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29 Juli 2011
"Der" Brasilianer isst viel und falsch, sagt das IBGE
Und das hiesige statistische Bundesamt muss es ja wissen, denn es hat dazu eine Umfrage gemacht. Danach essen nur 16 % der Brasilianer regelmäßig Salat und nur 10 % nehmen täglich Obst und Gemüse zu sich. Aber 73 % essen jeden Tag im Mittel 183 g Bohnen und 84 % im Mittel 160 g Reis. 63 g Rinderfleisch werden zudem täglich von jedem Durchschnittsbrasilianer verzehrt. Dazu trinkt er 95 ml Erfrischungsgetränke und 145 ml Fruchtsäfte täglich, 79 % der Brasilianer nimmt dazu noch 215 ml Kaffee zu sich. 83 % essen mindestens ein Brötchen täglich, aber das gute Graubrot fällt mit weniger als einem Gramm täglich unter den Tisch. Über 20 % der Kalorien werden dem Körper des Durchschnittsbrasilianers per Süßigkeiten zugeführt, entsprechend sieht dieser auch aus - der Körper. Aber 16 % der Bevölkerung isst täglich 19 g von einer Banane. Hoffentlich gibt es keinen Streit beim Aufteilen der vielen Bananen.
Wussten Sie schon, dass
- man in São Paulo mit Ausnahme der Stadtautobahnen bald nur noch 60 km / h fahren darf anstatt jetzt manchmal noch 70 und vor einiger Zeit sogar 80, weil es zuviel Unfälle gibt?
- im Mittel täglich 5.700 Fahrzeughalter bestraft werden, weil ihre Fahrzeuge zu verbotener Zeit im erweiterten Zentrum São Paulos fuhren?
- im ganzen Jahr 2010 aber nur 1.009 Autofahrer bestraft wurden, die Fussgängern nicht die Priorität einräumten?
- im selben Jahr 630 Fussgänger bei Verkehrsunfällen in der Stadt starben?
- 150.500 LKW-Fahrer in ca. einem Jahr bestraft wurden, die sich nicht an das Fahrverbot auf den Marginais Pinheiro und Tietê sowie auf der Avenida Bandeirantes, Jornalista Roberto Marino und Afonso D'Escragnole hielten?
- dieses Fahrverbot auf den genannten Strassen seit dem 2.9.2010 zwischen 5 und 21 Uhr von Montag bis Freitag und von 10 bis 14 Uhr am Sonnabend gilt?
Schlagzeilen über Brasilien
27 Juli 2011
Ohne Kriminalität, geht das?
Natürlich, ziehen Sie um, z.B. in die Region von São José do Rio Preto im Norden des Bundesstaates São Paulo, dort wurde im ersten Halbjahr 2011 in 99 von 139 Gemeinden niemand ermordet und in 52 niemand beraubt. Insgesamt leben 8,8 % der Einwohner des Bundesstaates São Paulo in Gegenden ohne Mordfälle, immerhin 3,6 Mio. Einwohner. Es geht also auch ohne Schwerkriminalität, wenn die Lebensumstände es erlauben. Leider hat bisher niemand diese soweit erforscht, dass eine fundierte Aussage über die Gründe der fehlenden Kriminalität möglich wäre.
Kriminalitätskarte der Stadt São Paulo
Wussten Sie schon, dass
- 46,6 Millionen Einwohner Brasiliens eine Krankenversicherung haben?
- 70 % des Krankenversicherungsmarktes auf Firmensammelpolicen entfallen?
- die Schwangerschaftsfälle bei Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren im Bundesstaat São Paulo in 11 Jahren um 37,8 % zurückgegangen sind?
- 1998 im Bundesstaat São Paulo 143.490 Heranwachsende schwanger wurden, 2009 aber nur noch 89.176?
- alle 22,2 Millionen Fahrzeuge (Pkw, Lkw, Bus) des Bundesstaates São Paulo 2012 zur Vermeidung von Fälschungen und Nichtbezahlung von Steuern und Gebühren das Nummerschild tauschen müssen gegen ein reflektierendes, welches einfacher automatisch gelesen werden kann und dass diese Aktion ca. 1,6 Mrd. R$ kosten wird?
- 27 der 69 grösseren Städte des Bundesstaates São Paulo über 10 Morde pro 100.000 Einwohner verzeichnen?
- das Künstlerdorf Embu das Artes die Liste mit 22,48 Morden pro 100.000 Einwohner anführt und São Caetano do Sul mit 1,34 Morden pro 100.000 Einwohner das Schlusslicht ist, getreu dem Spruch, dass die Letzten die Ersten sein werden?
- jeder Einwohner Brasiliens statistisch gesehen 1,116 Mobiltelefone hat, was für beidohriges simultanes Telefonieren auf zwei Linien aber noch nicht ausreicht?
- Ende des ersten Halbjahres 2011 in Brasilien insgesamt 217,3 Millionen Mobiltelefone angemeldet waren, was die Richtigkeit der Privatisierung des Telekommunikationssektors beweist und die ideologischen Verirrungen des Privatisierungsgegners Lulas ad absurdum führt?
26 Juli 2011
Projektassistentin für Eurolatina gesucht!
Ich suche eine Assistentin für mich, die selbständig Markteintrittsprojekte betreut und während meiner vielen Reisen den Kontakt zu unseren ausländischen Kunden hält. Zu ihren Aufgaben gehört Recherchearbeit, Reiseplanung, Hotel- und Flugbuchung, Messedienst, Terminabsprachen, Projektablage, Überwachung der Erledigung von Aufgaben und Projektcontrolling. Korrespondenzsicheres Deutsch und einwandfreies Portugiesisch sowie Projektmanagementkenntnisse sind unerlässlich. Bewerbungen an Karlheinz K. Naumann mit Gehaltswunsch per E-Mail kkn@eurolatinainternational.com.br.
21 Juli 2011
Wussten Sie schon, dass
- die Stadt São Paulo über 1.345 Omnibuslinien und 15.033 Omnibusse verfügt, was für den öffentlichen Nahverkehr nicht ausreicht und den Pkw-Verkehr behindert?
- die 43 km langen Stadtautobahnen Marginal Pinheiros und Marginal Tietê von São Paulo ab sofort von 54 Polizeistreifen mit Autos und 20 mit Motorrädern bewacht werden, um Überfällen vorzubeugen?
- der Bundesstaat São Paulo die Erweiterung des Fußballstadiums des Clubs Corinthians um 20.000 Sitzplätze auf dann 68.000 finanziell großzügig mit Steuergeldern fördert, damit hier die Fußballweltmeisterschaft 2014 eröffnet werden kann?
- die Anpassung des Stadiums insgesamt 890.000.000 R$ kosten wird?
- gestern der Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 12,5 % jährlich angehoben wurde und unsere Inflation trotzdem kaum gebremst wird?
- die Industrie bereits zurückgefahren wird, weil die ihre Läger und die des Handels überquellen?
Jetzt wissen Sie es!
