29 April 2011

Census 2010 - Links zu den Ergebnissen (leider auf Portugiesisch)

Zunächst eine interessante Karte:
Klicken Sie oben in "Karte" und Sie kommen zum interaktiven Original.

Jetzt die Links:


  • Veja curiosidades do Censo 2010 sobre os municípios brasileiros




  • Brancos são menos da metade da população pela primeira vez no Brasil




  • Top 10: curiosidades do aumento populacional nos Estados




  • Sudeste lidera ranking de mortalidade infantil entre 2009 e 2010




  • Curiosidades do Censo sobre raça no Brasil




  • Êxodo rural cai pela metade em uma década




  • Em dez anos, diminui o número de crianças e aumenta o de idosos no Brasil




  • Em 20 anos, zonas urbanas do país crescem o equivalente a duas Xangai




  • Em uma década, número de moradias aumenta mais que o dobro que o crescimento da população




  • Em dez anos, cresce percentual de imóvel alugado e cai o de casa própria




  • São Paulo concentra maiores densidades demográficas do país; menores estão no Amazonas




  • Maranhão tem maior proporção de baixa renda; SC registra a menor




  • População do Rio Grande do Sul cresce a "ritmo suíço", aponta IBGE




  • Com migração agrícola, Norte é região onde população mais cresce no país, mostra IBGE




  • População masculina já é maioria entre menores de 19 anos no Brasil




  • Brasil tem 661 mil jovens e 132 mil crianças responsáveis pelo próprio domicílio, diz IBGE




  • IBGE aponta que distribuição de água cresceu em todas as regiões do Brasil
  • Analphabetismus in Brasilien laut Zensus von 2010 und 2000


    Lassen Sie sich nicht täuschen, in Alagoas können 19,58 % der Stadtbevölkerung nicht lesen und schreiben, während es im Bundesdistrikt nur 3,26 % sind. Es gibt also beachtliche regionale Unterschiede und ich bin erleichtert, dass am Sitz der Bundesregierung die meisten Menschen lesen und schreiben können. Sie erinnern sich vielleicht an den Berufsclown Tiricica, der in die Politik ging und vor dem Antritt seines Abgeordnetenmandates, erobert mit den meisten Wählerstimmen, die ein Kandidat auf sich vereinigen konnte, nachweisen musste, dass er kein Analphabet ist. Das ist nämlich die Voraussetzung für ein solches Amt.

    Brasilien wächst...

    ...aber nicht nur volkswirtschaftlich gesehen, sondern auch die Bevölkerung wird immer grösser. Bei der Volkszählung von 2000 hatte das Land 169.590.693 Einwohner, zehn Jahre später bereits 190.755.799, also 12,48 % mehr. Im Norden war der Bevölkerungszuwachs mit 23,04 % am stärksten, gefolgt vom Mittelwesten mit 21,01 %, dann folgt der Nordosten mit 11,29 %, der Südosten mit 11,15 % und der Süden mit 9,15 %. 


    Campeão em crescimento, Amapá vê população quadruplicar em 30 anosBrasilianischer Meister in der Disziplin Bevölkerungszuwachs wurde Amapá, wo die Bevölkerung von 557.226 auf 733.559 hoch schnellte. 1980 hatte dieser Bundesstaat sogar nur 180.078 Einwohner. Der Zuwachs ist aber eher, bevor die falschen Schlüsse gezogen werden, auf Zuwanderung wegen des wirtschaftlichen Wachstums zurückzuführen als auf einen Babyboom. Trotz des Wachstums von 40,7 % im letzten Jahrzehnt haben die Einwohner Amapás aber immer noch viel Platz, sich auszubreiten.
    Estado mais populoso, São Paulo ganha 4 milhões de moradores na última décadaDer Bundesstaat São Paulo ist immer noch der bevölkerungsreichste Brasiliens, laut letzter Volkszählung mit 41.262.199 Einwohner, fast die Hälfte der Bevölkerung Deutschlands. Der Zuwachs im letzten Jahrzehnt betrug 11,61 % oder absolut 4.292.720 Einwohner, das reicht ungefähr für Berlin und München zusammen.


    Roraima cresce 40%, mas ainda é o Estado com menor população do paísRoraima schaffte 38,97 % Zuwachs, ist aber immer noch der bevölkerungsmässig kleinste Bundesstaat mit 450.479 Einwohnern, die sich nach Belieben und nach allen Richtungen ausbreiten können, ohne sich auf die Füsse zu treten.



