produktionskapazität sind zur Zeit nicht ausgelastet.  Aber die Produktion im November 2020 lag 5,2% über der des Oktobers und der Binnenabsatz stieg um 15,6%. Im November 2020 wurden 30,9% mehr LKWs als im November 2019 gebaut.

Ein Markt, der einen unerwarteten Boom erfährt, ist der Sektor für medizinische Produkte. Insbesondere werden die Hersteller von Spritzen von der geplanten Impfung gegen Covid-19 profitieren. Brasilien hat nur drei Fabrikanten dafür deren Produktionskapazität 1,5 Mrd. Einheiten jährlich beträgt. Brasilien benötigt in normalen Zeiten exakt diese Menge, importiert aber 300 Mio. jährlich. 400 Mio. zusätzlicher Spritzen werden 2021 von der Regierung eingekauft werden. 

Die Börse hat sich weitgehend erholt, der BOVESPA-Index liegt praktisch wieder auf dem Niveau von Dezember 2019. Dazu beigetragen hat sicher das niedrige Zinsniveau und die unerwartete Erholung der Wirtschaft, deren BIP dieses Jahr nicht 9,5 oder 10%  schrumpfen wird, wie zuerst befürchtet wurde. 


Die ausländischen Direktinvestitionen werden 2020 wohl nur 36 Mrd. US$ erreichen. Im September hatte die Zentralbank noch 50 Mrd. US$ erwartet. Nächstes Jahr sollen es jetzt 60 Mrd. US$ werden, im September wurden noch 65,2 Mrd. US$ genannt. Schade, der Kurs € - R$ unten zeigt, dass die Schwäche der brasilianischen Landeswährung nicht ausreichend für Investitionen genutzt wird. 


Der Bundesstaat Goiás kann sich über fehlende Investitionen nicht beklagen. Dort scheint die lokale Regierung vieles richtig zu machen, die Bürokratie wurde abgebaut, die Unternehmer können wirklich etwas unternehmen anstatt zu verwalten und als Konsequenz wurden viele neue Arbeitsplätze geschaffen - im letzten Jahrzehnt waren es weit über zehntausend. In Catalão und Anápolis haben sich Mitsubishi, John Deere, Suzuki und Hyundai mit Investitionen von insgesamt 2,4 Mrd. R$ engagiert. Dazu kommt noch die Investition von Caioa, die seit kurzem die Fahrzeuge von Chery produzieren.

In Minas Gerais hat der Ministerpräsident verkündet, dass Heineken eine neue Fabrik für 1,8 Mrd. R$ in seinem Bundesstaat bauen wird. 

Private Unternehmen haben offensichtlich Geld für Investitionen, aber bei den Staatsunternehmen fehlt es. Das ist mit ein Grund, warum der Wirtschaftsminister sich die Privatisierung weiter auf die Fahne schreibt, obwohl es viele Widerstände im Parlament und selbst in der eigenen Regierung zu überwinden gilt. Die Privatisierung der CEAGESP wurde auf Wunsch des Präsidenten zurückgestellt, deshalb nannte Guedes am 18.12.2020 nur Eletrobrás, Post, PPSA und den Hafen von Santos als Privatisierungskandidaten. Hinter dem Kürzel PPSA verbirgt sich die EMPRESA BRASILEIRA DE ADMINISTRAÇÃO DE PETRÓLEO E GÁS NATURAL S.A. - PRÉ-SAL PETRÓLEO S.A. = BRASILIANISCHE ÖL- UND ERDGASVERWALTUNGSGESELLSCHAFT S.A. - PRE-SAL PETRÓLEO S.A. Der Name alleine schreit schon nach Privatisierung bzw. nach Löschung.

Zum Schluss noch eine aktuelle Meldung, Mercedes-Benz wird keine PKW mehr in Brasilien bauen, weil der Absatz weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Aber Geld für gute Autos hat der Brasilianer, sonst würden nicht täglich Fahrzeuge von Prämienmarken für 400.000 R$ und mehr angeboten werden. Aber lassen wir uns überraschen, vielleicht können wir schon bald in Brasilien hergestellte elektrisch angetriebene Mercedesfahrzeuge kaufen? Der Fortschritt lässt sich nicht aufhalten, auch nicht in Brasilien!

