- + 25 % Holland
- + 18,1 % Frankreich
- + 8,7 % Schweden
- + 8,5 % Mexiko
- + 7,8 % Japan
- + 4,3 % Deutschland
- + 3,9 % Brasilien
- + 1,9 % Spanien
- + 1,5 % Italien
- + 0,5 % USA
- - 2,4 % Schweiz
- - 2,7 % Portugal
- - 3,1 % England
Seiten
- STARTSEITE
- INDIVIDUELLE BRASILIENREISEN
- MESSEN 2014/15
- HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN ÜBER BRASILIEN
- BRASILIENBUCH
- MYTHEN
- VERANSTALTUNGEN
- IN BRASILIEN INVESTIEREN
- ERFOLGREICH IN BRASILIEN SEIN
- FIRMENGRÜNDUNG IN BRASILIEN
- EUROLATINA
- MARKTBEARBEITUNG BRASILIEN
- EMPRESAS ALEMÃS PROCURAM
- ZUR LAGE BRASILIENS AM 1.9.2015
- BRASILIENLITERATUR
- BRASILIEN 2017
- BRASILIEN IN BILDERN
Dieses Blog durchsuchen
11 Juli 2009
Wachstum 2008 ausländischer Firmen in Brasilien
Der operative Umsatz der börsennotierten Firmen in Brasilien entwickelte sich nach Herkunftsland gegenüber 2007 so:
09 Juli 2009
Brasilien empfängt mehr Geld aus dem Ausland als es wegschickt
Der Juni war der dritte Monat in unmittelbarer Folge, in dem der Dollarzugang den -abgang übertraf. Der Überschuß betrug im Juni 1,07 Mrd. US$. Im Site (durch Klicken kommen Sie in den englischen Teil) der brasilianischen Zentralbank findet man ausführliche Informationen dazu. Ein weiteres Indiz für ein Abklingen DER KRISE wenigstens bei uns in Brasilien.
Neuigkeiten aus dem Stahlbereich
Unser Präsident hat sich immer, vor allem im Wahlkampf, dafür stark gemacht, dass die Petrobrás ihre Plattformen im eigenen Lande bauen soll. Aber Reden ist eine Sache, Machen eine andere. Der Logistikarm der Petrobrás, die Firma Transpetro, baut zwar im Rahmen der ersten Stufe des Programmes zur Modernisierung und Erweiterung der Flotte - Promef 26 Schiffe, kaufte aber das Grobblech dazu zu 60 % aus China und der Ukraine. Insgesamt werden 80.000 to benötigt, die von 11 Lieferanten im Rahmen einer Ausschreibung angeboten wurden. Usiminas, der einzige nationale Hersteller von Blechen für die Nautikindustrie, war angeblich 60 % teuer als die Chinesen.
Wenn man sich die Statistiken des IBS - Instituto Brasileiro de Siderurgia ansieht, sieht man, dass dies kein Einzelfall ist. Von Januar bis Mai diesen Jahres wuchs der Stahlimport gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 5,6 % auf 927.900 to. Wen man nur die Maiwerte vergleicht, nahm der Stahlimport sogar um 18,2 % zu. Usiminas machte die hohe Steuerlast brasilianischer Produkte für die nicht konkurrenzfähigen Preise verantwortlich.
Trotzdem plant Usiminas eine Produktionsausweitung, nach dem bereits Gerdau und CSN angekündigt hatten, stillgelegte Hochöfen wieder in Betrieb zu nehmen. In der Usina Intendente Câmara, von deren drei Hochöfen zwei seit Ende letzten Jahres nicht mehr arbeiten, soll ein zweiter Hochofen wieder produzieren. Seit Januar hat Usiminas in diesem Stahlwerk 1.100 Mitarbeiter entlassen, weitere 1.600 verloren ihren Arbeitsplatz bei Zulieferbetrieben und Dienstleistern. Für den wiederanzufahrenden Hochofen werden ca. 60 Mitarbeiter benötigt. Wenn dieser Hochofen in ca. 20 Tagen wieder produziert, werden nur noch drei von den vierzehn Hochöfen Brasiliens außer Betrieb sein. Von Januar bis Mai arbeiteten unsere Stahlwerke nur mit 49,7 % ihrer Kapazität, die 41 Mio. to beträgt - damals waren sechs Hochöfen gleichzeitig stillgelegt.
Der Stahlexport zieht zur Zeit etwas an und die Preise stiegen im letzten Monat von 430 auf 520 US$ pro to warmgewalztes Blech. Außerdem wird die Inlandsnachfrage weiterhin durch die IPI-Reduzierung bzw. -aussetzung für Weisse Ware, Autos und Baumaterialien, die 80 % der internen Stahlnachfrage ausmachen, unterstützt.
Der Stahlhandel sitzt im Augenblick auf 905.000 to, die für 3,2 Monate reichen. Normal wäre eine Bestandsreichweite von 2,5 Monaten, die im August wieder erreicht werden soll. Im Dezember 2008, auf dem Höhepunkt DER KRISE, betrug die Reichweite sogar 6,4 Monate.
Die spürbare Besserung der Lage im Stahlsektor veranlasste Goldman Sachs den Kauf von Stahlaktien zu empfehlen, in Lateinamerika insbesondere von Usiminas und der argentinischen Ternium.
Aussenhandel Brasiliens im Vergleich 1. HJ 2008 / 2009
Quelle: Aussenhandelsabteilung des Ministeriums für Entwicklung, Industrie und AussenhandelWie man sieht, hat der Aussenhandel durch DIR KRISE einen ziemlichen Rückschlag erlitten, sowohl beim Export als auch beim Import. Die Rückgänge sind doch sehr beachtlich. Auch beachtlich ist, dass die Anzahl der Exporteure zurückging, die der Importeure aber anstieg. Das Ministerium hat dafür keine Erklärung, weist aber darauf hin, dass vermehrt Importe im Wert von unter 100.000 US$ getätigt werden, was bedeuten könnte, das vermehrt kleine Importeure versuchen, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch ausländische Güter zu steigern. Die zweite Tabelle ist leider noch nicht für 2009 verfügbar, zeigt aber, dass Export nichts für die Kleinen ist.
08 Juli 2009
Schlagzeilen
Brasilien bleibt geschlossen
Das sagt wenigstens das Weltwirtschaftsforum, welches eine Rangliste seiner Mitgliedsländer nach dem wirtschaftlichen Öffnungsgrad erstellt hat. In dieser Liste landete Brasilien auf der 87. Position, nicht gerade schmeichelhaft und dazu unbequem:
1. Singapur
2. Hong Kong
3. Schweiz
4. Dänemark
5. Schweden
6. Kanada
10. Holland
12. Deutschland
14. Australien
16. USA
17. Frankreich
2. Hong Kong
3. Schweiz
4. Dänemark
5. Schweden
6. Kanada
10. Holland
12. Deutschland
14. Australien
16. USA
17. Frankreich
19. Chile
20. Großbritannien
24. Japan
25. Taiwan
26. Südkorea
27. Spanien (37?)
45. Italien
49. China
61. Südafrika
74. Mexiko
76. Indien
87. Brasilien
97. Argentinien
109. Rußland
119. Venezuela
Man beachte Chinas Position im Vergleich zu Brasilien. Unsere Sozialisten haben wohl härtere Schädel als die Chinas?
Robustes Erholungssignal
Die Nutzung der installierten Kapazität in der weiterverarbeitenden Industrie wuchs im Mai den vierten Monat in Folge und erreichte 79,8 %. Allerdings liegt dieser Wert immer noch 3,3 Prozentpunkte unter der Auslastung vom Mai 2008, die 83,1 % betrug. Aber immerhin, man nähert sich!
Eine weitere gute Meldung, seit seiner Schaffung in meinem Geburtsjahr 1944 zeigte der Inflationsindex IGP-DI für das erste Halbjahr 2009 zum ersten Mal eine Deflation an! Danach gingen die von ihm gemessenen Preise um 1,04 % zurück.
Steuerlast drückt Brasilianer
Zwei Zahlen sagen alles: 2008 wuchs das BIP Brasiliens um 5,1 %, das Steueraufkommen aber um 8,3 %. Das BIP-Wachstum betrug 140 Mrd. R$, das Steueraufkommen stieg aber um fast 80 Mrd. R$, d.h. 57 % des BIP-Wachstums wurden weggesteuert. 1999 betrug der Anteil des Steueraufkommens am BIP übrigens nur 29,5 %.
Entgelt für den ARBEITNEHMER:
Bruttogehalt.............10.000,00 R$
Sozialversicherung..........354,08 R$
Lohnsteuer................1.989,68 R$
Nettogehalt...............7.656,23 R$
Damit werden die
Lohnkosten für den ARBEITGEBER:
Bruttogehalt.........................10.000,00 R$
Garantiefond..............................427,22 R$
Sozialversicherung...................3.081,67 R$
13. Gehalt anteilig.......................833,33 R$
Urlaubsgeld anteilig...................1.111,11 R$
.....................................
50 % Strafe Garantiefond............213,61 R$
Kündigungsankündigung............833,33 R$
Sozialversicherung......................215,00 R$
Garantiefond................................70,83 R$
.....................................
ANSTELLUNGSKOSTEN...16.786,11 R$
Die zweite Rubrik betrifft die Rückstellung für die gesetzliche Abfindung bei einer eventuellen Auflösung des Arbeitsvertrages.
Aus den 10.000 R$ Bruttoentgelt werden also ohne die Abfindungsrückstellung Lohnkosten von 15.453,33 R$. Und wenn Sie diese Rechnung für eine werdende Mutter machen, wird es noch teurer.
