29 März 2009

Brasilien auf Platz beim Formel I - Auftakt

Was keine Entschuldigung fuer die FAZ ist, wenn diese die neue Neue Rechtschreibung zu grosszuegig auslegt:
Und dann im selben Artikel zur traditionellen Orthographie zurueckkehrt:
Und ehe man mich darauf aufmerksam macht, dass grosszuegig mit "sz" geschrieben wird, weise ich darauf hin, dass meine in Brasilien gekaufte Tastatur keines hat.

23 März 2009

Brasilien

Der brasilianische Markt hat sich in den vergangenen Monaten positiv entwickelt und auf US-Dollar-Basis seit November 30 % zugelegt. Hauptgrund waren die Stabilisierung der Rohstoffpreise, die leichte Verbesserung des BRL/USD-Wechselkurses und die vom Markt erwarteten weiteren Zinssenkungen. In den nächsten Monaten sollten Investoren daher die Wirtschaftsmeldungen aus China im Auge behalten, um die Entwicklung der Rohstoffpreise vorwegzunehmen. Der BRL/USD-Wechselkurs sollte vorerst auf seinem aktuellen Niveau verharren. Es ist unwahrscheinlich, dass die Währungshüter die Zinsen so stark senken, wie vom Markt erwartet, wenn die Währung wieder an Boden verliert. Andererseits könnten sich die Zinserwartungen bei einer aufwertenden Währung als zu konservativ erweisen und die Aktienmärkte wieder stärker anziehen. Trotz des stark rückläufigen Wirtschaftswachstums ist Brasilien eine der wenigen aufstrebenden Volkswirtschaften, in der sich die Inlandsnachfrage in letzter Zeit stabilisiert hat. Damit könnte Brasilien als eines der wenigen Schwellenländer unter Umständen eine tiefe Rezession umgehen. Für 2009 rechnen wir mit einem negativen Wachstum von -2,6 %; 2010 dürfte Brasilien dann mit 1,8 % wieder positive Wachstumszahlen schreiben. Auf den Exportsektor entfallen nur 16 % des BIP, angesichts des einbrechenden Welthandels sicherlich ein Vorteil.

Auszug aus www.godmode-trader.de/de/aktie-analyse/In-Lateinamerika-zeichnet-sich-zaghafte-Erholung-ab,a1192961.html

Brasiliens Wachstumsmarkt - Eine ökonomische Erfolgsgeschichte

Brasiliens Wachstumsmarkt ist eine der wahren ökonomischen Erfolgsgeschichten der letzten sechs Jahre. Im Jahr 2003, man hatte gerade einen sozialistischen Präsidenten gewählt und schien nahe am üblichen Standard zu sein, war seine Mitgliedschaft in der BRIC-Gruppe in hohem Maße vorläufig.

Aber der Rohstoff-Boom von 2004 bis 2008 war äußerst segensreich für Brasilien. Die Regierung des Landes arbeitete hart, um das Haushaltsdefizit zu verringern, während die Zentralbank die Zinssätze weit oberhalb der Inflationsrate hielt. Folgerichtig war die Zentralbank, als die Rohstoff-Blase Mitte 2008 zerplatzte, in der Lage, die Inlandsnachfrage weiter wachsen zu lassen, indem sie ihre Zinspolitik lockerte.

Brasiliens Wirtschaft - gemessen am Bruttoinlandsprodukt (GDP = Gross Domestic Product) - eilte mit einem Jahres-Tempo von 5,3% in 2008 weiter. Das Prognose-Gremium von The Economist erwartet, dass Brasilien dieses Jahr nur mit einem 1,6%-Schritt wächst, aber das ist viel besser als meistens anderenorts. Seine Inflationsrate beträgt 6% - zu hoch, aber sie vermeidet zumindest Deflation.

Brasiliens kurzfristige Zinsen bleiben angemessen restriktiv bei 12,5 %, und sein Aktienmarkt verlor dieses Jahr nur 4%, was besser ist als das, was Investoren über die Wall Street sagen können.

Brasilien bleibt eine erfolgreiche Entwicklungsgeschichte, wiewohl mit einer moderaten (und nachhaltigen) Wachstumsrate. Darüber hinaus hat seine Ölgesellschaft, Petroleo Brasieiro SA (Petrobras) enorme Erdölreserven im Meer entdeckt. Die Produktion aus diesen Ölfeldern wird für 2012 erwartet. Es scheint wahrscheinlich, dass dies Brasilien zu einem der Haupt-Erdöl-Exporteure der Welt machen wird.

Wann immer jemand eine Liste der großen Wachstumswirtschaften der Welt zusammenstellt, ist Brasilien - unabhängig davon, welche Parameter verwendet werden - so gut wie sicher dabei. Unglücklicherweise haben sich einige der anderen BRIC-Nationen nicht so gut geschlagen.

Auszug aus www.investor-verlag.de/boersenwissen/handelssysteme/wachstumsmaerkte-bric-und-die-grenzen/?63044

22 März 2009

Ein armes Land mit reichen Dicken?

Neulich schrieb ich über Schönheitschirurgie, die in Brasilien nicht nur die letzte Rettung alternder Gegner eines natürlichen biologischen Prozesses, nämlich u.a dem der Faltenbildung, ist, sondern auch eine üppig sprudelnde Geldquelle für die behandelnden Ärzte, von denen nicht alle diesen Namen verdienen. Was deutlich wird, wenn man sich vor Augen hält, dass in unserem Land, in dem es laut internationaler Berichterstattung über den Karneval von schönen Menschen nur so wimmeln sollte, jede Woche 550 chirurgische Behandlungen von Fettsucht vorgenommen werden. Etliche dieser Eingriffe gehen schief und müssen durch neue Operationen korrigiert werden; Patienten nehmen bewusst zu, damit ihre Krankenversicherung den Eingriff bezahlt und Ärzte benutzen nicht genehmigte Operationstechniken und lassen sich Eingriffe mit bis zu 100.000 R$, das sind ungefähr 33.000 €, bezahlen. Dagegen ist eine Knieoperation in einem Privatkrankenhaus einschließlich Implantat für 30.000 R$ direkt preiswert - von denen die nicht gerade billige Krankenkasse 2.000 R$ übernimmt.  

20 März 2009

Unerwartete Auswirkungen DER KRISE

Selbst Lula ist nicht sooo gepanzert, wie er selbst vielleicht meint, denn die Zustimmung zu seiner Person bzw. seiner Amtsfuehrung fiel von 70 auf 65 % in einer aktuellen Befragung von ueber 11.000 Brasilianern. Wobei viele Regierungschefs heilfroh waeren, wenn sie 65 % erreichten!

Eine andere Auswirkung ist im Senat zu spueren. Der neue Praesident Sarney stellte ueberrascht fest, dass die von ihm geleitete Institution 181 Direktoren hat, die zum Teil nur sich selbst die Richtung vorgeben. 90, so verkuendete er, sollen abgeschafft werden. Daraus wurden jetzt 50, der Widerstand war wohl zu gross. Denn immerhin hat jeder Direktor neben seinem Gehalt noch das Anrecht auf eine Sonderverguetung. Interessant ist, dass Sarney 70 % der Direktorenposten selbst zwischen 2003 und 2005 geschaffen hat, als er bereits Senatspraesident war. Kurzes Gedaechnis oder Verdraengung?

Uebrigens zahlte der Senat an 3.800 Mitarbeiter (ja, dreitausendachthundert!!!) im Ferienmonat Januar insgesamt 6,2 Mio. R$ fuer Ueberstunden, die diese wohl am Strand abgeleistet haben. 

Aber auch die Privatwirtschaft bleibt nicht unberuehrt von DER KRISE. Die Autoindustrie wird jetzt in Brasilien per Gesetz gezwungen, Airbags in alle neuen Autos einzubauen. Man sollte meinen, dass ein solches Gesetz ueberfluessig sei, denn eine verantwortungsbewusste Industrie wird alles tun, um ihren Kunden das Beste vom Besten zu bieten. Weit gefehlt, die Autobauer erwarten Foerdermassnahmen fuer die lokale Produktion dieser selbstverstaendlichen Ausruestung. Die heute nur in Luxusmodellen zu findenden Airbags sind importiert. In Europa gibt es keinen Zwang, aber ueber 95 % der Neufahrzeuge haben einen (bzw. mehrere) Airbags. In Brasilien sterben jaehrlich 35.000 Menschen bei Verkehrsunfaellen und 500.000 werden verletzt.

17 März 2009

Abwasserbehandlung in Brasilien

Die Regierung Lula versucht, über das PAC - Programm wählerwirksam in Infrastrukturmaßnahmen zu investieren, aber leider ohne grossen Erfolg, wenn man von den großartigen Ankündigungen der Maßnahmen absieht. Sehen wir uns an, wie es um die Investitionen im Bereich der Abwasserbehandlung bestellt ist. Heute hat das Instituto Trata Brasil die Ergebnisse einer Studie vom 27.2.07 bis Anfang März 2009 in 27 Gemeinden mit mehr als 500.000 Einwohnern vorgestellt. Danach sind von 96 Abwasserbaustellen des Programa de Aceleração do Crescimento (Programm zur Beschleunigung des Wachstums), die von der Caixa Econômica Federal finanziert werden, 27 noch nicht begonnen worden, 24 sind verspätet und 3 abgebrochen. Nur 42 Baustellen sind im Plan oder ihm voraus. Am schlimmsten ist es um den Bundesstaat Ceará bestellt, in dem 7 Baustellen noch nicht begonnen wurden und 3 verspätet sind. In São Paulo gibt es 4 nicht begonnene und 5 verspätete, in Rio Grande do Sul und Rio Grande do Norte sind es 4 nicht angefangene und 5 verspätete.

Nach einer Studie vom Oktober 2008 des Instituto de Pesquisa Econômica Aplicada haben 47,5 Millionen Brasilianer, die in Städten leben, keine adäquaten Basisdienstleistungen wie Müllabfuhr, Kanalisation und Trinkwassernetz.  Im Norden verfügen nur 43,3 % der Stadtbevölkerung mit solchen Dienstleistungen, im Zentrum und im Westen Brasiliens sind es 48,7 %, im Nordosten sind es 62,1 %, Im Südwesten und im Süden sind es 90,6 bzw. 81,1 %. 

In den ersten 4 Jahren der Regierung Lula wurden 12 Mrd. R$ in diese Basisdienstleistungen investiert, bis 2010 sollen es weitere 40 Mrd. R$ sein. Aber notwendig sind insgesamt 188 Mrd. R$! Von Februar 2007 bis März 2009 hat die Caixa Economica Federal 2,37 Mrd. R$ für 77 Baustellen in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern zur Verfügung gestellt. Davon sind 1,93 Mrd. R$ für Bauunternehmen bestimmt, die aber bisher nur 221,8 Mio R$ erhielten, für die Opposition ein klarer Beweis für das Unvermögen der Regierung, Pläne in die Tat umzusetzen. 