23 November 2020

Die Sternenkrieger wollen Ihnen in Brasilien helfen, das Imperium zu besiegen und gute Geschäfte zu machen! Vertrauen Sie den deutschen Jedi in Brasilien!

 


05 November 2020

Dr. Marcello Bersani, Fachanwalt für Arbeitsrecht und juristischer Berater von EUROLATINA

Wenn einer unserer Kunden Arbeitsrechtsprobleme hat, werden diese durch unseren Anwalt gelöst! Hier sehen Sie ihn in der Nachrichtensendung SPTV des Senders Rede Globo vom 5.11.2020:

02 November 2020

Diese Mitarbeiter von EUROLATINA garantieren nicht nur unseren, sondern auch Ihren Erfolg, nämlich den unserer Kunden!

 

06 Oktober 2020

DEUTSCHE FIRMEN IN BRASILIEN AUF ERFOLGSKURS: BÖNING SCHIFFSAUTOMATION

BÖNING SCHIFFSAUTOMATION aus Ganderkesee bei Bremen hat in Brasilien seit mehr als zehn Jahren eine Tochter, die ganz Südamerika mit ihren Produkten beliefert. Dazu gehört aber viel mehr als ein Katalog und ein Verkäufer, denn die Lösungen sind maßgeschneidert und erfordern viel Ingenieurswissen, beginnend bei der Projektierung über Montage und Inbetriebnahme bis hin zur Wartung und eventuellen Modernisierung nach vielen Jahren im Einsatz auf Yachten und Serviceschiffen. 

Dieses Foto wurde auf einem Neubau in Guarujá vor den Toren São Paulos aufgenommen. Ähnliches findet man weltweit auf mehr als 15.000 Schiffen, deren Eigner auf die Technik der BÖNING SCHIFFSAUTOMATISATION bestehen. 

Wo MAN-Motoren in Yachten und Serviceschiffen zum Einsatz kommen, findet man mit Sicherheit zu deren Steuerung und Überwachung eine Lösung von BÖNING. 

Ein weiteres Beispiel für den Erfolgskurs eines deutschen Mittelständlers im Ausland, der sich seine Führungsposition durch ausgeklügelte Technik erarbeitet hat und es gleichzeitig verstanden hat, in 10.000 km Entfernung ein Tochterunternehmen erfolgreich zu führen - trotz der vielen Krisen, die Brasilien schon überstanden hat, gerade übersteht und sicher auch künftig überstehen wird. Dafür sorgen u.a. gruppenweit eingeführte ERP/CRM-Systeme, eine darin integrierte Aufgabenplanung und -verwaltung sowie ein Videokonferenzsystem zur schnellen Abstimmung. Und nicht zu vergessen, die geschickte Hand des Gründers bei der Auswahl seiner Mitarbeiter aus aller Herren Länder. Diese Internationalisierung in Bezug auf Niederlassungen und polyglotte Mitarbeiter ist sicher nur in wenigen Unternehmen dieser Größenordnung so weitgehend zu finden. 

04 Oktober 2020

Investieren in Brasilien? Die Verpackungsindustrie ist eine gute Möglichkeit dazu!

 

22 September 2020

Wenn Sie als deutscher Unternehmer importieren wollen, was machen Sie?