    Rio Grande do Sul tem menor crescimento do país e vê população praticamente estagnarRio Grande do Sul wuchs am wenigstens, nur um 5,03 %, d.h. anstelle 10.181.749 in 2000 waren es 2010 auch nur 10.693.929 Einwohner.





    Maior Estado nordestino, Bahia registra menor crescimento na regiãoDer grösste Bundesstaat im nördlichen Brasilien, Bahia, wuchs von den Staaten dieser Region am wenigsten. Die Einwohnerzahl stieg um 7,27 % von 13.066.910 auf 14.016.906 Menschen. 




    Exceção sulista, Santa Catarina cresce o triplo do vizinho Rio Grande do SulSanta Catarina profitierte vom Wachstum Florianópolis' und legte um 16,8 % zu und hatte damit bei der letzten Volkszählung 6.248.436 Einwohner anstelle 5.349.580 im Jahre 2000. Im Vergleich wuchs die benachbarten Staaten Rio Grande do Sul nur um 5,03 % und Paraná um 9,27 %.



    População do Distrito Federal praticamente dobra em 20 anosDer Bundesdistrikt, nicht von Columbia, sondern vom Mittelwesten Brasiliens, verdoppelte fast seine Einwohnerzahl in 20 Jahren . Die Einwohnerzahl Brasilias und der Satellitenstädte wuchs allein im letzten Jahrzehnt um atemberaubende 25,79 % und erreichte 2010 schon 2.570.160 Menschen gegenüber 1.598.415 im Jahr 1990.


    Minas Gerais cresce pouco, mas se aproxima dos 20 milhões de habitantesMinas Gerais wuchs wenig, aber steuert auf die 20 Millionen Einwohner zu. Die Bevölkerung wuchs um 9,68 % von 17.866.402 auf 19.597.330 Menschen.




    População do Maranhão, segundo Estado mais pobre da nação, é a que mais cresce no NordesteMaranhão ist der Bundesstaat unter der Hegemonie einer Politikerfamilie, die einen Bundespräsidenten stellte, der nur einen Herzschlag entfernt von diesem Amt war, als der gewählte, aber nie vereidigte Tancredo Neves vor seinem Amtsantritt verstarb. Heute ist der jetzige Expräsident wieder im Amt, diesmal als Präsident des Senates. Über einige Dinge im Zusammenhang mit seiner Familie darf die Tageszeitung "O Estado de São Paulo" auf richterliche Anordnung hin nicht schrieben - überflüssig zu erwähnen, dass der Richter mit der erwähnten Familie befreundet ist. Der Bundesstaat, von einer Tochter des Senatspräsidenten regiert, hat den zweitniedrigsten HDI-Wert Brasiliens, nur Alagoas, das Bundesland des zurückgetretenen Präsidenten Collors, hat einen schlechteren. Maranhão hatte bei der letzten Volkszählung 6.574.789 Einwohner, vorher waren es 5.642.960. Im Nordosten sind nur Bahia, Pernambuco und Ceará bevölkerungsreicher.

    Vizinho de gigantes, Espírito Santo é o Estado que mais cresce no SudesteDer kleine Bundesstaat Espírito Santo, was Heiliger Geist bedeutet, wuchs von 3.094.390 um 13,59 % auf 3.514.952 Einwohner im Zeitraum 2010 - 2000. Das benachbarte Rio de Janeiro erreichte demgegenüber nur 11,29 %, 