Auf 32 der 56 von der CEF finanzierten Baustellen sind bis jetzt weniger als 10 % der vorgesehenen Bauleistungen erbracht worden. Für die Kanalisation sind von der BNDES, der brasilianischen KfW, 385,8 Mio R$ bereitgestellt worden. Für Aufträge an Baufirmen sind davon 309 Mio R$ bestimmt, aber nur 28,3 Mio R$ wurden bis jetzt freigegeben. Bei anderen Investitionsvorhaben der Regierung sieht es leider ähnlich aus. Hoffentlich stimuliert die Präsidentenwahl 2010 unsere Regierung genug, um dieses schlechte Bild zu verbessern und allen Brasilianern "normale" Lebensbedingungen, was die Basisversorgung mit Dienstleistungen des Staates angeht, die vom Bürger bezahlt werden, zu bringen. Heute wird nur bezahlt, aber nicht geliefert - in weiten Teilen Südamerika leider die Norm.

12 März 2009

Relative Stabilität - wenigstens beim Wechselkurs

ECOGERMA 2009 IN SÃO PAULO

Wer deutsche Messen im Ausland sucht, wird bei AUMA fuendig!


Die ECOGERMA ist nach vier Tagen Dauer am 15. März zu Ende gegangen, auf ihr zeigte die crème de la crème der deutschen Industrie Ideen, Verfahren und Produkte rund um das Thema "Erneuerbare Energien".


Unternehmen wie Bosch sind bei diesem Thema führend und zeigten vielbestaunte Konzepte, hier aus dem Bereich "Alternative Antriebe für PKW"


VW als größter europäischer Kfz - Hersteller durfte da natürlich nicht fehlen.

Japanische Besucher gehörten zu den aufmerksamen Bewunderern neuer deutscher Technologien.


Kim Gronemeier von der IHK Pfalz mit Rechtsanwalt Parvis Papoli-Barawati, mit dem ich schon mehrmals bei Frau Gronemeier Tagesseminare über Brasilien abgehalten habe.


Die IHK zu Essen als Schwerpunktkammer für den Mercosur-Raum organisierte im Auftrage des Landes NRW für Unternehmen mit Sitz in Nordrhein-Westfalen eine Katalogschau zur Ecogerma. Unternehmen aus NRW stellten auf dem Stand von NRW International Produkte und Dienstleistungen vor, die nachhaltig die Umwelt schützen und Ressourcen effizienter nutzen können. Der Stand wurde vom Eurolatinateam, welches auch für den Firmenpool Brasilien / Mercosur der IHK Essen zuständig ist, betreut. Hier sehen Sie mich am ersten Messetag. 


Der sehr gelungene Stand der AHK São Paulo, der Gelegenheit für kurze Kaffeepausen bot.


Jürgen von Borries vom Centro Empresarial Europeu mit Cláudio Siber von Eurolatina.


Der Jugend wurde viel Platz eingeräumt, je eher man Kinder für Umweltthemen sensibilisiert, desto besser!


Caipirinha durfte auf einer Messe in Brasilien nicht fehlen!


Und da die Messe erst um 20:00 ihre Pforten schloss, brauchte ich auch kein schlechtes Gewissen zu haben.


Nur Fahren sollte man anschließend nicht, vor allem nicht solche Autos! Denn das könnte sehr teuer werden.


Wer die Messe verließ, trug meist schwer an den mitgenommenen Prospekten, die es leider nicht immer in der Landessprache Brasiliens gab.


Noch einmal der Stand von NRW International mit dem Eurolatina - Standpersonal Peter Waibel,  Vera Kunze und mir.


Rechts Aron J. Bocchini, der Peter Waibel bei seiner Arbeit assistierte. 


Ein Teil der Eurolatinamessemannschaft, hinter uns Erik Laass vom Vertrieb der Edur - Pumpenfabrik.


Aron J. Bocchini wartet auf den nächsten Interessenten, während Erik Laass von Frau Kunze und mir informiert wird.


Jürgen von Borries mit seinem Vetter Wedigo von Borris, die sich zufällig auf dem Stand von NRW International trafen.


Peter Waibel und Vera Kunze von Eurolatina mit Oliver Frank von der DKV, einem ehemaligen Mitglied des Firmenpools Brasilien / Mercosur der IHK Essen, der ueber unseren Pool erfolgreich in den brasilianischen Markt eingestiegen ist.


Patrick Pottie, der technische Direktor, und Jörg Hagedorn, Chef von Küttner aus Essen in Brasilien, mit mir in der Mitte.


Auch Peter Waibel konnte der Caipirinhaverlockung nicht widerstehen.


Dieter Gerding, der deutsche Honorarkonsul in Fortaleza, im Gespräch mit mir. Er wird "seiner" Landesregierung die von uns hier vertretenen NRW-Firmen besonders an's Herz legen. Es sind diese: 


Zum Schluss noch mal ein Blick auf unsere Zukunft, Schulkinder - u.a. der deutschen Schulen São Paulos - bereiten sich auf die Heimfahrt nach dem Besuch der Ecogerma vor. Am Eröffnungstag und am letzten Tag der Messe waren zusätzlich viele Berufsschüler gekommen.

11 März 2009

Leitzins auf dem richtigen Weg - nach unten!


Aber, es ist ein langer Weg nach Tipperary! Es waere schoen, ihn - den Leitzins -  im niedrigen einstelligen Bereich zu sehen, was auch gut fuer die Regierung waere. Denn die hat zur Zeit erhebliche Steuerausfaelle bzw. Mindereinnahmen zu verkraften und je niedriger der Leitzins, desto niedriger die Zinsen, die die Regierung fuer ihre hohe Inlandsverschuldung zahlen muss.

10 März 2009

Bekum und der Würstchenkrieg

Das hätten sich die Väter der 1959 gegründeten Firma Berliner Kunststoff Maschinen, kurz BEKUM, die in ihrer Homepage darauf hinweist, dass weltweit 460 Mitarbeiter in 4 Werken an der Unternehmens-Philosophie "Die Zufriedenheit unserer Kunden zu jeder Zeit sicherzustellen" arbeiten, sicher nicht träumen lassen. Sie sind in Brasilien in die Schlagzeilen geraten, aber nicht wegen des Know how's aus 16.000 verkauften Blasmaschinen, mit denen Kunststoffverpackungen hergestellt werden, sondern wegen eines Grillfestes vor den Türen des deutschen Generalkonsulates in São Paulo. Da konnte man nämlich ca. 80 Mitarbeiter der Firma, begleitet von Gewerkschaftsvertretern, sehen, die so gekleidet waren, wie man sich Deutsche im Ausland vorstellt, und das machten, was Deutsche nach Meinung der Ausländer liebend gerne tun, nämlich Würstchen grillen. Und diese wurden an die dankbaren Passanten verteilt, die es sich schmecken ließen. Unmittelbarer Anlass war die Entlassung von ca. 60 Mitarbeitern am 20.2.09, direkt vor Karneval (!!!), die bis heute ihre gesetzlich vorgeschriebenen Abfindungen nicht erhalten haben. Eine gütliche Einigung vor dem Arbeitsgericht am 3.3. verlief ergebnislos und der nächste Schritt ist die Anberaumung eines Verhandlungstermines. Seit dem 3.3. halten einige der Entlassenen eine Halle ihres ehemaligen Arbeitgebers besetzt und warten jetzt auf eine positive Entscheidung. Nach Zeitungsberichten vom 9.3. hat bisher kein Unternehmensvertreter mit den Entlassenen gesprochen, nur ein deutscher Konsul empfing einen Gewerkschaftssprecher, der ihm einen Brief mit einer Schilderung der Lage übergab, der vom Konsulat nach Rücksprache mit der Firma an das Außenministerium in Berlin weitergeleitet werden soll. Schade, dass das Motto der Firma nicht lautet "Die Zufriedenheit unserer Kunden, unserer Mitarbeiter, unserer Gesellschafter und der Öffentlichkeit zu jeder Zeit sicherzustellen"! Hört sich zwar an wie die Quadratur des Kreises, aber wenn eine der genannten Gruppen unzufrieden ist, ist etwas faul im Staate Dänemark! 

07 März 2009

Fiat erholt sich in Brasilien

Die Autoindustrie ist der Motor der Wirtschaft nicht nur in Brasilien und wenn es ihr schlecht geht, geht es vielen schlecht. Im September 2008 wurden in Brasilien im Mittel täglich 11.564 Autos verkauft, im November waren es nur noch 8.318 und jetzt im Februar schon wieder ca. 10.600 wegen der Steuersenkungen (IPI = Industrialisierungssteuer), die von der Industrie und den Händlern direkt an den Käufer weitergegeben wurden und in Brasilien den Verkauf wie in Deutschland die Abwrackprämie ankurbelten. Leider laufen die Steuersenkungen am 31.3. aus, wie sich das auf die Verkäufe auswirken wird, steht in den Sternen. Es muß natürlich befürchtet werden, dass die jetzigen Verkäufe wegen der Steuerermäßigung vorgezogen wurden  und ab April fehlen werden.

Fiat meint, im März wieder 3.000 Autos täglich zu bauen und damit in die Nähe der 3.200 Einheiten zu kommen, an die man gewöhnt war. Im Dezember letzten Jahres waren es nur ungefähr 1.000 Fahrzeuge, eine absolute Katastrophe. Die Reaktion darauf war Kurzarbeit bzw. Werksferien, um Fahrzeugbestände und Arbeitszeitguthaben abzubauen. Das ist zwischenzeitlich gelungen und der Käufer muss bei manchen Modellen schon wieder auf sein neues Auto warten. Einige Zulieferer leiden weiter, so ist z.B. Pirelli noch in selbst verordneten Werksferien. 

Wichtig für die weitere nachhaltige Erholung ist das Absinken der Zinsen und so erwarten viele Fachleute, so wir sie denn auf dem Gebiet der Finanzen noch haben oder jemals hatten, daß der Leitzins nächste Woche um mehr als ein Prozent zurückgenommen wird und zum Jahresende bei 9,75 % im Jahr liegen wird bei einer jährlichen Inflation von 5 bis 6 %. Auf diese "robuste", um ein Modewort zu gebrauchen, Erholung warten Firmen wie der Werkzeugmaschinenhersteller Grob in Brasilien sehnsüchtig, denn diese Firma hat seit Oktober vorigen Jahres keinen Auftrag mehr von der Autoindustrie bekommen. Zwar ist man noch etliche Monate wegen der langen Bearbeitungszeit der Aufträge - eine Transferstrasse zu bauen, kann ein Jahr dauern - ausgelastet, aber ohne neue Aufträge müsste die Firma,  die vorsichtshalber nur auftragsbezogen fertigt, Kapazität abbauen, d.h. direkter gesagt, Mitarbeiter entlassen. 