Sie bestellen die gewünschte Ware im Ausland, erhalten sie geliefert und bezahlen diese vereinbarungsgemäß. Und wenn Sie als brasilianischer Unternehmer importieren wollen? Dann 
  • sorgen Sie zunächst dafür, dass der Gesellschaftsvertrag Ihrer Firma unter Gesellschaftszweck "Import" aufführt 
  • dann besorgen Sie sich eine allgemeine Importgenehmigung 
  • dann bestellen Sie Ihre Ware im Ausland 
  • beauftragen Ihren Zolldeklaranten bei Ankunft der Ware, diese zu verzollen und zahlen für diese "Nationalisierung" typischerweise 65% des CIF-Wertes 
  • und letztendlich überweisen Sie den vereinbarten Preis (wenn die Zahlungsbedingungen es so vorsahen) an den Verkäufer unter Einschaltung eines Devisenhändlers, weil Brasilien ein devisenbewirtschaftetes Land ist und die Zentralbank über Auslandsüberweisungen wacht 
Und wie bekommen Sie die allgemeine Zollgenehmigung, auch RADAR genannt? Ganz einfach, sie bitten einen spezialisierten Dienstleister, diese für Sie zu beantragen. Und der wird dann einige Dokumente von Ihnen verlangen, die er für seine Dienstleistung benötigt. Und jetzt ist es auf einmal nicht mehr so einfach, denn er wird Ihnen diese Liste schicken: 
  • Verbrauchsabrechnungen elektrische Energie im Namen des Unternehmens für die letzten 03 Monate oder die, die existieren, mit Zahlungsnachweis 
  • Internet im Namen des Unternehmens für die letzten 03 Monate oder die, die existieren, mit Zahlungsnachweis 
  • Nachweis der Mietzahlung (letzte 03 Monate) 
  • IPTU (Grundsteuer) der Liegenschaft 2020 - Blatt vom Jahresanfang - mit Daten der Liegenschaft und des Eigentümers 
  • Grundbuchregistrierung der Liegenschaft 
  • Bankkontoauszug der letzten drei Monate oder der, in denen es Bewegungen gab 
  • Monatliche Bilanzen / GuV ab Beginn der Geschäftstätigkeit des Unternehmens - oder falls länger - der letzten 03 Monate - mit dem für RADAR-Erteilung erforderlichen Wert des Umlaufvermögens 
  • Erklärung des Buchhalters über die Einzahlung des Grundkapitals 
  • Wechselkursvertrag über die Integralisierung des Grundkapitals des ausländischen Gesellschafters 
  • Eingang der ordnungsgemäß verbuchten Beträge 
  • Steuerliche Verbuchung der Beträge 
  • Grundkapital 
Und was sagt die Gesetzgebung über RADAR? Es existieren drei RADAR-Versionen, welche bei der Bundessteuerbehörde (Receita Federal) genehmigt werden müssen und Zugang zum Siscomex-System erlauben: 
  • Import: < 50.000 USD (cif) pro Halbjahr EXPRESSRADAR 
  • Import: 50.000 - 150.000 USD (cif) pro Halbjahr LIMITIERTES RADAR 
  • Import: > 150.000 USD (cif) pro Halbjahr UNBEGRENZTES RADAR 
Daneben kann für bis zu 3.000 USD pro Monat ohne RADAR-Genehmigung importiert werden. 

Zwar ist für den Import kein Mindeststammkapital vorgeschrieben, jedoch hängt die Erteilung der RADAR-Genehmigung von der Beurteilung der Finanzkraft des Unternehmens durch die Receita Federal ab, wobei folgende Kriterien berücksichtigt werden: 
  • Summe der gezahlten Steuern PIS, COFINS, CSLL, IRPJ der letzten 5 Jahre (Rückschlüsse auf das Umsatzvolumen) 
  • Summe der INSS-Beiträge in den vergangen 5 Jahren (Rückschlüsse auf die Zahl der Mitarbeiter) 
  • Umlaufkapital (verfügbar auf dem Girokonto) 
Warenbestände, Aktiva, Auftragsbestand oder Zahlungseingänge werden nicht berücksichtigt. Da eine neue Firma noch keinen Umsatz gemacht hat, erhält diese am Anfang nur die "Habilitação Expressa", also das EXPRESSRADAR, ohne Nachweis des Eigenkapitals.  

20 September 2020

FAKTEN ZU BRASILIEN, BILDEN SIE SICH IHRE EIGENE MEINUNG!

