08 Oktober 2011

Nachrichten aus und über Brasilien

Baumaschinen: Wachstumschancen inBRIC

Markt und Mittelstand - ‎Vor 21 Stunden‎
(stg) Die attraktivsten Märkte für die Baumaschinenindustrie sind die BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China. Auf den Plätzen fünf und sechs folgen Afrika und Nahost, denn dort wird auch zukünftig stark in die Infrastruktur investiert. ...

Türkei Brasilien planen wirtschaftliche Allianz

Deutsch Türkische Nachrichten - ‎Vor 5 Stunden‎
Brasilien und die Türkei wollen ihre wirtschaftlichen Beziehungen ausbauen. Dilma Rousseff, BrasiliensPräsidentin, engagierte sich auf einem Wirtschaftsforum in der Türkei am Freitag für Investitionen in ihrem Land. Diebrasilianische Präsidentin ...

Die Prozessautomatisierung wächst vor allem in den BRIC-Ländern

PROCESS - ‎05.10.2011‎
Das Wachstum sei weltweit breit verteilt mit Spitzen in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China). Dabei lege vor allem das Russland- und das Indien-Geschäft sehr stark zu. Deutschland, Europa und die USA bildeten zwar nicht die ...

Spezialchemie-Konzern Lanxess verstärkt Engagement in Brasilien

latina press - ‎Vor 19 Stunden‎
Der Spezialchemie-Konzern LANXESS verstärkt mit drei Investitionen von insgesamt rund 30 Millionen Euro sein Engagement in Brasilien. Dabei werden mehr als 100 neue Arbeitsplätze geschaffen. LANXESS setzt damit auf den zunehmenden Trend zur ...

Brasilien erteilt Europa Ratschläge

WELT ONLINE - ‎04.10.2011‎
Die Falten weggespritzt und ein selbstsicheres Lächeln: Dilma Vana Rousseff, seit Anfang dieses Jahres erste Staatspräsidentin Brasiliens, kommt nicht als Bittstellerin nach Brüssel. Die Herrscherin über das fünftgrößte Land der Erde, ...

Zeitung: BMW will Montagewerk in Sao Paulo bauen

Reuters Deutschland - ‎05.10.2011‎
Frankfurt (Reuters) - BMW will einem Zeitungsbericht zufolge ein neues Montagewerk im brasilianischen Sao Paulo bauen. Die Wahl sei auf die Wirtschaftsmetropole gefallen, da dort bereits alle wichtigen Zulieferer vertreten seien, berichtete das ...

VW baut Werke in Brasilien aus

Hamburger Abendblatt - ‎04.10.2011‎
São Paulo/Wolfsburg. Europas größter Autobauer Volkswagen drückt auch auf dem Wachstumsmarkt Südamerika aufs Tempo. 3,4 Milliarden Euro will der Konzern in den kommenden fünf Jahren in seine brasilianischen Standorte stecken. Mehr als jeder achtzehnte ...

McAllister trifft Politiknachwuchs in Brasilien

Hamburger Abendblatt - ‎04.10.2011‎
Sao Paulo. Eigentlich waren die hochrangigen politischen Gespräche erst in den nächsten Tagen geplant. Vollkommen unerwartet wird Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) jedoch schon am zweiten Tag seiner Reise nach Brasilien und ...

Hightech-Branche startet Partnerschaft mit Brasilien

Tech-Review.de - ‎07.10.2011‎
Am Montag wurden in São Paulo die Verträge für eine enge Partnerschaft unterschrieben. Die Deutsche Messe und der brasilianische Verband Softex unterzeichneten ein umfangreiches Kooperationsabkommen zur CeBIT 2012. Parallel dazu besiegelten BITKOM ...

Serie Versorgungslücke: Mit den Märkten von morgen zur sicheren Rente?

Handelsblatt - ‎Vor 2 Stunden‎
Sie gelten als Wachstumslokomotiven der Zukunft: Schwellenländer wie Brasilien und Russland locken viele Investoren. Besonders bei langfristigen Anlagen sollten sie die Hoffnungsträger berücksichtigen. von Ozan Demircan Brikett-Fabrik in China: Die ...

Hüfners Wochenkommentar: Die Eurokrise wird global

wallstreet-online - ‎Vor 6 Stunden‎
7.Oktober. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Von Brüssel nach Rio de Janeiro sind es fast 10.000 km. Lange haben wir gedacht, dass sei weit genug, um Schwellenländer wie Brasilien von der Eurokrise abzukoppeln. Die BRIC's und andere aufstrebende Staaten 

Umsiedlungen vor WM-2014 sorgen für Unmut in Rio

sueddeutsche.de - ‎06.10.2011‎
Rio de Janeiro (dpa) - In der Stadt am Zuckerhut tickt die Uhr. Weniger als 1000 Tage sind es noch bis zur Fußball-WM 2014 und in Rio de Janeiro soll das Finale ausgetragen werden. 2013 schon steht der Confederations-Cup in Brasilien an, im selben Jahr 

Rio de Janeiro: Christus-Statue wird 80 Jahre alt

FOCUS Online - ‎Vor 22 Stunden‎
Die Christus-Statue ist für Brasilien das, was Lady Liberty für Amerika ist: ein weltberühmtes Wahrzeichen mit bis zu 4000 Besuchern pro Tag. Für viele Gläubige ist der Ort aber auch ein Wallfahrtsziel. Millionen Menschen haben den „Cristo Redentor“ ...

Quelle: Google News

01 Oktober 2011

Bürokratieweltmeister Brasilien

Der Staat behandelt seine Bürger nicht als mündige Bürger, sondern als potentiell kriminelle Dummköpfe, die geführt bzw. gegängelt werden müssen. Dazu dienen ihm u.a. 4,2 Millionen Gesetze und Ausführungsvorschriften auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene, die in den letzten 20 Jahren erlassen wurden, d.h. 575 Gesetze pro Tag, wenn man Gabriela Carelli und Alexandre Salvador glauben kann, die dies in der VEJA vom 28.11.2011 schrieben. Genauer gesagt war der Stichtag das Inkrafttreten der neuen Verfassung 1988, die seitdem bereits 67 Mal geändert wurde!