09 Juli 2011
Brasiliens Exportsektor erwirtschaftet weiterhin einen Handelsbilanzüberschuss
wegen der commodities, die hohe Nachfrage und hohe Preise genießen. Das kann man den Industrieprodukten leider nicht behaupten; im Gegenteil, hier wurde das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht und das sektorielle Handelsbilanzdefizit vergrösserte sich. 2008 betrug es 39,8 Mrd. US$, 2009 fiel es auf 36,4 Mrd. US$ und 2010 schnellte es in die Höhe, auf 71,1 Mrd. US$. Bei den Basisprodukten hingegen betrug 2008 der sektorielle Handelsbilanzüberschuss 41,2 Mrd. US$, 2009 waren es 43,2 Mrd. U$ und 2010 sogar 66,2 Mrd. US$. Auch mit Halbfabrikaten konnte Brasilien noch einen sektoriellen Handelsbilanzüberschuss erwirtschaften, 2008 betrug dieser 18,1 Mrd. US$, 2009 ging er auf 15,4 Mrd. US$ zurück und stieg 2010 auf 21,1 Mrd. US$.
Der Anteil der Industrieprodukte am Export Brasiliens geht zurück, waren es 2008 noch 46,8 %, wurden 2010 nur 39,4 % erreicht. Der Anteil der Basisprodukte stieg hingegen von 39,4 % auf 44,6 %. 2011 wird sich diese Tendenz nach Einschätzung der Industrieverbände fortsetzen. Brasiliens Industrie leidet darunter, dass immer mehr Industriegüter importiert werden, dass der Real ständig an Stärke gewinnt und dass Länder wie China immer hochwertigere Produkte herstellen, während Brasiliens Industrie weiterhin zuwenig in F&E - Aktivitäten investiert. Dieser Mangel an eigener Forschung und Entwicklung spiegelt sich im Technologiegehalt der von der heimischen Industrie, die sich nicht auf Mutterhäuser im Ausland stützen kann, hergestellten Produkte wider. Aber selbst der Kfz-Sektor, in dem kein einziger rein brasilianischer Hersteller vertreten ist, weist ein Handelsbilanzdefizit auf. Was, nebenbei bemerkt, kein Wunder ist bei den hohen Autopreisen in Brasilien und der Ausstattung der Fahrzeuge, die sich nach wie vor nicht mit der vergleichen lässt, die man von den Vehikeln der Mutterhäuser gewohnt ist. Aber auch weiteren Sektoren leiden unter einem Defizit, z.B. die Chemie, der Transport und der Maschinen- und Anlagenbau.
Dem Import geht es gut, kein Wunder bei dieser Kursentwicklung:
Der Anteil der Industrieprodukte am Export Brasiliens geht zurück, waren es 2008 noch 46,8 %, wurden 2010 nur 39,4 % erreicht. Der Anteil der Basisprodukte stieg hingegen von 39,4 % auf 44,6 %. 2011 wird sich diese Tendenz nach Einschätzung der Industrieverbände fortsetzen. Brasiliens Industrie leidet darunter, dass immer mehr Industriegüter importiert werden, dass der Real ständig an Stärke gewinnt und dass Länder wie China immer hochwertigere Produkte herstellen, während Brasiliens Industrie weiterhin zuwenig in F&E - Aktivitäten investiert. Dieser Mangel an eigener Forschung und Entwicklung spiegelt sich im Technologiegehalt der von der heimischen Industrie, die sich nicht auf Mutterhäuser im Ausland stützen kann, hergestellten Produkte wider. Aber selbst der Kfz-Sektor, in dem kein einziger rein brasilianischer Hersteller vertreten ist, weist ein Handelsbilanzdefizit auf. Was, nebenbei bemerkt, kein Wunder ist bei den hohen Autopreisen in Brasilien und der Ausstattung der Fahrzeuge, die sich nach wie vor nicht mit der vergleichen lässt, die man von den Vehikeln der Mutterhäuser gewohnt ist. Aber auch weiteren Sektoren leiden unter einem Defizit, z.B. die Chemie, der Transport und der Maschinen- und Anlagenbau.
Dem Import geht es gut, kein Wunder bei dieser Kursentwicklung:
Und da unser Leitzins sich weiterhin auf Höhenflug befindet, weil der Regierung und der Zentralbank kein anderes Inflationsbekämpfungsmittel einfällt, wird sich an dieser Situation auch so schnell nichts ändern. Und von der guten alten Sparsamkeit will unsere Regierung leider weiterhin nichts wissen.
06 Juli 2011
Anwalt werden ist sehr schwer
könnte man in Abwandelung des Spruches "Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr" sagen, wenn man sich folgendes Ergebnis der letzten Prüfung der angehenden brasilianischen Anwälte vor ihrer Standesorganisation OAB ansieht. Von den 610 Ausbildungsstätten für Juristen im Lande konnten 90 nicht einen einzigen Kandidaten vorweisen, der diese Prüfung bestanden hätte! Von den Kandidaten, die die Prüfung im letzten Dezember ablegten, bestanden nur 9,7 %, einen solch' niedrigen Wert hatte es vorher noch nie gegeben. Aber es gibt auch herausragende juristische Schulen, z.B. die an der Universität von Brasília, wo 67,4 % bestanden - der beste Wert von allen, gefolgt von der Bundesuniversität von Juíz de Fora mit 67,3 % und der Bundesuniversität von Minas Gerais mit 65,3 %. die Universität von São Paulo kam mit 63,4 % auf den vierten Platz. Brasilien bietet am Jurastudium Interessierten jedes Jahr 651.000 Ausbildungsplätze, offenichtlich ohne ausreichendes Zulassungsverfahren der angebotenen Kurse.
23 Juni 2011
1234 Beiträge für Brasilien Aktuell
Soviele posts habe ich bisher geschrieben und zur Feier dieses Ereignisses schreibe ich heute über Absurditäten und ziehe dabei in Gedanken den Hut vor Charles de Gaulle, der die Ernsthaftigkeit Brasiliens angezweifelt haben soll.
Ob Brasilien ernst zu nehmen ist, soll der geneigte Leser für sich selbst entscheiden:
Catherine Deneuve rauchte im Hotel Tivoli Mofarrej in São Paulo während eines Interviews zwei Zigaretten, was dem Hotel nach einem Hinweis (von wem???) auf diese Ordnungswidrigkeit bei der "Obrigkeit" eine Strafe von 872,50 R$ einbrachte. Sollte sich dies wiederholen, wobei es nicht die Schauspielerin sein muss, irgendein Raucher reicht, wird die Strafe verdoppelt. Beim dritten Mal würde das Hotel für 24 h die Pforten schließen müssen, wobei sich die Frage stellt, was man mit den Gästen macht. Gefährlich wird es beim vierten Mal, dann beträgt die "Auszeit" einen ganzen Monat. Und das Hotel würde erst freigegeben werden, wenn es sich an die Gesetzgebung angepasst hat, was immer das heissen soll. Das erinnert mich an die Geschichte vom Kompaniechef, der einen Unfallbericht ausfüllen musste, weil ein Soldat sich einen Zeh gebrochen hatte, auf den ihm ein Hammer gefallen war. Die Rubrik "Was wurde getan, um solche Unfälle zu vermeiden?" füllte er dabei nicht aus und bekam prompt den Fragebogen zurück. Seine Antwort "Der Soldat wurde belehrt, sich keinen Hammer auf den Fuß fallen zu lassen" wurde aber akzeptiert.
Vor kurzem wurde ein Student auf dem Unigelände ermordet, ein mutmasslicher Täter oder Mittäter stellte sich der Polizei und wurde trotz Geständnisses freigelassen, weil er einen festen Wohnsitz hat und nicht auf frischer Tat ertappt wurde. Er wartet jetzt in Freiheit auf die eventuelle Gerichtsverhandlung.