 

15 September 2020

NACHRICHTEN AUS ABSURDISTAN: Kontoeröffnung in Brasilien

Wenn man eine Firma mit einem deutschen und einem brasilianischen Gesellschafter in Brasilien gründet, alle gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt und bei den Behörden korrekt registriert ist, kann man loslegen! 

Wirklich?

Nein, denn eine brasilianische Großbank braucht Wochen, um ein Firmenkonto zu eröffnen, weil man angeblich auf die Genehmigung der Zentralbank warten muss. Die dem Firmengründer aber mitteilte, dass das nicht stimme. Nach einem entsprechenden Hinweis an die private Großbank wurde das Konto endlich eröffnet und mit einer weiteren Verzögerung eine IBAN-Nummer mitgeteilt. Als der deutsche Teilhaber seinen Stammkapitalanteil überwies, kam die nächste Überraschung: Die Bank hatte das Konto noch nicht für den Devisenempfang freigegeben. Begründung: Wegen der Coronapandemie hätte man die neue Firma noch nicht persönlich besuchen können. Und das 3 Tage vor dem Eingang eines großen Importes, den das neue Unternehmen nicht bezahlen kann, obwohl 500.000 R$ auf Gutschrift warten. Also Geld zurückschicken und Firma schließen? So, liebe Itaú, schreckt man Investoren ab!

Das schrieb uns die Zentralbank zum Thema Kontoeröffnung: 

A área técnica responsável pelo tema esclareceu que, de acordo com a circular 3.691/2013, o Banco Central não intervém em abertura de contas e fechamento de contrato de câmbio. É função da Instituição Financeira ( no caso, Itaú) cuidar da legalidade da operação e fundamentação econômica. Como estas operações são um pouco complexas, algumas instituições não tem interesse na abertura destas contas, ou então cobram um valor extremamente alto. Existem 180 bancos autorizados a trabalhar com câmbio no país, listados no site do BCB, como alternativa ao Itaú. Qualquer reclamação em relação ao atendimento recebido pela Instituição ou qualquer outra demanda relacionada ao problema relatado  pode ser encaminhada por meio do email institucional do Banco Central, dereg@bcb.gov.br. Qualquer dúvida estou à sua disposição.

Übersetzt:

"Der zuständige Fachbereich stellte klar, dass die Zentralbank gemäss Rundschreiben 3.691/2013 nicht in die Eröffnung von Konten und die Schliessung von Devisenkontrakten eingreift. Es ist die Aufgabe der Finanzinstitution (in diesem Fall Itaú), sich um die Rechtmäßigkeit der Operation und um wirtschaftliche Gründe zu kümmern. Da diese Operationen etwas komplex sind, haben einige Institutionen kein Interesse an der Eröffnung dieser Konten, oder sie verlangen einen extrem hohen Betrag. Im Land gibt es 180 Banken, die berechtigt sind, mit Devisen zu arbeiten, die auf der BCB-Website als Alternative zu Itaú aufgeführt sind. Jede Beschwerde bezüglich der bei der Institution eingegangenen Dienstleistung oder jede andere Forderung im Zusammenhang mit dem gemeldeten Problem kann über die institutionelle E-Mail der Zentralbank dereg@bcb.gov.br eingereicht werden. Bei irgendwelchen Zweifeln stehen wir Ihnen zur Verfügung."

Da hilft nur, Großbanken links liegen zu lassen und kleinere Institutionen anzusprechen, z.B. Banco Ourinvest plus einen Devisenhändler wie Dascam.

13 September 2020

BRASILIENS LANDWIRTSCHAFT

Seit vielen Jahren in ständiger Entwicklung - weltweit immer an der Spitze! Keine Notwendigkeit für Brandrodung und eine Rekordernte nach der anderen! Getreideernte 20/21 auf 278 Millionen Tonnen geschätzt!

11 September 2020

Der Amazonas brennt!

 

07 September 2020

Das Coronavirus freut sich!