Diese Tabelle zeigt einen Vergleich der OECD-Staaten bezüglich der Steuerlast in % des BIP:
- Mittelwert OECD-Staaten: 36,1
- Japan: 18,4
- Mexiko: 19,8
- USA: 28,3
- Südkorea: 28,7
- Kanada: 33,3
- Brasilien: 34,7
- Deutschland: 36,2
- Großbritannien: 36,6
- Spanien: 37,2
- Frankreich: 43,6
Wenn man sich die Zusammensetzung des brasilianischen Steueraufkommens ansieht, versteht man, warum hier die Arbeitgeber zögern, das zu tun, was ihre Bezeichnung andeutet, nämlich Arbeitswilligen Arbeit zu geben, aber mit registrierter Anstellung und nicht innerhalb der Schattenwirtschaft. Und so sieht die prozentuale Aufteilung des Steueraufkommens von 2008 aus:
- Besteuerung von Einkünften: 20,45 %
- Besteuerung von Lohn- und Gehaltszahlungen: 22,45 %
- Besteuerung von Eigentum: 3,18 %
- Besteuerung von Gütern und Dienstleistungen: 48,44 %
- Besteuerung von Finanztransaktionen: 2,04 %
- Sonstiges: 3,44 %
Dass die Lohn- und Gehaltszahlungen einer Firma mit 22,45 % belastet werden, beeinträchtigt unsere Wettbewerbsfähigkeit und fördert die Schattenwirtschaft. Das hat sogar die Regierung erkannt und sagt, dass sie diesen Wert noch dieses Jahr verkleinern will. Hier ist eine Beispielrechnung, was die Einstellung eines Mitarbeiters den Arbeitgeber kostet:
Entgelt für den ARBEITNEHMER:
Bruttogehalt.............10.000,00 R$
Sozialversicherung..........354,08 R$
Lohnsteuer................1.989,68 R$
Nettogehalt...............7.656,23 R$
Damit werden die
Lohnkosten für den ARBEITGEBER:
Bruttogehalt.........................10.000,00 R$
Garantiefond..............................427,22 R$
Sozialversicherung...................3.081,67 R$
13. Gehalt anteilig.......................833,33 R$
Urlaubsgeld anteilig...................1.111,11 R$
.....................................
50 % Strafe Garantiefond............213,61 R$
Kündigungsankündigung............833,33 R$
Sozialversicherung......................215,00 R$
Garantiefond................................70,83 R$
.....................................
ANSTELLUNGSKOSTEN...16.786,11 R$
Die zweite Rubrik betrifft die Rückstellung für die gesetzliche Abfindung bei einer eventuellen Auflösung des Arbeitsvertrages.
Aus den 10.000 R$ Bruttoentgelt werden also ohne die Abfindungsrückstellung Lohnkosten von 15.453,33 R$. Und wenn Sie diese Rechnung für eine werdende Mutter machen, wird es noch teurer.
06 Juli 2009
Venezuela hat keine Devisen...
...und deshalb ist es schwer, Exportaufträge auch bezahlt zu bekommen. Oder liegt der eigentliche Grund tiefer?

Dieses Foto erhielt ich von unserem Eurolatinachef in Venezuela, es zeigt ein Spezialfahrrad, wie es nach seinen Worten zur Körperertüchtigung von Managern in diesem Land benutzt wird. In Brasilien würde das Faß wahrscheinlich Pinga enthalten.
Auf sie mit Gebrüll!
Ob das das Motto der Stadtverwaltung von São Paulo ist, wenn diese an die bösen Raucher denkt? Um unser Antirauch(er)gesetz durchzusetzen, sollen 35.000 Restaurants überwacht werden, 27.000 Kondos (davon 5.000 kommerzielle), 20.000 Bars, 2.000 Nachtbars, 289 Kinos, 120 Theater, 49 Einkaufszentren, 88 Museen und 33.000 Taxis. Für diese Sisyphosarbeit werden 522 Prüfer im Bundesstaat São Paulo, 200 davon in der seiner Hauptstadt, eingesetzt. Und um den Überwachungsstaat zu vervollständigen, werden Denunzianten Telefonnummern zur Verfügung gestellt, die 5.000 Beschwerden/Hinweise/Anschwärzungen täglich ermöglichen.
Ich bin übrigens Nichtraucher.
Glück muss man haben...
...können die Firmen sagen, die kräftig Dollarschulden angehäuft und keine Kurssicherung durch hedging gemacht haben. Darunter besonders die, die umgerechnet mehr als eine Milliarde R$ zurückzahlen müssen wie diese hier (gerundete Werte, Stichtag 31.3.09):
- Petrobrás 47 Mrd. R$
- Vale 33 Mrd. R$
- Gerdau 19 Mrd. R$
- Eletrobrás 17 Mrd. R$
- VCP 11 Mrd. R$
- CSN 9 Mrd. R$
- Braskem 9 Mrd. R$
- Aracruz 7 Mrd. R$
- Sadia 5 Mrd. R$
- Usiminas 5 Mrd. R$
Das Glück besteht darin, dass der US$ im letzten Vierteljahr den höchsten Wertverlust seiner Geschichte in Brasilien hinnehmen musste, er fiel um 15,7 %! Am 31.3.09 betrug die konvertierte Dollarverschuldung der brasilianischen offenen Kapitalgesellschaften 231,8 Mrd. R$, am 30.6.09 waren es nur noch 195,4 Mrd. R$. Wer weint, sind unsere Exporteure. Wer von Brasilien aus Dienstleistungen oder Waren in's Ausland verkauft, hat zur Zeit auch allen Grund dazu.
02 Juli 2009
Schlagzeilen
Brasilien steigert Handelsbilanzüberschuss - Exporte sehr robust
BSH Bosch und Siemens verkauft Brasilien-Geschäft an Mabe
Celesio wird mit Zukauf Brasiliens führender Pharmagroßhändler
29 Juni 2009
Chinesische Exporteure verdrängen Wettbewerber in Brasilien
Die brasilianische Industrie verliert immer mehr Aufträge an ihre chinesischen Konkurrenten, sowohl im Export als auch im Inlandsmarkt. Die Exportaufträge, die man früher aus den USA, Mexiko und Argentinien bekam, bleiben aus bzw. wachsen nur noch geringfügig. Aber China kauft wenigstens vermehrt in Brasilien ein, in den letzten 12 Monaten bis März 2009 betrug der Anteil Brasiliens an den chinesischen Auslandseinkäufen schon 2,7 %, 2003 waren es nur 0,7 %. Hier macht sich der starke Einfluss der commodities bemerkbar, die China jetzt wieder verstärkt kauft. Zwar waren die chinesischen Importe im März 2009 gegenüber dem März 2008 um 25 % zurückgegangen, aber die in Brasilien getätigten Einkäufe wuchsen wertmäßig um 158 %. China kauft von Brasilien vor allem Eisenerz, Soja und Erdöl. Bei Soja ist Brasilien hinter den USA der wichtigste Lieferant Chinas, beim Eisenerz liegen wir ebenfalls an zweiter Stelle. Die Erdöllieferungen machen allerdings nur (März 2009) 1,8 % aller Erdölimporte Chinas aus. Was uns weh tut, ist z.B. der chinesische Maschinenexport. Die Argentinier kaufen heute schon 18 % der importierten Maschinen von den Chinesen und der brasilianische anteil, der 2003 noch 24,4 % betrug, liegt heute bei 20,6 %. Und Argentinien liegt vor unserer Haustür, wir können Geschäfte ohne Benutzung des US-Dollars zwischen den beiden Ländern abwickeln und Sprachschwierigkeiten gibt es auch kaum. Aber die chinesischen Maschinen sind, wie es das Beispiel großer Metallsägen der Franho Máquinas e Equipamentos zeigt, 30 % billiger als die brasilianischen. Abimaq, unser VDMA, wies darauf hin, dass in den ersten vier Monaten des Jahres der Maschinenexport Brasiliens nach Argentinien um 25,6 % gefallen sei. Bei der Elektronik sieht es nicht viel anders aus. 2003 verkaufte Brasilien an die 18 lateinamerikanischen Länder der Region Computer für 131 Mio. US$. Vier Jahre später waren es 8,5 % mehr, d.h. 142,2 Mio. US$. Aber die Chinesen steigerten sich von 258,8 Mio. US$ auf 1,98 Mrd. US$, also um mehr als 600 %!!! Kraus & Naimer in Cotia bei São Paulo exportierte schon 20 % der Produktion, heute sind es nur noch 4 % wegen der chinesischen Konkurrenz. Das sollte uns in Deutschland zu sehr denken geben und gleichzeitig aber nicht nur Anlass zu Besorgnis sein, sondern zum Nutzen der Situation gerade in Brasilien, z.B. durch vermehrte Aktivität im Lande. Optimierter und tropikalisierter local content ist meist billiger als Importware, auch wenn diese aus China kommt.
27 Juni 2009
Kursentwicklung R$ - € weiterhin günstig für deutsche Exporteure
Nostalgie
Als ich im November 1978 meinen ersten Schritt in Brasilien machte, fuhren 900.000 Fahrzeuge in der Hauptverkehrszeit auf den Straßen São Paulos. Heute sind es 3.500.000, die Verkehrsstaus verursachen, die - wenn es besonders schlimm ist - aneinandergereiht fast 300 km lang sind. Deshalb brauchte ich vorgestern auch für den Weg vom Flughafen Guarulhos zu mir nach Hause über zwei Stunden und das für 65 km und morgens um 6:00! Da kommt die Nachricht, dass die Ringautobahn - Rodoanél genannt - um São Paulo herum, die sieben der zehn Autobahnen, die die Metropole mit dem Rest Brasiliens verbinden, anbinden wird, vorzeitig fertig sein wird, wie gerufen. Und das trotz der Widerstände der Bundesregierung und der radikalen Naturschützer, die es aus durchsichtigen Gründen verstanden haben, den Bau der Ringautobahn um Jahrzehnte zu verzögern. Ab 2014 brauche ich mich also nicht mehr nostalgisch nach den alten Zeiten zu sehnen, denn dann ist der Kreis geschlossen und keine LKWs, die, aus dem Landesinneren kommend, zum Hafen von Santos oder den ungekehrten Weg nehmen müssen, brauchen sich mehr durch die Stadt São Paulo zu quälen und mir und meinen Mitbewohnern das Leben schwer zu machen. Und wir sprechen hier u.a. von täglich 301.000 Fahrzeugen weniger auf der Marginal Pinheiros und 85.000 weniger auf der Avenida dos Bandeirantes!
Brasilianische Autoindustrie auf der Zielgeraden in Führung
Bedingt durch Vor-Ort-Beratung in Sachen Brasilien in der IHK Essen, der Betreiberin des Firmenpools Brasilien / Mercosur, musste ich eine Pause beim Schreiben neuer Beiträge einlegen, aber die erste Nachricht nach meiner Rückkehr nach São Paulo ist dafür auch sehr positiv: Die Automobilindustrie steht vor dem besten Monat ihrer Geschichte, u.a. weil die Regierung - wie berichtet - die Industrialisierungssteuer IPI für Autos (und Weiße Ware und Baumaterial) ausgesetzt bzw. reduziert hat und diese Maßnahme jetzt um drei Monate verlängern wird, die offizielle Ankündigung soll am Montag erfolgen. Der bisherige Rekordmonat der KFZ-Industrie war der Juli 2008 mit 288.100 verkauften Fahrzeugen. Die Regierungsmaßnahme verbilligt Autos um 7 % und - es geschehen noch Zeichen und Wunder (oder "der Not gehorchend, nicht dem eigenen Triebe"?) - die Industrie hat die Preise im Mittel sogar um 9 % gesenkt. Sie können sich dies alles übrigens Ende September selbst ansehen, denn die IHK Essen veranstaltet eine Unternehmerreise nach Brasilien mit Weiterfahrt nach Chile oder Argentinien. Parallel wird eine Mexikoreise stattfinden.