Der in Italien wegen vierfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilte Battisti darf ab sofort in Brasilien in Freiheit leben und arbeiten. Er bekam sogar eine Daueraufenthaltsgenehmigung, um die sich viele Ausländer vergeblich bemühen, trotz Arbeitsvertrages bekommen sie erst mal nur eine auf zwei Jahre befristete Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung.
Die Câmara Municipal von São Paulo will das Gehalt des Oberbürgermeisters verdoppeln und das der 27 secretários um 250 % anheben. Der Oberbürgermeister verdient heute 12.384 R$ im Monat, die secretários 5.509 R$, natürlich 13 mal im Jahr. Wobei ich die Absurdität erstens darin sehe, dass Inhaber von solchen Ämtern so mies bezahlt werden und zweitens die Câmara Municipal so wenig sensibel ist, was die öffentliche Meinung angeht - eine stufenweise Anpassung an die Bezüge der freien Wirtschaft vorzuschlagen, wäre sicher vernünftiger gewesen.
Schlechte Bezahlung im politischen Ämtern kann zu Korruption führen. Der Bürgermeister von Senador Pompeu im Bundesstaat Ceará mietete eine Bus und verschwand spurlos mit weiteren 36 Korruptionsverdächtigen. Wobei der Name der Stadt mir sehr nach Personenkult riecht, aber die Benennung von Städten nach Politikern ist hier üblich. Übrigens ist ja auch Blumenau nach Dr. Blumenau, der die deutschen Auswanderer damals anführte, benannt.
Die Regierung Brasiliens bemüht sich darum, ultrageheime Dokumente auch nicht nach 50 Jahren der Öffentlichkeit zugänglich machen zu müssen. Darunter befinden sich Dokumente über den Krieg gegen Paraguay 1864 - 1870, deren Publizierung doch erstens eigentlich schon hätte passieren müssen und zweitens außer Historikern wahrscheinlich niemanden mehr vom Stuhl reisst. Außerdem möchte die Regierung geheim halten, was die Bauvorhaben der Fußballweltmeisterschaft kosten werden. Das ist verständlich, so viele Busse kann man gar nicht mieten, um die Flüchtigen in Sicherheit zu bringen, wenn herauskommt, was wofür ausgegeben wurde.
Ob Brasilien ernst zu nehmen ist, soll der geneigte Leser für sich selbst entscheiden:
Catherine Deneuve rauchte im Hotel Tivoli Mofarrej in São Paulo während eines Interviews zwei Zigaretten, was dem Hotel nach einem Hinweis (von wem???) auf diese Ordnungswidrigkeit bei der "Obrigkeit" eine Strafe von 872,50 R$ einbrachte. Sollte sich dies wiederholen, wobei es nicht die Schauspielerin sein muss, irgendein Raucher reicht, wird die Strafe verdoppelt. Beim dritten Mal würde das Hotel für 24 h die Pforten schließen müssen, wobei sich die Frage stellt, was man mit den Gästen macht. Gefährlich wird es beim vierten Mal, dann beträgt die "Auszeit" einen ganzen Monat. Und das Hotel würde erst freigegeben werden, wenn es sich an die Gesetzgebung angepasst hat, was immer das heissen soll. Das erinnert mich an die Geschichte vom Kompaniechef, der einen Unfallbericht ausfüllen musste, weil ein Soldat sich einen Zeh gebrochen hatte, auf den ihm ein Hammer gefallen war. Die Rubrik "Was wurde getan, um solche Unfälle zu vermeiden?" füllte er dabei nicht aus und bekam prompt den Fragebogen zurück. Seine Antwort "Der Soldat wurde belehrt, sich keinen Hammer auf den Fuß fallen zu lassen" wurde aber akzeptiert.
Vor kurzem wurde ein Student auf dem Unigelände ermordet, ein mutmasslicher Täter oder Mittäter stellte sich der Polizei und wurde trotz Geständnisses freigelassen, weil er einen festen Wohnsitz hat und nicht auf frischer Tat ertappt wurde. Er wartet jetzt in Freiheit auf die eventuelle Gerichtsverhandlung.
Der in Italien wegen vierfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilte Battisti darf ab sofort in Brasilien in Freiheit leben und arbeiten. Er bekam sogar eine Daueraufenthaltsgenehmigung, um die sich viele Ausländer vergeblich bemühen, trotz Arbeitsvertrages bekommen sie erst mal nur eine auf zwei Jahre befristete Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung.
Die Câmara Municipal von São Paulo will das Gehalt des Oberbürgermeisters verdoppeln und das der 27 secretários um 250 % anheben. Der Oberbürgermeister verdient heute 12.384 R$ im Monat, die secretários 5.509 R$, natürlich 13 mal im Jahr. Wobei ich die Absurdität erstens darin sehe, dass Inhaber von solchen Ämtern so mies bezahlt werden und zweitens die Câmara Municipal so wenig sensibel ist, was die öffentliche Meinung angeht - eine stufenweise Anpassung an die Bezüge der freien Wirtschaft vorzuschlagen, wäre sicher vernünftiger gewesen.
Schlechte Bezahlung im politischen Ämtern kann zu Korruption führen. Der Bürgermeister von Senador Pompeu im Bundesstaat Ceará mietete eine Bus und verschwand spurlos mit weiteren 36 Korruptionsverdächtigen. Wobei der Name der Stadt mir sehr nach Personenkult riecht, aber die Benennung von Städten nach Politikern ist hier üblich. Übrigens ist ja auch Blumenau nach Dr. Blumenau, der die deutschen Auswanderer damals anführte, benannt.
Die Regierung Brasiliens bemüht sich darum, ultrageheime Dokumente auch nicht nach 50 Jahren der Öffentlichkeit zugänglich machen zu müssen. Darunter befinden sich Dokumente über den Krieg gegen Paraguay 1864 - 1870, deren Publizierung doch erstens eigentlich schon hätte passieren müssen und zweitens außer Historikern wahrscheinlich niemanden mehr vom Stuhl reisst. Außerdem möchte die Regierung geheim halten, was die Bauvorhaben der Fußballweltmeisterschaft kosten werden. Das ist verständlich, so viele Busse kann man gar nicht mieten, um die Flüchtigen in Sicherheit zu bringen, wenn herauskommt, was wofür ausgegeben wurde.
21 Juni 2011
335 Mrd. US$
Das ist die Höhe der Devisenreserven Brasiliens zur Zeit und dieser Wert trug sicher dazu bei, dass Moody's die Einstufung von Baa3 auf Baa2 angehoben hat. Brasilien hat also gute Aussichten, in nicht zu ferner Zukunft ein A-Rating zu erhalten. Eine gute Voraussetzung für ausländische Firmen, in Brasilien tätig zu werden.
Wer den Schritt machen will - ich schrieb absichtlich nicht "wagen", denn unter den heutigen Voraussetzungen ist dies kein Wagnis mehr - kann sich vom 28.6. -1.7. kostenlos in der IHK Essen von mir beraten lassen. Ich bin dort im Rahmen der Pooltage, die die IHK Essen mit mir schon über 15 Jahre als Trägerin des Firmenpools Brasiliens / Mercosur abhält. Anmelden können Sie sich bei Herrn Slomke von der Kammer. Klicken Sie einfach in seinen Namen und schicken Sie ihm auf diese Weise eine E-Mail.