Praia do Dentista bei Angra dos Reis, am verlängerten Wochenende zur Feier der Unabhängigkeit Brasiliens von Portugal. Die Fotos hat uns eine Freundin aus Bracuí geschickt. Unglaublich, wie der leicht der Hedonismus die Prophylaxe besiegt.


Und hier 2 Fotos Strand aus Rio und dem Norden von São Paulo, genauso überfüllt:



4G-Mobilfunknetze decken Brasilien fast komplett ab

Aktuell sind 4G-Netze in 4.997 Gemeinden verfügbar. In diesen leben 97,5% der brasilianischen Bevölkerung. 3G-Netze gibt in allen 5.570 Gemeinden Brasilien. Insgesamt hat Brasilien über 198 Millionen mobile Internetzugänge, zusammen mit den Festnetzverbindungen sind es 232 Millionen Internetzugänge. Zwischen August 2019 und Juli 2020 wurde 4G in 408 Gemeinden aktiviert, 8,9% mehr als im Vorjahreszeitraum. Im gleichen Zeitraum wurden 15,2 Mio. 4G-SIM-Karten aktiviert, das sind 29 neue 4G-Zugänge pro Minute, was Ende Juli 161 Mio. ausmachte.

Damit dies so weiter geht, hat Anfang dieser Woche Präsident Jair Bolsonaro einen Erlass unterzeichnet, der die Anwendung des Allgemeinen Antennengesetzes in den Gemeinden regelt. Das Gesetz, das 2015 im Kongress verabschiedet wurde, zielt darauf ab, die Installation von Antennen und kleinen Zellen zusätzlich zu Festnetzen in Städten und auf Autobahnen zu beschleunigen. Zurzeit haben mehr als 300 Gemeinden noch veraltete Gesetze, die die Installation von Telekommunikationsinfrastruktur erschweren und eventuell sogar verhindern.

98% der brasilianischen Gemeinden werden per Lichtwellenleiter mit Breitbandinternetzugang versorgt. Von 2017 bis 2020 hat sich die Zahl verfünffacht. Breitbandinternetzugang existiert in allen 5.570 Gemeinden. 32,6 Millionen Breitbandanschlüsse gibt es aktuell, ein Drittel davon benutzen Lichtwellenleiter. 

Damit ist Brasilien für die flächendeckende Einrichtung von 5G bestens gerüstet.

Netzabdeckungskarte Brasiliens (Betreiber VIVO):


Im angezeigten Bereich wurden seit dem 9.1.2018 insgesamt 555.889.422 Daten gesammelt.


02 September 2020

LAVA JATO - DIE SCHNELLWÄSCHE DER KORRUPTEN BRASILIENS

ORIGINALTEXT

Os números da operação Lava Jato, que completou seis anos, são expressivos: 73 fases, mais de 1300 buscas e apreensões, 130 prisões preventivas e 163 temporárias, mais de 500 pessoas acusadas, com 52 sentenças já proferidas e 165 condenações. Foram propostas 38 ações civis públicas. Mais de R$ 4 bilhões foram devolvidos por meio de 185 acordos de colaboração premiada e 14 acordos de leniência. A Receita Federal, com base nos ilícitos apurados pela Lava Jato, efetuou lançamentos tributários de mais de R$ 22 bilhões e já fiscalizou cerca de 3400 contribuintes individuais e empresas. 

As controvérsias também foram significativas: acusações de parcialidade, de divulgação de informações sigilosas para a imprensa, vazamento de conversas embaraçosas em aplicativo usado pela força-tarefa, a polêmica aceitação de cargo político por seu maior expoente, entre outras alegações de réus e de suas defesas ou veiculadas pelo noticiário.