Wie weit der Staat geht, zeigt eine Gesetzesvorlage von 1999, die aber noch nicht vom Parlament verabschiedet wurde - es sind ja erst 12 Jahre vergangen. Danach sollen in allen Schlüpfern Etiketten vor Mutterhalskrebs warnen, in allen Unterhosen vor Prostatakrebs und in allen Büstenhaltern vor Brustkrebs. Das stelle ich mir höchst kratzig vor, außerdem kostet diese Maßnahme ein Heidengeld, denn bei einem Preis von 0,30 R$ pro Etikett kommen wir auf 300 Mio. R$, die zuerst der Fabrikant und dann der Verbraucher zahlt.

Ähnliche Schildbürgerstreiche leistet sich der Staat und damit zwangsweise wir mit der Einführung dreipoliger Stecker und Steckdosen, die in dieser Art nirgendwo auf der Welt zu finden sind. Abgesehen davon haben praktisch keine Häuser Erdleitungen, wozu also soll der dritte Kontakt dienen?

Wer mit einem fremden Auto eine Verkehrsregelübertretung begeht, muss jetzt mit dem Eigner zum Notar und dort erklären, dass er und nicht der Fahrzeughalter die Strafe verdient. Wird das nicht gemacht, wird der Halter bestraft und bekommt die Punkte.

Es gibt unzählige weitere Beispiele für solche Eseleien, ich erspare mir, diese Auflistung fortzuführen. Es gibt Berechnungen, die zeigen, dass das Pro Kopf - BIP um 17 % höher sein könnte ohne solche idiotischen Vorschriften. Zwischen 1988 und 2006 wurden 18.000 Gesetze und Vorschriften etc. allein zum Steuerrecht erlassen, das ist ein Buch in kleiner Schrift mit 43.215 Seiten, welches Vinicios Leoncio, Steueranwalt, zusammengetragen hat. Bisher hat ihn sein Projekt 1 Mio. R$ gekostet, ein Drittel davon sind Steuern.

In den USA hat unser Stahlproduzent Gerdau eine Firma, die mit 2 Mitarbeitern in der Steuerabteilung auskommt; in Brasilien braucht die Firma dafür 200!!! Alencar Burti, Präsident des SEBRAE in São Paulo, hat 8 Autohäuser. Für diese muss er per Gesetz ein Archiv mit 12.000 Aktenordern unterhalten, um jederzeit dem Finanzamt gegenüber auskunftsbereit zu sein. Wenn ein Schiff in einem brasilianischem Hafen anlegt, muss es vor dem Löschen der Ladung 935 Informationen an 28 Organe in 14 Ministerien abgeben, dazu sind 112 Dokumente nötig. Wer da nicht die Lust verliert, in Brasilien als Unternehmer tätig zu werden, ist entweder ein Masochist oder hat keine Ahnung, was seinen Mitarbeitern abverlangt wird. Da 95 % des brasilianischen Außenhandels per Schiff abgewickelt wird, kann man sich den Aufwand ausmalen. 5 Tage brauchen die Schiffseigner in Brasilien, um alle verlangten Informationen abzugeben, in Rotterdam reicht dazu ein Tag. Glückliche Holländer! Um eine größere Fazenda zu legalisieren, müssen 60.000 R$ an Gebühren etc. gezahlt werden, dazu sind nach Angaben der VEJA noch 50.000 R$ "Trinkgelder" nötig, damit sich wirklich etwas bewegt. Bei kleinen landwirtschaftlichen Anwesen beträgt dieser Aufwand ca. 70 % der jährlichen Personalkosten! Und nicht nur Geld geht dabei drauf, so ein Prozeß kann 10 Jahre und länger dauern.

Brasilianische Unternehmer zahlen bis zu 70 % ihres Gewinnes an Steuern. Und die gibt es zuhauf, insgesamt 63 verschiedene Steuern! Und allein zur ICMS-Steuer gibt es 27 verschiedene Gesetzgebungen, jeder Bundesstaat regelt die ICMS auf ihre Weise. Um damit fertig zu werden, sind in brasilianischen Unternehmen 2.600 Arbeitsstunden jährlich erforderlich. In den USA sind es 187, im sozialistisch geprägten Schweden nur 122.

Und trotzdem kommen jeden Tag neue Firmen nach Brasilien und eröffnen Tochterunternehmen. Allein im letzten Monat habe ich 4 neue Firmen gegründet - man kann den Mut dieser Unternehmer nur bewundern.

Am 23.8.2011 war die Welt noch in Ordnung

Vier Wochen später hatten die commodities, die Brasilien hauptsächlich exportiert, so viel an Wert verloren:

  • Zucker - 20 %
  • Etanol - 12 %
  • Mais - 10 %
  • Baumwolle - 8 %
  • Soja - 8 %
  • Erdöl - 5 %
Der stärker werdende Dollar macht sich bemerkbar! Aber es kann noch schlimmer werden, wie der Kurs Ende 2008 zeigt. 

Wussten Sie schon, dass

  • die Einwohner der Stadt São Paulo jeden Monat 60 Verkehrstote zu beklagen haben?
  • diese mehr sind als die Mordopfer? Im ersten Halbjahr 2011 wurden 378 Menschen ermordet. (Am 27.8.2011 las ich allerdings andere Zahlen, die sie unter diesem Datum hier im Blog finden: "603 Mordopfer waren Ende Juli 2011 zu beklagen")
  • am 16.10.2011 unsere Sommerzeit beginnt und der Zeitunterschied zu Deutschland dann nur noch 4 Stunden beträgt? Die Sommerzeit gilt bis zum 19.2.2012.
  • die Stadt São Paulo ein grösseres BIP hat als Chile?
  • der US$ im September um 17,9 % gegenüber dem R$ an Wert gewonnen hat? Das ist der höchste Monatswert seit 2002!
  • Renault seine Fabrik in São José dos Pinhais ausbauen und eine neue in Resende bauen wird?
  • die chinesischen Autohersteller JAC Motors, Chery, Foton und Great Wall wahrscheinlich angekündigte Investition in Höhe vom mindestens 2 Mrd. US$ nicht machen werden, weil die brasilianische Regierung die IPI für importierte Autos um 30 Prozentpunkte angehoben hat?