11 Juni 2009
Der brasilianische Leitzins sinkt weiter
und unterschreitet die psychologisch wichtige Zehnprozentmarke. Er wurde nämlich gerade um einen Prozentpunkt gesenkt und beträgt "nur" noch 9,25 %, ist also das erste Mal seit der Stabilisierung der brasilianischen Wirtschaft durch die Einführung des R$ unter die 10 % - Marke gerutscht. Das bringt gewichtige Veränderungen für das Land; die Regierung kann ihren Zinsdienst erheblich verringern, das verfügbare Kreditvolumen steigt und die stratosphärisch hohen Zinsen für Kredite sinken endlich. Die Wirtschaft sollte davon profitieren und kann hoffen, dass Brasilien bald ein Land sein wird, in dem sowohl Inflation als auch Zinsen niedrig sind. Und niedrige Zinsen heisst auch weniger spekulatives Geld aus dem Ausland, d.h. weniger US$, der dadurch - Knappheit verteuert jede Ware - wertvoller wird. Und wenn der R$ deshalb schwächer wird, werden zwar die Importe beeinträchtigt, aber der brasilianische Exporteur profitiert vom starken US$.
07 Juni 2009
Der Euro auf Talfahrt gegenüber dem Real erfreut Exporteure außerhalb Brasiliens

Wenn Sie auch zu diesen gehören wollen, können Sie sich vom 15. bis 19.6.09 in der IHK Essen kostenlos von mir erklären lassen, was Sie machen müssen, um nach Brasilien zu exportieren. Bitte machen Sie bei Interesse einen Termin mit Herrn Slomke von der Kammer aus, der Sie auch über den Firmenpool Brasilien / Mercosur der IHK Essen informieren kann, über den Sie Ihre Geschäftspartner besonders kostengünstig finden können.
Eine Firmengründung in Brasilien
ist oft der beste Weg, um dauerhaft gute Geschäfte im Land zu machen. Aber bis es soweit ist, fließt viel Wasser den Amazonas hinunter. Das zeigt ein Vergleich, den die Zeitschrift VEJA in ihrer Ausgabe vom 10. Juni 2009 veröffentlichte. Danach dauert es im Mittel 152 Tage, bis eine neue Firma registriert ist. In den OECD-Ländern sind es nur 13 Tage. Kein Wunder, denn in Brasilien müssen 18 bürokratische Schritte gegangen werden, in den OECD-Ländern sind es im Schnitt nur 6. Und wenn die Hürden genommen sind, hat man trotzdem Grund zum Ärgern, denn in Brasilien werden 52 % der Gewinne weggesteuert, in den OECD-Staaten nur 18 %. Kein Wunder, dass von den neuen Firmen in Brasilien im Mittel nur 38 % die ersten 5 Jahre überleben. In den OECD-Staaten werden 65 % der Neugründungen älter als 5 Jahre.
Aber lassen Sie sich nicht entmutigen, 1.300 deutsche Firmen in Brasilien haben trotzdem Erfolg und sind seit vielen Jahren, einige mehr als hundert, hier ansässig. Meine Firma Eurolatina gründet fast alle zwei Monate eine Firma im Auftrag eines Kunden und bisher haben alle überlebt!
Wenn Sie sich für solche OECD-Länderstatistiken interessieren, klicken Sie in Brasilien und Sie finden weitere interessante Zahlen.
Hat Brasiliens Wirtschaft eine robuste Gesundheit?
Es sieht so aus, denn steigende Einkünfte der Bevölkerung und mehr Kredite aufgrund der fallenden Zinsen sorgen für zusätzliche 100 Mrd. R$ für den Konsum. Damit wird trotz der durch den wiedererstarkenden Real beeinträchtigten Exporte ein Wirtschaftswachstum generiert, welches sich vor allem auf die Nachfrage des Inlandsmarktes stützt. Der heute 10,25 % per annum betragende Leitzins wird wohl bald einstellig sein und damit dürfte das spekulativ einströmende Geld aus dem Ausland weniger werden. Schon jetzt kommt praktisch genau so viel Geld aus dem Ausland für Investitionen in Produktivmittel herein wie für Aktien, ein gutes Zeichen und ein Beweis für das Vertrauen ausländischer Unternehmer in Brasiliens Wirtschaft. Langfristig schafft die Regierung allerdings Probleme, denn die steigende Kaufkraft stützt sich vor allem auf erhöhte Einkünfte der Staatsangestellten und der Sozialhilfeempfänger. Der Großteil der unter der Armutsgrenze lebenden Familien haben als Haushaltsvorstand einen Familienvater mit keiner oder nur rudimentärer Schulausbildung - und daran ändert die Regierung seit Generationen leider wenig. Auch das PAC-Programm hat keinen großen Einfluß, weil es an der Umsetzung hapert. Von den bis 2010 geplanten Ausgaben von 646 Mrd. R$ sind erst 22,5 Mrd. R$ realisiert worden, das sind magere 2,5 %. Damit kann Lulas Präsidentschaftskandidatin, die für das Programm verantwortlich zeichnet, kaum punkten.
06 Juni 2009
Hospitalar 2009
Unser Poolmitglied PLANILUX stellte auf der gestern zu Ende gegangene HOSPITALAR Roentgenbildbetrachter der neuesten Generation mit Jalousien und flackerfreien hochfrequenten regelbaren Lichtquellen aus sowie den ergonomisch gestalteten Arbeitstisch ELTRONO fuer Roentgenaerzte, der in der Hoehe und in der Neigung stufenfrei elektrisch verstellbar ist und Platz fuer drei hochaufloesende Bildschirme, einen normalen Bildschirm, den zugehoerigen PC und die Tastatur fuer die PACS-Umgebung eines Krankenhauses bietet. Die Bilder zeigen Hans-Guenther Lappe von Planilux und Paulo Pinheiro und Caetano Martins von Eurolatina. Diese Mannschaft war sehr erfolgreich, denn sie verkaufte auf der Messe sogar die Exponate.
04 Juni 2009
Jeder kann sich mal verschrieben
Nur die Qualitätssicherung nicht! Heute erhielt ich nach vielen Anläufen die Informationen, die für die Fortführung der Serienlieferung eines meiner Kunden notwendig war. Unterschrift:
i. A. NN
Qualitdtssicherung
Hoffentlich gilt hier nicht: "Nomen est Omen!".
31 Mai 2009
Werden Sie auch von E-Mails überflutet?
Das erhielt ich heute als Antwort auf eine E-Mail:
Devido ao grande volume de trabalho, verifico e respondo e-mail´s somente duas vezes ao dia.
Se você precisar de algo imprescindível (mas assegure que seja imprescindível) que não pode esperar algum dos horários definidos, por favor, contate +51 11 3872 9011 ou +51 11 3679 7770.
Obrigado por compreender essa iniciativa em busca de mais eficiência e eficácia.
Atenciosamente,
Sâmia Maluf
Zusammengefasst frei übersetzt: Hallo, Freunde, wegen der vielen Arbeit lese und beantworte ich nur zweimal täglich E-Mails. Wenn Du etwas Dringendes hast, was nicht warten kann, vergewissere Dich, ob es wirklich sooo dringend ist und rufe mich an. Danke für das Verständnis meines Wunsches nach mehr Effizienz!
Ich habe Frau Maluf spontan gratuliert und kann Ihr Beispiel nur zur Nachahmung empfehlen.
Euro wieder unter 2,80 R$ - deutsche Exporteure atmen auf
Trotzdem fällt es brasilianischen Maschinenkäufern schwer, günstige Kredite für ihren Einkauf zu bekommen. Der Ausweg könnte ein Mietvertrag und - vorläufig - ein befristeter Import sein. Näheres können Sie bei mir erfahren, wenn Sie einen konkreten Fall haben, wo ein Auftrag von seiner Finanzierung abhängt.
Brasilienartikel im Handelsblatt
Alexander Busch, der aus Brasilien u.a. für das Handelsblatt schreibt, machte mich auf eine Artikelserie über Brasilien aufmerksam, die Ihre ungeteilte Beachtung verdient. Hier wird an Beispielen von Personen und Persönlichkeiten das erstaunliche Wachstumspotential Brasilien gezeigt. Gerade in der jetzigen Zeit ein wahrer Lichtblick für deutsche Unternehmer, die im Inland mit DER KRISE kämpfen müssen und denen die Bundesregierung nicht zur Hilfe eilt, weil zu wenig Wählerstimmen mit der Rettung eines KMUs mobilisiert werden können.
Ich mache mich heute wieder auf den Heimweg nach Brasilien, werde aber vom 15. bis 19. Juni 2009 in der IHK Essen wieder kostenlose Sprechstunden für brasilieninteressierte Unternehmen abhalten. Anmeldungen wie gewohnt über Herrn Slomke von der IHK Essen.
20 Mai 2009
Brasilienberatung
Ab dem 15.6.09 halte ich wieder für eine Woche kostenlose Sprechstunden zum Thema MARKTEINTRITT UND MARKTBEARBEITUNG IN BRASILIEN in der IHK Essen ab. Sie können sich dazu bei Herrn Slomke von der Kammer anmelden. Mit der IHK Essen können Sie im deutschen Herbst übrigens nach Brasilien fahren, um das Land kennenzulernen und sich aus erster Hand Eindrücke über Ihre geschäftlichen Chancen zu verschaffen. Auch darüber können Sie sich bei Herrn Slomke informieren. Für die Teilnehmer der Fahrt gibt es am 18.6.09 ein Einführungsseminar in der IHK Essen, auf dem ich praktische Hinweise für den Markteintritt in Brasilien geben werde.