Auch Brasilien muss sich auf eine langsame Erholung, langsamer als gedacht und viel langsamer als von Präsident Lula vorhergesagt, einrichten. Die industrielle Produktion als Massstab wuchs im Januar gegenüber dem Dezember des Vorjahres nur um 2,3 % - aber sie wuchs. Wenn man allerdings zum Vergleich den Januar 2007 heranzieht, erkennt man das Ausmass der Krise, denn hier haben wir einen Rückgang von 17,2 % zu verzeichnen. 

Zum Schluss noch ein Kuriosum, die Kfz-Industrie produzierte im Dezember 40,8 % weniger als im Vormonat und im Januar 40,8 % mehr als im Vormonat. 

Glückwunsch an die Petrobrás

Gleich nach meiner Ankunft in Brasilien einen Glückwunsch an die halbstaatliche Petrobrás, die ihre Preise nicht senkte, als der Erdölpreis nicht in's Bodenlose fiel, aber auf ein vernünftiges Maß zurückging. Dieses Manöver brachte ihr 2008 einen Gewinn von 33,91 Mrd. R$ ein, 58 % mehr als im Jahr zuvor. 2008 war auch ein Jahr der Rekordinvestitionen, die in der Summe 53,3 Mrd. R$ erreichten. Damit baute Petrobrás die Förderkapazität auf 2,4 Mio. Barrels/Tag aus. 

Petrobrás hat übrigens ein Programm zur Finanzierung seiner brasilianischen Lieferanten in's Leben gerufen, denn mit deren Pleite ist Petrobrás nicht gedient und zur Zeit ist Betriebskapital (nicht nur) in Brasilien knapp und teuer.

  

19 Februar 2009

Glückwunsch an BB

Schnell vor meiner Abreise nach Deutschland noch meinen Glückwunsch, nicht an Brigitte Bardot, sondern an die Banco do Brasil. Sie hat es 2008 geschafft, 74 % mehr Gewinn als im Vorjahr zu machen und 8,8 Mrd. R$ zu erreichen, ein neuer Rekord. Dazu passt zwar die Auskunftsbereitschaft nicht so ganz, wenn wir als Firmenkontoinhaber wissen wollen, ob einer unser ausländischen Kunden seine Rechnung schon bezahlt hat bzw. ob Geld für uns eingetroffen ist, aber das ist vielleicht System und trägt zum Gewinn bei. 

18 Februar 2009

Letzte Moeglichkeit, sich naechste Woche kostenlos von mir beraten zu lassen!

Vom 24. - 26.2.09 werde ich in der IHK Essen Brasilieninteressierte kostenlos beraten, am 2.3. in der IHK Stuttgart. Anmeldungen für Essen nimmt Frau Cinar von der IHK Essen in Vertretung von Herr Slomke, der in Thailand Urlaub macht, entgegen; für Stuttgart ist der Kontakt Herr Sterzinger, der das deutsche Eurolatinabüro als Partner leitet.

Kursentwicklung R$ - €

17 Februar 2009

Vertrieb in Brasilien über Vertreter oder Händler

Viele deutsche (und nicht nur diese) Firmen möchten in Brasilien einen Vertreter oder Händler finden, der ihre Produkte verkauft. Dabei wird meistens eine Provision angeboten oder ein Händlerlistenpreis. Die wenigsten Firmen machen sich klar, dass bei neuen Produkten der Vertreter bzw. der Händler wahrscheinlich mindestens ein halbes Jahr Verlust machen wird und deshalb an einem solchen Geschäft nicht interessiert ist. Deshalb sollte jede Firma, die auf diese Weise in Brasilien tätig werden möchte, vorher eine kleine Planung machen:

1. Absatz
2. Mittelpreis
3. Umsatz
4. Vertriebs- und Logistikkosten des Händlers bzw. Vertriebskosten des Vertreters
5. Rohgewinn des Händlers oder Vertreters

Nur wenn diese Planung ein positives Ergebnis für den Vertreter oder Händler ergibt, kann die ausländische Firma damit rechnen, jemanden für ihr Geschäft zu gewinnen. Und das heisst meistens, dass es am Anfang ohne Subvention nicht geht. Nach unserer Erfahrung werden im Mittel 3.000 Euro im Monat fuer mindestens 6 bis 12 Monate benoetigt, um einen Verlust beim Vertreter oder Haendler auszugleichen, bei Produkten mit Freigabe und/oder Registrierungspflicht (Autoteile fuer OEM-Lieferungen, Pharma- und medizintechnische Produkte, Zulieferung an Firmen wie Petrobrás mit vendors list) und natuerlich im Projektgeschaeft sogar mehr. Wohlbemerkt, VERLUST AUSGLEICHEN, dabei wird in Brasilien noch kein Gewinn erzielt!

Es ist immer wieder dieselbe Frage, die sich ein Vertreter oder Händler stellt: Warum soll ich in ein Geschäft investieren, wenn es der eigentlich Interessierte nicht tun will? Sehr wichtig bei dieser Planung ist die realistische Einschätzung der Kosten, d.h. die Firma muss eine Vorstellung davon haben, wie gross Brasiliens ist und welche Reise- und Logistikkosten anfallen. Die meisten Firmen vergessen nämlich dabei, dass Brasilien grösser als Europa ist. Die Konsequenz kann dann nur sein, sich z.B. auf ein Gebiet zu konzentrieren und bewusst zu beschränken, wo "die Musik spielt" und das ist meistens São Paulo und Umgebung. Fuer solche Analysen als Vorbereitung fuer Besuchsplanungen benutzen wir in meiner Firma solche Graphiken:
Sie zeigt das Umsatzpotential fuer das laufende Jahr in Abhaengigkeit von der Entfernung des jeweiligen Kunden zu São Paulo, dem Ausgangspunkt unserer Kundenbesuche. Dies ist natuerlich eine Pseudoabhaengigkeit, denn das Umsatzpotential ist keine Funktion der geografischen Firmenlage. Hier wird also nur eine Zuordnung gezeigt, die aber hilft, vorzugsweise die Kunden, hier durch einen Punkt repraesentiert, mit hohem Potential auszusuchen, deren Betreuung geringe Reisekosten verursacht.

15 Februar 2009

Wohin geht Lateinamerika?

Noch ein Wort zum vorherigen Beitrag über Konjunkturprogramme. Es wird geschätzt, dass in den USA faule "Wert"papiere für nominal 10,8 Billionen US$ ausgegeben wurden. Seit August 2007 hat die US-Regierung bereits ca. 2 Billionen US$ in das marode Finanzsystem injiziert und es werden wahrscheinlich weitere 4 nötig sein. Solche Werte sind nicht nur für den Normalbürger nicht vorstellbar, auch den Finanz"spezialisten" entziehen sie sich und wenn ein Politiker behauptet, er wisse, was solche Zahlen für ein Land und seine Bürger bedeuten, dann hat er seinen Cyrill Northcote Parkinson nicht gelesen. Dieser behauptet u.a. dass sich Vorstandsmitglieder stundenlang über die Kosten eines Fahrradständers streiten können, aber Großprojekte in Minuten abnicken, weil sie sich unter den damit verbundenen Summen sowieso nichts vorstellen können. 

Aber trotz aller Kritik an den USA oder besser gesagt, an den Verantwortlichen für DIE KRISE, zu denen auch die Kreditnehmer gehören, die hätten wissen können und in etlichen Fällen müssen, dass sie sich übernehmen, dies aber als the american way of life in Kauf genommen hatten, sei nicht verschwiegen, dass wir in Lateinamerika auch  unsere eigenen hausgemachten Probleme haben:

MEXIKO wurde von 1929 bis 2000 von der PRI regiert, der Partei der institutionalisierten Revolution. Was von Parteien zu halten ist, die sich so nennen, kann jeder für sich entscheiden, der in einem Land wohnt, wo die freie Meinungsbildung und -äußerung nicht verboten ist. Calderón, der 2006 gewählte Präsident des Landes, scheint jedenfalls den Kampf gegen das organisierte Verbrechen und insbesondere den Drogenhandel schon verloren zu haben.

KOLUMBIEN leidet seit den vierziger Jahren unter den Drogenbossen und ihren Machenschaften. Die Regierung hat in einigen Landesteilen die Hoheitsgewalt an die Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia abtreten müssen. Trotzdem wird das Land demokratisch regiert und der 2002 gewählte Präsident Uribe hat die Verfassung geändert, um sich wiederwählen zu lassen.

EKUADOR hat es fertiggebracht, seit 1997 drei Präsidenten in Tumulten abzusetzen, wobei diese die Amtsenthebung durchaus verdienten. Deutsche Konzerne verließen Ekuador und gingen in's benachbarte Kolumbien, was zeigt, wie es um Ekuador bestellt war. Das Land hat übrigens die eigene Währung abgeschafft und, während ich gerade mit meinem Partner Christian V. Schmehlik im Lande war, den US-Dollar eingeführt. Das wäre vielleicht die Lösung für Brasilien, um weniger Wechselkursprobleme zu haben. Der 2006 gewählte Präsident Correa hat es über eine Verfassungsänderung geschafft, sich wiederwählbar zu machen.

PERU war von 1968 bis 1992 eine Militärdiktadur. Präsident Alberto Fujimori löste 1992 das Parlament auf, musste aber 2000 trotzdem nach Japan flüchten, weil ihm im eigenen Lande wegen schwerer Korruptionsvorwürfe der Prozeß gemacht werden sollte. Der heutige Präsident heißt Alan García.

BOLIVIEN hatte zwischen 1978 und 1982 zehn Präsidenten. Seit 2002 traten zwei zurück. Der Indio Evo Morales schaffte es wie Lula, vom Gewerkschaftsführer zum Präsidenten aufzusteigen. Auch Morales änderte die Verfassung, um sich wiederwählbar zu machen. Ich war gerade im Lande, als der deutschstämmige Präsident Hugo Banzer wegen seiner Krebskrankheit, der er inzwischen erlag, einen Admiral mit der Führung der Regierungsgeschäfte beauftragte. Ein Blick auf die Landkarte zeigt, dass Bolivien nicht am Meer liegt, aber der Teil des Titicacasees, der auf bolivianischem Gebiet liegt, sorgt für die Berechtigung eines Admiralspostens.  Morales' Lehrmeister ist der Präsident Venezuelas und dies und die Enteignung der bolivianischen Petrobrás-Niederlassungen sind eine Quelle des Unbehagens für Brasilien.

PARAGUAY  hatte mit General Strössner auch einen deutschstämmigen Diktator,  er regierte das Land von 1954 bis 1989. Ein Präsident entkam einem Staatsstreich, ein anderer dankte unter dem Verdacht ab, einen Rivalen getötet zu haben.

CHILE versuchte mit Allende den Sozialismus einzuführen, was Pinochet durch einen Coup vereitelte. Zunächst von 1973 bis 1989 als Diktator regierend, stellte er sich anschließend erfolgreich dem Wählerwillen.  Seitdem werden die Präsidenten demokratisch gewählt, z.Z. regiert die Ärztin Michelle Bachelet das Land, welches von Pinochet so erfolgreich entbürokratisiert wurde, dass man es auch das Preussen Südamerikas nennt. Eurolatinas Partnerbüro in Valparaíso wird von den Gebrüdern Medo geführt.