Arme Giselle Bündchen!

Zu sexy: Brasilien will Gisele Bündchen nicht in Dessous sehen

Deutsch Türkische Nachrichten - ‎30.09.2011‎
Nachdem sich diverse Kritiker zu Wort gemeldet haben, so etwa das brasilianische Frauenministerium, droht einem Werbespot mit dem Model Gisele Bündchen jetzt ein Verbot. Gisele Bündchen, die 31-jährige Ex-Freundin von Hollywood-Schauspieler Leonardo... 

Das fand ich in den Google News, wobei ich zur Tatsache, dass der Artikel in den Deutsch Türkischen Nachrichten veröffentlicht wurde, lieber nichts sage, außer, dass sie vielleicht nicht das beste Medium für Artikel über Dessous ist. Aber ich las heute die Leserbriefe in der besten überregionalen Tageszeitung Brasiliens, dem Estado de São Paulo, und kann dem geneigten Leser sagen, dass die Empörung sich sehr in Grenzen hält. Mit ziemlicher Sicherheit ist sie auf die profilsüchtige Ministerin Iriny Lopes beschränkt, die sich besser aus solchen Themen heraushalten sollte. Wenn Frauen die Werbung nicht gefällt, argumentiert ein Leser, kaufen sie sicher nicht die darin angepriesene Unterwäsche und die Firma wird von sich aus die Werbung ändern. Aber das hört sich verdammt nach  freier  Marktwirtschaft an und damit kann natürlich ein weibliches Arbeiterpartei-Regierungsmitglied nichts anfangen. Wobei ich noch unterstellen möchte, dass die Ministerin keine Kundin der Firma ist, für die Giselle Bündchen wirbt. 

Man muss nur das Beste daraus machen!

Das ist nämlich die Kunst, wenn man Schlechtes gut erscheinen lassen muss. Meister darin ist unser Minister Mantega, der folgenden Satz formulierte: "Wir haben jegliche monetäre Munition, etwas, über das die USA und Europa nicht verfügen. Wir haben zum Beispiel die höchsten Zinsen der Welt und können diese reduzieren." Wie wahr! Wie wäre es denn mit "Wir haben die schlechtesten Strassen der Welt, können aber die Schlaglöcher füllen und damit sogar Arbeitsplätze schaffen!"

Hic Rhodos, hic salta!

Und die Regierung sprang, über ihren eigenen Schatten nämlich. Ist schon interessant, was die sogenannten Sachzwänge bewirken, z.B. Geldknappheit oder das Unvermögen, mit dem Chaos im Luftverkehr Brasiliens fertig zu werden. Wobei dies für den Fluggast mehr ein Chaos am Boden ist. Es fängt in São Paulo damit an - vor allem, wenn man, wie ich, in der Südzone wohnt - auf überfüllten Strassen ca. 60 km zum Flughafen zu fahren. Mit Glück hat man es in weniger als zwei Stunden geschafft. Wenn man mit dem eigenen Auto und selbst gefahren ist, muss man einen freien Parkplatz suchen - eine schwierige Aufgabe, die meist damit endet, dass der Wagen auf einem verbotenen Stellplatz steht und man fast einen Kilometer laufen muss. Von den langen Schlangen innerhalb des Flughafens will ich gar nicht erst anfangen zu reden. Jedem, der hier fliegt, graust es schon vor den grossen Sportereignissen, die uns Besucher aus aller Welt bescheren werden.

Aber alles wird gut! Die Präsidentin, deren Vorgänger einst im Wahlkampf seinen Rivalen Alckmin "runtergemacht" hat, weil er Privatisierungen nicht verteufelte, sieht jetzt auch keinen anderen Weg mehr, als die internationalen Flughäfen von Guarulhos (Stadt neben São Paulo), Rio de Janeiro und Brasília zu privatisieren und aus dem Joch der inkompetenten staatlichen Flughafenverwaltung zu entlassen. Und damit sich das auch lohnt (für die Regierung), müssen die künftigen Betreiber nicht nur eine Konzession bezahlen, sondern die Regierung auch an den Gewinnen beteiligen. Gewinne, die es heute unter staatlicher Verwaltung nicht gibt. Hoffentlich bleibt noch Geld übrig für die dringend benötigten Investitionen!

Das ist nämlich nicht selbstverständlich, wie die Vergangenheit zeigt. Bei Autobahnkonzessionen wollte die Regierung nämlich schon einen Rückzieher machen und Preise neu festlegen, weil ihrer Ansicht nach der Konzessionär zu viel verdienen würde.

