08 November 2016

Schlagzeilen des VALOR ECONÔMICO, internationale Ausgabe, am Präsidentenwahltag der USA

 POLITICS
Odebrecht shouldering personal spending of informants
Former executives and shareholders have already produced 2,800 pages of testimonies for soon-to-be-signed informant and leniency deals
Justice recruits religious leaders to reduce case backlogECONOMY

Justice recruits religious leaders to reduce case backlog

Courts develop programs to train priests, pastors and even traffic officers in mediation methods as a way of alleviating lawsuit overload
Potential investors see government pushing Oi to market solutionBUSINESS

Potential investors see government pushing Oi to market solution

Case of telco shows how top shareholder sets the tone in its attempt to recover invested money
BUSINESS

Celulose Irani seeks strategic investor to resume expansion

Cardboard packaging maker wants to hold stock offering to get minority shareholder and expand two plants
BUSINESS

Scandals increase audit firms’ revenues in Brazil

Fees for scrutinizing financial statements of publicly traded companies rose 16% with the higher risk of fraud

COMMENTARY

Antonio Delfim Netto
Antonio Delfim Netto

From John to John: the importance of economics 

Knowledge of economics is not civilization; maybe it is its possibility
Angela Bittencourt

Focus on US election and spending cap

Presidential race between Hillary Clinton and Donald Trump weighs on market, which will be watching Temer’s cabinet meeting and vote on PEC 241
Claudia Safatle

Another R$65bn charge in electricity bills

Extra rate increase to compensate transmission companies will create pressure over inflation

MORE NEWS

07 November 2016

Tropikalisierung

Wer bei diesem Wort aufschreckt und meint, dass er in Brasilien jetzt nur noch Low Tech verkaufen kann, sollte wissen, dass wir in einigen Bereichen durchaus mit industrialisierten Ländern mithalten können, siehe die Verwendung eines Fingerabdrucksensor beim Bezahlen mit einer Kreditkarte:

Und denken Sie daran, Tropikalisierung heißt nicht immer Vereinfachung, sondern Anpassung an spezielle Belange, in unserem Fall an die der Tropen, z.B. Veränderungen am Produkt, um Resistenz gegen UV-Strahlung, Hitze und Feuchtigkeit zu gewährleisten.

Brasilien im Ausverkauf?

Sollte man sich davon fern halten, weil es nur Ramsch gibt oder sollte man zugreifen, weil ausgesprochene Schnäppchen angeboten werden? Das Handelsblatt hat dazu eine Meinung:

Mehr lesen Sie im Artikel ES GIBT KEINEN BESSEREN ORT AUF DER WELT, UM ZU INVESTIEREN in der Ausgabe vom 4.11.2016.

Meine Meinung dazu ist, dass man sorgfältig wählen muss; es gibt Wachstumsbranchen, die sich schnell erholen werden und in die es sich lohnt, einzusteigen; es gibt aber natürlich auch lame ducks, die man vermeiden sollte. Ein M&A-Geschäft in Brasilien kann sehr lohnend sein, aber ziehen Sie Fachleute und Landeskenner hinzu, um das brachliegende Potential nutzbringend und ohne verstecktes Risiko nutzen zu können! Eines kann ich bestätigen, die weit überzogenen Forderungen der Firmenverkäufer, die vor 4 oder 5 Jahren sich nicht scheuten, das zehn- oder sogar zwölffache des EBITDA zu fordern, treten heute wesentlich kürzer und haben sich mit der Realität abgefunden, d.h. vier- bis fünfmal EBITDA. 

03 November 2016

Warum ziehen sich einige deutsche (und andere ausländische) Firmen aus Brasilien zurück und andere nicht?