ARGENTINIEN wird seit den dreissiger Jahren abwechselnd von Populisten und Militärs regiert. Die früheren Präsidenten Perón und Menem ließen die Verfassung ändern, um sich wiederwählbar zu machen. Zur Zeit wird das Land - nicht sehr erfolgreich - von  Cristina Fernández de Kirchner regiert, die im Amt des Präsidenten Nachfolgerin ihres Mannes ist. Meine Firma Eurolatina hat ein Büro in Buenos Aires, wo mein Partner Christian V. Schmehlik aus Madrid die Situation hautnah beobachtet und unsere Kunden in Europa auf dem Laufenden hält.

URUGUAY litt ebenfalls darunter, von 1973 bis 1984 eine Diktatur gewesen zu sein. Erst der 2004 gewählte linksgerichtete Präsident Tabaré Vázquez schaffte es, der 170 Jahre alten Fehde zwischen colorados und blancos ein Ende zu setzen.

BRASILIEN ist, was Diktatur und linken Präsidenten angeht, keine Ausnahme. Von 1964 bis 1985 wurde das Land von einer Militärdiktatur regiert, wobei der vorletzte Präsidentengeneral Geisel wie seine Kollegen in Paraguay und Bolivien deutscher Abstammung war. Der erste zivile Präsident nach der Diktatur, Sarney, erbte das Amt als Vizepräsidenten des gewählten Präsidenten Tancredo Neves, der noch vor seiner Vereidigung an einer - wie die Brasilianer meinen -  schlecht erklärten Krankheit starb. Der anschließend 1989 gewählte Präsident Collor de Mello dankte nach zwei Jahren ab, um der Amtsenthebung wegen Korruption zu entgehen. Sein Vizepräsident übernahm, dessen Wirtschaftsminister Prof. Cardoso 1997 gewählt wurde,  der der chronischen Inflation, die unter Sarney 80 % im Monat erreicht hatte, ein Ende machte. Sarney hatte es geschafft, seine vierjährige Amtszeit auf fünf Jahre verlängern zu lassen, Cardoso ließ die Verfassung ändern, um daraus zweimal vier Jahre zu machen. Der jetzige Präsident Lula ist in der zweiten Amtszeit und es wird ihm nachgesagt, dass auch er gerne die Verfassung ändern würde, um ein drittes Mal zu regieren.

VENEZUELA macht heute die Nagelprobe, in einem Referendum will Chávez, der Oberst der Fallschirmjägertruppen und seit 1998 gewählter Präsident, erreichen, dass er unbegrenzt im Amt bleiben kann, um die Sozialistische Republik Venezula dauerhaft zu regieren.  1992 hatte der Oberst versucht, über einen Staatsstreich Präsident zu werden - erfolglos. 2000 bekam er durch eine Verfassungsänderung das Recht für zusätzliche sechs Amtsjahre und wurde 2006 wiedergewählt. 2002 sollte er gestürzt werden, kehrte aber wie der Phönix, der aus der Asche aufersteht, wieder in's Amt zurück.  In Caracas vertritt unser Hamburger Eike Ingo Friese die Belange Eurolatinas.

AKTUALISIERUNG: Chávez hat es geschafft, eine knappe Mehrheit hat ihm die Moeglichkeit gegeben, sich unbegrenzt wiederwaehlen zu lassen. 

Die große Frage ist, sind wir in Lateinamerika jetzt auf dem richtigen Weg? Nur die Zukunft wird es uns weisen! Wobei der Leser es mir nachsehen möge, dass ich die zentralamerikanischen Länder, Surinam und die Guyanas hier nicht kommentiert habe.

Eines scheint sicher zu sein, Brasilien ist sehr gut gegen die Auswirkungen DER KRISE gewappnet, selbst wenn wir dieses Jahr nur 1 oder 2 % wachsen, bedeutet dies mit den Wachstumsraten zum Jahresende ein Wachstum von 4 oder 5 % im nächsten Jahr, in dem wir (ich nicht) den Nachfolger Lulas wählen. Und Brasilien hat ähnlich wie die USA bereits einen Binnenmarkt, der groß genug ist, um einen Rückgang des Exportes ertragbar zu machen.

14 Februar 2009

Konjunkturprogramme

In Brasilien wird aufmerksam verfolgt, um wie viel Prozent die Wirtschaftstätigkeit weltweit zurückgeht, denn das beeinflusst uns leider auch. Und genauso aufmerksam wird beobachtet, was welche Regierung macht, um dagegen anzukämpfen. Besonders hervorgehoben werden die Summen, die diese Regierungen ihren Regierten zumuten, um die Fehler (nicht nur) der Finanzwirtschaft auszubügeln. Den Vogel schießt die US-Regierung mit 787 Mrd. US$ ab. Wissen Sie, was diese Zahl bedeutet?

Seit der Geburt von Christus sind 2009 Jahre vergangen. Jedes dieser Jahre (vergessen Sie mal die Schaltjahre und dass Christus nicht genau im Jahre Null geboren wurde) hatte 365 Tage. 2009 x 365 = 733.285. Warum diese Rechnung?

Wenn Sie seit Christi Geburt jeden Tag 1.000.000 US$ ausgegeben hätten, wären dies heute summiert 733 Mrd. US$, also 54 Mrd. US$ weniger als das Rettungspaket Obamas. 

Da bleibt nur eine Frage übrig: "Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld? Wer hat so viel Pinke-Pinke, wer hat das bestellt" Die Antwort kennen Sie: Sie, ich, unsere Kinder, die Kinder unserer Kinder...ad infinitum??? Hoffentlich gilt nicht: "O du lieber Augustin, alles ist hin!"

Spieglein, Spieglein an der Wand...

...wer ist die Schönste in Brasilien? Und damit der Spiegel auch die richtige Antwort gibt, scheuen Brasilianerinnen keine Kosten und Mühe. Das zeigt eine Erhebung, die für den Zeitraum von September 2007 bis August 2008 sage und schreibe 457.000 Schönheitsoperationen in Brasilien zählte, das sind 1.252 Operationen pro Tag, 365 Tage lang. 20.000 dieser Operationen wurden an Ausländern vorgenommen, das sind 3 % - vor fünf Jahren war es nur 1 %. 

Dazu kommen taeglich 471 wiederherstellende chirurgische Eingriffe, 202 notwendig durch die Auswirkungen von Krebs und 60, um die Effekte von Gewalteinwirkung bei Opfern von Verbrechen oder Unfällen rückgängig zu machen oder zu lindern. Die insgesamt 172.000 wiederherstellende Operationen sollten die Auswirkungen von
  • Haut- und Brustkrebs (74.000) 
  • Gewalt und Unfällen (22.000)  
  • angeborenen Defekten (21.000)  
  • Verbrennungen (21.000)  
  • häuslichen Unfällen (12.000)  
behandeln. Die Zahlen stammen von der Sociedade Brasileira de Cirurgia Plástica - SBCP.  Danach war die häufigste Operation mit 96.000 Eingriffen das Einsetzen von Siliconimplantaten. Es folgt mit 91.000 Operationen die Fettabsaugung oder Lipoaspiration oder Liposuction. Und um der Wahrheit die Ehre zu geben, der Spiegel wird auch nach den Schönsten des Landes befragt, denn die besagten Schönheitsoperationen wurden an 402.000 Frauen, aber auch an 55.000 Männern vorgenommen. 

Zum Vergleich diene die Anzahl der Herzoperationen in Brasilien, wobei dazu auch das Einsetzen von Stents und Herzschrittmachern mitgezählt wurde. 2008 waren es 116.821 Eingriffe dieser Art. 

Das hohe Niveau der allgemeinen medizinischen Behandlung in den teuren Privatkliniken Brasiliens spiegelt sich u.a. darin wider, dass alleine 2006 im Syrisch-Libanesischem Krankenhaus von São Paulo 400 Ausländer behandelt wurden, 2008 waren es sogar 1.500. Diese Patienten kamen vor allem aus den USA und aus Frankreich, Angola und Deutschland. 

Im besonderen Fall der Schönheitschirurgie sei vorsorglich darauf hingewiesen, dass viele der Ärzte, die z.B. Fett absaugen, keine Fachärzte für diese Art der Behandlung sind. Wer sich also wegen der im Vergleich zu Deutschland niedrigen Kosten hier schlanker machen lassen will, sollte sich vorher genau ansehen, wer den Eingriff vornehmen wird und wo. Es gibt auch "Hinterhofkliniken", in denen man im Fall einer Komplikation ziemlich verloren wäre. Am besten wäre natürlich, weniger zu essen - jeder kennt die immer wirkende FDH-Diät - und mehr Sport zu treiben.

09 Februar 2009

Wo wird BRASILIEN AKTUELL gelesen?

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Verteilung der 5316 Besuche vom 21.2.2008 bis 25.1.2009:
Germany (DE) 2,571
Brazil (BR) 1,703
Switzerland (CH) 289
United States (US) 209
Austria (AT) 171
Ireland (IE) 84
France (FR) 38
Venezuela (VE) 36
Spain (ES) 32
Europe (EU) 25
United Kingdom (GB) 14
Italy (IT) 12
Chile (CL) 10
Sweden (SE) 8
Argentina (AR) 8
Belgium (BE) 8
China (CN) 7
Netherlands (NL) 6
Luxembourg (LU) 6
Vietnam (VN) 6
Peru (PE) 6
Canada (CA) 4
Japan (JP) 4
Hungary (HU) 3
Liechtenstein (LI) 3
Portugal (PT) 3
Mexico (MX) 3
Romania (RO) 3
Australia (AU) 3
India (IN) 3
Russian Federation (RU) 2
South Africa (ZA) 2
Denmark (DK) 2
Poland (PL) 2
Colombia (CO) 2
Lebanon (LB) 2
Kuwait (KW) 2
Turkey (TR) 2
Dominican Republic (DO) 1
Paraguay (PY) 1
Reunion (RE) 1
Ukraine (UA) 1
Iceland (IS) 1
Egypt (EG) 1
Algeria (DZ) 1
Norway (NO) 1
Madagascar (MG) 1
Finland (FI) 1
Czech Republic (CZ) 1
Serbia (RS) 1
Thailand (TH) 1
Nicaragua (NI) 1
Niger (NE) 1
Panama (PA) 1
Ecuador (EC) 1
Bolivia (BO) 1
Angola (AO) 1
Cyprus (CY) 1
Greece (GR) 1
Andorra (AD) 1

Erholt sich Brasiliens Autoindustrie schon?