Wer den Schritt machen will - ich schrieb absichtlich nicht "wagen", denn unter den heutigen Voraussetzungen ist dies kein Wagnis mehr - kann sich vom 28.6. -1.7. kostenlos in der IHK Essen von mir beraten lassen. Ich bin dort im Rahmen der Pooltage, die die IHK Essen mit mir schon über 15 Jahre als Trägerin des Firmenpools Brasiliens / Mercosur abhält. Anmelden können Sie sich bei Herrn Slomke von der Kammer. Klicken Sie einfach in seinen Namen und schicken Sie ihm auf diese Weise eine E-Mail.
12 Juni 2011
Das Imperium schlägt zurück, aber zögerlich
Brasiliens Verbraucher kaufen immer mehr aus dem Ausland, zur Verzweiflung der heimischen Industrie. Das Departamento de Relações Internacionais e Comércio Exterior - DEREX hat wieder seine Indizes dazu veröffentlicht. Der Exportindex CE misst den Anteil des Exportes an der heimischen Produktion, der Importindex CI misst den des Importes am internen Verbrauch:
Die oben gezeigte Entwicklung bezieht sich auf die allgemeine Industrie. Wenn man nur die Fertigungsindustrie betrachtet, sieht man ähnliche Verhältnisse. Der Exportindex beträgt in diesem Fall aktuell 14,7 % und der Importindex 20,4 %. Der Exportindex war nur einmal geringer seit Beginn der Statistik, der Importindex erreichte seinen höchsten Wert.
Die brasilianische Wirtschaft verzeichnet einen starken Zuwachs des internen Verbrauches, im ersten Vierteljahr 2011 wuchs er um 4 % gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum. Der sichtbare Verbrauch (consumo aparente) war mit 4 % weit höher als der Produktionszuwachs mit 2,3 %. Folgerichtig wuchs der Import um 12,9 %, während der Export nur um 4,7 % zunahm.
Vom Zuwachs des Verbrauches von 4 % entfielen auf die heimische Industrie nur 35,9 %; 64,1 % wurden aus dem Import gespeist.
Die verarbeitende Industrie nimmt deshalb als Erstes ihre Investitionen zurück, denn Kapazität gibt es genügend. Aber dies gilt nur für die Erweiterungsinvestitionen, die in Innovation bezüglich Produkt- und Prozesstechnologie nimmt aber zu. Dem "Imperium" bleibt kein anderer Weg, denn die Regierung tut wenig, um den Faktor custo Brasil zu entschärfen, die Steuern sind nach wie vor hoch, das Geld extrem teuer und der Real nach wie vor überbewertet. Also müssen die heimischen Produkte verbessert und verbilligt werden und das kann nur über Modernisierung der Produkte und der Methoden, sie herzustellen, geschehen.
Die FIESP - Federação das Indústrias do Estado de São Paulo hat zu diesem Thema ihre Mitgliedsfirmen befragt. Dieses Jahr wollen sie 167,15 Mrd. R$ investieren; 4,7 % weniger als im Vorjahr. Aber die Innovationsinvestitionen sollen um 16,6 % auf 20,3 Mrd. R$ steigen. 73 % aller Investitionen in 2011 beziehen sich auf den Kauf von Maschinen und Anlagen. Die Sektoren Papier & Zellulose, Wohnungsbau und Zucker & Alkohol sind vom Import wenig betroffen, sie investieren ungebrochen. Der Nachfrage an Papier & Zellulose aus dem Ausland ist groß, das Regierungsprojekt minha casa, minha vida (mein Haus, mein Leben) sorgt für Nachfrage im Wohnungsbau, und der Zucker & Alkoholsektor nehmen die Projekte wieder auf, die während der Weltfinanzkrise zurückgestellt worden waren.
Dass die Innovation die zur Zeit einzig wirksame Überlebensstrategie ist, zeigt eine Untersuchung von Valter Peracciani, der die Korrelation zwischen Innovation und Absatz in der hiesigen Automobilindustrie untersucht hat. Der Korrelationsindex beträgt 0,96; d.h. es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen modernen Autos und modernen Produktionsmethoden einerseits und den Absatzzahlen andererseits.
Dass selbst Firmen mit privilegierten Verhältnissen unter dem starken Real, den hohen Steuern und stark zugenommenen Arbeitskosten leiden, zeigt das Beispiel der Bitzer Compressores. Diese Firma mit deutschem Kapital hat direkten Zugriff zur modernsten Technik für ihre Kühleinrichtungen und ist die einzige auf der südlichen Halbkugel, die sie vor Ort herstellt. 2004 exportierte sie noch 30 % ihrer Produktion und investierte 8 bis 12 % ihres Umsatzes in Brasilien. Heute sind es nur noch 2,5 % und der Exportanteil fiel auf magere 6,5 % vom Umsatz. Selbst Exportpreise nahe dem Materialeinsatz konnten diese Entwicklung nicht verhindern. Die grossen OEM-Kunden, meist europäische oder US-Firmen in Brasilien, die früher für ihre Anlagen 80 % nationale Produkte einsetzten, kaufen heute nur noch 60 % vor Ort und importieren den Rest. Einige importieren sogar Komplettanlagen und beschränken sich in Brasilien auf Montage und Kundendienst.
Bankautomaten sind bevorzugtes Ziel von Bankräubern
Das passierte bisher in São Paulo in 2011:
- Arrombamento/Maçarico = Aufgebrochen/Schneidbrenner
- Explosão = Explosion (häufig mit Dynamit)
- Furto/Roubo - Carregar o caixa = Diebstahl/Raub - Kassenautomat wurde mitgenommen
Vom Januar bis März gab es je 4 Vorfälle im Monat, im April 15 und im Wonnemonat Mai 31. Wenn man den Bankautomaten unfachmännisch Gewalt antut, färben diese die Geldscheine, meist 50 R$ - Noten. Jetzt gab es Fälle, wo diese markierten Geldscheine wieder von den Bankautomaten auf dem normalen Weg an Kunden ausgegeben wurden, die dann ihre liebe Mühe hatten, diese gegen unbeflecktes Geld einzutauschen. Bevor die Zentralbank intervenierte, musste sogar Anzeige bei der Polizei erstattet werden - der heilige Bürokratius lässt grüßen. Bleibt die Frage offen, wie die markierten Geldscheine zurück in die Automaten gelangten. Sie wurde bis heute nicht beantwortet.
Handelsfirmen investieren in Brasilien
"Internationale Handelsunternehmen investieren am liebsten in Brasilien, gefolgt von Uruguay und Chile. China wurde in diesem Jahr vom ersten auf den sechsten Platz gedrängt." Mehr lesen Sie in
Brasilien ist attraktivstes Investitionsziel
Brasilien ist attraktivstes Investitionsziel
Pfingsten
Alle wissen in Brasilien, dass heute der Tag der Verliebten in Brasilien ist, o DIA DOS NAMORADOS, also wohl eher der Tag der Blumenhändler und Juweliere. Als meine Eltern heute vor 67 Jahren heirateten, gab es diesen Tag noch nicht. Sie hatten ihn also treffsicher und hellseherisch richtig ausgesucht.