Ich berichtete schon darüber, dass ich bei meinem letzten Besuch in Deutschland in Stuttgart eine Messe besucht habe, wo ich mich freute, Herrn Andreas Meister von Ergomatic, der früheren Traubomatic, damals Tochter der Traub aus Reichenbach an der Fils, die von Index übernommen wurde, getroffen zu haben, der dort seine Drehmaschinen vorstellte. Nicht gefreut habe ich mich über die Aussage mehrerer meiner früheren deutschen Kunden, dass sie ihre Firmen in Brasilien von Produktion auf Import und Vertrieb umgestellt haben oder in Einzelfällen den radikalen Weg der Firmenschließung gegangen sind und den Markt, wenn überhaupt, nur noch über Vertreter bedienen.

Woran liegt diese Flucht? Als ich in Südafrika wohnte, verließen gegen Ende der Apartheid viele Menschen das Land, was von denen, die blieben, verächtlich mit chicken run bezeichnete wurde. Handelt es sich in Brasilien auch um dieses Phänomen?

Meiner Meinung nach liegt ein anderer Grund vor. Es ist nicht die Angst vor der Veränderung, die die Firmen die Flucht ergreifen läßt, denn die aktuellen und künftigen Veränderungen in Politik und Wirtschaft Brasiliens können das Umfeld der Firmen nur verbessern. Wenn also nicht Unwissenheit über die Situation Brasiliens der Grund ist, was dann?

Vordergründig ist es der ausbleibende Umsatz, die brasilianischen Tochterfirmen kämpfen mit sinkendem Absatz, man muss sparen, Mitarbeiter werden entlassen, Reisen reduziert und was ist der Effekt? Weiter sinkender Absatz und Umsatz, weil weniger Kundenbesuche gemacht werden usw.

Aus meiner eigenen Vertriebstätigkeit kann ich dazu sagen, dass der eigentliche Grund ist, dass die Töchter ausländischer Firmen in Brasilien normalerweise das verkaufen, was sie von ihren Müttern importieren oder das, was sie nach Vorgabe dieser in Brasilien produzieren. Leider sind diese Produkte oft nicht die, die der brasilianische Kunde benötigt oder bezahlen kann. Oder ich erreiche meine Kunden nicht, weil ich sie nicht kenne oder nicht auf ihre Belange eingehe. Wobei unbedingt darauf geachtet werden muss, dass viele Kunden nur Portugiesisch sprechen und meine englischen oder spanischen Vertriebsunterlagen oder, noch schlimmer, Angebote schlichtweg nicht verstehen und daher nicht beachten.

Ehe man also aus Bequemlichkeit - in anderen Ländern verkaufe ich problemlos, warum soll ich mich mit Brasilien herumärgern? - das Land links liegen lässt, sollte man analysieren, warum man keinen Erfolg hat:
  • Spreche ich die Sprache des Kunden?
  • Sind alle meine Vertriebsunterlagen auf Portugiesisch?
  • Sind meine Angebote auf Portugiesisch?
  • Sind meine Produkte für den Kunden zu teuer?
  • Sind meine Produkte mit Funktionen überladen, die der Kunde nicht benötigt oder nicht haben will?
  • Produziert mein Produkt im Fall einer Werkzeugmaschine viel mehr, als es mein Kunde benötigt?
  • Hat mein Produkt alle Funktionen, die der Kunde braucht oder haben will?
  • Kann ich meinem Kunden Alternativen anbieten oder nur die Friss, Vogel oder stirb - Variante?
  • Erreiche ich alle potentiellen Kunden?
  • Kennen mich alle potentiellen Kunden?
  • Stehe ich in einem konstanten Informationsaustausch mit den potentiellen Kunden?
  • Habe ich genug Verkäufer im Einsatz?
  • Berate ich den Kunden bei der Anwendung meiner Produkte?
  • Kenne ich die Bedürfnisse meiner Kunden in Brasilien? 
  • Erarbeite ich mit meinem Kunden ein Pflichtenheft, wenn er eine Maschine oder Anlage kaufen will?
  • Biete ich meinem Kunden eine Finanzierung in Festwährung mit Kurssicherung an?
  • Fakturiere ich, wenn der Kunde importiert, in R$?
  • Helfe ich bei der Importprozedur?
  • Kann ich schnell genug und in ausreichender Menge und Qualität liefern?
Diese Liste lässt sich fortsetzen, aber ich glaube, sie zeigt schon, worum es geht. Und denken Sie bitte auch daran, dass die brasilianische Industrie geschwächt ist, zu wenig investiert hat, durch ausländische Lieferanten ersetzt wurde, also auf Importe angewiesen ist! Und wenn Sie in Brasilien im Lande hergestellte bezahlbare Qualitätsprodukte mit einer Technologie, die einen Wettbewerbsvorteil für Ihren Kunden bedeutet, anbieten, umso besser! Überlassen Sie diesen Markt nicht den Billiganbietern aus Fernost! Diese liefern heute oft schlechte Qualität und halten keine Termine und bieten keine technische Unterstützung, werden aber aus Preisgründen trotzdem mit Aufträgen bedacht. Dagegen kann man argumentieren!