Brasil Foods
Ja, Sie haben richtig gelesen, nicht Brazil Foods, sondern Brasil Foods. So heißt eine neue Firma, die künftig neben anderen Superlativen der größte Hähnchen- und Hühnchenexporteur der Welt sein wird. Entstanden ist sie aus DER KRISE. Bisher waren es nämlich zwei Firmen, die sich jetzt zusammenschlossen, Perdigão und Sadia. Perdigão hat als Markenzeichen zwei Hühnersilhouetten, Perdigão die einer gekrümmten Wurst. Damit ist das Tätigkeitsgebiet jeweils gut umrissen. Der Zusammenschluß (oder richtiger die Übernahme) wurde nötig, weil Sadia viel Geld durch riskante Geschäfte verlor, als der Dollar plötzlich wertvoll wurde und der Real kurzfristig in den Keller fiel. Sadias Börsenwert ging Ende 2008 um 63 % zurück, weil die Firma "eine schnelle Mark" machen wollte. aus dem Zuwachsgewinn wurde ein Riesenverlust und ein arbeitsloser Finanzvorstand.
Einige Daten aus der Zeit vor Brasil Foods, d.h. aus der Bilanz von 2008:
Schulden
- Perdigão 3,4 Mrd. R$
- Sadia 7,7 Mrd. R$
- Perdigão 54 Mio. R$
- Sadia - 2,5 Mrd. R$
- Perdigão 59.000
- Sadia 60.700
- Perdigão 11,3 Mrd. R$
- Sadia 10,7 Mrd. R$
Die Frage, die noch beantwortet werden muss, ist, ob das Kartellamt die Bildung der Brasil Foods wirklich ohne Auflagen zulässt, denn auf der Strecke bleibt der Wettbewerb und damit auch der Verbraucher, der als Kunde künftig nicht viel Optionen hat.
19 Mai 2009
"Junge, geh' zur Post!"
So hiess es früher in Deutschland, wenn es um die Berufswahl des Sohnes ging und dann immer mit dem Zusatz: "Da hast Du nicht viel, aber was Du hast, hast Du sicher! Und die Pension, denke an die Pension!". Heute kann man sich das in meinem Geburtsland nicht mehr vorstellen, aber in Brasilien wohl, denn hier ist der Staat in erster Linie Versorger und die Staatsdiener bis hoch zur ersten Ebene oft in erster Linie Selbstbediener. Nur nicht mit den Konsequenzen, die diese Einstellung in Großbritannien mit sich bringt.
Aber zurück zum Entgelt. Wenn man sich die Bezüge der Staatsdiener, in der Bundesrepublik Deutschland Beamte und Angestellte und Arbeiter des Öffentlichen Dienstes geheißen und in Brasilien einfach funcionários públicos, ansieht sowie ihre Entwicklung, dann versteht man, warum in Brasilien fast jeder an die nährenden Brüste der öffentlichen Alma Mata möchte.
Von Dezember 2002 bis Februar 2009 sind nämlich die mittleren Bruttobezüge in der Privatwirtschaft einschließlich Überstunden und aller Zuschläge inflationsbereinigt nur um ganze 8,7 % gestiegen. Die Inflation betrug in diesem Zeitraum 43,3 % und so ist es verständlich, dass von den Betroffenen kaum einer aufmuckt, weil er wahrscheinlich nur undeutlich ahnt, dass es ihm nicht sooo viel besser geht als vor sieben Jahren.
Wenn einer meckert, gehört er wahrscheinlich der privilegierten Kaste der Staatsdiener an, denen es viel besser geht, aber die das entweder nicht merken oder nicht wahrhaben wollen oder aber überzeugt sind, dass es ihnen noch viel besser gehen müsste. Man höre und staune, im betrachteten Zeitraum stiegen die mittleren Bruttobezüge der aktiven Mitarbeiter der Exekutive auf Bundesebene inflationsbereinigt um 74,2 %!!! Die Mitarbeiter der Legislative brachten es "nur" auf 28,5 %, aber die der Judikative auf 79,3 %. Ein Hinweis, wenn ich "aktive" Mitarbeiter schreibe, meine ich damit nicht etwa den fleissigen Teil, sondern diejenigen, die noch nicht pensioniert sind.
Im Dezember 2002 lagen die mittleren Bruttobezüge mit allen Zuschlägen in der Bundesexekutive bei 2.680 R$ im Monat, in der Privatwirtschaft nur bei mageren 741 R$. Im Februar 2009 verdiente ein Mitarbeiter der Bundesexekutive im Mittel brutto mit allen Zuschlägen 6.691 R$, sein armer Bruder in der Privatwirtschaft erhielt nur 1.154 R$. In der Judikative brachte es im Februar 2009 ein Staatsdiener im Mittel auf Bundesebene auf 16.800 R$ und in der Legislative auf 12.500 R$.
Brasilien leidet immer noch darunter, dass zwar die Republik eingeführt wurde, aber es noch nicht alle bemerkt haben. Und die meisten Vertreter dieser letzten Kategorie glauben im tiefsten Inneren, dass Brasilien immer noch wie eine Kolonie behandelt werden könne. Und die wurde immer wie eine Zitrone behandelt, nämlich ausgequetscht.
Chancen für Export nach Brasilien werden wieder besser
Gradative Arbeitsmarkterholung in Brasilien
Zur Jahreswende verloren ca. 800.000 Menschen ihren Arbeitsplatz in Brasilien. Jetzt scheint die Tendenz gebrochen, im April wurden schon 106.200 mehr Leute eingestellt als entlassen. Damit haben wir seit drei Monaten eine ununterbrochen positive Arbeitsplatzbilanz. Danken können die neuen Entgeltempfänger der Landwirtschaft und dem Dienstleistungssektor. Im Bundesstaat São Paulo sind 21.700 der 72.000 neuen Arbeitsplätze direkt an den Zuckerrohr- und Kaffeeanbau gebunden. Aber DIE KRISE ist noch nicht überwunden, der Aprilwert ist der schlechteste seit 1999!
17 Mai 2009
Elektronik zu teuer?
Die meisten Brasilianer scheinen dies zu glauben. Denn wenn sie z.B. einen Laptop im Ausland kaufen und nach Brasilien mitbringen, nimmt ihnen der Zoll für den 500 US$ übersteigenden Wert 60 % Importsteuer ab. Und wenn man für 500 US$ zusätzlich andere zollpflichtige Waren mitbringt, zahlt man auf den gesamten Computerpreis die 60 %.
Das empfindet (nicht nur?) der Brasilianer als ungerecht und wehrt sich, in dem er zwar Computer kauft, aber beim Zoll nicht angibt. Der wehrt sich aber auch und verlangt bei jeder Ausreise, dass mitgeführte Computer unter Vorlage der Originalrechnung vor der Ausreise registriert werden.
Dieses Katze-und-Maus - Spiel führte dazu, dass 40 % aller Laptops, 50 % aller Digitalkameras und 70 % aller MP3-Spieler in Brasilien entweder in das Land hineingeschmuggelt wurden oder ein zu niedriger Wert bei der Einfuhr angegeben wurde. Allein 2008 hat der Staat dadurch wahrscheinlich eine Milliarde Reais Mindereinnahmen gehabt. Die grosse Masse dieser Produkte kommt aus Rotchina oder Taiwan.
Von den 3,6 Mio. Laptops, die letztes Jahr in Brasilien verkauft wurden, sind 1,3 Mio. illegal in's Land gekommen. Der Einkommensverlust des Staates beträgt nur hierfür schon 656,6 Mio. US$.
Die Motivation dahinter ist stark. Schmuggelware kostet bis zu 57 % weniger als die ordnungsgemäß verzollte.
2009 hat sich nicht viel an diesem Bild geändert. In den ersten drei Monaten wurden 105.320 Laptops der Marken Acer, Asus und Toshiba verkauft, für weniger als 10 % des Absatzes wurden die Importabgaben entrichtet. Das sagen die Receita Federal und die Beratunsgfirmen für den Informatikmarkt IDC und ITData.
16 Mai 2009
Erfolgreich in Brasilien
Der deutsche Anlagenbauer AMS zeigt, wie man es macht. Nach fast 5 Jahren harter Kontaktarbeit konnte er einem brasilianischen Elektromaschinenbauer zwei Großanlagen zur Vakuumimprägnierung von Rotoren und Statoren beachtlichen Ausmaßes verkaufen, der Durchmesser des Arbeitstanks beträgt bei beiden Anlagen je 5.000 mm. Hier sehen Sie, was zu einer solchen Anlage gehört, die in den nächsten Monaten installiert werden wird:



São Paulo überholt London, Madrid, Tokio und Sydney!
Nachzulesen bei der Rangreihenfolge der ICCA (auf Portugiesisch "Associação Internacional de Congressos e Convenções", was zeigt, dass jeder, der Englisch kann, auch Portugiesisch versteht) der besten Plätze dieser Welt für die Ausrichtung internationaler Ereignisse wie eben Kongresse und Ausstellungen. Im Vergleich zu 2008 stieg São Paulo um elf Plätze auf. Kein Wunder, denn 2008 beherbergte die Stadt, in der ich wohne, 75 Weltereignisse, vor allem aus den Bereichen Medizin (11), Technologie (8), Transport und Kommunikation (8) und Wirtschaft (8). Die ersten Plätze nehmen Paris und Wien ein, die 2008 je 139 solcher Weltereignisse beherbergten.
halten, der sich an den Inhalt meines Buches WIRTSCHAFTSBOOM AM ZUCKERHUT anlehnen und die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens berücksichtigen wird. Mein Beitrag ist einer von dreien und wird die praktischen Aspekte der Entwicklung eines Brasiliengeschäfts behandeln. Hier sind die Veranstaltungsdaten:
Es ist vielleicht kein Weltereignis, findet aber am 25. Mai 2009 in Wien statt. Dort werde ich auf Einladung des österreichischen Konsulats in São Paulo einen Vortrag mit dem Titel
WIRTSCHAFTSBOOM TROTZ KRISE
Brasilien ist nicht zu bremsen!
halten, der sich an den Inhalt meines Buches WIRTSCHAFTSBOOM AM ZUCKERHUT anlehnen und die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens berücksichtigen wird. Mein Beitrag ist einer von dreien und wird die praktischen Aspekte der Entwicklung eines Brasiliengeschäfts behandeln. Hier sind die Veranstaltungsdaten:
AWO‐LÄNDERFORUM BRASILIEN
Neuer Wirtschaftsboom am Zuckerhut?