28 September 2011

Deutsche Marken

Im Internet fand ich im Magazin für Markenführung folgenden Artikel:

"Studie: Das Image deutscher Marken in BRIC Staaten

Die Mehrheit der urbanen Konsumenten in Brasilien, Russland, Indien und China kennt eine Vielzahl deutscher Marken. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Unternehmensberatung globeone. Für die Studie befragten unabhängige Marktforschungsinstitute über 4.000 Konsumenten in den 20 wichtigsten Städten der BRIC-Staaten.
Die Studie belegt die Stärke deutscher Marken und des Siegels 'Made in Germany': 72% der Konsumenten konnten auf Anhieb eine oder mehrere deutsche Marken aus dem Gedächtnis nennen. Neben der Bekanntheit untersuchte die Studie unter anderem auch die Kategorien Beliebtheit und Kaufhäufigkeit. BMW (89%), Mercedes-Benz (87%) und Adidas (85%) sind die bekanntesten deutschen Marken in den BRIC-Ländern. Wiederum BMW und der Sportwagenbauer Porsche (beide 84%) stehen an der Spitze des Beliebtheits-Rankings. Adidas (60%), Nivea (51%) und Puma (42%) werden am häufigsten gekauft.
Die Konsumenten in den neuen Wachstumsmärkten schätzen und vertrauen deutschen Marken insbesondere wegen ihrer Qualität, Zuverlässigkeit und Leistungsstärke. Auch in puncto Kundennähe, Prestigeträchtigkeit und Lebensdauer werden deutsche Marken als führend wahrgenommen. In vielen Bewertungsdimensionen sehen die Studienteilnehmer deutsche Marken wesentlich positiver als Konkurrenten aus Amerika, Japan oder den BRIC-Ländern.
Doch es gibt auch Schwächen. So erkennen im Schnitt nur 66% der Konsumenten den tatsächlichen Ursprung einer deutschen Marke. Deutsche Automobilhersteller und Maschinenbauer werden zwar relativ häufig als deutsch erkannt. Dagegen wird in anderen Branchen die Herkunft deutscher Marken oft nur selten erkannt und somit potentiell positives Imagepotenzial nicht ausgeschöpft. Auch beim Thema Innovation sehen die neuen Konsumenten aus den Schwellenländern Optimierungspotential für German Engineering.
Insgesamt werden deutsche Marken ungeachtet ihres guten Rufs aber vor allem noch zu selten gekauft. Dies liegt insbesondere an den vergleichsweise hohen Preisen aufgrund einer starken Ausrichtung auf Premiumsegmente.
"Trotz der überragenden Präferenz für deutsche Produkte fehlt es in vielen Märkten an relevanten Angeboten und Einstiegsprodukten. Gerade deutsche Unternehmen tun sich besonders schwer damit, ihre Geschäftskonzepte und Positionierungen an die Kaufkraft und spezifischen Bedürfnisse der schnell wachsenden Mittelklasse anzupassen und die Konsumenten schon frühzeitig an sich zu binden. Hier wird mitunter nur ein Teil des vorhandenen Marktpotentials genutzt", sagt Dr. Niklas Schaffmeister, Group Managing Director von globeone.
Zum Studiendesign: Die repräsentative Studie untersucht zum ersten Mal das Image deutscher Marken in den BRIC-Ländern. Die Daten wurden im Auftrag von globeone durch unabhängige Marktforschungsinstitute während der ersten Jahreshälfte 2011 in den jeweiligen Ländermärkten mittels computergestützter Telefoninterviews (CATI) erhoben. Ihre Ergebnisse basieren auf der Befragung von über 4.000 Konsumenten in Brasilien, Russland, Indien und China. Dabei wurde die Markenleistung führender deutscher Marken in den jeweiligen BRIC-Ländern ermittelt."

Diese Studienergebnisse kann ich bestätigen, vor allem, dass viele deutsche Unternehmen sich nicht die Mühe machen, ihre Produkte zu "tropikalisieren", d.h. an die Bedürfnisse Brasiliens und seiner Bevölkerung anzupassen, funktions- und preismässig. Noch ein Kuriosum, einmal stritt ein Brasilianer regelrecht mit mir, weil er partout nicht glauben wollte, dass Volkswagen eine deutsche Firma sei.

26 September 2011

Wikio-Ranking

Unten rechts, über dem Blogarchiv, können Sie die Position von BRASILIEN AKTUELL, gewonnen aus der Auswertung von 123487 Blogs, im Ranking von WIKIO sehen, aktuell 15.476.

Bei XMARKS finden Sie ähnliche Blogs.

23 September 2011

Zehn mehr oder weniger gute Gründe, Deutscher, Brasilianer etc. zu sein

Diese Gründe habe ich mir nicht ausgedacht, sie wurden mir aus Blumenau zugesandt:

10 Gründe, Deutscher zu sein:
  1. Oktoberfest
  2. Oktoberfest
  3. Oktoberfest
  4. Volkswagen
  5. Audi
  6. Mercedes
  7. So schnell fahren zu dürfen, dass man in jedem anderen Land der Erde in's Gefängnis käme
  8. Nicht Deutsch als Fremdsprache lernen zu müssen
  9. Eisbein für eine Delikatesse zu halten
  10. Ein unverbesserlicher Raucher sein zu können, ohne dass andere merken, dass man Schleim ausspuckt
10 Gründe, Brasilianer zu sein:
  1. Weltbester Fussball
  2. Strand
  3. Caipirinha (am Strand)
  4. Vatapá, Feijoada, Tutu de Feijão, Reis à la carreteiro, Muqueca, Virado à Paulista und Churrasco
  5. Bikinimädchen: Blonde, Dunkle, Rote, Orientalische, Mulatas... 
  6. In Südamerika zu wohnen, ohne Spanisch sprechen zu müssen
  7. Die gleiche Nationalität wie Gott zu haben
  8. Den weltbesten Fußballer ohne Kokainsucht zu haben
  9. Das Glück, nicht in Argentinien geboren zu sein
  10. Englisch zu lernen, ohne Portugiesisch zu können

10 Gründe, Argentinier zu sein (Raten Sie mal die Nationalität des unbekannten Autors!):
  1. Keiner
  2. Das Ergebnis einer Kreuzung aus Indio und Italiener zu sein, aber sich für einen Engländer zu halten
  3. Keiner
  4. Zu glauben, dass der Wein aus Mendoza besser ist als der aus Bordeaux
  5. Keiner
  6. Zu glauben, dass man der Beste beim Fußball sei (in Wirklichkeit, bei jeder Sache!)
  7. Keiner
  8. Nachbar Brasiliens zu sein
  9. Keiner
  10. Stolz auf die heimischen Schuhe zu sein, auch wenn man sie sich nicht leisten kann