Brasilien ist das fünftgrößte Land der Erde mit über 200 Millionen Einwohnern. Warum wollen Sie auf diesen Markt verzichten und ihn kampflos Ihren Konkurrenten überlassen? Ich komme zurück auf meine ersten Zeilen, die Firma Traub musste in Deutschland aus wirtschaftlichen Gründen schließen, aber ihre ehemalige Tochter, die Index nicht haben wollte, wurde vom Management übernommen und ist weiterhin in Brasilien als Anbieter von Drehautomaten sehr erfolgreich. 

Wer wissen möchte, wo eine Tropikalisierung erfolgreich umgesetzt wurde, sollte diesen Artikel lesen: Deutsche Umwelttechnologie „tropikalisiert“ Und wer dann anschließend Pomerode besucht, sollte unbedingt das Restaurant im Parque Malvee besuchen und gefüllte Wildente mit Klößen und Rotkohl essen und dazu ein Eisenbahnbier trinken! Leider ist es abends geschlossen, aber  ein Mittagessen, bei gutem Wetter auf der Terrasse, kann man hier in aller Ruhe genießen. Und anschließend sollte man unbedingt eine Ruhepause vorsehen, das Essen ist gut und reichhaltig (Selbstbedienung!) und das Bier süffig.

Natürlich ist die gute Wildente keine Antwort auf die Frage, warum sich die große Mehrzahl der in Brasilien etablierten ausländischen Firmen nicht aus dem Land zurückziehen und warum immer noch neue Firmen in's Land drängen. Eine Antwort wurde weiter oben gegeben; das Land ist so groß, dass der immense Binnenmarkt genug Anziehungskraft ausübt, um jegliches Produkt in Brasilien zu verkaufen. Zum Beispiel ist Brasiliens nach den USA der zweitgrößte Weltmarkt für Haustierprodukte. Und wo bleibt Fressnapf??? Weiß man dort nichts von Brasilien oder hat man so viele bessere Märkte, dass man auf Brasilien verzichten kann, will oder muss?

Link zum Thema "Probleme in Brasilien": http://derstandard.at/2000042977322/Warum-Brasilien-oekonomisch-scheitert
Link zum Thema "Erfolg in Brasilien": http://www.gruposantacatarina.com/de/warum-brasilien/
Link zum Thema "Haustiermarkt Brasilien": http://www.valor.com.br/empresas/4760769/tudo-pelos-bichos

02 November 2016

Brasilianische Industrieproduktion erholt sich langsam

Die Industrie allgemein wuchs im September 2016 gegenüber dem Vormonat um 0,5%:

Aber der Absturz um 3,5% im Monat zuvor konnte damit nicht wettgemacht werden. Noch deutlicher wird die ausbleibende Belebung, wenn man sich nur den Sektor der Investitionsgüter ansieht:

Was so aussah wie eine Erholung des Maschinen- und Anlagenbaus entpuppt sich nun als Schwalbe, die keinen Sommer macht, denn ein Rückgang der Produktion dieses Sektors im September gegenüber August 2016 um 5,1% sieht wahrlich nicht wie ein Zeichen steigender Investitionsbereitschaft der brasilianischen Industrie aus.