    Pressestimmen zu Brasilien

    Brasilien: Senat genehmigt Anpassung von Itaipu-Vertrag mit Paraguay

    Brasilien vertraut auf hohe Leitzinsen

    Treibstoff für Entwicklung

    Brasilien: Produktion ist 2010 deutlich gestiegen

    Japanischer Autobauer:Honda bricht der Gewinn weg

    9,8 Mrd. USD Steuerschulden bei Petrobras

    Ein gnadenloses Rennen gegen die Uhr

    Wirtschaftsforum in Brasilien läutet „Lateinamerikanisches Jahrzehnt“ ein

    UNO-Berichterstatterin kritisiert WM-Zwangsräumungen

    Google wegen Rio-Stadtplan mit zahlreichen Favelas in der Kritik

    GNTM 2011: Zickenkrieg und Tränen am Strand


    Das ist bei "PromisInside" zu lesen; wenn Sie sich das antun wollen, klicken Sie oben in den Text. Mir fiel nur auf, dass mein Wohnort São Paulo - fast 900 m hoch liegend und über 70 km vom Ozean entfernt - auf einmal einen Strand haben soll und sogar einen der schönsten in Südamerika. Entweder ist der Schreiber des Artikels blind, hat die Mühen einer Reise nach Brasilien gescheut oder hat eine eigenwillige Vorstellung von schönen Stränden. Man kann ihm nur empfehlen, weiter in den Norden Brasiliens zu reisen, bis Angra dos Reis würde schon reichen. Demnächst wird er uns weismachen wollen, dass der Strand von La Paz noch schöner sei als der von São Paulo.

    28 April 2011

    Mitsubishi lokalisiert weiter in Brasilien

    Damit ist gemeint, dass Mitsubishi Motors do Brasil, abgekürzt MMB, nicht japanisch, sondern brasilianisch durch die Anteile des Unternehmers Eduardo de Souza Ramos, künftig nicht nur das Fahrzeug in Brasilien baut, sondern auch dessen Herzstück, den Motor. Die Fabrik wird in Catalão - GO entstehen und den Antrieb für alle in Brasilien montierten Mitsubishi-Modelle liefern. Grundlage ist ein ehrgeiziges Investitionsprogramm, 1 Mrd. R$ von 2010 bis 2015, damit kann u.a. die Einschichtmontagekapazität von 180 auf 300 Einheiten gesteigert werden. Der MMB-Präsident Robert Macedo Solares Rittschter, will den Marktanteil seiner Firma in vier Jahren von heute 1,5 auf über 2 % steigern. Letztes Jahr wurden 46.000 Mitsubishi-Fahrzeuge verkauft, dieses Jahr sollen es 50.000 werden und 2015 dann 200.000. 1998 direkt nach der Einweihung arbeiteten in der Fabrik, in der die Modelle L2000 Outdoor und Triton sowie Pajeto TR4 und Dakar montiert werden, nur 60 Leute, heute sind es 3.300. Die auch in Brasilien verkauften Modelle Pajero Full, Outlander, ASX und Lancer Evolution X sind importiert. Ramos ist übrigens auch an der brasilianischen Suzuki - Niederlassung beteiligt, die eine Fabrik in Itumbiara bauen wird, um dort den Kompaktjeep Jimny zu bauen. An der Mitsubishi do Brasil ist die japanische Mitsubishi nicht beteiligt, sie liefert nur Komponenten und erhält Royalties.

    25 April 2011

    Deutsche und norwegische Köstlichkeiten in Brasilien

    Kabeljau als Stockfisch, in Brasilien traditionelles Osteressen

    Knäckebrot

    Roggenbrot mit Kümmel

    Vollkornbrot

    Bauernbrot aus Roggenmehl

    Frankfurter Würstchen

    Debreziner à la Ungarn

    Sauerkraut

    Maggisoßen

    Kassler Rippchen

    Kalbsbratwurst
    Diese gehaltreichen Genussmittel (Lebensmittel wäre zu wenig für einen Deutschen fern der Heimat) kann man im Mercado Municipal de Santo Amaro von São Paulo kaufen. Allerdings nur für (sehr) teures Geld! Trotzdem läuft uns Deutschen in Brasilien das Wasser im Munde zusammen.  