10 Gründe, Franzose zu sein:
  1. Zu wissen, dass Brasilien kein ernsthaftes Land ist
  2. Die Glorie auszukosten, Fußballweltmeister gegen Brasilien geworden zu sein
  3. Misslaunig zu sein, obwohl man in der schönsten Stadt der Welt lebt
  4. Sich im Kriegsfall schnell zu ergeben, um Zeit zu gewinnen
  5. Filme auf dem Eurochannel ansehen zu können, ohne Untertitel lesen zu müssen
  6. Atombomben in fremden Ländern testen zu können
  7. Die Geliebte sagen zu hören "Je t'aime, mon amour"
  8. Nicht zu viel baden zu müssen
  9. Homosexuell zu sein, ohne dass es jemand merkt (schließlich machen alle beim Sprechen eine Schnute)
  10. Den Ruf, ein unermüdlicher Liebhaber zu sein, zu genießen, auch wenn es nur ein Ruf ist


Wird fortgesetzt!

Copacabana nachts und tagsüber vom Hotel Sofitel aus gesehen


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Studie: Das Image deutscher Marken in BRIC Staaten

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Brasilien: Autoverkäufe verdoppeln sich bis 2020

Markt und Mittelstand - ‎21.09.2011‎
(stg) Dass sich die Zahl der verkauften Autos in Brasilien bis 2020 verdoppeln dürfte geht aus einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger hervor. 6,6 Millionen Fahrzeuge sollen dann im Jahr verkauft werden. Internationale Automobilhersteller... 

Brasilien: Präsidentin Rousseff plädiert für Welt ohne Atomwaffen

amerika21.de - ‎Vor 21 Stunden‎
New York. Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat sich im Rahmen der Vollversammlung der Organisation der Vereinten Nationen in New York für nukleare Abrüstung ausgesprochen. Der Abbau der bestehenden Atomwaffenbestände sei ein 
Grundpfeiler...

Horb a. N.: Ingenieure bauen São Paulos Riesen mit

Schwarzwälder Bote - ‎Vor 10 Stunden‎
Mit ihrer brasilianischen Tochtergesellschaft MRG ist die Horber Ingenieurgesellschaft Reck+Gass für die Tragwerksplanung des 167 Meter hohen Berrini One Towers in São Paulo verantwortlich. MRG-Mitinhaber Dirk Mader (links) und MRG-Büroleiter Michael 

Sao Paulo - gute Aussichten für "grüne" deutsche Unternehmen | Made in Germany

Deutsche Welle - ‎20.09.2011‎
Rund 1000 deutsche Unternehmen haben in Sao Paulo ihren Sitz. Weil sie über ganz Brasilien verteilt 230.000 Menschen beschäftigen, gilt Sao Paulo als "größte deutsche Industriestadt" außerhalb Deutschlands. Immer größer wird derzeit der Anteil der... 

BRICS fordern von Europa «Wagemut» – Zu Hilfen über IWF bereit - Washington

FOCUS Online - ‎Vor 19 Stunden‎
Die Eurozone müsse «schnell und wagemutig» handeln, sagte der brasilianischeFinanzminister Guido Mantega. Sonst drohe eine große Krise, auch für Entwicklungs- und Schwellenländer. Mit jedem Tag werde die Krise teurer und komplizierter zu lösen. 
Rund 1000 deutsche Unternehmen haben in Sao Paulo ihren Sitz. Weil sie über ganz Brasilien verteilt 230.000 Menschen beschäftigen, gilt Sao Paulo als "größte deutsche Industriestadt" außerhalb Deutschlands. Immer größer wird derzeit der Anteil der...

Mitterlehner will Europa-Abhängigkeit reduzieren

Salzburger Nachrichten - ‎Vor 6 Stunden‎
Als Beispiele nannte der Minister am Freitag Indien, Brasilien und China. In diesen Ländern gebe es vor allem im Infrastrukturbereich große Nachfragepotenziale. Derzeit exportiert Österreich etwa 80 Prozent nach Europa...

Atom-Kredit an Brasilien: "Heuchlerische Politik"
amerika21.de - ‎Vor 21 Stunden‎
Auch in Brasilien lehnt eine Mehrheit der Bevölkerung die Atomkraft ab. Außerdem haben wir in Brasilien ein großes Potenzial für erneuerbare Energien, bei deren Ausbau wäre die Zusammenarbeit viel willkommener", erklärt Célio Bermann, Professor für ...

DZ Bank: Wertpapierstrategie – Brasilien

4investors - ‎Vor 2 Stunden‎
Der brasilianische Leitindex startete angesichts von Spekulationen über eine mögliche Staatspleite Griechenlands und den damit verbundenen Rückgang von Kapitalzuflüssen in die brasilianische Wirtschaft mit Abschlägen in die Berichtswoche.

Brasilien: Siemens erweitert sein Industrie-Softwareportfolio

latina press - ‎Vor 8 Stunden‎
Siemens erweitert sein Industrie-Softwareportfolio durch die Übernahme von Active SA, Santo André, Brasilien, einem Anbieter von Software für Manufacturing Execution Systems (MES) mit Schwerpunkt in der Pharma- und Biotechnikindustrie. 

Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien

FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung - ‎Vor 4 Stunden‎
Brasilien ist noch längst nicht vorbereitet auf die Fußballweltmeisterschaft 2014: Der Bau der Stadien, der Flughäfen und der Infrastruktur verzögert sich. Und auch die Kriminalität ist ein großes Problem. Von Josef Oehrlein Das Flugzeug ist pünktlich 

Quelle: Google News

22 September 2011

Quo vadis, €?