Der Januar 2009 war, was die Kfz-Produktion angeht, gegenüber dem Januar 2008 sehr schwach, aber gegenüber dem Dezember 2008 schoß die Produktion stückzahlmäßig um 92 % nach oben. Im Januar 2008 wurden 255.200 Fahrzeuge hergestellt, im Januar 2009 waren es nur 186.100, während der Dezember 2008 nur 96.600 verbuchen konnte.  

Aber produziert ist noch nicht verkauft! Im Januar 2009 wurden 197.500 Fahrzeuge zugelassen, im Dezember 2008 waren es 194.500, d.h. nur ein magerer Zuwachs von 1,5 %. Gegenüber dem Januar 2008 mit 215.000 Neuzulassungen gab es sogar einen Rückgang von 8,1 %.

Der Export betrug im Januar diesen Jahres 428,3 Mio. US$, 58,3 % weniger als im Januar 2008, als er 1,023 Mrd. US$ erreichte. Gegenüber dem Dezember 2008 gab es einen Rückgang von 50,5 %, in diesem Monat lag der Export noch bei 865,3 Mio. US$. 

Im Januar wurden im dritten aufeinanderfolgenden Monat Arbeitsplätze abgebaut, diesmal waren es 1.858, das bedeutet einen Rückgang der Beschäftigtenzahl um 1,5 %. Ohne die eingeleitete Kurzarbeit wäre die Zahl der neuen Arbeitslosen in diesem Sektor noch höher.

Der Regierung ist zwar keine Abwrackprämie eingefallen, aber die Industrialisierungsteuer wurde erlassen bzw. reduziert, aber nur bis Ende März, dann gelten wieder die alten Werte.

Lesen Sie zu diesem Thema auch  Autoproduktion in Brasilien erstmals seit Juli gestiegen. Warum allerdings in dieser Reuters-Meldung Sao Paolo und nicht São Paulo geschrieben wird, weiss ich nicht. Viele Pressestimmen aeusserten sich negativ ueber den armen Tom Cruise, z.B. Tom Cruise leistete sich blamablen Besuch in Brasilien, weil er ¡Holá! und ¡Grácias! in Rio gesagt hat. Aber wenn er halt nur Spanisch kann, war das i.O., denn Spanisch versteht man hier. Und er wollte eben hoeflich sein. Aber Italienisch? Das ist pure Ignoranz.

07 Februar 2009

Botschaft an Brasilieninteressierte

Vom 24. - 26.2.09 werde ich in der IHK Essen Brasilieninteressierte kostenlos beraten, am 2.3. in der IHK Stuttgart. Anmeldungen für Essen nimmt Frau Cinar von der IHK Essen in Vertretung von Herr Slomke, der in Thailand Urlaub macht, entgegen; für Stuttgart ist der Kontakt Herr Sterzinger, der das deutsche Eurolatinabüro als Partner leitet. Allerdings sind meine Termine praktisch schon ausgebucht, wer mich unbedingt sprechen will, muss eventuell mit einem Termin am Abend des 23.2. vorliebnehmen. Faschingsliebhaber werden sich damit schwertun. 

Was kann ich aus heutiger Sicht den Brasilieninteressierten sagen? Denn diese sind ja wohl vor allem deshalb so interessiert, weil die Rezession in Deutschland "schlimmer ist als die düstersten Prognosen" und "nie gedachte Proportionen annimmt". Selbst Politiker sprechen schon nicht mehr von "negativem Wachstum", sondern sagen, wie es ist: RÜCKGANG und SCHRUMPFUNG!

Und ohne Schönfärberei muss man im Falle Brasiliens sagen, auch an uns ist DIE KRISE nicht spurlos vorbeigegangen. Unsere Industrietätigkeit ging zurück, Anpassungsmassnahmen wie Entlassungen und Kurzarbeit waren unvermeidlich, aber...auf Neuwagen muß man schon wieder warten, die (staatlichen) Banken fangen zögerlich an, die Zinsen zu senken und selbst Vale will jetzt doch ein neues Stahlwerk in Espírito Santo bauen, wenn auch nicht mehr zusammen mit Baosteel. 

Einer meiner Mitarbeiter hat vorgestern im Auftrag eines unserer Poolmitglieder Verhandlungen in Belo Horizonte über die Belieferung eines im Bau befindlichen Stahlwerkes mit Hochdruckhydraulikkomponenten geführt und hat mir versichert, von Krise keine Spur, im Gegenteil! Ein anderer Mitarbeiter ist gerade in Südbrasilien und findet auch dort die Türen der Einkaufsabteilungen weit offen, Bedarf besteht und selbst unter dem Zeichen einer im Januar negativen Handelsbilanz ist man an Importware interessiert. Ich habe gestern eine Art Mini - Silicon Valley im Süden von Minas Gerais besucht und auch dort keine Anzeichen für eine Rezession verspürt, im Gegenteil, mein Gesprächspartner -  der Vizepräsident des örtlichen Industrieverbandes - sprühte Optimismus aus und sagte mir, seine Mitgliedsfirmen seien sehr an Geschäftspartnern aus Deutschland interessiert. Am vergangenen Donnerstag konnte ich einer deutschen Firmen helfen, den Gebietsverkaufsleiter Südamerika zu finden, nachmittags war dieser schon beim ersten Kunden, ein internationaler Konzern, der sozusagen schon auf ihn gewartet hatte.

Seien Sie also optimistisch, das Geschäftsklima ist nach wie vor gut in Brasilien und kann nur besser werden, denn 2010 wird der Staatspräsident gewählt! 

05 Februar 2009

Wer schläft, fängt keine Fische

hieß es auf meiner leider schon zu Ende gegangenen Silberhochzeitskreuzfahrt, man könnte auch sagen: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt:Der Bovespaindex sah auch schon mal besser aus, wie diese Zeitreihe zeigt. Aber er erholt sich und der Euro wird wieder schwächer, gut für Brasiliens Wirtschaft:

Monatszinsen in % für Überziehungskredite (Spezialscheck) für natürliche Personen

  1. BCO CRUZEIRO DO SUL S A: 1,97
  2. BCO VOTORANTIM S A: 2,01
  3. BCO FATOR S A: 2,31
  4. BCO RIBEIRAO PRETO S A: 2,35
  5. BCO ALFA S A: 2,89
  6. BANCOOB: 3,70
  7. BCO PROSPER S A: 3,84
  8. BANCO BONSUCESSO S.A.: 4,31
  9. BCO INDUSTRIAL E COMERCIAL S A: 4,64
  10. BCO INTERCAP S A: 5,09
  11. BCO PAULISTA S A: 5,65
  12. BCO CAPITAL S A: 6,52
  13. BCO LUSO BRASILEIRO S A: 6,69
  14. CAIXA ECONOMICA FEDERAL: 6,78
  15. BCO DO NORDESTE DO BRASIL S A: 7,09
  16. BCO SAFRA S A: 7,22
  17. BCO DO EST DO PA S A: 7,44
  18. BCO DO BRASIL S A: 8,04
  19. BCO PANAMERICANO S A: 8,09
  20. UNIBANCO UNIAO BCOS BRAS S A: 8,38
  21. BCO NOSSA CAIXA S A: 8,44
  22. BCO MERCANTIL DO BRASIL S A: 8,52
  23. BCO DA AMAZONIA S A: 8,52
  24. JBS BCO S/A: 8,54
  25. BCO ITAU S A: 8,58
  26. BCO BRADESCO S A: 8,77
  27. BRB BCO DE BRASILIA S A: 8,88
  28. BCO ABN AMRO REAL S A: 9,01
  29. BCO DO EST DE SE S A: 9,12
  30. BCO DO EST DO RS S A: 9,12
  31. BCO BANESTES S A: 9,13
  32. BCO CITIBANK S A: 9,32
  33. BANCO SANTANDER S.A.: 9,90
  34. HSBC BANK BRASIL SA BCO MULTIP: 10,02
  35. BCO SCHAHIN S A: 10,13

Wer mehr wissen will, kommt hier zur Quelle der erschröcklichen Zinsinformation:

NATÜRLICHE PERSONEN

Überziehungskredit

Persönlicher Kredit

Autofinazierung

Anschaffungskredit

JURISTISCHE PERSONEN

Warenwechseldiskont

Umlaufkapitalfinanzierung fix

Garantiertes Konto

Anschaffungskredit

Umlaufkapitalfinanzierung variabel

(Wucher-?) Zinsen gültig im Zeitraum 19. -23.1.2009

03 Februar 2009

Lula oben, Industrieproduktion unten

Präsident Lula genoß im Januar die Zustimmung von 84 % der Brasilianer, im Dezember waren es 80. Der neue Wert wurde bisher noch nie erreicht. Auch die Politik seiner Regierung wird gutgeheißen, 72,5 % der Befragten stimmen ihr voll zu.

Leider kann über die Lage der Industrie nichts ähnlich Positives gesagt werden, die industrielle Produktion ging im Dezember um 12,4 % zurück; auf's Jahr gesehen, wuchs sie 2008 trotz der DER KRISE aber um 3,1 %. Der Dezemberwert ist der schlechteste seit Beginn der Aufschreibungen in 1991.

Der Rückgang zum Vormonat machte sich im Dezember 2008 in 25 von 27 untersuchten Branchen bemerkbar, z.B.
  • Kfz - 39,7 %
  • Maschinenbau - 19,2 %
  • Elektronikmaterial und Kommunikationsausrüstung - 48,8 %
  • haltbare Verbrauchsgüter - 34,3 %
  • Kapitalgüter - 22 %
  • Zwischenprodukte - 12,1 %
  • nicht haltbare und mittelfristig haltbare Verbrauchsgüter - 4,2 %
Die zwei Wachstumssektoren waren
  • Transport (ohne PKW/LKW) + 6,7 %
  • Papier und Zellulose + 0,4 %
Ob bei den Befragungen zu Lulas Popularität die Betroffenen der oben aufgeführten schrumpfenden Sektoren nicht angesprochen wurden, kann ich leider nicht sagen. 

01 Februar 2009

Mindestlohnerhöhung soll Wirtschaft ankurbeln

Das ist auch einfacher, als das PAC-Programm umzusetzen, welches aus vielerlei Gründen verspätet ist, nur nicht aus Geldmangel. Aber die Regierung kriegt die Umsetzung nicht hin. Dagegen ist die ab heute gültige Erhöhung des Mindestlohnes um 50 R$ per Unterschrift machbar und bringt auch noch Wählerstimmen. Sogar die der Rentner und Pensionäre, denn deren Renten und Pensionen werden auf der Basis des Mindestlohnes bestimmt. Und der beträgt jetzt 465 R$ im Monat, das entspricht einer realen Erhöhung von über 6 %, mehr als die Rentner in Deutschland erhielten. Unter der Regierung Lula, d.h. ab 2003, beträgt damit die kumulierte reale Erhöhung 46 %. 42,8 Millionen Personen haben damit in der Summe 21 Mrd. R$ mehr im Geldbeutel. Auch das Arbeitslosengeld wird von 564,40 R$ auf 632,40 R$ angehoben, das sind weitere 3 Mrd. R$ für die Volkswirtschaft. Von den unmittelbar Begünstigten sind 25 Mio. aktive Arbeitnehmer und 17,8 Mio. Rentner und Pensionäre der staatlichen Sozialversicherung INSS.