Rot‐weiß‐rote Chancen in Brasilien
25. Mai 2009, 13:30 Uhr
Haus der Wirtschaft, Wiedner Hauptstr. 63, 1045 Wien – Franz Dworak‐Saal
Grün angestrichener Winter
heißt in Deutschland ein kalter Sommer. Dazu die Meldung, die eine halbe Seite meiner Tageszeitung einnimmt, dass gestern die Temperatur in der Stadt São Paulo um 11 Grad Celsius fiel und das Thermometer die tiefste Temperatur eines Nachmittages in diesem Jahr anzeigte, ganze 20,7 Grad! Und unser Mai entspricht dem deutschen November, also richtiger Herbst. Und da bekomme ich Bilder meines Freundes Harald Sterzinger und seines Sohnes Arno von den Auswirkungen der Eisheiligen in Grossraum Stuttgart zugeschickt! Wir haben, bitte schön, auch unsere Eisheiligen!
Schlechter mütterlicher Einfluß?
Es gibt keine Untersuchung zu dieser Frage, aber Zahlen. Danach sind von 20.228 Häftlingen, die am Muttertag ihre Strafanstalt verlassen durften, 4,79 % - das sind fast 1.000 Strafgefangene - nicht an den Platz hinter Gittern zurückgekehrt, wo sie nach Meinung (nicht nur) der Justizbehörden gehören. Übrigens, auch ein Häftling, der sich gut geführt hat, aber weder Mutter, Vater noch Kinder hat, darf am Muttertag seinen Freigang in Anspruch nehmen.
Und noch etwas; es ist dem DENARC (Drogenbekämpfungstelle des Bundesstaates São Paulo) richterlich verboten worden, auf dem internationalen Flughafen von São Paulo Verhaftungen vorzunehmen, denn dadurch würden die Menschenrechte der in flagranti erwischten Drogenhändler beeinträchtigt. Verhaften dürfe nur die Bundespolizei. Die Richterin befürchte, dass den Denarc-Beamten Geld angeboten würde, dass Rauschmittel verschwinden und Verhaftete bestohlen oder sogar ermordet werden könnten. Die Entscheidung wurde schon im Januar gefällt, wurde aber erst jetzt bekannt. Anstatt ihrer Aufgabe nachzukommen, den Rauschgifthandel zu bekämpfen, muß die Behörde sich jetzt erstmal um Rechtsmittel gegen das richterliche Machtwort kümmern.
Gewinn im Keller?
Bei den an der Börse gehandelten brasilianischen Firmen leider ja, denn deren Gewinn brach im ersten Vierteljahr 2009 um 29,5 % im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2008 ein. Es wurde der Nettogewinn von 149 Firmen zum Vergleich herangezogen, die ihre Bilanz schon veröffentlicht haben. Eine Erklärung gibt es auch schon.
Die Finanzkosten dieser Firmen stiegen von 1,826 auf 4,133 Mrd. R$, d.h. um 126,3 %. Der Bruttoverschuldung der Unternehmen lag am 31.3.09 bei 264.956.000.000 R$, am 31.3.08 aber "nur" bei 183.172.000.000 R$, hier liegt also ein Anstieg der geschuldeten Gesamtsumme um 44,6 % vor. Ungefähr die Hälfte dieser zusätzlichen Schulden in Höhe von 91,783 Mrd. R$ werden auf die Aufwertung des US$ gegenüber dem R$ zurückgeführt. Seit April 2008 hat der Dollar in 12 Monaten um 32 % an Wert gewonnen. Leider ist die Mehrheit unserer börsennotierten Firmen in Fremdwährung verschuldet.
Unser Präsident Lula fliegt übrigens jetzt wieder nach China und will dem Präsidenten der Volksrepublik vorschlagen, bilaterale Geschäfte in den jeweiligen Landeswährungen unter Umgehung des US-Dollars abzuwickeln. Nachdem China schon eine Weltwährung vorgeschlagen hat, bleibt nur noch die Frage offen, ob der Real Chancen hat oder ob sich der Renminbi durchsetzen wird.
Leider brüstet sich Lula geradezu damit, kein Buch aufzuschlagen. Hätte er oder einer seiner Berater wenigstens bei Wikipedia nachgesehen! Dort steht nämlich: "Die chinesische Währung ist seit 1994 erst inoffiziell und später offiziell mit einer Bandbreite von 0,3 % an den US-Dollar gekoppelt." Also, was soll der Vorschlag, den Dollar zu umgehen?
Zurück zu den vorerwähnten untersuchten Firmen. Ihr konsolidierter Nettogewinn summierte sich auf 7,33 Mrd. R$ im ersten Vierteljahr 2009, im Vorjahresvergleichsraum waren es noch 10,39 Mrd. R$. Ein Grund dafür sind stark angestiegene operative Kosten, z.B. durch Preiserhöhungen importierter Rohstoffe und Halbzeuge.
14 Mai 2009
Bananenrepublik nach Europa transferiert!
Na ja, nicht ganz, denn das grosse Britannien uebt sich ja in splendid isolation und zaehlt sich nicht zum europaeischen Kontinent. Aber die Verhaeltnisse in der Regierung lassen schon vermuten, dass eine schleichende Revolution stattfindet, an deren Ende die Ausrufeung einer Bananenrepublik steht.
Ich will nicht auf die unglueckliche Wahl der Verwendung oeffentlicher Gelder durch Regierungs- und Parlamentsmitglieder dieses Landes eingehen, nur einige Zahlen werde ich nennen, um zu zeigen, dass wir in Brasilien uns gut vergleichen koennen mit den sogenannten entwickelten oder auch Industrielaendern.
Britannische Parlamentsmitglieder erhalten 92.795 US$ im Jahr als "Gehalt", dazu kommt eine Kostenpauschale von 200.000 US$.
Die Mitglieder des Representantenhauses der USA bekommen 174.000 US$ im Jahr und 1,4 Mio. US$ Kostenbeihilfe.
In Frankreich erhalten die Parlamentarier 114.000 US$ als Basisbezuege plus 95.000 US$ Kostenbeihilfe.
Die brasilianischen Abgeordneten erhalten 95.000 US$ jaehrlich und 480.000 US$, um ihre Kosten zu decken.
Im geschilderten Bereich sind wir also schon ein ernstzunehmendes Land, oder?
13 Mai 2009
Kursverlauf EUR - REAL seit 1.1.1999
Quotenregelung
Die brasilianische Regierung will den Zugang zu Bundesuniversitäten neu gestalten, künftig sollen 60 % der freien Studienplätze für Nichtweiße, Behinderte und andere Gruppen reserviert werden. Ich habe absichtlich Gruppen geschrieben und nicht Minderheiten, denn laut Statistik werden die "Weißen" in Brasilien bald eine Minderheit sein - wenn sie es nicht schon sind. Und dabei hatte ich immer gehört, dass Brasilien keine Rassenvorurteile und -diskriminierung kenne. Aber in Fragebögen, die der Bürger für Behörden ausfüllen muss, wird vielfach nach seiner Hautfarbe gefragt, was mir in Deutschland noch nie auffiel. Und ob die oben erwähnte Quotenregelung dazu führen wird, dass Brasilien künftig vielleicht doch mal einen Nobelpreisträger hervorbringt, wage ich zu bezweifeln. Fragen Sie in einigen Jahren vorsichtshalber Ihren Arzt oder Anwalt, ob er per Quote studieren durfte oder ob er nur einfach gut genug ausgebildet war, um die Aufnahmeprüfung auch so zu bestehen.
Brieflaufzeiten
Obige E-Mail erhielt ich heute zur Kenntnis von einem unserer Poolmitglieder. Sein Kunde, ein großer Reifenkonzern in Brasilien, hatte auf Bitten des von uns gefundenen hiesigen Vertreters eine Walzenzeichnung als Angebotsgrundlage geschickt. Als diese nicht beim Lieferanten eintraf, wurde der Vertreter, als er um erneuten Versand bat,vom Konzerneinkäufer als unfähig und inkompetent beschimpft. Die "Rache" kam spät, genauer gesagt 3 Monate später, aber sie kam.Nehmen Sie dieses Vorkommnis als Grund, auch Zeichnungen nur elektronisch zu versenden.
10 Mai 2009
Brasilien ist das neue China
Wenn Sie in Google "positive Nachrichten Brasilien" eingeben, finden Sie u.a. unter der obigen Überschrift diesen Artikel, der trotz der zitierten Daten vom 14.5.2008 gerade wegen der relativen Krisenresistenz Brasiliens immer noch aktuell ist:
"Brasilien hat kürzlich für Furore gesorgt. Das Upgrade durch S&P auf „Investment Grade“ zeigt den Aufstieg des Landes. Wie Anleger davon profitieren können, zeigt ein Vergleich von e-fundresearch.com
Alle Aktienmärkte rasselten seit Beginn der Subprime-Krise in den Keller. Bärenmärkte, also Kursverluste von mehr als zwanzig Prozent, waren für alle Aktienmärkte zumindest in Reichweite. Wirklich für alle? Nein, aber es war kein gallisches Dorf, das Widerstand leistete, sondern Brasilien, die größte Volkswirtschaft Latinamerikas, die Anlegern trotz Kreditkrise, Finanzmarktturbulenzen und Bankenabschreibungen sprudelnde Gewinne bescherte.
Brasilien gilt nicht mehr als spekulatives Wertpapier
Ein Grund ist: Brasilien ist nicht mehr spekulativ. Zumindest die Schuldverschreibungen des Staates Brasiliens. Die Rating-Agentur Standard & Poors hat die Staatsanleihen des lateinamerikanischen Landes von BB+ auf BBB- hochgestuft. Damit hat Brasilien nun den Status „Investment Grade“ erhalten und gilt als „ausreichend sicher“, um nicht mehr als spekulatives Wertpapier zu gelten. Doch diese Nachricht ist nur eine der vielen positiven Nachrichten, die aus dem größten Land Südamerikas kommen.
In den vergangenen Jahren war Brasilien für Volkswirte und Anleger eine positive Überraschung. Das Wirtschaftswachstum stieg kontinuierlich an und liegt nun bei rund fünf Prozent, die Inflation – eines der Hauptprobleme der brasilianischen Wirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten – ist im Griff, ebenso die Verschuldung. Der Aktienmarkt dankt diese neue makroökonomische Stabilität und wuchs in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 600 Prozent, stärker als chinesische Vergleichsindizes.