    24 April 2011

    Bill Gates aus Brasilien ausgewiesen


    Dieser Artikel vom 20.4.2011 ist lesenswert.
    Erstens wurde Bill Gates wohl nicht ausgewiesen, sondern reiste offensichtlich plan- oder auch unplanmässig wieder von Manaus über Miami in seine Heimat. Wenn unplanmässig, dann wahrscheinlich, weil ein Teil seiner Yachtbesatzung kein temporäres Arbeitsvisum für Brasilien hatte und dem Microsoft - Gründer nicht mehr die Caipirinha vor dem Abendessen auf dem Rio Negro, der nach dem Zusammenfluss mit dem Rio Solimões dann endlich Amazonas heisst, servieren durfte. Zweitens legt der Artikel nahe, dass Flugzeuge brasilianisches Hoheitsgebiet künftig nicht mehr ohne brasilianische Besatzung anfliegen werden, denn da eine ausländische Besatzung wohl kaum ein temporäres Arbeitsvisum hat, müssten diese Piloten ab Eintritt in den brasilianischen Luftraum alles den diversen Bordcomputern überlassen und die Passagiere müssten sich ihr Frühstück selbst zubereiten. Handelsschiffe würden dann von Brasilianern übernommen, die auf Booten am Rand der 3 (?) Meilen - Zone auf die herankommenden Schiffe warten. LKW-Fahrer aus Bolivien und Argentinien würden lange Schlange bei der Bundespolizei an den Grenzen bilden, weil sie auf ihr temporäres Arbeitsvisum warten, damit sie ihre Ware weiterbefördern dürfen. Wenn das zutrifft, ist sicher ein Komplott der Bundesregierung dafür verantwortlich, die sich darum kümmert, dass Arbeitsplätze geschaffen werden. Natürlich nur für Brasilianer. Entweder bei der Substitution der Ausländer oder bei der Erteilung ihrer temporären Arbeitsvisa. Ein genialer Schachzug! Ich habe heute einen Bundespolizisten zum Mittagessen zuhause, den werde ich mal fragen, ob man in seiner Behörde tatsächlich so verquer denkt, wie es uns der Verfasser des Artikels, den Sie unten lesen können, glauben machen will. Ein brasilianischer Artikelschreiber machte darauf aufmerksam, dass es nicht das erste Mal gewesen sei, dass Bill Gates im Amazonasgebiet Urlaub machte, er bereiste die Gegend schon 2007 und 2009. Ich wette, dass es aber das letzte Mal war. Er kommt wahrscheinlich erst wieder, wenn die angeblichen geheimen Pläne der USA verwirklicht werden, das Amazonasgebiet von Brasilien zu trennen und zu übernehmen. Klicken Sie in "Pläne", wenn Sie Portugiesisch können, für die anderen ist ein Klick in "Amazonasgebiet" ergiebiger, weil er zum Buch "Wirtschaftsmacht Brasilien" von Alexander Busch führt. Daraus ein kurzer Abschnitt, den Sie als Leseprobe ausführlicher durch den Klick sehen können:

    Microsoft-Gründer Bill Gates ist von brasilianischen Behörden des Landes verwiesen worden. Der US-Milliardär befand sich mit mehreren Mitarbeitern des multinationalen Softwareherstellers auf einer gemeinsamen Bootsfahrt auf dem Río Negro und geriet dabei in eine Kontrolle der Bundespolizei.
    Nach Angaben der Behörden wurde das Boot vor Manaus, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas kontrolliert. Die US-Touristen-Visa von Gates und seinen Bekannten waren in Ordnung, allerdings besaß die Bootsbesatzung keine temporäre Arbeitsgenehmigung für diesen Teil des zweitgrößten Nebenflusses des Amazonas. Die Behörden beschlossen eine Ausweisung der US-Touristen und ordneten an, dass sie das Land innerhalb von drei Tagen verlassen müssen.
    US-Medien berichteten, dass Gates am gestrigen Dienstag Brasilien in Richtung Miami verlassen habe. Sie wiesen darauf hin, dass der Gründer der Microsoft Corporation bereits 2007 und 2009 das Amazonasgebiet bereiste.

    Frohe Ostern allen meinen Lesern!

    Diesen schönen Osterhasen fand ich im Internet. Dem unbekannten Künstler gilt mein Dank, auch ihm wünsche ich ein fröhliches Osterfest!

    Der leidige Alkoholpreis

    Brasilien ist Selbstversorger, wir hängen von niemanden ab ... so hörte man es aus dem Munde des Dilma-Vorgängers. Dieser müsste es als ehemalige Verantwortliche an der Spitze des Bergbau- und Energieministeriums eigentlich besonders unangenehm sein, dass unter ihrer Präsidentschaft der Preis des Ethanols an unseren Tankstellen seit ihrem Amtsantritt um über 30 % gestiegen ist. Was zur Folge hatte, dass die Autofahrer ihren mit Flexmotoren ausgestatteten Fahrzeugen vermehrt Benzin zum Schlucken gaben. Das wiederum hatte zur Folge, dass Benzin knapp wurde und aufgrund der jetzt doch nötigen Importe von Erdöl und Erdölderivaten Petrobrás' Handelsbilanz auf einmal in's Negative rutschte. Dieses Jahr werden es 13 Mrd. US$ sein und nächstes Jahr wohl schon 18, die wir dann mehr importieren als exportieren. Das kommt davon, wenn man mehr Autos als zuvor baut, diese auch noch im Inland verkauft - es sei daran erinnert, dass Brasilien mehr Autos im Inland absetze als Deutschland - und sie wegen der kräftigen Konjunktur auch genau so kräftig benutzt, ohne entsprechend im Kraftstoffbereich zu investieren, um den Nachschub zu sichern. Und dieser fehlt jetzt schon an etlichen Tankstellen im Inneren des Bundesstaates São Paulo. Hoffentlich wird kein Schweinezyklus daraus!