Aber kaum einer weiss etwas in Brasilien mit Pfingsten anzufangen. Deshalb zeige ich hier einen Auszug aus Wikibooks und wenn ein Brasilianer fragt, was denn Pfingsten sei, können Sie ihm sagen, dass es Pentecostes wäre:
Aber kaum einer weiss etwas in Brasilien mit Pfingsten anzufangen. Deshalb zeige ich hier einen Auszug aus Wikibooks und wenn ein Brasilianer fragt, was denn Pfingsten sei, können Sie ihm sagen, dass es Pentecostes wäre:
- o Ano Novo - Neujahr
- a Páscoa; na Páscoa - Ostern; an Ostern
- a Semana Santa - die Karwoche
- a Sexta-feira Santa - Karfreitag
- o Domingo de Páscoa - Ostersonntag
- a Ascensão de Jesus - Christi Himmelfahrt
- Pentecostes - Pfingsten
- Corpo de Deus - Fronleichnam
- a Assunção de Maria - Mariä Himmelfahrt
- Todos os Santos - Allerheiligen
- o Natal; no Natal - Weihnachten; an Weihnachten
- Feliz Natal! - Frohe Weihnachten!
- a véspera de Natal! - Heiligabend
- o feriado - der Feiertag
Und dann versuchen Sie ihm zu erklären, warum es in Deutschland einen arbeitsfreien Pfingstmontag gibt. Bei der Gelegenheit können Sie dann gleich mit dem Ostermontag weitermachen und dem zweiten Weihnachtsfeiertag. Gibt es bei den faulen Südländern nicht, nur bei den fleissigen Germanen.
11 Juni 2011
Blattschneiderameisen im Einsatz in São Paulo
Da glaubt man, dass es solche Biester nur im Amazonasurwald gibt, aber weit gefehlt, auch im zivilisierten São Paulo stillen sie ihren Appetit - leider mit Blättern aus dem Garten und nicht aus der "freien Wildbahn"!
27 Mai 2011
Wirtschaftsboom am Zuckerhut
Ich freue mich immer, wenn ich Anfragen zu meinem Buch erhalte und nach Bezugsquellen in Brasilien gefragt werde. Gerade habe ich eine solche beantwortet und bin dabei auf einen horrenden Preisunterschied gestoßen:
Schade, dass Brasilien so teuer ist - bei Autos habe ich dies beim Besuch des Meilenwerks in Stuttgart auch gerade feststellen müssen, ein erstklassiger Oldtimer kostet manchmal so viel wie in Brasilien ein SUV, aber träumen darf man ja:
Schade, dass Brasilien so teuer ist - bei Autos habe ich dies beim Besuch des Meilenwerks in Stuttgart auch gerade feststellen müssen, ein erstklassiger Oldtimer kostet manchmal so viel wie in Brasilien ein SUV, aber träumen darf man ja:
Diese Preisunterschiede sind natürlich nicht nur ein Hinweis auf die hohen Steuern in Brasilien, sondern auch auf die gegenüber dem € überbewertete Landeswährung:
15 Mai 2011
Neue Pressemeldungen über Brasilien
Fonterra baut Musterfarm in Brasilien
Brasilien: TAM verdoppelt Kapazität zwischen London und Rio de Janeiro
Wer ist die Schönste im Land?
Brasilien zwingt Petrobras zu Benzin-Preissenkungen
Rohstoff-Crash: Brasilien wettert gegen US-Geldpolitik
EU will niedrige Zolltarife für Schwellenländer kippen
ThyssenKrupp-Werk in Brasilien droht Baustopp durch Umweltbehörde
Conti investiert 1 Mrd Euro in Reifensparte
Wohin gehen die Schwellenländer?
Schweres Seebeben vor der Küste von Brasilien
UPDATE: ThyssenKrupp will mit Technologie in BRIC-Staaten punkten
Brasilien: TAM verdoppelt Kapazität zwischen London und Rio de Janeiro
Wer ist die Schönste im Land?
Brasilien zwingt Petrobras zu Benzin-Preissenkungen
Rohstoff-Crash: Brasilien wettert gegen US-Geldpolitik
EU will niedrige Zolltarife für Schwellenländer kippen
ThyssenKrupp-Werk in Brasilien droht Baustopp durch Umweltbehörde
Conti investiert 1 Mrd Euro in Reifensparte
Wohin gehen die Schwellenländer?
Schweres Seebeben vor der Küste von Brasilien
UPDATE: ThyssenKrupp will mit Technologie in BRIC-Staaten punkten
14 Mai 2011
Auf und ab, aber keine eindeutige Tendenz
Muss sich Microsoft warm anziehen?
Das sind die Anteile der Browser, mit denen BRASILIEN AKTUELL aufgerufen wird:
Demnach hat Internet Explorer nur einen Anteil von 29 %, also wesentlich weniger als Firefox, der auf 41 % kommt. Google ist mit 8 % auf dem Vormarsch und selbst Apple hat mit Safari schon 22 %, ist also Microsoft auf den Fersen.
Gesundheit
ist teuer und der Regierung in Brasilien wohl zu teuer. Anders ist es nicht zu erklären, dass sie weniger dafür ausgibt, als afrikanische Länder - im Durchschnitt 9,6 % vom Staatshaushalt, die sich nicht eben durch Wohlstand auszeichnen. In Brasilien sind es nur 6 %.
Das ist der Anteil am Gesamthaushalt, den einige Länder für das Gesundheitswesen bereitstellen:
Das ist der Anteil am Gesamthaushalt, den einige Länder für das Gesundheitswesen bereitstellen:
- 18, 7 % USA
- 17,9 % Japan
- 15,6 % Chile
- 15,1 % England
- 15,0 % Mexiko
- 13,7 % Argentinien
- 10,3 % China
- 9,2 % Russland
- 6,4 % Nigeria
- 6,0 % Brasilien
- 5,9 % Ägypten
Auf das Bruttoinlandsprodukt bezogen, sieht es besser aus für Brasilien:
- 15,2 % USA
- 8,7 % England
- 8,4 % Brasilien
- 8,3 % Japan
- 7,5 % Chile
- 7,4 % Argentinien
- 5,9 % Mexiko
- 5,2 % Nigeria
- 4,8 % Russland
- 4,8 % Ägypten
- 4,3 % China
In US-Dollar pro Einwohner nehmen wir eine mittlere Position ein:
- 7.164 USA
- 3.222 England
- 2.817 Japan
- 1.088 Chile
- 1.062 Argentinien
- 985 Russland
- 875 Brasilien
- 837 Mexiko
- 265 China
- 261 Ägypten
- 113 Nigeria
Und was zahlt die Bevölkerung in % der Gesundheitskosten?
- 63,3 % Nigeria
- 57,8 % Ägypten
- 56,0 % Brasilien
- 56,0 % Chile
- 53,1 % Mexiko
- 52,7 % China
- 52,2 % USA
- 42,7 % Argentinien
- 35,7 % Russland
- 18,0 % Japan
- 17,4 % England
Alle Zahlen sind von 2008 und stammen aus dem neuesten Bericht der WHO.