GOOGLE-ÜBERSETZUNG

Die Zahlen für die sechs Jahre dauernde Operation Lava Jato sind bedeutend: 73 Phasen, mehr als 1300 Durchsuchungen und Beschlagnahmen, 130 vorbeugende und 163 vorübergehende Festnahmen, mehr als 500 Angeklagte, 52 bereits verhängte Strafen und 165 Verurteilungen. 38 öffentliche Zivilklagen wurden vorgeschlagen. Mehr als 4 Mrd. R $ wurden durch 185 preisgekrönte Kooperationsvereinbarungen und 14 Kronzeugenvereinbarungen zurückgegeben. Der Federal Revenue Service hat auf der Grundlage der von Lava Jato festgestellten Verbrechen Steuerveranlagungen in Höhe von mehr als 22 Mrd. R $ vorgenommen und bereits rund 3400 einzelne Steuerzahler und Unternehmen inspiziert.

Kontroversen waren ebenfalls bedeutsam: Vorwürfe der Voreingenommenheit, Offenlegung sensibler Informationen gegenüber der Presse, Durchsickern peinlicher Gespräche in einem von der Task Force verwendeten Antrag, die kontroverse Annahme politischer Ämter durch ihren größten Vertreter, unter anderem Vorwürfe von Angeklagten und deren Angeklagten verteidigt oder von den Nachrichten ausgestrahlt.

DEEPL - ÜBERSETZUNG

Die Zahlen der Lava-Jato-Operation, die sechs Jahre lang lief, sind beachtlich: 73 Phasen, mehr als 1300 Durchsuchungen und Beschlagnahmen, 130 Festnahmen im Rahmen des Ermittlungsverfahrens und 163 vorübergehende Festnahmen, mehr als 500 Angeklagte, 52 bereits ergangene Urteile und 165 Verurteilungen. Es wurden 38 öffentliche Zivilklagen eingereicht. Mehr als 4 Milliarden R$ wurden durch 185 preisgekrönte Kooperationsabkommen und 14 Kronzeugenvereinbarungen zurückgegeben. Die Bundesfinanzbehörde hat auf der Grundlage der von Lava Jato festgestellten illegalen Handlungen Steuereinträge von mehr als 22 Milliarden R$ vorgenommen und bereits rund 3400 einzelne Steuerzahler und Unternehmen überprüft.

Die Kontroversen waren ebenfalls bedeutsam: Vorwürfe der Parteilichkeit, Weitergabe vertraulicher Informationen an die Presse, Durchsickern peinlicher Gespräche in einem von der Task Force verwendeten Antrag, die umstrittene Annahme eines politischen Amtes durch ihren größten Exponenten, neben anderen Vorwürfen der Angeklagten und ihrer Verteidigung oder in den Nachrichten.

22 August 2020

Brasilien, das Land der ungeahnten Möglichkeiten, Geschäfte zu machen!

Wer schnelles Geld in Brasilien verdienen will, kann mit solchen Korbrollen für Geschirrspüler anfangen. In Deutschland kostet eine Rolle umgerechnet 7,03 R$, in Brasilien dreizehnmal so viel, nämlich 91,82 R$!


17 August 2020

Brasilien am 17.8.2020: Eisenbahn von Miritituba nach Sinop soll endlich gebaut werden, wird aber von US-Thinktank kritisch beurteilt


Auf S. 6 muss es natürlich Staatsanwaltschaft anstelle Statsanwaltschaft heißen!

10 August 2020

Investieren in Brasilien? JETZT!!!

 


Es war noch nie so günstig, in Brasilien zu investieren, wenn man EURO (oder US-Dollar) zur Verfügung hat. Heute bekommen Sie für einen 1 € immerhin 6,41 Reais! 

Wenn Sie diese Gelegenheit nützen wollen, sprechen Sie mich unverbindlich an: naumann@eurolatina.biz

TORNOS aus der Schweiz hat die Gelegenheit ergriffen und nach Schließung der brasilianischen Tochterfirma in 2013 wegen der damaligen wirtschaftlichen Instabilität und sieben Jahre Präsenz über einen Händler jetzt wieder eine Niederlassung in Brasilien eröffnet. Das Unternehmen wies darauf hin, dass Brasilien für Investitionen, insbesondere im medizinischen und zahnmedizinischen Bereich, sehr vielversprechend ist.