    Aber gucken Sie nicht schadenfroh auf uns in Brasilien, falls Sie in Deutschland leben. Das las ich heute in den Google-Nachrichten:

    Energie: Benzin droht über Ostern knapp zu werden 

    FOCUS Online - ‎Vor 1 Stunde‎
    An Tankstellen könnte es nach einem Bericht der „Welt am Sonntag“ über Ostern zu Versorgungsengpässen bei Super, Superplus und dem „Bio“-Sprit E10 kommen. „Am Ostermontag kann es kritisch werden“, zitiert die Zeitung eine Shell-Sprecherin. ...

    23 April 2011

    Kommentare zum Post "Der leidige Benzinpreis"

    Meine Partner Harald Sterzinger aus Deutschland und Ike Ingo Friese aus Venezuela schickten mir folgende Preistabellen:
    Der tägliche wechselnde Preis zu Ostern in Gärtringen in €/l
    Und das sind die Preise in Caracas:
    Preismeldungen für Sorte Superbenzin
    DatumPreis in €/lHinweis
    06.10.20090,06Venezuela hat von 3 auf 6 ct. erhöht. 25 ct. ist offensichtlich falsch !
    12.09.20090,30
    30.12.20080,031Litro de gasolina es 25 veces mas barata que 1 litro de agua.
    02.06.20080,04
    28.02.20080,110,17$/L ,1€=1,47$
    13.11.20070,04
    11.07.2007
    Übersetzung der Anmerkung zum 30.12.2008: 1 Liter Benzin ist 25 mal billiger als 1 Liter Wasser

    22 April 2011

    Ist Brasilien ein Entwicklungsland?

    Wenn man an die Reden des Dilma-Vorgängers denkt, sicher nicht, denn wer die Welt mit seiner Weisheit beglücken und zusätzlich von Hunger und Armut befreien will, kommt sicher aus einem wichtigen Land. Und dass Brasilien wirklich wichtig ist, merkt man jeden Tag deutlicher. Die brasilianische Petrobrás ist laut Forbes - Liste die achtgrösste Firma der Welt, Bradesco folgt als Nummer 53 einer Liste von 2.000 Unternehmen in 62 Ländern. 37 davon sind brasilianisch, 18 mexikanisch, 9 chilenisch, 6 kolumbisch, 4 venezolanisch, 2 peruanisch und eine panamaisch. Brasilien führt also unbestritten in Lateinamerika. Dies sind die brasilianischen Firmen der Liste, die Zahl hinter der Firma ist der Rang auf der Forbes-Liste:

    1. Petrobrás 8
    2. Bradesco 46
    3. Vale 53
    4. Itaúsa 122
    5. Oí 445
    6. CSN 551
    7. Usiminas 579
    8. Eletrobrás 614
    9. Cemig 671
    10. Gerdau 695
    11. Companhia Brasileira de Distribuição 731
    12. JBS 766
    13. Ultrapar 797
    14. Braskem 815
    15. CPFL 845
    16. BRF Brasil Foods 941
    17. Bovespa 953
    18. Redecard 1.005
    19. Sabesp 1.142
    20. Cielo 1.174
    21. Embraer 1.178
    22. Fibria Celulose 1.239
    23. Porto Seguro 1.400
    24. Natura 1.412
    25. Banrisul 1.438
    26. Bradespar 1.458
    27. CCR 1.459
    28. TAM 1.487
    29. Copel 1.490
    30. Cosan 1.496
    31. OGX 1.545
    32. Suzao Papel e Celulose 1.656
    33. CESP 1.660
    34. Sul America 1.710
    35. Marfig Group 1.730
    36. WEG 1.822
    Um ein Gefühl für Grössenordnungen zu bekommen, sei erwähnt, dass die letzte Firma dieser Liste, die von deutschen Auswanderern in Jaraguá do Sul in Santa Catarina gegründete WEG, weltweit ca. 25.000 Mitarbeiter hat. Bradesco steht übrigens hinter Siemens und vor Apple.