Es wird spannend, Kiwi - Früchte sind in Brasilien bereits teurer geworden (was sicher für die meisten von uns ohne verschmerzbar ist) und die Regierung und etliche Firmen machen sich Sorgen wegen der in € und US$ eingegangenen Verpflichtungen und wegen des Inflationsdruckes - stammt doch ein Grossteil der in Brasilien konsumierten Waren aus dem Ausland. Die heimische Industrie kann jetzt vielleicht Terrain zurückgewinnen - wenn sie nicht Rohstoffe, Halbzeuge und Komponenten importieren muss. Wenigstens können sich die Exporteure, ohne ihre Stirn mit Sorgenfalten zu verunzieren, freuen.

20 September 2011

Es tut sich was mit dem € bei 2,45 R$!

Und die Preise von importierten Autos in Brasilien steigen -  aber nicht nur wegen des schwächer werdenden R$, sondern auch wegen der Erhöhung der Steuern auf industrialisierte Produkte - IPI um 30 % für Importfahrzeuge. Die mit einem Häkchen gekennzeichneten Autos sind von dieser Massnahme zum Schutze der einheimischen Autoindustrie (die der größte Auto-Importeur, aber wegen des local content von mindestens 65 % meistenteils nicht betroffen ist) über Nacht rein rechnerisch um 25 bis 28 % teurer geworden:
Die einzigen Importfahrzeuge, die sich Otto (Fast-) Normalverbraucher noch leisten kann, sind jetzt Autos aus Argentinien und Mexiko; aus Ländern also, die Sonderkonditionen geniessen. Einen Hyundai Santa Fé, der in Deutschland knapp 40.000 € kostet, bekommt man in Brasilien heute für 140.000 R$. Das waren vor einigen Tagen mit 1 € = 2,28 R$ "nur" 61.000 € und heute wegen des stärkeren Euro 57.000 €, also immer noch 42 % teurer! 
Diese Beispielrechnung für einen chinesischen Jac weist einen Preisanstieg von 37.900 auf 47.754 R$ aus. Das gab bereits Anlass, laut über die Investitionspläne für eine Fabrik in Brasilien nachzudenken, die unter solchen Konditionen nicht mehr gebaut werden würde. Und der Verband der Autoimporteure will vor Gericht gehen, weil die Regierung die eigentlich vorgesehene Neunzigtagefrist vor Inkrafttreten einer IPI - Erhöhung (und dann gleich um 30 Prozentpunkte) nicht eingehalten hat. Ein Hoch auf den Protektionismus! Beziehungsweise auf die Lobby der alteingesessenen Kfz-Hersteller, die beruhigt auf mehr als 65 % local content blicken können.



16 September 2011

Der € hat Probleme?


Gut, das ich kein Banker bin, denn ich verstehe nicht, warum der Real stark ist und der Euro ihm gegenüber trotzdem noch an Stärke zugenommen hat, obwohl viele Stammtischpolitiker und ähnliche Experten das Ende von Euroland kommen sehen:

Wer "Spielgeld" hat, kann bei dieser Achterbahnfahrt natürlich viel verdienen:

15 September 2011

Foxconn baut iPad 2 in Brasilen

Unter http://www.macnotes.de/2011/09/14/ipad-produktion-in-brasilien-gestartet-auslieferung-ab-dezember/ kann man diese Nachricht lesen: .......................................................................................................... "iPad-Produktion in Brasilien gestartet, Auslieferung ab Dezember Die iPad-Produktion in Brasilien ist gestartet: Die Produktionsstätte in Jundiaí soll bereits fertig sein, erste Lieferungen sollen im Dezember starten. Aolizio Mercadante, der brasilianischen Minister für Wissenschaft und Technologie, habe bei einer Anhörung vor der Komission für wirtschaftliche Angelegenheiten verlauten lassen, dass Foxconns neue Produktionsstätte in Jundiaí bereits fertig sei. “Am Anfang haben viele gezweifelt, nun ist es das erste Mal, dass die Firma [Foxconn, Anm.d.Red] iPads außerhalb des chinesischen Territoriums produzieren wird. Wir machen einen großen Schritt vorwärts bei der digitalen Einbeziehung im Land.” Die erste Verfügbarkeit der Fabrik war bisher für November geplant, der Produktionsstart war für Ende August/Anfang September angedacht . Die brasilianische Regierung und Foxconn haben sich für den Bau zusammengetan, Foxconn soll insgesamt 12 Milliarden Dollar investiert haben, 175 neue Mitarbeiter wurden engagiert und in China für die iPad-Produktion angelernt." .......................................................................................................... Jetzt frage ich mich, wofür die genannten 12 Mrd. US$ ausgegeben wurden? Hat Foxconn die Av. Paulista gekauft? Oder Volkswagen do Brasil? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein high tech - Arbeitsplatz 69 Mio. US$ kostet, vor allem, weil das iPad 2 wohl doch in Brasilien weitgehend aus importierten Komponenten montiert wird.

11 September 2011

Quo vadis, brasilianische Infrastruktur?

Das Weltwirtschaftsforum sagt, dass sie immer schlechter wird. 2010 rutschte Brasilien bereits wegen des Unvermögens der Regierung, Projekte nicht nur zu planen, sondern auch in Realität umzusetzen,  drei Plätze nach hinten und jetzt sogar um 20 auf der globalen Wettbewerbsfähigkeitskala für den Bereich Infrastruktur. Damit liegt das Land jetzt auf Platz 104, ein Armutszeugnis für die Ambitionen, die fünftgrösste Wirtschaftsmacht der Welt zu werden. Und es sieht so aus, als ob der Spruch "Schlimmer als heute, nur morgen!" weiterhin gilt. Zumindest für die Infrastruktur des Landes, deren Rang unter 142 untersuchten Ländern hier für 2009, 2010 und 2011 angegeben ist:

  • 81 -> 84 -> 104 Qualität der Infrastruktur gesamt
  • 106 -> 105 -> 118 Qualität der Fernstrassen
  • 86 -> 87 -> 91 Qualität der Eisenbahninfrastruktur
  • 127 -> 123 -> 130 Qualität der Hafeninfrastruktur
  • 89 -> 93 -> 122 Qualität der Flughafeninfrastruktur
  • 55 -> 63 -> 69 Qualität der Elektroenergieversorgung
  • 61 -> 62 -> 57 Festtelefonlinien
  • ? -> 76 -> 66 Mobiltelefonlinien
Wie ich an anderer Stelle schon schrieb, ein grosses Land mit grossen Problemen. Und eines der größten ist leider die Korruption, die - nicht allein, aber maßgeblich - dafür sorgt, dass die Verhältnisse sich nicht so schnell und nachhaltig verbessern, wie es ohne sie möglich wäre. Andere Gründe sind u.a. die Besetzung von Positionen im Öffentlichen Dienst und in Staatsbetrieben nach Parteizugehörigkeit und nicht nach Wissen und Können, die mit der Korruption einhergehende üppig wuchernde Bürokratie, die komplizierte Steuergesetzgebung und die hohe Steuerbelastung, die hohen Zinsen und auch der überbewertete Real. Noch eine Anmerkung zu obigen Zahlen. Nur bei der Telekommunikation konnte sich Brasilien verbessern, aber da die Qualität der Datenübertragung nicht analysiert wurde, ist dieses positive Bild unvollständig.

In einem gesonderten Artikel werde ich noch auf ein anderes Problem eingehen. Es geht um den Rückgang der verarbeitenden Industrie in Brasilien, die gegenüber dem Handel mit commodities und dem Dienstleistungssektor immer mehr an Bedeutung verliert.


08 September 2011

Facebook gegen Korruption

Gestern feierte Brasilien seine Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Portugal und zeigte, dass man auch heute noch gewillt ist, zu kämpfen:
Dieses Bild finden Sie im Artikel Marcha contra Corrupção reúne 25 mil aus dem Estado de São Paulo von heute. Parallel zum offiziellen Aufmarsch von Militär und Zivilisten in Brasília marschierten nämlich auch ca. 25.000 Brasilianer, die sich per Facebook dazu verabredet hatten, friedlich und ohne Zwischenfälle gegen die fast ungehemmte Korruption, die allen das Leben schwer und teuer macht, außer den Korrupten natürlich. Wobei die Polizei darauf achtete, dass beide Marschkolonnen sich nicht begegneten, um unserer Präsidentin nicht den Tag zu verderben. Parabéns, Facebook! Denn ein solcher Akt verdient wirklich eine Gratulation. Denn sonst liest man nur Negativmeldungen wie z.B. heute über eine 58 %ige Zunahme der Beraubung von Bankautomaten im Bundesstaat São Paulo (ohne die Stadt São Paulo, aber ausgeführt von Bankräubern aus ihr) unter Beteiligung der Polizei - 13 Militärpolizisten wurden bereits festgenommen! 

07 September 2011

Brasiliens Wettbewerbsfähigkeit verbesserte sich


Das sagt das Weltwirtschaftsforum, nach ihm wird die Liste der wettbewerbsfähigsten Länder dieser Welt von der Schweiz angeführt, es folgen dann Singapur, Schweden, Finnland, USA, Deutschland, Norwegen, Dänemark, Japan, Grossbritannien und auf Platz 53, mit grossem Abstand also, endlich Brasilien. Aber auf der vorjährigen Rangliste lag Brasilien noch auf dem 58. Platz, konnte sich also verbessern. Das lag u.a. daran, dass Brasilien einen der größten Binnenmärkte der Welt und ein komplexes Geschäftsumfeld mit der ausgeprägten Möglichkeit zur Nutzung von Volumen- und Nischeneffekten besitzt. Ausserdem habe Brasilien einen sehr effizienten Finanzmarkt, nehme gut neue Technologien auf und sei innovativ. Allerdings gab es auch Gründe, die eine bessere Positionierung verhinderten, nämlich die prekäre Infrastruktur, makroökonomische Ungleichgewichte, schlechtes Ausbildungssystem, starre Arbeitsmarktregeln und keine Wettbewerbsanreize. Interessant, dass unter den zehn Erstpositionierten 5 kleine Länder sind, 3 mittlere und nur ein grosses. Das spricht für die These "kleines Land, kleine Probleme - großes Land, große Probleme" und mit den USA als Ausreisser oder auch als die berühmte Ausnahme, die angeblich die Regel bestätigt, auch dafür, dass dieses Land immer noch unterschätzt wird.




02 September 2011

Pressestimmen über Brasilien


Der Wirtschaftsmotor Südamerikas: Brasilien verliert an Schwung

n-tv.de NACHRICHTEN - ‎Vor 1 Stunde‎
Während die Finanzwelt noch auf die anhaltende Schwäche der Vereinigten Staaten starrt, zeichnen sich auf der Südhalbkugel neue Schwierigkeiten ab: In Brasilien, dem Hoffnungsträger aller BRIC-Anleger, kommt das steile Wachstum der vergangenen Jahre...

Rezessionsgefahr zwingt Brasilien zur Zinswende

Financial Times Deutschland - ‎01.09.2011‎
Vollkommen unerwartet hat die brasilianische Zentralbank den Leitzins gesenkt. Analysten fürchten hohe Inflationsraten und beklagen eine Einmischung der Politik. Die Glaubwürdigkeit der Banco Central do Brasil sei gefährdet. von Frank Bremser Die...

ThyssenKrupp-Werk in Brasilien hat noch keine endgültige Lizenz

Märkische Allgemeine - ‎31.08.2011‎
RIO DE JANEIRO (Dow Jones)--Der Stahlkonzern ThyssenKrupp hat weiterhin Probleme mit seinem Stahlwerk in Brasilien. Die Companhia Siderurgica do Atlantico (CSA) habe noch immer keine endgültige Betriebsgenehmigung erhalten, sagte Luiz Claudio Castro,...