Wettbewerbsfähigkeit
heisst, weniger Steuern zu zahlen und mehr zu produzieren, zu verkaufen und für die Regierung anschliessend mehr Steuern einzunehmen. Das neueste Beispiel, dass dies funktioniert, lieferte Brasilien jetzt. Man ist nämlich sehr daran interessiert, dass Apple-Computer in Brasilien montiert werden, nur hat sich Steve Jobs bisher geweigert, denn Brasilien war als Produktionsstandort einfach zu teuer. Aber jetzt wird das iPad doch hier gebaut, denn sie werden künftig 30 % billiger als bisher sein können durch nationale Fertigung. Das ist keinem Wunder zu verdanken, sondern einer Initiative unserer brasilianischen Regierung. Die sorgte nämlich durch eine Steuersenkung für Wettbewerbsfähigkeit. Anstelle 15 % fallen künftig nur noch 3 % IPI (Industrialisierungsteuer) an und (in São Paulo, weil es sich um eine Landessteuer handelt) nicht mehr 18 % ICMS (Warenumlaufsteuer), sondern nur noch 7 %. Es geht also, wenn man will. Was, nebenbei bemerkt, zeigt, wie unsinnig das frühere Informatikgesetz war, welches es ausländischen Unternehmen verbot, sich in Brasilien mit Digitaltechnik zu befassen. Man hoffte dadurch, diese zwingen zu können, ihre Technologie an brasilianische Unternehmen zu übergeben. Was natürlich nicht geschah. Durch den Wegfall dieses Gesetzes kann jetzt die chinesische Foxconn das iPad in Brasilien ab Juli in Jundiaí montieren. Ob aber deshalb Foxconn tatsächlich, wie durch unsere Präsidentin angekündigt, 100.000 Arbeitsplätze schaffen und 12 Mrd. US$ in Brasilien investieren wird, ist mehr als fraglich und zeigt nur, dass auch Regierungen nicht immer den Sachverstand haben, den man sich für wirtschaftliche Entscheidungen wünscht.
09 Mai 2011
Parkplätze
sind eine Mangelware. Mein Zahnarzt hat Platz für 5 Autos vor seinem Haus, aber nur, wenn diese sich gegenseitig behindern. Deshalb hat er einen Parkplatzwächter, der die Fahrzeuge auch parkt und manövriert und dafür zahlt der Patient 5 R$, unabhängig von der Parkzeit.
Heute war ich bei A..., einer grossen US-amerikanischen Kosmetikfirma. Die hat viel mehr Parkplätze als mein Zahnarzt, auf dem Grundstück könnte man hunderte von Autos parken. Der Besucher braucht das nicht selbst zu tun, er "lässt" parken, läuft dann ca. 300 m zum internen Empfang, auch bei Regen, nachdem er sich natürlich vorher "draussen" angemeldet hatte, macht sein Geschäft - schlecht ausgedrückt, geht seinen Geschäften nach, ist vielleicht besser - und geht zum Parkplatz auf dem Werksgelände von A... zurück und ... ja, was haben Sie gedacht. Er zahlt natürlich die Parkgebühr!!! Ich war weniger als eine Stunde beim Logistikdirektor der Firma und brauchte nur 5 R$ zu zahlen.
Ob ich wohl, wenn mich jemand von dieser Firma besuchen sollte, für die Benutzung meines Parkplatzes vor meinem Büro 10 R$ verlangen kann? Immerhin kann man von diesem Parkplatz aus einen Stausee betrachten! Ich würde auch meine Sekretärin bitten, den Wagen zu parken.
Heute war ich bei A..., einer grossen US-amerikanischen Kosmetikfirma. Die hat viel mehr Parkplätze als mein Zahnarzt, auf dem Grundstück könnte man hunderte von Autos parken. Der Besucher braucht das nicht selbst zu tun, er "lässt" parken, läuft dann ca. 300 m zum internen Empfang, auch bei Regen, nachdem er sich natürlich vorher "draussen" angemeldet hatte, macht sein Geschäft - schlecht ausgedrückt, geht seinen Geschäften nach, ist vielleicht besser - und geht zum Parkplatz auf dem Werksgelände von A... zurück und ... ja, was haben Sie gedacht. Er zahlt natürlich die Parkgebühr!!! Ich war weniger als eine Stunde beim Logistikdirektor der Firma und brauchte nur 5 R$ zu zahlen.
Ob ich wohl, wenn mich jemand von dieser Firma besuchen sollte, für die Benutzung meines Parkplatzes vor meinem Büro 10 R$ verlangen kann? Immerhin kann man von diesem Parkplatz aus einen Stausee betrachten! Ich würde auch meine Sekretärin bitten, den Wagen zu parken.
Wer brüskiert / düpiert jetzt wen?
Die Presse oder das Bundespresseamt spricht mit zwei Zungen:
Ob die Herren sich wohl einigen könne, ob unser Präsident bzw. seine Zuarbeiter von ThyssenKrupp rechtzeitig vor dem Besuch wussten, dass die einladende Firma umstrukturieren wird und es nicht um Entlassungen geht, oder nicht? Hat sie es, Probleme fürchtend, verschwiegen? Oder haben die Zuarbeiter zu spät oder falsch informiert, vielleicht sogar auf Grund von unzutreffenden Pressemeldungen über Massenentlassungen, die nicht nachgeprüft wurden?
Manchmal lohnt es sich schon, vor drastischen und öffentlichkeitswirksamen Massnahmen nachzufragen, ob der Sachverhalt, den man für eine Entscheidung zugrundelegt, tatsächlich so besteht, wie man ihn übermittel bekam. Das ist hier wohl versäumt worden.
Ob die Herren sich wohl einigen könne, ob unser Präsident bzw. seine Zuarbeiter von ThyssenKrupp rechtzeitig vor dem Besuch wussten, dass die einladende Firma umstrukturieren wird und es nicht um Entlassungen geht, oder nicht? Hat sie es, Probleme fürchtend, verschwiegen? Oder haben die Zuarbeiter zu spät oder falsch informiert, vielleicht sogar auf Grund von unzutreffenden Pressemeldungen über Massenentlassungen, die nicht nachgeprüft wurden?
Manchmal lohnt es sich schon, vor drastischen und öffentlichkeitswirksamen Massnahmen nachzufragen, ob der Sachverhalt, den man für eine Entscheidung zugrundelegt, tatsächlich so besteht, wie man ihn übermittel bekam. Das ist hier wohl versäumt worden.
08 Mai 2011
Pressestimmen zu Brasilien und dem Besuch des deutschen Bundespräsidenten
Klöckner & Co kauft Mehrheit an Metalldistributor in Brasilien
Wulff will strategische Partnerschaft mit Brasilien stärken
Wulff kehrt nach Deutschland zurück
Brasilien: Neun WM-Flughäfen werden nicht fertig
Bundespräsident Wulff trifft UAMR-Delegation in Brasilien
Thyssen-Krupp: Kopfschütteln bei Thyssen-Krupp über Wulffs Absage
Wulff legt deutscher Wirtschaft Brasilien ans Herz
Thyssen-Chef brüskiert Wulff
Absage in Rio: Wulff düpiert ThyssenKrupp
ThyssenKrupp will noch mehr Geld nach Brasilien schießen
Fiat bleibt Marktführer in Brasilien
Wulff will strategische Partnerschaft mit Brasilien stärken
Wulff kehrt nach Deutschland zurück
Brasilien: Neun WM-Flughäfen werden nicht fertig
Bundespräsident Wulff trifft UAMR-Delegation in Brasilien
Thyssen-Krupp: Kopfschütteln bei Thyssen-Krupp über Wulffs Absage
Wulff legt deutscher Wirtschaft Brasilien ans Herz
Thyssen-Chef brüskiert Wulff
Absage in Rio: Wulff düpiert ThyssenKrupp
ThyssenKrupp will noch mehr Geld nach Brasilien schießen
Fiat bleibt Marktführer in Brasilien
It's a long way to Tipperary (Blogbesuch aus dem 16.515 km entfernten Indonesien)
Brasilien ist der weltgrösste Ethanolhersteller!