Dabei kann ich aber darauf hinweisen, dass alle großen Industriefirmen im Augenblick ihre Investitionspläne für 2017 erstellen und dies mit großer Sorgfalt und Beachtung einerseits der finanziellen Möglichkeiten und andererseits der Marktanforderungen. Wobei auch kleinere Industrieunternehmen gerne neue Betriebsmittel hätten. Sobald diese importiert werden müssen, weil sie mit den erwünschten Eigenschaften in Brasilien nicht hergestellt werden, gibt es zwei grundsätzliche Schwierigkeiten, wenn die Investitionsgüter aus Deutschland stammen. Sie sind so teuer, dass der kleine Unternehmer finanziell überfordert ist und sie sind so produktiv, dass der Jahresbedarf des Unternehmens von einer solchen Maschine manchmal in einem Monat produziert werden kann.

Für die Lösung dieser Probleme kann man zwar Hartwährungskredite mit Kursabsicherung bereitstellen und der Käufer kann die überschüssige Kapazität anderen Firmen zur Verfügung stellen. Ersteres ist relativ einfach machbar, aber eine Maschine muss, wenn sie ein anderes Teil produzieren soll, umgerüstet werden und das kostet Zeit und noch viel mehr Geld.

Deshalb möchte ich den deutschen Unternehmern, die ihre Maschinen und Anlagen nach Brasilien auch an kleinere Unternehmen verkaufen wollen, an's Herz legen, eine Tropikalisierung ihrer Produkte für diesen Kundenkreis in Erwägung zu ziehen. Weniger Automation und Bedienungskomfort, Modulbauweise, geringere Leistungsfähigkeit, billigere Materialien etc. können die Lösung sein. So gut wie nötig und nicht so gut wie möglich! Und arbeiten Sie nicht mit Pflichtenheften, die in Deutschland erstellt wurden. Nehmen Sie die Ihrer Kundschaft in Brasilien als Grundlage für Ihre Entwicklungsarbeit.

Kumulierter Handelsbilanzsaldo Brasiliens so gut wie nie zuvor

Monatliche Handelsbilanzsaldowerte in Mrd. US$ laut Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel
Kumulierte Werte jeweils per Oktober des angegebenen Jahres in Mrd. US$
Für 2016 wird vom Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel ein Überschuss von 45 bis 50 Mrd. US$ erwartet. Per Oktober 2016 exportiere Brasilien Waren und Dienstleistungen für 153,088 Mrd. US$ und importierte für 114,561 Mrd. US$.

Trump vor Clinton? Das neueste Umfrageergebnis schlägt auf Wechsel- und Aktienkurs in Brasilien durch!



Quelle: O ESTADO DE SÃO PAULO vom 2.11.2016

31 Oktober 2016

Wieviele Restaurants haben Sie an Ihrem Wohnort? 10, 100 0der mehr?

Egal, wenn Sie eine wirkliche Auswahl genießen wollen, kommen Sie nach São Paulo:


Link zu Tripadvisor, um sich die Restaurants in meiner Wahlheimatstadt im Detail anzusehen! Ich bekomme übrigens keine Prozente und zeige diese Restaurants aus purer Freude daran, auch mal etwas Gutes aus Brasilien berichten zu können!

Turn around in Brasilien gelingt Magazine Luiza und Embraer

Magazine Luiza hat im dritten Vierteljahr 2015 noch 19,1 Mio. R$ Verlust hinnehmen müssen, aber jetzt im dritten Quartal des laufenden Jahres wurde ein Gewinn von 24,8 Mio. R$ vorgestellt. Von Juli bis September 2016 betrug der Umsatz 2,26 Mrd. R$.

Beim Flugzeugbauer EMBRAER sieht es ähnlich aus, der Verlust des dritten Quartals 2015 konnte um 71% reduziert werden und betrug jetzt im dritten Vierteljahr 2016 nur noch 111,3 Mio. R$.

Nur die Itaú-Bank musste Federn lassen, ihr Gewinn im dritten Quartal 2016 brach ein und betrug "nur" 5,595 Mrd. R$, 8,9% weniger als im Vorjahresvergleichszeitraum. Sie wird es verkraften können.