19 Januar 2009

It's a long way to Tipparary

konnte man in dem Wolfgang-Petersen-Film „Das Boot“ nach dem Roman von Lothar-Günther Buchheim hoeren, aber die Soldaten auf deutscher und britischer Seite haben wahrscheinlich nicht an die Entfernungen gedacht, um die es geht, wenn wir ueber Brasiliens sprechen. Die Grenze Brasiliens hat insgesamt 16.886 km, davon 7.367 km entlang Fluessen, Seen und Ozeanen! Um der Wahrheit die Ehre zu geben, es handelt sich nicht um Ozeane, sondern "nur" um den Atlantik. Hier die nackten und nuechternen Zahlen in km:


Und was ersehen sie aus dieser Tabelle? Das Surinam und Venezuela sehr trockene Laender waeren, wenn sie nur an Brasilien grenzten!

Ich wiederhole mich ungern, aber der Termin rueckt immer naeher und ich bin ab 22.1. bis Ende Januar auf Silberhochzeitsreise, deswegen erneut DER HINWEIS: Vom 24. - 26.2.09 werde ich in der IHK Essen Brasilieninteressierte kostenlos beraten, am 2.3. in der IHK Stuttgart. Anmeldungen für Essen nimmt Herr Slomke von der IHK Essen entgegen, für Stuttgart ist der Kontakt Herr Sterzinger, der das deutsche Eurolatinabüro als Partner leitet.

17 Januar 2009

DIE KRISE???

Wochenhonorare in US$ ausgesuchter Spitzen- und anderer Kräfte der besonderen Art:

U.S. President: $7690

British PM Gordon Brown: $5233

Band 5 nurse in Britain: $567

Director-General of BBC: $22,800

Average U.S. teacher: $915

Cristiano Ronaldo: $177,345

Lewis Hamilton: $391,593

Kaka's reported offer: $726,881!!! 26 Jahre alt und Brasilianer müsste man sein!!! Kaka wird, wenn er das Angebot (siehe unten) akzeptiert, fast 95 mal so viel wie Barak Obama als US-Präsident verdienen.

Das verbreitete CSN:
Reports circulated Wednesday that the AC Milan midfielder is being offered a £500,000 ($726,000) per WEEK salary by English Premier League club Manchester City.

Geschaefte werden in DER KRISE auch in Brasilien zurueckgefahren...

...der Not gehorchend, nicht dem eigenen Triebe. Das ist der Fall des Stahlwerkes in Espírito Santo, welchem der goettliche Odem fehlt und es deshalb nicht zum Leben erweckt wird. Die brasilianische VALE und die chinesische Baosteel wollten es bauen, aber die vorsichtigen Chinesen machten einen Rueckzieher, die Stahlnachfrage sei zu sehr zurueckgegangen. Damit ist der Traum, 3.000 neue Arbeitsplaetze zu schaffen, vorerst ausgetraeumt. Und 2012 werden keine 5 Mio. to Stahl fabriziert und mit der Investition von 5,5 Mrd. US$ ist es auch vorbei. Sehr schade, denn neben dem Stahlwerk waren ein Privathafen, ein thermolektrisches Kraftwerk und eine Eisenbahn vorgesehen. Aber die Regierung braucht nicht zu weinen, es waere sowieso nichts geworden, denn Ende 2008 wurde die erforderliche Umweltgenehmigung nicht erteilt. Ob dies der wahre Grund fuer den Rueckzieher der Chinesen ist? Tatsache ist jedenfalls, dass zur Zeit Ueberkapazitaeten vorhanden sind und die Auslastung der Stahlindustrie in Brasilien nur bei ca. 75 % liegt.

Aber trotzdem gibt es sie noch, die Investitionen. So kaufte eine Fondgesellschaft sich gerade bei der Livraria Cultura, einer Buchhandelsfirma mit etlichen Laeden und grossen Plaenen, ein. Aber der Mehrheitsgesellschafter, die Familie Herz, behaelt das Sagen. Fuehrend in Brasilien ist Saraiva, aber auch Nobel und die franzoesische Fnac haben ein Woertchen mitzureden, wenn es um den Verkauf von Buechern geht. 

Seien wir froh, dass es dem Buchhandel offensichtlich gut geht: schade, dass es den Waffenhaendlern und den Werkstaetten fuer die Panzerung von Fahrzeugen nicht schlecht geht. Das waere der richtige allround trend.

Den falschen Trend, jedenfalls was die Betroffenen angeht, verfolgt die Industrie, die mit Absatzrueckgaengen fertig werden muss. Wobei sich die Katze in den Schwanz beisst, wer arbeitslos ist, sorgt naemlich nicht unbedingt fuer einen Nachfrageschub, es sei denn, bei Beruhigungspillen. Usiminas, Blechlieferant der Autoindustrie, rechnet mit einem Rueckgang der Nachfrage in den naechsten drei Monaten von bis zu 42 % und enlaesst deshalb 60 Mitarbeiter. Die Bank Santander entlaesst 300 Mitarbeiter der frueheren Bank Real, Peugeot Citroen schickt 2.600 Mitarbeiter in Werksferien und Magneti Marello Cofap wird bestreikt, weil die Firma 400 Mitarbeiter freistellte.

Der niedrige Oelpreis wirkt ebenfalls nicht stimulierend; Tiefseeabenteuer wie das Foerdern von Oel und Gas aus Tiefen von tausenden von Metern ist unter diesen Vorzeichen nicht wirtschaftlich. Angeblich wurde die erste Oelpreiskrise kuenstlich geschaffen, um das Nordseeoel und die Vorhaben in Alaska gewinnbringend ausbeuten zu koennen. Hoffentlich kommt jetzt kein Spekulant, wobei in diesem Fall auch Regierungen dazu gerechnet werden muessen, auf die Idee, die Oelpreise wieder nach oben zu treiben. 

Und wo bleiben die guten Nachrichten? Die kommen demnaechst, wenn die Zinsen fallen und die Inflation dazu. Die Bundessparkasse Caixa Economica Federal, will sogar den spread beschneiden! Erste Anzeichen von Normalitaet in einer Bankenwelt, die bisher von Hybris gepraegt war? Und die Bundesregierung wird Ende Januar ein Unterstuetzungsprogramm fuer die Bauindustrie verkuenden, welches u.a. eine Verringerung der Steuerlast fuer Bauunternehmen vorsieht. Die Bauindustrie ist mit der wichtigste Arbeitgeber fuer ungelernte Kraefte, wenn Lula sich behaupten bzw. seinem Nachfolger den Weg ebnen will, darf er es sich mit dieser Waehlerschicht nicht verderben. Und noch kann (oder will?) er sich nicht die Kapriolen seines Kollegen Hugo Chavez leisten, der in einem Referendum seine unbegrenzte Wiederwaehlbarkeit erreichen will. Die es aus gutem Grund in der Heimat der Caudillos nicht gibt. 

14 Januar 2009

DIE KRISE


Eingesandt von Harald Sterzinger

13 Januar 2009

Brieflaufzeiten und Bankwarteschlangen

In einer Rezension meines Buches "Wirtschaftsboom am Zuckerhut" wurde mit vorgehalten, ich schriebe so negativ, dass einem die Lust am Investieren vergänge. Dem kann ich nur entgegenhalten, dass der Alltag in Brasilien eben mal so ist. Zwei Beispiele sollen dies erläutern:

1.) Brieflaufzeiten

Die Schneckenpost ist langsam, wir warteten schon so lange auf Päckchen mit Mustern, dass unser deutscher Kunde sie nach zwei Monaten erneut schickte, weil wir bis dahin umsonst gewartet hatten. Und dann kamen beide Päckchen innerhalb von drei Tagen an. Das ist zuverlässig, darauf kann man bauen. Am 8.1.2009 erhielt ich übrigens Weihnachtsgrüsse von CompterWorks aus Loerrach, die die dortigen Mitarbeiter laut Poststempel am 12.12.2008 abgeschickt hatten. Danke, der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten ist schneller!

2.) Bankwarteschlangen

Banken sind per Gesetz gehalten, niemanden in der Schlange vor dem Schalter laenger als 15 Minuten warten zu lassen. Sollte es trotzdem passieren, kann man sich bei der Verbraucherschutzbehoerde PROCOM beschweren, die per Augenschein die Berechtigung der Beschwerde am nächsten Tag prüft und - wenn es angebracht ist - eine Strafe in der Hoehe von 100 R$ verhängt. Die Banken zittern deshalb schon, wenn jemand vom PROCOM auftaucht und schliessen schnell ihre Tresore. Unsere Frau Kunze war gestern auf der Bank, um Dokumente abzugeben und eine Quittung mitzunehmen. Nach 40 Minuten in der Schlange war sie endlich die Dokumente los, aber auf die Quittung hätte sie warten muessen. Sie zog es vor, sich diese schicken zu lassen. Das Problem sind die Boten, die von Firmen mit unzähligen Vorgängen zur Bank geschickt werden und dort die Schalter blockieren. Und wenn dann in einer grossen Filiale nur drei Schalter"beamte" verfügbar sind, weil die arme Grossbank dem Filialleiter nicht mehr genehmigt, dann leidet eben der Kunde - das notwendige Übel. Auf den die Banken in Brasilien nicht angewiesen sind, weil der grösste Kreditnehmer die Regierung ist.

Man kann Brasilien trotzdem lieben, aber man sollte nicht die Augen vor offensichtlichen Fehlern verschliessen.

PS: Beschweren Sie sich nicht bei der Bank. Ein älterer Herr tat es gestern in der Schlange und musste sich vom Filialleiter anhören, er solle seine Stimme nicht erheben und es an Respekt fehlen lassen! 

OECD haelt Brasilien fuer "gepanzert"

Die OECD hat 11 der grössten Volkswirtschaften des Planeten analysiert und ist zu dem Schluss gekommen, dass Brasilien das einzige Land ist, welches noch nicht in eine Rezession geschlittert ist oder kurz davor steht. Dabei wurden die Daten des November letzten Jahres untersucht. Das Niveau der industriellen Tätigkeit hielt sich z.B. bei 101,2 Punkten (Referenz = 100) und lag damit 2,9 Punkte unter dem Wert von vor 12 Monaten, aber auf dem Spitzenplatz aller betrachteten Laender. Laut OECD handelt es sich um eine "leichte Veränderung", während USA,Kanada, Japan, China, Indien, Russland, Frankreich, Deutschland, Italien und Grossbritannien mit einer "starken Abbremsung" fertigwerden müssen. Den grösste Rückgang innerhalb eines einzigen Monats mussten Russland mit - 4,3 Punkten und China mit - 3,1 Punkten verdauen. 