Von Krise großteils unbeeindruckt
Im Vergleich zu den anderen BRIC-Ländern, die 2003 von Goldman Sachs als die hoffnungsreichsten Schwellenländer zusammengefasst wurden, zeigt Brasilien der Subprime- und Kreditkrise die kalte Schulter. Zwar ist zweifelsohne die Volatilität am brasilianischen Markt ebenfalls angestiegen, doch der Aktienmarkt, gemessen am Bovespa, liegt notiert in Real seit Beginn der Subprime-Krise im Juli 2007 mit 22,2 Prozent im Plus, in Euro sogar um 31,8 Prozent. Nach dem Upgrade durch S&P wurde im Mai schließlich die 70.000 Punkte Marke durchbrochen.
Auch die Aussichten für Brasilien sehen rosig aus. Es ist das einzige größere Land, für das der IWF in seinem aktuellen World Economic Outlook das Wachstum für 2008 nach oben revidiert hat (auf 4,8 Prozent). Hinzu kommt die Hoffnung, dass die Preise für Rohstoffe auf Dauer auf höheren Niveaus notieren könnten. Brasilien ist nicht nur einer der wichtigsten Produzenten von Soja, sondern exportiert auch Ethanol aus Zuckerrohr.
Wirtschaftswunder mit Schwäche?
Doch hier könnte mitunter auch die Schwäche des Wirtschaftswunders liegen. Der Wachstumspfad, der derzeit von Brasiliens Wirtschaft, beschritten wird, ist auf boomenden Rohstoffpreisen aufgebaut. Ein Zeichen dafür ist die ungemeine Stärke des Reals. Die Währung hat gegenüber dem Dollar seit der Einführung 1994 um 95 Prozent an Wert zugelegt, die starke Nachfrage nach Rohstoffen hat aus dem Real eine richtige Rohstoff-Währung gemacht.
Darunter leiden nicht zuletzt auch die Exporteure aus dem Industriesektor. Doch im Vergleich zu China trägt die Industrie mit rund 30 Prozent einen wesentlich geringeren Teil zum Bruttoinlandsprodukt bei als der Dienstleistungssektor mit mehr als 60 Prozent. Die Effekte einer starken Aufwertung des Real sind damit deutlich kleiner als jene, vor denen sich die chinesischen Behörden fürchten, wenn sie ihre eigene Währung – den Yuan – nur allmählich gegen den Dollar aufwerten lassen. Doch auch Brasiliens Wettbewerbsfähigkeit ist von einer allzu starken Währung bedroht.
Noch zu wenig Fonds im deutschsprachigen Raum, die aktiv investieren
Mit Brasilien konnten Anleger in den vergangenen fünf Jahren enorm gutes Geld verdienen. Doch Fonds im deutschsprachigen Raum, die aktiv in das größte Land Südamerikas investieren, müssen Anleger mit der Lupe suchen. Gerade einmal zehn aktiv gemanagte Brasilien-Fonds gibt es, doch nur ein einziger weist eine Historie von mehr als drei Jahren auf. Anleger können hingegen besonders über ETFs am brasilianischen Wachstum partizipieren. Gleich vier passive Indexfonds stehen Anlegern zur Auswahl.
Der einzige Fonds, der bereits mehr als fünf Jahre auf dem Buckel hat, ist der EMIF Brazil B Cap (Load) USD, der in den fünf Jahren des Brasilien-Booms 34,2 Prozent p.a. erwirtschaftete. Neben diesem ETF, der bereits im Jahr 2000 aufgelegt wurde, können Anleger auch in den Lyxor ETF Brazil (Ibovespa) A, den db x-trackers MSCI BRAZIL TRN INDEX ETF und den iShares MSCI Brazil USD investieren.
Bei den aktiv gemanagten Fonds ist die Auswahl etwas größer. Die Fonds sind dabei zwar durchgehend vor weniger als zwei Jahren aufgelegt worden, aber trotzdem einige hunderte Millionen Euro schwer. Der volumensmäßig größte Fonds ist der HSBC GIF Brazil Equity AC USD mit mehr als 880 Millionen Euro. Der Fonds von Luiz Maria Ribeiro ist auch der älteste der aktiv gemanagten Investmentfonds. Auf Drei-Jahres-Sicht brachte der Fonds seinen Anlegern 43,6 Prozent.
Fazit
Während China und Indien mit den boomenden Metropolen und außerordentlichen Wachstumsraten längst ihren Weg in die Portfolios der Anleger gefunden haben, ist Brasilien verhältnismäßig ausgeklammert worden. Dabei ist es das Land der BRICs, das wohl am stärksten von steigenden Lebensmittelpreisen und der weiterhin starken Nachfrage nach Soja, Weizen und Co. profitieren wird. Die aktuelle Würdigung der Wirtschaftspolitik des letzten Jahrzehnts, die Hinaufstufung der Staatsanleihen auf „Investment Grade“, zeigt auch, dass die Zeichen in Brasilien auf Aufschwung stehen."
Alle Daten per 14.5.2008 in Euro / Quelle: Lipper
LINK: Die gesamte Analyse (inkl. einer Tabelle der besten Brasilien-Fonds) finden Sie hier.
Autor: e-fundresearch.com
e-fundresearch.com ist ein unabhängiger Informationsanbieter zum Thema Investmentfonds und auf qualitatives Fondsresearch spezialisiert. Interviews mit Fondsmanagern, Analysten und Kapitalmarktexperten, News zu Investmentfonds, Marktanalysen und Studien sind der Schwerpunkt unseres Informationsangebots.
Weitere Artikel finden Sie unter www.e-fundresearch.com
© e-fundresearch
"Brasilien hat kürzlich für Furore gesorgt. Das Upgrade durch S&P auf „Investment Grade“ zeigt den Aufstieg des Landes. Wie Anleger davon profitieren können, zeigt ein Vergleich von e-fundresearch.com
Alle Aktienmärkte rasselten seit Beginn der Subprime-Krise in den Keller. Bärenmärkte, also Kursverluste von mehr als zwanzig Prozent, waren für alle Aktienmärkte zumindest in Reichweite. Wirklich für alle? Nein, aber es war kein gallisches Dorf, das Widerstand leistete, sondern Brasilien, die größte Volkswirtschaft Latinamerikas, die Anlegern trotz Kreditkrise, Finanzmarktturbulenzen und Bankenabschreibungen sprudelnde Gewinne bescherte.
Brasilien gilt nicht mehr als spekulatives Wertpapier
Ein Grund ist: Brasilien ist nicht mehr spekulativ. Zumindest die Schuldverschreibungen des Staates Brasiliens. Die Rating-Agentur Standard & Poors hat die Staatsanleihen des lateinamerikanischen Landes von BB+ auf BBB- hochgestuft. Damit hat Brasilien nun den Status „Investment Grade“ erhalten und gilt als „ausreichend sicher“, um nicht mehr als spekulatives Wertpapier zu gelten. Doch diese Nachricht ist nur eine der vielen positiven Nachrichten, die aus dem größten Land Südamerikas kommen.
In den vergangenen Jahren war Brasilien für Volkswirte und Anleger eine positive Überraschung. Das Wirtschaftswachstum stieg kontinuierlich an und liegt nun bei rund fünf Prozent, die Inflation – eines der Hauptprobleme der brasilianischen Wirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten – ist im Griff, ebenso die Verschuldung. Der Aktienmarkt dankt diese neue makroökonomische Stabilität und wuchs in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 600 Prozent, stärker als chinesische Vergleichsindizes.
Von Krise großteils unbeeindruckt
Im Vergleich zu den anderen BRIC-Ländern, die 2003 von Goldman Sachs als die hoffnungsreichsten Schwellenländer zusammengefasst wurden, zeigt Brasilien der Subprime- und Kreditkrise die kalte Schulter. Zwar ist zweifelsohne die Volatilität am brasilianischen Markt ebenfalls angestiegen, doch der Aktienmarkt, gemessen am Bovespa, liegt notiert in Real seit Beginn der Subprime-Krise im Juli 2007 mit 22,2 Prozent im Plus, in Euro sogar um 31,8 Prozent. Nach dem Upgrade durch S&P wurde im Mai schließlich die 70.000 Punkte Marke durchbrochen.
Auch die Aussichten für Brasilien sehen rosig aus. Es ist das einzige größere Land, für das der IWF in seinem aktuellen World Economic Outlook das Wachstum für 2008 nach oben revidiert hat (auf 4,8 Prozent). Hinzu kommt die Hoffnung, dass die Preise für Rohstoffe auf Dauer auf höheren Niveaus notieren könnten. Brasilien ist nicht nur einer der wichtigsten Produzenten von Soja, sondern exportiert auch Ethanol aus Zuckerrohr.
Wirtschaftswunder mit Schwäche?
Doch hier könnte mitunter auch die Schwäche des Wirtschaftswunders liegen. Der Wachstumspfad, der derzeit von Brasiliens Wirtschaft, beschritten wird, ist auf boomenden Rohstoffpreisen aufgebaut. Ein Zeichen dafür ist die ungemeine Stärke des Reals. Die Währung hat gegenüber dem Dollar seit der Einführung 1994 um 95 Prozent an Wert zugelegt, die starke Nachfrage nach Rohstoffen hat aus dem Real eine richtige Rohstoff-Währung gemacht.
Darunter leiden nicht zuletzt auch die Exporteure aus dem Industriesektor. Doch im Vergleich zu China trägt die Industrie mit rund 30 Prozent einen wesentlich geringeren Teil zum Bruttoinlandsprodukt bei als der Dienstleistungssektor mit mehr als 60 Prozent. Die Effekte einer starken Aufwertung des Real sind damit deutlich kleiner als jene, vor denen sich die chinesischen Behörden fürchten, wenn sie ihre eigene Währung – den Yuan – nur allmählich gegen den Dollar aufwerten lassen. Doch auch Brasiliens Wettbewerbsfähigkeit ist von einer allzu starken Währung bedroht.
Noch zu wenig Fonds im deutschsprachigen Raum, die aktiv investieren
Mit Brasilien konnten Anleger in den vergangenen fünf Jahren enorm gutes Geld verdienen. Doch Fonds im deutschsprachigen Raum, die aktiv in das größte Land Südamerikas investieren, müssen Anleger mit der Lupe suchen. Gerade einmal zehn aktiv gemanagte Brasilien-Fonds gibt es, doch nur ein einziger weist eine Historie von mehr als drei Jahren auf. Anleger können hingegen besonders über ETFs am brasilianischen Wachstum partizipieren. Gleich vier passive Indexfonds stehen Anlegern zur Auswahl.