Der vorher uneingeschränkt regierenden PT, die sich die fehlenden Koalitionsstimmen kaufte, wurde in den Kommunalwahlen 2016 gezeigt, was ein Putsch ist!

Das Wahlergebnis zeigt unmißverständlich, dass Dilmas Amtsenthebung von einer breiten Bevölkerungsmehrheit getragen wurde und das die Proteste gegen ihren Nachfolger Temer nur Ausdruck hilfsloser Wut der von ihren Futterkrippen abgeschnittenen Funktionäre und Mitläufer sind, die jetzt die Justiz fürchten müssen:



Ordnungskriterium ist das Wahlergebnis von 2016. Hier nochmal wegen der besseren Lesbarkeit die ersten 15 Parteien mit der Anzahl der gewählten Bürgermeister:

Wie man sieht, ist die PT auf dem 10. Platz gelandet, aber die an sich unbedeutende kommunistische PCdoB steht immer noch auf dem viel zu guten 15. Platz. Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass hier die Anzahl der Bürgermeister zählt und nicht die Größe der von ihnen regierten Städte. 

Nach der Zahl der regierten Wähler steht die PSDB an erster Stelle, 23,9% der Wähler Brasiliens haben ab 1.1.2017 einen PSDB-Bürgermeister. Danach kommt die PMDB mit 14,2%, die PSB mit 8,2%, die PSD mit 6,8%, die PP mit 4,9% und die PT mit 2,9%. Die PT-Bürgermeister hatten 2012 noch 19,9% der Wähler regiert und ihre Partei lag auf dem ersten Platz; damals lag die PMDB bei 16,4% und die PSDB bei 13,1%. 

Der vertikale Absturz der PT ist bemerkenswert, sogar im ABC-Gürtel um São Paulo, wo ihre Stammwähler angesiedelt sind, hat sie kein einziges Rathaus erobern können und das lange unter ihrer Fuchtel stehende Guarulhos hat sich auch von diesem Joch befreien können. 

Erdrutschsieg für Präsident Temers Koalition bei den Kommunalwahlen in Brasilien

Klicken Sie HIER und Sie kommen zur interaktiven Graphik im O ESTADO DE SÃO PAULO vom 31.10.2016 mit den Wahlergebnissen!

28 Oktober 2016

160 Morde täglich in Brasilien

ist schlimmer als der Krieg in Afghanistan und mehr als die 55.219 Toten des syrischen Bürgerkrieges, wird aber von der Weltöffentlichkeit nicht so empfunden, wenn diese überhaupt davon Kenntnis nimmt. 2015 wurden 58.300 Morde in Brasilien registriert, wobei Fachleute davon ausgehen, dass diese Zahl nach oben korrigiert werden muss und wahrscheinlich eher bei 65.000 liegt. Egal, ob das stimmt, auch 58.300 ist eine Katastrophe. Interessant ist die geografische Verteilung, danach können die Einwohner von São Paulo froh sein, im sichersten Bereich des Landes zu wohnen. Und die, die in Sergipe wohnen, leben im gefährlichsten Teil des Landes, was sie vor allem dem Drogenhandel anlasten können.

Die nachfolgenden Graphiken stammen aus der Zeitung O ESTADO DE SÃO PAULO vom 28.10.2016:

Mordopfer seit 2011


Todesarten
  • intervenção policial = Tod durch polizeiliches Eingreifen (ob das immer Mord ist, sei dahingestellt!)
  • lesão corporal seguida de morte = körperliche Verletzung mit Todesfolge
  • latrocínia = Raubmord
  • policiais mortos = tote Polizisten
  • homicídio = Mord

Tote pro Bundesstaat
  • taxa por 100 mil habitantes = Mordrate pro 100.000 Einwohner
  • variação em relação a 2014 = Veränderung gegenüber 2014
  • porcentagem = prozentual
  • posição = Rangfolge