03 August 2020

DIE GEICHSTROMHOCHSPANNUNGSLEITUNG DES KRAFTWERKES BELO MONTE REICHT BIS NACH SÃO PAULO

und ist in die Schlagzeilen geraten, weil Garimpeiros die Masten mit ihren ungesetzlichen Aktivitäten gefährden. EUROLATINA war mit seiner Beteiligungsgesellschaft INP DO BRASIL für Siemens an beiden Enden der Leitung an ihrem Bau beteiligt. Hier einige Fotos, die ich einer Inspektionsreise zusammen mit meinem Kollegen und Mitgesellschafter Holger Sax und einem Vertreter von INP Deutschland bei bis zu 47 Grad im Schatten (und kein Schatten da!) gemacht habe.
























01 August 2020

EINIGE VON EUROLATINA IN SÜDAMERIKA BETREUTE FIRMEN AUF YOUTUBE














BRASILIENS LANDWIRTSCHAFT SCHONT DIE UMWELT

So sieht sich Brasilien bzw. das Landwirtschaftsministerium: 



30 Juli 2020

Banküberfall in Botucatu, 240 km entfernt von São Paulo




Dieser Banküberfall lief anders ab als man es in Deutschland gewöhnt ist und wie man sie in US-Krimis sieht. Dieser hier wurde von 40 schwerbewaffneten Angehörigen des PCC (Primeiro Comando da Capital) begangen, die dazu Autos anzündeten, mit Langwaffen um sich feuerten, Geiseln nahmen und Sprengstoff benutzten, der eine Bank nach der Explosion in Brand setzte. Ebenso schwer bewaffnete Militärpolizisten lieferten sich ein Feuergefecht mit den Banditen, von denen Stunden nach dem Überfall noch keiner festgenommen worden war. Auf Portugiesisch nachzulesen bei UOL.

Jetzt fehlen nur noch die Menschenrechtler, die sich Sorgen um die Verbrecher machen, weil die Polizei auf sie geschossen hat. Und die Brasilien an den Pranger stellen, weil hier mehr Verbrecher als in Deutschland bei Konfrontationen mit der Polizei getötet werden. 

27 Juli 2020

UMWELTSCHUTZ IN BRASILIEN - VIEL BESSER ALS SEIN RUF


BRASILIEN IN TOTALER ABHÄNGIGKEIT VON CHINA



So schriebt es der O ESTADO DE SÃO PAULO heute auf der Titelseite.

KRISE LÄSST BRASILIEN IMMER MEHR VOM CHINESISCHEN MARKT ABHÄNGEN

So würde ich es schreiben:

CHINA BAUT MEHR UND MEHR AUF IMPORTE AUS BRASILIEN

Hört sich viel positiver an, oder? Positives ist aber nicht gefragt! Dazu schreibt auf der zweiten Seite der Journalist Carlos Alberto di Franco sehr richtig (frei übersetzt):

"Zeitungsleser sind vom Übermaß unserer negativen Nachrichten ermüdet." Und er kritisiert anschließend, dass seine Kollegen der großen Medien im Namen einer angeblichen Unabhängigkeit vermehrt zu militantem Journalismus übergewechselt sind; vor allem, wenn sie politische Themen behandeln. Das sei nicht gut, weil es den Leser verstört und die Glaubwürdigkeit vermindert.

Und worum geht es hier speziell bei der Frage der chinesischen Importe bzw. der brasilianischen Exporte?

Brasilien hat per Juni 2020 für 101,7 Mrd. US$ exportiert, ein Drittel davon - 33,8% - hatte China als Bestimmungsland. 2001 lag der Anteil Chinas an den brasilianischen Exporten bei 1,9%, letztes Jahr waren es bereits 28,5%.

Die Exporte in die USA rutschen im selben Zeitraum von 22,6% auf 9,9% ab, die in die EU von 25,4% auf 15,4%.