Wer deshalb jetzt mit Brasilien Geschäfte machen möchte, sollte sich vormerken, dass ich vom 24. - 26.2.09 in der IHK Essen Brasilieninteressierte kostenlos beraten werde, am 2.3. mache ich dies in der IHK Stuttgart. Anmeldungen für Essen nimmt Herr Slomke von der IHK Essen entgegen, für Stuttgart ist der Kontakt Herr Sterzinger, der das deutsche Eurolatinabüro als Partner leitet.

Casas Bahia wollen 2009 den Erfolg von 2008 wiederholen

Casas Bahia ist der groesste Einzelhaendler Brasiliens fuer Moebel und elektrische Haushaltsgeraete jeder Groesse und setzte letztes Jahr 13,7 Mrd. R$ um, etwas weniger als das Ziel von 14 Mrd. R$. Was nicht heisst, dass man 2008 nicht gewachsen ist; der Umsatz stieg um 700 Mio. R$. Aber wegen DER KRISE ist man vorsichtig und plant fuer 2009 "nur" den Umsatz des Vorjahres. Die Kette hat 536 Laeden, in denen manchmal ohrenbetaeubender Laerm, auch Musik genannt, aus den Lautsprechern hallt, um Kaufwillige anzulocken - Sie haben es erraten, nicht unbedingt die upper class. Aber die waere auch nicht gross genug, um die 31 Mio. Kunden zu liefern, die man 2008 bedient hat. Diese kauften u.a. 61.485 Plasma- und LCD-Fernsehapparate und 4,2 Mio. Mobiltelefone. Ausliefern tut man mit 2.700 eigenen LKWs, die letztes Jahr insgesamt 130 Mio. km zurueckgelegt haben. Um auch das Kreditgeschaeft nicht an Finanzinstitutionen abgeben zu muessen, hat man eine eigene Kreditkarte, die fuenfmillionenfach fuer Umsatz sorgt. 2007 hat man uebrigens mit 13 Mrd. R$ Umsatz 270 Mio. R$ Gewinn erzielt, 2008 waren es die schon erwaehnten 13,7 Mrd. R$ Umsatz, aber leider nur 165 Mio. R$ Gewinn. Ueber den typischen Kunden sagt die Firmenleitung: "Der Kunde der Casas Bahia hat DIE KRISE noch nicht gespuert, er hat weder seinen Arbeitsplatz noch sein Einkommen verloren!" Und diese Art Kunde, meint man, kauft auch, wenn das formelle Arbeitsverhaeltnis eventuell einem informellen der sogenannten Schattenwirtschaft weichen muss.

Michelin investiert in Rio de Janeiro

Diese Meldung passt zu Brasiliens neuem Status als fuenftwichtigsten Autoland der Welt. Michelin wird im Bundesstaat Rio de Janeiro die vierte Fabrik bauen, um dort Pkw - Reifen herzustellen. Dieser Spass kostet circa 200 Mio. US$, auch fuer Michelin kein Pappenstiel. Die Firma ist sehr zugeknoepft, sie veroeffentlicht keine Bilanzen und bei einer Einweihung in der Vergangenheit durfte zwar der Staatspraesident die neue Halle eroeffnen, aber nicht die daneben ansehen, in der produziert wurde. Michelin spuert aber auch DIE KRISE und musste im Dezember 20 Tage Werksferien fuer 3.000 Mitarbeiter einlegen, um nicht auf Halde zu produzieren.

12 Januar 2009

Schlagzeilen ueber Brasilien

VW-Konzern 2008 noch mit Rekord
Deutschland, China und Brasilien waren 2008 die größten Einzelmärkte von Europas größtem Autobauer

Vielschichtiger Rassismus in Brasilien
Die dunkelhäutige Hälfte der Bevölkerung trotz Zeichen äusserer Harmonie benachteiligt

Rio Tinto verschiebt Ausbau von Eisenerzmine in Brasilien
Rueckgang der Stahlnachfrage wirkt sich aus

Brasilianische Messen im zweiten Halbjahr 2009

INTERTOOLING BRASIL 2009 - Feira e Congresso Internacional de Tecnologia de Ferramentais
07 - 10 Julho, 2009 / 14h00 - 21h00
São Paulo /SP -
EXPO CENTER NORTE - Pavilhão Amarelo - São Paulo

FRANCAL 2009 - 41ª Feira Internacional de Calçados, Acessórios de Moda, Máquinas e Componentes
14 a 17 de julho, 2009; 14 a 16 - 10 às 20horas - Dia 17 - 10 às 17 horas
São Paulo - SP -
Pavilhão de Exposições Anhembi - SÃO PAULO

Congresso e Feira Internacional de Geoinformação
14-16 Julho, 2009
São Paulo -
Centro de Convenções Imigrantes - São Paulo - SP

34º Congresso Mundial para Veterinários de Pequenos Animais
21 a 24 de julho, 2009 - 08:30 às 18:00 horas
São Paulo -
Hotel Transamérica

Feira Internacional de Produtos para a Linha Pet e Veterinária
22 a 24 de julho, 2009 - 13:00 às 20:00 horas
São Paulo -
Transamerica Expo Center - São Paulo/SP - Brasil

5ª Feira Internacional de Produtos Orgânicos e Agroecologia
23 e 24 de julho: 13 às 21h -25 e 26 de julho: 11 às 20h
São Paulo - SP -
Pavilhão da Bienal - Parque do Ibirapuera

5ª Feira Internacional de Alimentação Saudável, Produtos Naturais e Saúde
23 e 24 de julho: 13 às 21h -25 e 26 de julho: 11 às 20h
São Paulo - SP -
Pavilhão da Bienal - Parque do Ibirapuera

IX Feira de Tecnologia, Máquinas e Equipamentos da Indústria da Construção
Agosto - 2009
A definir -
A definir

IX Feira de Produtos, Serviços e Soluções para Logístic
Agosto - 2009
A definir -
A definir

Estétika
Agosto - 2009
A definir -
A definir

Expo Money Brasília 2009
Agosto - 13 às 22h - Datas e locais no site www.expomoney.com.br
Brasília -
Datas e locais no site www.expomoney.com.br

Feira Internacional de Tecnologia, Serviços e Produtos para Segurança Pública
Agosto - 2009
A definir -
A definir

MAQUINTEX - Feira de Máquinas, Equipamentos, Serviços e Química para Indústria Têxtil
11 a 14 de Agosto de 2009- 14h às 21h
Fortaleza - CE -
Centro de Convenções do Ceará - Fortaleza-CE

Feira Internacional de Imagem
11-14 Agosto, 2009 - das 14h às 21h
São Paulo -
Centro de Exposições Imigrantes - São Paulo - SP

EXPOLAZER 2009 - 16ª Feira Internacional de Piscinas & Spas, Arquitetura e Paisagismo
12 a 15 de agosto, 2009 - 13 às 21horas
São Paulo -
Expo Center Norte

39ª House & Gift Fair South America
15 a 18 de agosto, 2009 - 9h às 19h
São Paulo -
Expo Center Norte - São Paulo/SP - Brasil

ABIMÓVEL-FENAVEM - 26ª Feira Internacional de Vendas e Exportação de Móveis
17 a 21 de agosto de 2009 - Das 13h às 21h
São Paulo - SP - Brasil -
Pavilhão de Exposições Anhembi

FEIRA INTERNACIONAL DE LICENCIAMENTO
19 E 20 DE AGOSTO, 2009 - 14 ÀS 20 HORAS
SÃO PAULO - SP -
CENTRO DE EXPOSIÇÕES IMIGRANTES

9ª Feira Técnica de Produtos para a Indústria de Carne
25 a 27 de Agosto, 2009 - das 14h às 21h
São Paulo -
Centro de Exposições Imigrantes

28ª FEIRA INTERNACIONAL DO MÁRMORE E GRANITO - CACHOEIRO STONE FAIR 2009
25 A 28 DE AGOSTO DE 2009 - 13:00 ÀS 20 HORAS
CACHOEIRO DE ITAPEMIRIM - ES -
PARQUE DE EXPOSIÇÃO DE CACHOEIRO DE ITAPEMIRIM

FERRAMENTAL - 5ª Feira de Máquinas-Ferramenta do Mercosul
26 a 29 de agosto, 2009 - quarta a sexta: 15 às 21 horas - sábado: 13 às 19 horas
Pinhais - Curitiba/PR -
Expotrade Convention Center

ELETRON - 13ª Feira Sul Brasileira da Indústria Elétrica, Eletrônica e Automação Industrial
26 a 29 de agosto, 2009 - quarta à sexta: 15 às 21 horas - sábado: 13 às 19 horas
Pinhais - Curitiba/PR -
Expotrade Convention Center

FIICAV 4ª FEIRA INTERNACIONAL DA INDÚSTRIA DO CINEMA E AUDIOVISUAL
26 a 28 de agosto de 2009, das 12 às 20 h
SÃO PAULO -
Centro de Exposições Imigrantes, São Paulo, SP

SET 2009 BROADCAST & CABLE - FEIRA INTERNACIONAL DE TECNOLOGIA EM EQUIPAMENTOS E SERVIÇOS PARA ENGENHARIA DE TELEVISÃO, RADIOFUSÃO E TELECOMUNICAÇÕES
26 a 28 de agosto de 2009, das 12 às 20 h
SÃO PAULO, SP -
Centro de Exposições Imigrantes, São Paulo, SP

Feira de Tecnologia, Máquinas e Equipamentos da Indústria da Construção
Setembro - 2009
A definir -
A definir

Expo Money São Paulo 2009
Setembro - 13 às 22h - Datas e locais no site www.expomoney.com.br
São Paulo -
Datas e locais no site www.expomoney.com.br

Hair Beauty 2009
Setembro - 2009
A definir -
A Definir

Feira de Postos de Serviços, Lojas de Conveniência & Food Service
Setembro - 2009
A definir -
A definir

Salão de Negócios Imobiliários de Minas Gerais
Setembro - 2009
A definir -
A definir

ESCOLAR PAPERBRASIL 2009 - 23ª Feira Internacional de Produtos, Serviços & Tecnologia para Escolas, Escritórios e Papelarias.
1 a 4 de setembro, 2009; 1 a 3 - 13 às 21 horas - Dia 4 - 11 às 17 horas
São Paulo - SP -
Pavilhão de Exposições Anhembi

AGROCANA - VII Feira de Negócios e Tecnologia da Agricultura da Cana-de-Açúcar
1 a 4 de setembro de 2009 - Das 13:00 às 20:00 horas - Simultaneamente à XVII FENASUCRO - Feira Internacional da Indústria Sucroalcooleira
Sertãozinho - SP - Brasil -
Centro de Eventos Zanini

EXPOMUSIC 2009 - 26ª Feira Internacional da Música - Instrumentos Musicais, Áudio, Iluminação e Afins
Consultar a data: Francal Feiras (11) 2226-3100
São Paulo - SP -
Expo Center Norte