    Und ein solches Land, welches einen ständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat beansprucht, sagt auf einmal, nein, wir sind keine Grossmacht, auch kein Schwellenland, nein, wir sind ein Entwicklungsland. Wie China, nebenbei bemerkt, grösster Exporteur der Welt mit ständigem Sitz im UNO-Sicherheitsrat und Empfänger von Entwicklungshilfe der Bundesrepublik Deutschland, bis vor kurzem Exportweltmeister. Und warum macht sich Brasilien kleiner als es ist? Weil die bösen, bösen USA ein Welthandelsabkommen nur unterzeichnen wollen, wenn das arme, arme Brasilien nicht nur exportieren will, sonder auch weiter importiert, aber zum Nulltarif. Das heisst, die USA verlangen, dass Brasilien für 3.200 industrielle Produktlinien den Importzoll herabsetzt oder entfallen lässt. Nur dann ist man bereit, die USA für landwirtschaftliche Produkte aus Brasilien weiter zu öffnen als heute. Und über diese Frage wird seit 10 Jahren diskutiert und immer noch ist kein Ergebnis erzielt worden, denn auch China und Indien wollen auf ihren Entwicklungslandstatus nicht verzichten.

    Um die Position Chinas als Entwicklungsland zu unterstreichen, will ich die ersten 10 Länder obiger Forbes - Liste aufführen:
    1. JM Morgan Chase - USA
    2. HSBC - Grossbritannien
    3. GE - USA
    4. Exxon Mobil - USA
    5. Royal Dutch Shell - Holland
    6. PetroChina - China
    7. ICBC - China
    8. Petrobrás - Brasilien
    9. Berkshire Hathaway - USA
    10. Citigroup - USA
    Noch eine Frage? Es wäre sicher besser, Brasiliens Industrie schneller über durch Zinssenkungen erschwingliche Investitionen international wettbewerbsfähig zu machen, die durch Korruption umgeleiteten Gelder in die Infrastruktur zu stecken, die Bürokratie im Zollwesen Brasiliens zu eliminieren und alle anderen nötigen Reformen voranzutreiben, als zu lamentieren und immer auf das politisch Korrekte zu schielen. Manchmal ist das politisch Nötige wesentlich wichtiger (und "richtiger")!

    21 April 2011

    Bedroht Indien Brasilien?

    Noch nicht, jedenfalls, was die Produkte angeht. Eine indische Firma bat mich vor einiger Zeit, für ihre Erdbewegungsmaschinen einen Händler in Brasilien zu suchen. Reaktion der angesprochenen Firmen: "Indische Produkte? Nein danke, haben wir schon schon versucht, nie wieder!" Heute kann ich das nachvollziehen, denn meine Frau kaufte einen Sonnenschirmständer bei Sam's Club (gehört zu Walmart):
    Nicht high tech, aber funktionell!
    Einfache Montage, der Inbus-Schlüssel wird gar sogar mitgeliefert!

    Nur ist das Innenprofil der Schrauben bei einmaligem Festziehen bereits "rund", d.h. Demontage ist leider nicht möglich!

    19 April 2011

    Pressemeldungen zu Firmenkäufen in Brasilien

    Otto-Chef: Einstieg in Brasilien steht unmittelbar bevor

    Sulzer kauft in Brasilien zu

    Private-Equity-Branche setzt auf Schwellenländer

    Itaú Seguros, die Versicherung meiner (Alb)Träume

    Haben Sie schon mal ein Auto versichert? Dann lesen Sie mal diesen Fall. Da unterschreibt die Eigentümerin eines schon einige Jahre alten Pritschenwagens eine teure Versicherung bei Itaú Seguros, ca. 10 % des Fahrzeugwertes, und erhält am 18.4. eine vorgedruckten Brief mit Datum vom 8.4., in dem ihr mitgeteilt wird, dass die Versicherungsgesellschaft den Wagen nicht versichern will und dieser ab Briefdatum nur noch zwei Arbeitstage versichert sei. Und dies, obwohl die Versicherungsgesellschaft vorher eine sogenannte vistoria machte, also das Fahrzeug eigens begutachtete, um sich von seiner Existenz und seinem Zustand zu überzeugen.
    Am 19.4. wurde der Makler eingeschaltet, der zunächst nichts davon wusste und dann innerhalb von Minuten bei der Porto Seguros eine Versicherung zu den gleichen Bedingungen wie vorher abschloss.  Bei wem wird die Dame wohl im nächsten Jahr die Versicherung erneuern?