Der einzige Fonds, der bereits mehr als fünf Jahre auf dem Buckel hat, ist der EMIF Brazil B Cap (Load) USD, der in den fünf Jahren des Brasilien-Booms 34,2 Prozent p.a. erwirtschaftete. Neben diesem ETF, der bereits im Jahr 2000 aufgelegt wurde, können Anleger auch in den Lyxor ETF Brazil (Ibovespa) A, den db x-trackers MSCI BRAZIL TRN INDEX ETF und den iShares MSCI Brazil USD investieren.
Bei den aktiv gemanagten Fonds ist die Auswahl etwas größer. Die Fonds sind dabei zwar durchgehend vor weniger als zwei Jahren aufgelegt worden, aber trotzdem einige hunderte Millionen Euro schwer. Der volumensmäßig größte Fonds ist der HSBC GIF Brazil Equity AC USD mit mehr als 880 Millionen Euro. Der Fonds von Luiz Maria Ribeiro ist auch der älteste der aktiv gemanagten Investmentfonds. Auf Drei-Jahres-Sicht brachte der Fonds seinen Anlegern 43,6 Prozent.
Fazit
Während China und Indien mit den boomenden Metropolen und außerordentlichen Wachstumsraten längst ihren Weg in die Portfolios der Anleger gefunden haben, ist Brasilien verhältnismäßig ausgeklammert worden. Dabei ist es das Land der BRICs, das wohl am stärksten von steigenden Lebensmittelpreisen und der weiterhin starken Nachfrage nach Soja, Weizen und Co. profitieren wird. Die aktuelle Würdigung der Wirtschaftspolitik des letzten Jahrzehnts, die Hinaufstufung der Staatsanleihen auf „Investment Grade“, zeigt auch, dass die Zeichen in Brasilien auf Aufschwung stehen."
Alle Daten per 14.5.2008 in Euro / Quelle: Lipper
LINK: Die gesamte Analyse (inkl. einer Tabelle der besten Brasilien-Fonds) finden Sie hier.
Autor: e-fundresearch.com
e-fundresearch.com ist ein unabhängiger Informationsanbieter zum Thema Investmentfonds und auf qualitatives Fondsresearch spezialisiert. Interviews mit Fondsmanagern, Analysten und Kapitalmarktexperten, News zu Investmentfonds, Marktanalysen und Studien sind der Schwerpunkt unseres Informationsangebots.
Weitere Artikel finden Sie unter www.e-fundresearch.com
© e-fundresearch
Börsen in BRIC: Indien und Brasilien im Aufwind, Huiyuan Juice gesucht
aktiencheck.de schrieb am 24.04.2009:
"Sao Paulo (aktiencheck.de AG) - Der DAXglobal BRIC Index, der die Performance der vier größten Schwellenländer der Welt abbildet, hat am letzten Handelstag der Woche mit Abschlägen zu kämpfen und verliert zur Stunde 0,69 Prozent auf 293,22 Punkte.
Aus Brasilien wurden dabei kräftige Gewinne gemeldet. So konnte der Bovespa-Index in São Paulo am Donnerstag 2,03 Prozent zulegen auf 45.801,17 Punkte. Papiere des Finanzkonzerns Itau Unibanco verbesserten sich dabei um gut 4 Prozent. Banco do Brasil legten 4,6 Prozent zu. Für Titel des Ölriesen Petrobras ging es gleichzeitig um 2,3 Prozent nach oben."
Kompletter Text
"Sao Paulo (aktiencheck.de AG) - Der DAXglobal BRIC Index, der die Performance der vier größten Schwellenländer der Welt abbildet, hat am letzten Handelstag der Woche mit Abschlägen zu kämpfen und verliert zur Stunde 0,69 Prozent auf 293,22 Punkte.
Aus Brasilien wurden dabei kräftige Gewinne gemeldet. So konnte der Bovespa-Index in São Paulo am Donnerstag 2,03 Prozent zulegen auf 45.801,17 Punkte. Papiere des Finanzkonzerns Itau Unibanco verbesserten sich dabei um gut 4 Prozent. Banco do Brasil legten 4,6 Prozent zu. Für Titel des Ölriesen Petrobras ging es gleichzeitig um 2,3 Prozent nach oben."
Kompletter Text
uǝpodıʇuɐ uǝp uoʌ uǝʇɥɔıɹɥɔɐu
˙dılɟ ǝʇıs uǝp ǝıs uǝɥɔnsǝq 'uǝlloʍ uǝqıǝɹɥɔs os ɥɔnɐ ǝıs uuǝʍ ˙ǝpodıʇuɐ uıǝ ɥɔı uıq 'lǝƃnʞqlɐɥpɹǝ uǝɥɔılpɹöu ɹǝp ɹǝsǝl ǝıp ɹüɟ suǝʇsƃıuǝʍ 'uuǝp 'uǝsǝl sǝıp ǝıs uuǝʍ 'ʇɥɔıu ɥɔıs ǝıs uɹǝpunʍ
Brasilien und Lateinamerika: Wachstumsmärkte trotz sozialistischer Rahmenbedingungen?
Lateinamerika wird, was den Sozialismus angeht, früher oder später von der Wirklichkeit überholt werden, denn Marx hat ausgedient:
DDR, UdSSR, Jugoslawien und andere kommunistische Länder(wobei die DDR für mich als Berliner nie ein Land war), deren Namen heute nur noch in Geschichtsbüchern zu finden sind, sind vergessen, in Venezuela hätte Chávez ohne Öl keine Überlebenschance, Nordkorea und Kuba befinden sich „in Wartestellung“ und Rotchina praktiziert Frühkapitalismus, der „zum Untergang verurteilte Kapitalismus“ mit seinen freien Märkten und der privatwirtschaftlichen Initiative blüht. Selbst in den sozialistisch angehauchten Ländern Lateinamerikas sind Imperialismus, Ausbeutung, Proletariat und Bourgeoisie kaum gehörte Begriffe und Planwirtschaft hat wenig Chancen, wenn man vielleicht von Venezuela absieht.
Allerdings gibt auch der Kapitalismus Anlaß zu Fragen, die mit Globalisierung, Liberalisierung und Freihandel zusammenhängen sowie mit Konzentration von Wirtschaftsmacht, die Konzernen mehr Einfluß auf die Weltwirtschaft gibt, als sie viele Staaten haben.
Den vollständigen Text, den ich für die ZfU - International Business School in Zürich geschrieben habe, lesen in AUFSATZ.
DDR, UdSSR, Jugoslawien und andere kommunistische Länder(wobei die DDR für mich als Berliner nie ein Land war), deren Namen heute nur noch in Geschichtsbüchern zu finden sind, sind vergessen, in Venezuela hätte Chávez ohne Öl keine Überlebenschance, Nordkorea und Kuba befinden sich „in Wartestellung“ und Rotchina praktiziert Frühkapitalismus, der „zum Untergang verurteilte Kapitalismus“ mit seinen freien Märkten und der privatwirtschaftlichen Initiative blüht. Selbst in den sozialistisch angehauchten Ländern Lateinamerikas sind Imperialismus, Ausbeutung, Proletariat und Bourgeoisie kaum gehörte Begriffe und Planwirtschaft hat wenig Chancen, wenn man vielleicht von Venezuela absieht.
Allerdings gibt auch der Kapitalismus Anlaß zu Fragen, die mit Globalisierung, Liberalisierung und Freihandel zusammenhängen sowie mit Konzentration von Wirtschaftsmacht, die Konzernen mehr Einfluß auf die Weltwirtschaft gibt, als sie viele Staaten haben.
Den vollständigen Text, den ich für die ZfU - International Business School in Zürich geschrieben habe, lesen in AUFSATZ.
Investmentbriefe empfehlen brasilianische Wertpapiere
So schreibt z.B. www.investoralert.de am 10.5.09:
"Viele Aktienindizes haben seit März wieder kräftige Kursgewinne verbuchen können. Während der Kurszuwachs beim Euro Stoxx, dem S&P 500 oder dem Nikkei jeweils um die 30 Prozent betrug, haben einige der großen Schwellenländer wie z.B. Brasilien mit rund 55 Prozent einen fast doppelt so großen Kurszuwachs verzeichnen können. Investoren scheinen also gezielt darauf zu spekulieren, dass sich das starke Wachstum nach Beendigung der Krise weiter fortsetzen wird. Dieses deckt sich auch mit der Meinung vieler Marktbeobachter, die ebenfalls ein Comeback als sehr wahrscheinlich ansehen. Zudem ist das Land in der aktuellen Krise deutlich stabiler als in vergangenen Krisen. Im Vergleich zu früheren Zeiten ist die Wirtschaft breiter aufgestellt und wird zudem durch eine Eigendynamik aus der lokalen Nachfrage unterstützt. Ein weiteres Plus von Brasilien ist, dass die Kombination aus niedriger Inflation und sinkenden Zinsen in einer steigenden Kaufkraft resultieren könnte. Das liegt nicht zuletzt auch an erschwinglichen Krediten.
Wie in anderen Schwellenländern auch sind die Banken nicht oder nur in sehr geringem Umfang mit toxischen Anlagen infiziert, weshalb sie noch in der Lage sind, Kredite an die heimische Wirtschaft zu vergeben. Nicht zuletzt dadurch könnte Brasilien diesmal sogar gestärkt aus der Krise hervorgehen und weiteren Boden in der wirtschaftlichen Aufholjagd zu den Industrieländern gutmachen. Für Anleger ist Brasilien unserer Meinung nach sehr interessant und sollte bei der Portfoliobildung daher unbedingt berücksichtigt werden."
"Viele Aktienindizes haben seit März wieder kräftige Kursgewinne verbuchen können. Während der Kurszuwachs beim Euro Stoxx, dem S&P 500 oder dem Nikkei jeweils um die 30 Prozent betrug, haben einige der großen Schwellenländer wie z.B. Brasilien mit rund 55 Prozent einen fast doppelt so großen Kurszuwachs verzeichnen können. Investoren scheinen also gezielt darauf zu spekulieren, dass sich das starke Wachstum nach Beendigung der Krise weiter fortsetzen wird. Dieses deckt sich auch mit der Meinung vieler Marktbeobachter, die ebenfalls ein Comeback als sehr wahrscheinlich ansehen. Zudem ist das Land in der aktuellen Krise deutlich stabiler als in vergangenen Krisen. Im Vergleich zu früheren Zeiten ist die Wirtschaft breiter aufgestellt und wird zudem durch eine Eigendynamik aus der lokalen Nachfrage unterstützt. Ein weiteres Plus von Brasilien ist, dass die Kombination aus niedriger Inflation und sinkenden Zinsen in einer steigenden Kaufkraft resultieren könnte. Das liegt nicht zuletzt auch an erschwinglichen Krediten.