Richtig? Falsch! Die USA sind es seit 2006 und verhindern über hohe Schutzzölle das Eindringen Brasiliens mit Ethanol aus südlichen Gefilden in ihr Land und fördern grosszügig die heimischen Produzenten. Dabei ist dies augenblicklich überflüssig wie ein Kropf, denn Brasilien kauft im grossen Stil Ethanol in den USA und importierte letztes Jahr 70 Mio. Liter Alkohol als Kraftstoff, noch 2009 waren es nur eine Million gewesen. Aber die brasilianische Produktion kann den heimischen Bedarf nicht mehr befriedigen, während die USA eine Produktionskapazität von 10,6 Mrd. Gallonen jährlich in 200 "Destillen" aufgebaut haben. In Brasilien macht sich jetzt bemerkbar, dass die Autoflotte grösser wird und fast alle Neuwagen aus brasilianischer Produktion Flexmotoren haben, die sowohl Benzin als auch Alkohol - und dies in beliebiger Mischung - verarbeiten können. (Nebenbei gesagt, eine schöne Gelegenheit, weiter über E10 zu polemisieren, aber ich werde sie diesmal nicht nutzen.) Dazu kommt die niedrige Investition in neue Alkoholproduktionsanlagen, weil die brasilianische Regierung Druck auf die Eigentümer ausübt, die Ethanolpreise zu senken - erfolglos übrigens, wie so viele Interventionen in den Privatwirtschaftsbereich. Siehe auch die Absage des Präsidentenbesuches bei ThyssenKrupp in Rio, dadurch wird sich der Konzern sicher nicht von seinen bitter nötigen Restrukturierungsmassnahmen abhalten lassen. Marktwirtschaft ist nach wie vor erfolgreicher als Planwirtschaft. Regierungen sollten sich um die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen kümmern. Wenn diese i.O. sind, kümmern sich die Unternehmen schon alleine um die betriebswirtschaftlichen Bedingungen.
07 Mai 2011
Googeln Sie mal!
Ich habe "Presidente da Alemanha no Brasil" eingegeben und mich über das Ergebnis nur wundern können. Denn da ich täglich mindestens zwei brasilianische Zeitungen lese und keinen Artikel über den Besuch unseres Bundespräsidenten finden konnte, wollte ich die Nagelprobe machen. Aber Google fängt mit einem Internetartikel an, der pro domo spricht, denn er wurde von unserer Botschaft veröffentlicht. Der zweite stammt vom Blogger Rodrigo Trespach und der dritte von der Internetzeitung O Dia Online. Im Site der wohl besten überregionalen Zeitung Brasiliens O Estado de São Paulo suchte ich dann einfach unter "Wulf" und erhielt 10 Hinweise, u.a. auf den berühmten Flugzeughersteller Focke-Wulf, aber kein einziger darunter bezog sich auf den Bundespräsidenten. Aber die Eingabe "presidente alemão" brachte das erhoffte Ergebnis:
Leider wurde aber an prominenter zweiter Steller nur darauf hingewiesen, dass unser Präsident nicht der Präsident aller Bürger ist, sondern nur derjenigen, die von der Umstrukturierung Thyssen-Krupps betroffen sind. Wenn die Firma 5 Mrd. € investiert (wenn auch nicht ganz freiwillig, denn die Kosten liefen aus dem Ruder), wird sie gelobt, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben will und Unternehmensteile im Zuge einer Strategieverfolgung veräussern will, wird sie durch Liebesentzug bestraft, d.h. der Politiker Wulf streicht seinen Besuch aus dem Programm und lässt den Staatsmann Wulf auf Tauchstation gehen.
1 | NOTÍCIAS | 07/05/11 16:00
Tensão na sala de comando
2 | NOTÍCIAS | 7/5/2011 10:14
Presidente alemão cancela visita a siderúrgica no Brasil
3 | NOTÍCIAS | 06/05/11 15:13
Resgatado 2º corpo de vítima do voo 447, diz associação
4 | NOTÍCIAS | 06/05/11 14:13
França anuncia o resgate do segundo corpo de vítima do voo 447
5 | NOTÍCIAS | 6/5/2011 13:56
Euro cai com notícia de que Grécia pode abandonar euro
6 | NOTÍCIAS | 05/05/11 16:06
Dilma anuncia acordo com Alemanha para obras da Copa e Olimpíada
7 | NOTÍCIAS | 05/05/11 16:00
Presidente alemão apoia pleito para reforma do CS
8 | NOTÍCIAS | 5/5/2011 15:20
Dilma anuncia acordo com Alemanha para obras do PAC
9 | NOTÍCIAS | 5/5/2011 15:09
Dilma faz acordo com Alemanha para obras do PAC, Copa e Olimpíadas
10 | NOTÍCIAS | 05/05/11 11:41
Abatida, Dilma diz que está 'em fase de descanso'
Meine Mutter ist mir lieb...
... und teuer, würde der Brasilianer ergänzen, denn wenn es um kleine Aufmerksamkeiten zum Muttertag geht, muss er viel tiefer in die Tasche greifen als die Söhne und Töchter von Müttern in den USA, Mexiko, Argentinien und Chile. Für diese Länder gibt es einen Preisvergleich (alle Werte in US$ wegen der Vergleichbarkeit) von Alcides Leite, publiziert im "Radar Econômico". Der übrigens, wenn man Deutschland einschlösse, nicht anders aussähe.
Fangen wir mit einem Parfum an, ohne Schleichwerbung machen zu wollen, aber das Kind muss beim Namen genannt werden, also:
Dolce & Gabbana, Classic Eau de Toilette,3,3 Oz.
Brasilien: 123,72 US$
Chile 105,89 US$
Argentinien 91,52 US$
Mexiko 72,65 US$
USA 59,00 US$
iPad, Apple, 3G 64 GB
Brasilien 990,81 US$
Argentinien 943,63 US$
USA 802,00 US$
Mexiko 760,92 US$
Chile 637,53 US$
Mobiltelefon, Nokia N97 GSM, freigeschaltet
Mexiko 738,52 US$
Argentinien 634,65 US$
Brasilien 507,85 US$
Chile 495,38 US$
USA 357,97 US$
Hemd, weiblich, Regata Reebok
Brasilien 30,83 US$
Chile 25,00 US$
Argentinien 21,80 US$
Mexiko 20,00 US$
USA 18,00 US$
Elektrischer Depilator, Braun SE5180
Brasilien 239,62 US$
Mexiko 162,41 US$
Chile 121,36 US$
Argentinien 92,87 US$
USA 72,72 US$
Föhn Conair Infiniti Nano Silver
Brasilien 94,71 US$
Argentinien 48,76 US$
Chile 41,03 US$
USA 39,99 US$
Mexiko 35,19 US$
5 x Brasilien auf einem unrühmlichen 1. Platz! Wenn Sie sich über den hohen Preis für Parfum wundern, eine weitere Information. Um eine Luftfrachtsendung mit Kosmetika mit einem Rechnungswert von ca. 2.500 € = 5.750 R$ aus dem Zoll zu holen, müssen Sie in Brasilien ca. 30.000 R$ auf den Tisch des Hauses blättern, immerhin ca. 13.000 €, also das 2,3fache des Warenwertes. Und dann liegt die Ware vor der Türschwelle des Zolls im Flughafen und muss noch zum Händler gebracht werden, der am Verkauf -man stelle sich diese Unverfrorenheit vor - sogar verdienen will. Und auf den wegen seiner hohen Preise geschimpft wird.