FENASUCRO - XVII FEIRA INTERNACIONAL DA INDÚSTRIA SUCROALCOOLEIRA
1 a 4 de setembro, 2009 - 13:00 às 20:00 h
Sertãozinho -
Centro de Eventos Zanini - Sertãozinho/SP

Exposição Internacional de Ingredientes e Soluções para a Indústria Alimenticia
Setembro, 2009
São Paulo / SP -
Transamerica Expo Center (TEC)

Feira Internacional de Santa Cruz
Setembro - 2009
-
A Definir

INTERCON 2009 - Feira e Congresso Internacional da Tecnologia, Equipamentos, Materiais de Construção e Acabamentos
02 - 05 de Setembro /15:00 - 22:00
Megacentro Expoville - Joinville - SC - Brazil -
Megacentro Expoville - Joinville - SC - Brasil

Festa Nacional do Calçado
04 a 07 e 10 a 13 de setembro, 2009 - das 10 às 21 horas
Novo Hamburgo -
Parque de Exposições Fenac

Feira Internacional de Tecnologia para Laboratórios, Análises, Biotecnologia e Controle de Qualidade.
08 à 10 de setembro, 2009 - 13:00 às 20:00
São Paulo - SP -
Transamerica Expo Center (TEC)

EXPOCON - 12ª Feira de Fornecedores da Construção Civil
09 a 12 de setembro, 2009 - quarta a sexta: 16 às 22 horas - sábado: 13 às 20 horas
Pinhais - Curitiba/PR -
Expotrade Convention Center

47a. Feira Internacional de Equipamentos, Produtos e Serviços para Hotéis, Flats, Motéis, Restaurantes, Fast-Foods, Lanchonetes, Cozinhas Industriais, Hospitais e Similares
14 a 17 de setembro, 2009 - 13 às 21h
São Paulo -
Pavilhão de Exposições do Anhembi

3º Equip Food&Drinks
14 a 17 de setembro, 2009 - 13 às 21h
São Paulo -
Pavilhão de Exposições do Anhembi

4º Equip Spa&Wellness
14 a 17 de setembro, 2009 - 13 às 21h
São Paulo -
Pavilhão de Exposições do Anhembi

INTERMACH 2009 - Feira e Congresso Internacional de Tecnologia, Máquinas, Equipamentos, Automação e Serviços para a Indústria Metal-Mecânica.
15 - 19 Setembro, 2009 / 14h00 - 21h00
Joinville - SC - Brasil -
Megacentro Expoville - Joinville - SC - Brasil

VIII Feira Internacional de Tecnologias de Saneamento Ambiental
20 a 24 de setembro, 2009 - 12 às 20 horas
Pernambuco -
Pernambuco - Brasil

Feira Internacional de Refrigeração, Ar Condicionado, Ventilação, Aquecimento e Tratamento do Ar
22-25 Setembro, 2009 - das 13h às 21h
São Paulo -
Imigrantes - São Paulo - SP

FEIPACK - 4ª Feira Sul Brasileira da Embalagem
23 a 26 de setembro, 2009 - quarta a sexta: 15 às 21 horas - sábado: 13 às 19 horas
Pinhais - Curitiba/PR -
Expotrade Convention Center

Salão Imobiliário São Paulo
24-27 Setembro, 2009
São Paulo -
Anhembi - São Paulo - SP

Feira Internacional da Beleza
25-28 setembro, 2009
São Paulo -
Anhembi - São Paulo - SP

FEIRA INTERNACIONAL DA VIDA SAUDÁVEL
25 A 27 DE SETEMBRO, 2009 - 14 ÀS 20 HORAS
SÃO PAULO - SP -
CENTRO DE EXPOSIÇÕES IMIGRANTES

COUROVISÃO - 10ª Feira Internacional de Couros, Componentes, Químicos e Acessórios para Calçados e Artefatos
29 de setembro a 1º de outubro, 2009 - 13 às 20 horas
Novo Hamburgo -
Parque de Exposições Fenac

RIOPARTS - Feira Internacional da Indústria de Autopeças e Reparação Automotiva
30 de setembro a 03 de outubro, 2009
Rio de Janeiro - RJ -
RioCentro Exhibition & Convention Center

12ª FIAFLORA EXPOGARDEN - FEIRA INTERNACIONAL DE PAISAGISMO, JARDINAGEM E FLORICULTURAFloricultura
outubro, 2009
São Paulo -
Centro de Exposições Imigrantes

Expo Money Belo Horizonte 2009
Outubro - 13 ás 22h - Datas e Locais no site www.expomoney.com.br
Belo Horizonte -
Datas e Locais no site www.expomoney.com.br

FEIRA DE SUBCONTRATAÇÃO E INOVAÇÃO INDUSTRIAL
Outubro 2009 - 14 às 21 horas
CAXIAS DO SUL / RS -
PAVILHÕES DA FESTA DA UVA

RIO FRANCHISING BUSINESS
Outubro - 2009
A definir -
A definir

Salão de Negócios Imobiliários da Bahia
Outubro - 2009
A definir -
A definir

São Paulo Boat Show 2009
01 a 06 de outubro de 2009 - Dias de semana: das 14 as 22 horas Final de semana: das 12 as 22 horas
São Paulo -
Transamerica Expo Center

Expo Money Rio de Janeiro 2009
Outubro - 13 às 22h - Datas e locais no site www.expomoney.com.br
Rio de Janeiro -
Datas e locais no site www.expomoney.com.br

ART MUNDI - 6ª Feira Mundial de Artesanato
02 a 11 de outubro, 2009 - segunda à sexta: 13 às 22 horas - sábados: 10 às 22 horas - domingos: 10 às 22 horas
São Paulo - SP -
Expo Center Norte

FEIRA BRASILEIRA DOS FORNECEDORES PARA O SETOR DE TÁXI
02 E 03 DE OUTUBRO, 2009 - 14 ÀS 19 HORAS
SÃO PAULO -SP -
CENTRO DE EXPOSIÇÕES IMIGRANTES

SÓ PARA MULHERES
02 A 04 DE OUTUBRO, 2009 - 14 ÀS 20 HORAS
SÃO PAULO - SP -
CENTRO DE EXPOSIÇÕES IMIGRANTES

FEIRA INTERNACIONAL DE TUBOS, CONEXÕES E COMPONENTES
06 A 08 DE OUTUBRO, 2009 - 14 ÀS 21 HORAS
SÃO PAULO - SP -
CENTRO DE EXPOSIÇÕES IMIGRANTES

FEIRA INDUSTRIAL DE TECNOLOGIAS TÉRMICAS
06 A 08 DE OUTUBRO DE 2009 - 14 ÀS 21 HORAS
SÃO PAULO - SP -
CENTRO DE EXPOSIÇÕES IMIGRANTES

FEIRA INDUSTRIAL DO GÁS
06 A 08 DE OUTUBRO, 2009 - 14 ÀS 21 HORAS
SÃO PAULO - SP -
CENTRO DE EXPOSIÇÕES IMIGRANTES

FEIRA INTERNACIONAL DE VÁLVULAS INDUSTRIAIS E ACESSÓRIOS
06 A 08 DE OUTUBRO, 2009 - 14 ÀS 21 HORAS
SÃO PAULO -SP -
CENTRO DE EXPOSIÇÕES IMIGRANTES

FEIRA INTERNACIONAL DE BOMBAS, MOTOBOMBAS E ACESSÓRIOS
06 A 08 DE OUTUBRO, 2009 - 14 ÀS 21 HORAS
SÃO PAULO - SP -
CENTRO DE EXPOSIÇÕES IMIGRANTES

FEIRA INDUSTRIAL DE TECNOLOGIAS EM METAIS
06 A 08 DE OUTUBRO, 2009 - 14 ÀS 21 HORAS
SÃO PAULO - SP -
CENTRO DE EXPOSIÇÕES IMIGRANTES

FEIRA INTERNACIONAL DE TECNOLOGIAS PARA PRODUÇÃO E DISTRIBUIÇÃO DE ENERGIAS LIMPAS E RENOVÁVEIS
07 A 09 DE OUTUBRO, 2009 - 14 ÀS 20 HORAS
SÃO PAULO - SP -
CENTRO DE EXPOSIÇÕES IMIGRANTES

CARBONO ZERO FEIRA E CONFERÊNCIA
07 A 09 DE OUTUBRO, 2009 - 14 ÀS 20 HORAS
SÃO PAULO - SP -
CENTRO DE EXPOSIÇÕES IMIGRANTES

MOBILIAR - 13ª Feira de Móveis do Paraná
16 a 25 de outubro, 2009 - segunda à sexta: 16 às 22 horas - sábados: 14 às 22 horas - domingos: 14 às 21 horas
Curitiba - PR -
Centro de Exposições de Curitiba - Parque Barigui

ART MUNDI - 7ª Feira Mundial de Artesanato
16 a 25 de outubro, 2009 - segunda à sexta: 13 às 22 horas - sábados: 10 às 22 horas - domingos: 10 às 22 horas
Brasília - DF -
Expo Brasília - Parque da Cidade

Salão Internacional do Transporte
19-23 Outubro, 2009
São Paulo -
Anhembi - São Paulo - SP

Expo Money Rio de Janeiro 2009
Novembro - 11 às 21h - Datas e locais no site www.expomoney.com.br
Rio de Janeiro -
Datas e locais no site www.expomoney.com.br

7ª Feira Internacional de Produtos, Embalagens, Equipamentos, Acessórios e Serviços para Alimentação
3 a 6 de Novembro, 2009 - das 16h às 22h
Olinda (PE) -
Centro de Convenções de Pernambuco

Feira Internacional da Cadeia Produtiva de Leite
03 à 07 de novembro, 2009 - 9 às 20 horas
São Paulo- SP -
Centro de Exposições Imigrantes

XI FIMAI - Feira Internacional de Meio Ambiente Industrial e Sustentabilidade
04, 05 e 06 de novembro de 2009
São Paulo -
Pavilhão Azul - Expo Center Norte

FEIRA DE TECNOLOGIAS PARA A INDUSTRIA DO PLÁSTICO, BORRACHA, MOLDES, MATRIZES E EMBALAGENS
10 a 13 de Novembro de 2009 - 14 às 21h
Porto Alegre - RS -
Centro de Convenções da FIERGS - Porto Alegre - RS

SABOR ES - FEIRA DA GASTRONOMIA, HOTELARIA E TURISMO
23 A 25 DE NOVEMBRO DE 2009
GRANDE VITÓRIA, ES -
PAVILHÃO DE CARAPINA

Feira Internacional de Produtos e Serviços para a Indústria do Futebol
Dezembro - 2009
A definir -
A definir

NOSSAS MÃOS - 3ª Feira do Artesanato Brasileiro
Dezembro, segunda à sexta: 15 às 22 horas - sábados: 14 às 22 horas - domingos: 14 às 21 horas
São Paulo - SP -
São Paulo