Wie in anderen Schwellenländern auch sind die Banken nicht oder nur in sehr geringem Umfang mit toxischen Anlagen infiziert, weshalb sie noch in der Lage sind, Kredite an die heimische Wirtschaft zu vergeben. Nicht zuletzt dadurch könnte Brasilien diesmal sogar gestärkt aus der Krise hervorgehen und weiteren Boden in der wirtschaftlichen Aufholjagd zu den Industrieländern gutmachen. Für Anleger ist Brasilien unserer Meinung nach sehr interessant und sollte bei der Portfoliobildung daher unbedingt berücksichtigt werden."
Unter diesen Voraussetzungen lohnt sich sicher auch eine Investition in eigene unternehmerische Tätigkeit in Brasilien. Dass nicht nur ich so denke, zeigen die vielen Anfragen nach Firmengründungen, die wir von europäischen Unternehmenschefs erhalten.
Preissteigerung hilft Agrobusiness in Brasilien
Es kommt meist anders als man denkt. So auch bei den Preisen für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Sowohl die brasilianische Regierung als auch die meisten Berater sagten eine Preisreduzierung um 7 % voraus, aber dann ging in Südamerika der Ertrag der Soja- und Maisernte um 20 % zurück und die Preise stiegen:
- 22 % : Baumwolle
- 18 % : Zucker
- 13 % : Soja
- 10 %: Orangensaft
- 8 %: Weizen
- 6 %: Kaffee
- 4 %: Mais
Diese Preissteigerungen fanden in den letzten dreissig Tagen an den Börsen von New York und Chicago statt. Sie bedeuten für die Taschen der brasilianischen Landwirte Mehreinnahmen von mindestens 6, eventuell sogar 12 Mrd. R$. Die Einnahmen aus dem Verkauf landwirtschaftlicher Produkte in Mrd. R$ bleiben damit auf hohem Niveau:
- 1997: 102,3
- 1998: 106,4
- 1999: 106,5
- 2000: 98,2
- 2001: 108,9
- 2002: 129,6
- 2003: 147,1
- 2004: 146,0
- 2005: 123,7
- 2006: 123,6
- 2007: 140,5
- 2008: 161,1
- 2009: 156,0 (geschätzt)
Berücksichtigt wurden folgende Positionen: Baumwolle, Erdnüsse, Reis, Bananen, Kakao, Zuckerrohr, Zwiebeln, Bohnen, Tabak, Orangen, Mamona, Maniok, Mais, Pfeffer, Soja, Tomate, Weizen und Weintrauben.
Eine gute Ernte bedeutet auch Geld für die Hersteller von LKWs, Traktoren, landwirtschaftlichen Maschinen, Düngemitteln und sonstige Dingen, die der Landwirt braucht. Firmen wie z.B. Claas undJohn Deere freuen sich darüber.
09 Mai 2009
Brasilianische Stahlwerke hungern sich gesund
Das Gesetz von Angebot und Nachfrage bewirkt einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen um 11,7 % in 5 Monaten in der brasilianischen Stahlindustrie. Diese beschäftigte im September des vergangenen Jahres 119.458 Mitarbeiter, im Februar dieses Jahres waren es nur noch 105.407. Die installierte Produktionskapazität wurde im Dezember 2008 nur zu 75,7 % genutzt, im März diesen Jahres waren es sogar nur 60,4 %. Der Wert für April ist nicht wesentlich besser, er betrug 64,1 %. 6 der 14 Hochöfen Brasiliens sind zur Zeit stillgelegt - wer sich in der Technologie der Stahlerzeugung auskennt, weiß, was das bedeutet.
Vor einigen Tagen besuchte ich eine der größten Gießereien Brasiliens im Süden des Landes, die ihre Produktion zu 70 % exportiert, größtenteils nach den USA. Auch hier ein erschreckendes Bild, 4 von 7 Kupolöfen waren stillgelegt. Und trotzdem herrscht Optimismus in Brasilien - hoffentlich ist es nicht der, der uns das Pfeifen im dunklen Wald lehrt.
08 Mai 2009
Brasilianischer Fahrzeugabsatz stockt
ANFAVEA, der Fahrzeugherstellerverband, gab soeben schlechte Zahlen bekannt. Danach wurden im April 234.390 neue importierte und im Lande hergestellte Fahrzeuge zugelassen, 10,3 % weniger als im April des Vorjahres. Im Vergleich zum März 2009 betrug der Rückgang 13,7 %. Die Produktion ging im April gegenüber dem Vorjahresvergleichsmonat um 15,8 % zurück.
Fazit: Steuervergünstigungen haben nur eine zeitlich begrenzte Wirkung, weil kein Zusatzbedarf geschaffen, sondern nur Bedarfsfälle vorgezogen werden. Und die fehlen dann anschließend, so einfach ist das.
Fazit: Steuervergünstigungen haben nur eine zeitlich begrenzte Wirkung, weil kein Zusatzbedarf geschaffen, sondern nur Bedarfsfälle vorgezogen werden. Und die fehlen dann anschließend, so einfach ist das.
Dollar und Euro gegenüber dem brasilianischem Real auf Talfahrt?
So niedrig war der Dollarkurs seit Oktober 2008 nicht mehr:
Der Euro ist noch nicht ganz auf diesem Niveau angelangt:
Hier der Kurs von heute (man beachte, dass wir drei Dollarkurse haben!):
Dafür steigen die Börsenkurse seit neun Wochen ununterbrochen, seit Montag dieser Woche verzeichnete der Bovespa-Index einen Zuwachs von 8,7 % und 36,87 % seit Jahresanfang. Heute stand der Index bei 51.396 Punkten!
05 Mai 2009
Interessante deutschsprachige Betrachtung Brasiliens aus der "ökonomischen Perpektive"
Rezension (5.0 von 5 Sternen) meines Buches WIRTSCHAFTSBOOM AM ZUCKERHUT von David "David" (Bayern, Deutschland) vom 26. April 2009 bei Amazon:
BRASIL - Um país de tudo! Etwa aufgedruckt auf Reiseandenken, wie beispielsweise T-Shirts, hat der Slogan durchaus Gültigkeit: In Brasilien gibt es (fast) alles!
Abseits der Urlauberperspektive, aus dem Blickwinkel des Geschäftsmannes gewinnt das heutige Brasilien eine neue Qualität. Es bewegt sich auch wirtschaftlich etwas, in diesem vielfältigen, großen und großartigen Land.
Dieses Werk richtet sich an Personen, die in Brasilien beruflich, bzw. unternehmerisch tätig werden wollen. Und hierzu dem Buch einige Expertisen entnehmen können.
Nach der unterhaltsamen Erläuterung grober geschichtlicher Umrisse wie auch landeskundlichen Informationen geht der Autor darauf ein, welche Herausforderungen sich hinsichtlich Unternehmensgründungen und -übernahmen sich ergeben können, wie sich eine Betreten des brasilianischen Marktes gestalten könnte, welche Hilfen - auch aus dem Portfolio des Autors - gegeben werden können, um klassische Fehler zu vermeiden.
Ohne Frage: Im Vergleich zu Deutschland hat nahezu jedes Land Vorzüge und Nachteile, welche auf kulturellen, politischen, sozialen Eigenheiten gründen, und denen es zu begegnen gilt! Auch hinsichtlich dieser Aspekte betreibt das Buch, wohl bewusst, keinerlei Schönfärberei.
Hierzu werden zahlreiche Beispiele von unterschiedlichen und -in Brasilien- unterschiedlich erfolgreichen Firmen angeführt.
Daneben einige Erfolgsstorys heutiger brasilianischer Größen wie WEG, Conexel, Hering.
Viel über die Jahre hinweg gewonnene Erfahrungen von Karlheinz Kurt Naumann wird dabei eingebracht, wenn er praktische Ratschläge, aber auch Persönliches zum Besten gibt. Aufbereitetes Zahlenwerk auch anhand übersichtlicher Tabellen, durchzieht ganze Buch zudem.
Was "Wirtschaftsboom am Zuckerhut" zu einer kurzweiligen Lektüre mit hohem Informationsgehalt an Insiderwissen macht.
BRASIL - Um país de tudo! Etwa aufgedruckt auf Reiseandenken, wie beispielsweise T-Shirts, hat der Slogan durchaus Gültigkeit: In Brasilien gibt es (fast) alles!
Abseits der Urlauberperspektive, aus dem Blickwinkel des Geschäftsmannes gewinnt das heutige Brasilien eine neue Qualität. Es bewegt sich auch wirtschaftlich etwas, in diesem vielfältigen, großen und großartigen Land.
Dieses Werk richtet sich an Personen, die in Brasilien beruflich, bzw. unternehmerisch tätig werden wollen. Und hierzu dem Buch einige Expertisen entnehmen können.
Nach der unterhaltsamen Erläuterung grober geschichtlicher Umrisse wie auch landeskundlichen Informationen geht der Autor darauf ein, welche Herausforderungen sich hinsichtlich Unternehmensgründungen und -übernahmen sich ergeben können, wie sich eine Betreten des brasilianischen Marktes gestalten könnte, welche Hilfen - auch aus dem Portfolio des Autors - gegeben werden können, um klassische Fehler zu vermeiden.
Ohne Frage: Im Vergleich zu Deutschland hat nahezu jedes Land Vorzüge und Nachteile, welche auf kulturellen, politischen, sozialen Eigenheiten gründen, und denen es zu begegnen gilt! Auch hinsichtlich dieser Aspekte betreibt das Buch, wohl bewusst, keinerlei Schönfärberei.
Hierzu werden zahlreiche Beispiele von unterschiedlichen und -in Brasilien- unterschiedlich erfolgreichen Firmen angeführt.
Daneben einige Erfolgsstorys heutiger brasilianischer Größen wie WEG, Conexel, Hering.
Viel über die Jahre hinweg gewonnene Erfahrungen von Karlheinz Kurt Naumann wird dabei eingebracht, wenn er praktische Ratschläge, aber auch Persönliches zum Besten gibt. Aufbereitetes Zahlenwerk auch anhand übersichtlicher Tabellen, durchzieht ganze Buch zudem.
Was "Wirtschaftsboom am Zuckerhut" zu einer kurzweiligen Lektüre mit hohem Informationsgehalt an Insiderwissen macht.
Abonnieren
Posts (Atom)