Kaffee: Wetter in Brasilien stützt den Kurs

GodmodeTrader.de Finanznachrichten - ‎Vor 9 Stunden‎
Die Rohstoffexperten der Commerzbank sehen die Kaffeekurse durch die aktuellen Wetterverhältnisse in Brasilien gut gestützt. Arabica legte im August um 21 Prozent auf rund 290 US-Cents je Pfund zu, was der höchste Stand seit dreieinhalb Monaten ist....

Verbraucherpreise in Sao Paulo steigen schneller

wallstreet-online - ‎Vor 2 Stunden‎
Brasilia (aktiencheck.de AG) - Der Anstieg der Verbraucherpreise ist in Brasiliens größer Stadt Sao Paulo im August 2011 stärker ausgefallen. Dies gab das Forschungsinstitut FIPE am Freitag bekannt. Die Lebenshaltungskosten stiegen binnen Monatsfrist ...


KEMPER zeigt mobile Filtergeräte auf internationaler Fachmesse in São Paulo

PresseBox (Pressemitteilung) - ‎01.09.2011‎
Oktober an Stand 282 im Expo Center Norte São Paulo. „Brasilien ist einer der größten Wachstumsmärkte weltweit. Um den Kunden dort vor Ort die Möglichkeit zu geben unser Produktportfolio kennen zu lernen, war es für uns selbstverständlich,... 

Brasliens Wirtschaftswachstum scheint lahme Beine zu bekommen
PresseBox (Pressemitteilung) - ‎01.09.2011‎
BörseGo.de - ‎Vor 1 Stunde‎
Brasilia/ Sao Paulo (BoerseGo.de) – Die Wirtschaftskraft der größten Volkswirtschaft in Südamerika ist im zweiten Quartal ins Straucheln geraten. Wie Statistikamt IBGE am Freitag mitteilte, legte die brasilianische Wirtschaft zwischen April und Juni ...

Skydrop nutzt Wind zur Wassergewinnung

Pressetext.com (Pressemitteilung) - ‎Vor 9 Stunden‎
Sao Paulo (pte009/02.09.2011/10:00) - Die Brasilianer Guilherme Rodrigues und Murilo Gomes http://coroflot.com/murilog haben einen Ballon entwickelt, der auf einfachem Wege Wasser aus der Luft sammelt. Dabei nutzt er den Wind gleichzeitig zur Gewinnung ...

Brasilien: Einstieg nach Korrektur und Leitzinssenkung sinnvoll?

Emfis - Emphasize Emerging Markets - ‎01.09.2011‎
Sao Paulo 01.09.2011 (www.emfis.com) Wirklich gerechnet hat eigentlich niemand mit einer Leitzinssenkung seitens der brasilianischen Zentralbank und erst recht nicht mit einer Senkung gleich um 50 Basispunkte. Und dennoch ist es so gekommen. ...

A380 auch nach Südamerika

aeroTELEGRAPH - ‎Vor 11 Stunden‎
«Brasilien ist für uns eine sehr wichtige Destination und wir hoffen, den A380 nach São Paulo zu bringen, wenn die Zeit dafür reif ist», sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft dem Nachrichtenportal Terra. Infraero ist ebenfalls zuversichtlich. 
Oktober an Stand 282 im Expo Center Norte São Paulo. „Brasilien ist einer der größten Wachstumsmärkte weltweit. Um den Kunden dort vor Ort die Möglichkeit zu geben unser Produktportfolio kennen zu lernen, war es für uns selbstverständlich,...

01 September 2011

Sonnenuntergang in Porto Alegre


30 August 2011

São Paulo, São Paolo oder San Paolo?


TAM: Flüge zwischen São Paolo & Mexico City


Also, Brasilianer und Puristen schreiben immer noch São Paulo und dabei sollte es auch bleiben, denn in Brasilien wird Portugiesisch gesprochen und geschrieben und nicht Italienisch oder Spanisch. Das Reisemagazin und Reiseportal "Fliegen - Sparen", welches obige Überschrift veröffentlichte, sollte dies eigentlich wissen.

27 August 2011

Wussten Sie schon, dass

  • jeden Tag in der Stadt São Paulo im Mittel 232 Autos gestohlen werden?
  • die Zahl der Morde in der Stadt São Paulo per Juli im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum um 23,6 % zurückgegangen ist? 603 Mordopfer waren Ende Juli 2011 zu beklagen, fast 3 pro Tag. In ganz Deutschland sind es etwas mehr als 5 pro Tag - man beachte den Unterschied in der Bevölkerungsanzahl!
  • bei einem landesweiten Test von 8jährigen Schulkindern festgestellt wurde, dass die Hälfte nicht richtig lesen, schreiben und rechnen kann? Im nördlichen Armenhaus Brasiliens sind es sogar 75 %!

Kreditzinsen in Brasilien weiterhin auf Rekordniveau

Im Juli 2011 lagen die Zinsen für einen Kredit im Mittel bei 39,7 % pro Jahr.  Kontokorrent - Überziehungskredite (cheque especial) kosteten sogar 188 % im Jahr, nachzulesen bei der Zentralbank. Wehe dem, der sich finanzieren muss!

Die Säuglingssterblichkeit nimmt ab

Der Bundesstaat São Paulo kann stolz darauf sein, dass trotz aller Mängel im brasilianischen Gesundheitssystem die Säuglingssterblichkeit in den letzten Jahren um fast 62 % zurückgegangen ist. Sie liegt zur Zeit auf dem niedrigsten Niveau welches bisher ermittelt wurde, 11,9 Todesfälle auf 1000 Lebendgeburten. Damit sind wir fast auf dem Niveau der 1. Welt angelangt, welches durchweg unter 10 Todesfälle liegt. 1990 lag der Wert im Bundesstaat Sao Paulo noch über 31. Die 3 Regionen Baixada Santista, Sorocaba und Taubaté weisen allerdings noch Werte um die 20 Todesfälle auf, hier besteht noch großer Handlungsbedarf.