Aber das gehört zum sozialistischen Verständnis unserer Regierungspartei. Hier wird nämlich gerade laut darüber nachgedacht, die Konzessionen, die für gebührenpflichtige Autobahnen vergeben wurden, zu verteuern, weil die Firmen daran zu viel verdienen würden. Nett, erst lässt man die Betreiber die unbefahrbaren BABs sanieren, weil man mit Geld nicht umgehen kann und das nötige Projektmanagementwissen für Bau- und andere Vorhaben nicht besitzt, und dann, wenn die Privatwirtschaft die Strassen befahrbar gemacht hat, wird man neidisch. Der Brasilianer sagt übrigens dazu "dor de cotovelo", also Ellbogenschmerz. Dieses Mädchen hat ihn:

Quelle
Fangen wir mit einem Parfum an, ohne Schleichwerbung machen zu wollen, aber das Kind muss beim Namen genannt werden, also:
Dolce & Gabbana, Classic Eau de Toilette,3,3 Oz.
Brasilien: 123,72 US$
Chile 105,89 US$
Argentinien 91,52 US$
Mexiko 72,65 US$
USA 59,00 US$
iPad, Apple, 3G 64 GB
Brasilien 990,81 US$
Argentinien 943,63 US$
USA 802,00 US$
Mexiko 760,92 US$
Chile 637,53 US$
Mobiltelefon, Nokia N97 GSM, freigeschaltet
Mexiko 738,52 US$
Argentinien 634,65 US$
Brasilien 507,85 US$
Chile 495,38 US$
USA 357,97 US$
Hemd, weiblich, Regata Reebok
Brasilien 30,83 US$
Chile 25,00 US$
Argentinien 21,80 US$
Mexiko 20,00 US$
USA 18,00 US$
Elektrischer Depilator, Braun SE5180
Brasilien 239,62 US$
Mexiko 162,41 US$
Chile 121,36 US$
Argentinien 92,87 US$
USA 72,72 US$
Föhn Conair Infiniti Nano Silver
Brasilien 94,71 US$
Argentinien 48,76 US$
Chile 41,03 US$
USA 39,99 US$
Mexiko 35,19 US$
5 x Brasilien auf einem unrühmlichen 1. Platz! Wenn Sie sich über den hohen Preis für Parfum wundern, eine weitere Information. Um eine Luftfrachtsendung mit Kosmetika mit einem Rechnungswert von ca. 2.500 € = 5.750 R$ aus dem Zoll zu holen, müssen Sie in Brasilien ca. 30.000 R$ auf den Tisch des Hauses blättern, immerhin ca. 13.000 €, also das 2,3fache des Warenwertes. Und dann liegt die Ware vor der Türschwelle des Zolls im Flughafen und muss noch zum Händler gebracht werden, der am Verkauf -man stelle sich diese Unverfrorenheit vor - sogar verdienen will. Und auf den wegen seiner hohen Preise geschimpft wird.
Aber das gehört zum sozialistischen Verständnis unserer Regierungspartei. Hier wird nämlich gerade laut darüber nachgedacht, die Konzessionen, die für gebührenpflichtige Autobahnen vergeben wurden, zu verteuern, weil die Firmen daran zu viel verdienen würden. Nett, erst lässt man die Betreiber die unbefahrbaren BABs sanieren, weil man mit Geld nicht umgehen kann und das nötige Projektmanagementwissen für Bau- und andere Vorhaben nicht besitzt, und dann, wenn die Privatwirtschaft die Strassen befahrbar gemacht hat, wird man neidisch. Der Brasilianer sagt übrigens dazu "dor de cotovelo", also Ellbogenschmerz. Dieses Mädchen hat ihn:
Quelle
03 Mai 2011
Mindestgehalt
In Deutschland wird noch über Sinn und Unsinn des Mindestgehaltes debattiert, in Brasilien haben wir es seit Menschengedenken. 2012 soll es laut Schatzminister Guido Mantega um 13 oder 14 % angehoben werden. Er sieht keine Gefahr, dass die Inflation dadurch angeheizt wird.
So hat es sich entwickelt:
So hat es sich entwickelt:
![]() |
| vigência = Gültigkeit, valor mensal = Monatswert, valor diário = Tageswert, valor hora = Stundenwert |
545 R$ sind mit dem Kurs 2,3562 R$ = 1 € von heute 231 € und künftig dann 264 €. Zum Leben auch in Brasilien zu wenig und zum Sterben zu viel. Eine Haushaltsangestellte bekommt in São Paulo in einer Mittelklassefamilie mindestens 800 bis 1.000 R$. Wenn man ihr ein Mindestgehalt anböte, würde sie lieber als Tagelöhnerin Putzen gehen und wesentlich mehr verdienen. Ein Fahrer verdient nicht unter 1.200 R$ im Monat, eine zweisprachige Sekretärin ist unter 4.000 R$ wahrscheinlich nicht zu haben und ein Verkaufsleiter verdient 10.000 R$ oder mehr, wenn er etwas taugt. Wenn er viel taugt, können es auch 30.000 R$ sein, also fast 13.000 €. Dabei fällt in's Gewicht, dass die Kosten für den Arbeitgeber ca. doppelt so hoch sind - das Billiglohnland Brasilien war einmal!
01 Mai 2011
Weitere Pressestimmen zu Brasilien
Treibstoff für Entwicklung
Verkaufsschlager in Brasilien
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Google wegen Rio-Stadtplan mit zahlreichen Favelas in der Kritik
Brasilien: Auch Honda kündigt Produktionsunterbrechung an
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Streitkräfte modernisieren:Brasilien will mächtig aufrüsten
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29 April 2011
Census 2010 - Links zu den Ergebnissen (leider auf Portugiesisch)
Zunächst eine interessante Karte:
Klicken Sie oben in "Karte" und Sie kommen zum interaktiven Original.
Jetzt die Links:
Veja curiosidades do Censo 2010 sobre os municípios brasileiros
Brancos são menos da metade da população pela primeira vez no Brasil
Top 10: curiosidades do aumento populacional nos Estados
Sudeste lidera ranking de mortalidade infantil entre 2009 e 2010
Curiosidades do Censo sobre raça no Brasil
Êxodo rural cai pela metade em uma década
Em dez anos, diminui o número de crianças e aumenta o de idosos no Brasil
Em 20 anos, zonas urbanas do país crescem o equivalente a duas Xangai
Em uma década, número de moradias aumenta mais que o dobro que o crescimento da população
Em dez anos, cresce percentual de imóvel alugado e cai o de casa própria
São Paulo concentra maiores densidades demográficas do país; menores estão no Amazonas
Maranhão tem maior proporção de baixa renda; SC registra a menor
População do Rio Grande do Sul cresce a "ritmo suíço", aponta IBGE
Com migração agrícola, Norte é região onde população mais cresce no país, mostra IBGE
População masculina já é maioria entre menores de 19 anos no Brasil
Brasil tem 661 mil jovens e 132 mil crianças responsáveis pelo próprio domicílio, diz IBGE
IBGE aponta que distribuição de água cresceu em todas as regiões do Brasil
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