Tote pro (Bundes-/Landes-) Hauptstadt

Mit homicídio wird in Brasilien Mord bezeichnet und damit die politisch Korrekten nicht zu kurz kommen, wird der Mord an einer Frau mit feminicídio bezeichnet. Dumm, dass homo der Gattungsnamen des Menschen ist und nicht unbedingt Mann bedeutet, wie es (nicht nur) unsere ex-Präsidentin annahm, die von der mulher sapiens sprach und damit klar machte, dass sie nicht zu dieser von ihr erfundenen Gattung gehört. Aber mit diesen Zeilen kämpfe ich gegen Windmühlenflügel, denn selbst im Englischen werden von Feministen schon Wörter wie gendercide, androcide und femicide oder feminicide benutzt. Wobei es Stimmen gibt, die meinen, da mehr als 80% der Mordopfer Männer seien, dass diese von den Feministen benutze Unterscheidung unnötig sei.

27 Oktober 2016

Brasilienschlagzeilen

Zika-Opfer in Brasilien: „Wir jagen immer hinterher“

Handelsblatt - ‎22.10.2016‎
Die brasilianische Regierung hat betroffenen Familien Unterstützung angeboten, zum einen in Form von Therapien für die Kinder, zum anderen finanzieller Art: Umgerechnet 275 Dollar (250 Euro) zahlt der Staat pro Monat, sofern das Haushaltseinkommen ...

Brasilien-ETF: hängen Sie 2016 alle ab

Extra-Magazin - ‎vor 12 Stunden‎
Brasilianische Aktien sind im laufenden Jahr die spannendsten Papiere der Welt. Obwohl es um Brasilien ökonomisch noch immer nicht gut steht, schöpfen Anleger Hoffnung und machten im laufenden Jahr bereits Renditen von mehr als 80 Prozent möglich.

Pensionsausgaben: Brasiliens teure Töchter

Handelsblatt - ‎24.10.2016‎
SalvadorIn Brasilien gibt es 185.000 ledige Frauen, die nicht verheiratet sind, vor allem aufgrund der Tatsache, dass sie Töchter von Militärs sind. Das hat nichts damit zu tun, dass ein soldatischer Vater ein besonderer Makel wäre auf dem Heiratsmarkt.

Adeus, Capita: Brasilien verliert seinen "ewigen Kapitän" Carlos Alberto

RAN - ‎vor 9 Stunden‎
Mit erst 25 Jahren als Kapitän einer goldenen Generation um Pele, Tostao, Jairzinho, Gerson und Rivelino, die Brasilien im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt den dritten WM-Titel bescherte. "Capitao do Tri" hieß er fortan, oder kurz nur "Capita". Sein Tor ...

Brasilien - In edler Mission

Süddeutsche.de - ‎26.10.2016‎
Doch über Religion scherzt man nicht in Brasilien, wo 170 Millionen Christen leben. Und so ist auch dieses Gotteshaus ernst gemeint, das hier alle nur "Igreja da Pipa" nennen, die Weinfass-Kirche: ein 13 Meter hoher Bau in Form eines überdimensionalen ...

IRW-News: YDreams Global Interactive Technologies Inc.: YDreams Brasilien...

Finanzen.net - ‎vor 6 Stunden‎
Aus dem bereits in diesem Jahr veröffentlichten ungeprüften Zwischenabschluss geht hervor, dass YDreams Brasilien im Q1 und Q2 2016 einen Nettoumsatz von CAD $ 2.430.609 (6.749.816 Brasilianische Real) im Vergleich mit CAD $ 1.704.482 (4.733.357 ...

Was Thyssen-Krupp in Sachen Tata und Brasilien plant

Derwesten.de - ‎vor 15 Stunden‎
Die Probleme beim Bau des Brasilien-Werks verursachten Milliardenverluste, die den Essener Traditionskonzern vor wenigen Jahren beinahe in den Abgrund gezogen hätten. Zwar lief es jüngst etwas besser in Brasilien, doch bilanzielle Effekte sorgten unter ...

Kursvergleich US$ und € zum R$


Quelle: http://www.finanzen.net/charttool/