Mit ein Grund für dieses Verhalten ist auch der Importrückgang Südamerikas wegen der Coronopandemie, diese Länder sind Brasiliens Hauptabnehmer für industrialisierte Waren. Ein weitere Faktor ist die Konzentration Brasiliens beim Export auf Commodities und der im wörtlichen Sinn Hunger Chinas nach Lebensmitteln.
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Rechts oben auf der hier abgebildeten Titelseite des ESTADÃO wird mitgeteilt, dass Olivia de Havilland im Alter von 104 Jahren gestorben ist. Das ihr Film VOM WINDE VERWEHT von HBO aus dem Programm genommen wurde, weil es Antirassisten so wünschten, hat sie hoffentlich nicht mehr mitbekommen. Ob das gleichnamige Buch jetzt verboten wird? Geschichte ist Geschichte, man macht sie nicht durch Verschweigen ungeschehen. Auch die Sperrung von YouTube-, Twitter- und Facebook-Accounts von Bolsonaro-Anhängern durch einen der obersten Richter Brasiliens zeigt in diese Richtung, mit dem Recht auf Meinungsfreiheit ist es nicht weit her. Dass besagter Richter die Arbeiterpartei zu Zeiten Lulas als Anwalt vertrat, bevor er von diesem in sein Amt berufen wurde, läßt tief blicken und viel befürchten.

GRAPHIKEN UND ZEITUNGEN - AUCH IN BRASILIEN OFT AUF KRIEGSFUSS

Das ist ein Beispiel, wie man einen Zahlenverlauf korrekt darstellt, kein unterdrückter Nullpunkt und zu vergleichende Graphiken mit identischem Maßstab, wie hier z.B. 0% - 10% - 20% - 30% -40%. Man sieht auf einem Blick, worauf es ankommt und vergleicht Äpfel mit Äpfeln.



In der selben Ausgabe des O ESTADO DE SÃO PAULO vom 27.7.2020 kann man anderes Beispiel sehen, hier werden Äpfel mit Birnen verglichen:



Der unterdrückte Nullpunkt und die unterschiedlichen Maßstäbe

Norte:                23.000 - 24.000 ...
Nordeste:           85.000 - 90.000 ...
Sul:                    50.500 - 51.500 ...
Sudeste:            100.500 - 108.000 ...
Centro-Oeste:    23.000 - 23.750 ...
Total:                  290.000 - 302.500 ...

lassen keinerlei optischen Vergleich zu. Wer diese Graphik erstellt hat, ist entweder völlig ahnungslos oder er will den Leser in die Irre führen oder ihm ist es völlig egal, was der Leser für eine Eindruck hat, Hauptsache, der Artikel ist bei Redaktionsschluss fertig.

Von einer seriösen Zeitung muss erwartet werden, dass sie gerade über die Corona-Pandemie mit der gleichen Sorgfalt berichtet wie über Wirtschaftsthemen. Vielleicht sollte hier ein Redakteur vom anderen lernen, wenn schon die interne Qualitätskontrolle versagt.

25 Juli 2020

BRASILIEN hat jetzt das modernste Synchroton der Welt! Und wird endlich sein Steuersystem vereinfachen!

23 Juli 2020

MANCHE BAUEN KRÄNE IN BRASILIEN, ANDERE VERKAUFEN WURSTFÜLLMASCHINEN - UND SIE?

FREIHANDELSZONE MANAUS BIETET GÜNSTIGE LOKALE FERTIGUNG / MONTAGE MIT IMPORTIERTEN KOMPONENTEN

22 Juli 2020

DO YOU HAVE BUSINESS WITH BRAZIL? OR WANT TO HAVE?









19 Juli 2020

CORONA - eine kleine Grippe! Sagt Bolsonaro? Falsch geraten!

18 Juli 2020

AGROBUSINESS - DESWEGEN WIRD BRASILIEN GEMOBBT

BRASILIEN IST KEIN LAND FÜR ANFÄNGER UND VERZAGTE SEELEN - HIER SIND PIONIERE GEFRAGT