    Hier eine Kopie des erwähnten Schreibens:
    PS: Es sind übrigens wegen der Rechtschreib"reform" beide Schreibweisen möglich, Albtraum und Alptraum.
    PS.PS: Devolução de Proposta heisst übersetzt Rückgabe eines Vorschlages. So weit sind wir schon gekommen, dass Kunden ihrer Versicherungsgesellschaft vorschlagen, ein Auto zu versichern. Von wegen König Kunde, dem die Versicherungsgesellschaft vorschlägt, dessen Auto zu versichern! Aber in der Werbung sieht das ganz anders aus. Deshalb können sich viele Firmen und (nicht nur unsere) Regierungsoberhäupter ihre Werbung / Propaganda sparen und das Geld - siehe vorherigen Post - besser sinnvollen Zwecken zuführen.

    Die Regierung sitzt auf dem Geld...oder nicht?

    Kommt darauf an, wofür es ausgegeben werden soll:

    Trotz der näherrückenden Termine für Fußballweltmeisterschaft und Olympiade versteht die Regierung nicht, die nötigen und verspäteten Baumaßnahmen voranzutreiben, von den vielen genehmigten Milliarden R$, die die staatliche Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung dafür zur Verfügung stellen soll, sind erst 0,5 % freigegeben worden. Ein Musterbeispiel für staatliche Inkompetenz beim Projektmanagement.

    Ein Musterbeispiel für persönliche Kompetenz lieferte dafür der jetzt ex-Präsident Lula. Er schaffte es, im vergangenen Jahr 70,3 % mehr für Werbung auszugeben als sein Vorgänger Fernando Henrique Cardoso in dessen letztem Amtsjahr. Und es geht nicht um Pappenstiele! Die Regierung Lula gab 2010 immerhin 1,629 Mrd. R$ für ihre Propaganda aus. Unter FHC waren es 956,4 Mio. R$ nach heutigem Wert. In seinen acht Amtsjahren kam Lula auf insgesamt 10,304 Mrd. R$. Der Löwenanteil ging an Fernsehstationen.

    18 April 2011

    Brasilianische Firmen kaufen sich im Ausland ein

    Ein Beispiel dafür ist VULCABRÁS, Brasiliens grösster Schuhfabrikant, der für 50 Mio. US$ (einschliesslich der in den nächsten 2 Jahren nötigen Investitionen) eine Schuhfabrik in Indien kaufen will und dort dann für 8.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze verantwortlich zeichnet. Aber zunächst muss in den kommenden 40 Tagen eine due diligence gemacht werden und wenn alles gut geht, wird der Kaufvertrag Anfang Juni unterschrieben. Die indische Fabrik beschäftigt heute 1.000 Personen, aber Vulcabrás will innerhalb eines Jahres 4.000 neue Mitarbeiter einstellen. Vulcabrás beschäftigt in Brasilien heute 40.000 Leute und in Argentinien 4.000. Übrigens gibt es einen Antidumpingzoll von 13,85 US$ pro Paar Schuhe aus China, der leicht umgangen wird, weil die Chinesen jetzt ihre Schuhe zunächst nach Paraguay, Malaysia und Vietnam schicken und sie von dort aus nach Brasilien gelangen. Dass die dabei benutzen Ursprungszeugnisse nicht ganz astrein sind, kann natürlich nur vermutet werden. Wahrscheinlich sind sie auf Chinesisch geschrieben und beim Zoll blickt keiner richtig durch.

    Weitere Beispiele für die Internationalisierung brasilianischer Firmen sind Natura, Vicunha Têxtil und Schmidt, die alle vom starken Real profitieren.

    16 April 2011

    Wo befinden sich die Leser von BRASILIEN AKTUELL?

    Vorhersagen für das laufende Jahr

    Prognosen kann man umso leichter stellen, wenn sie die Vergangenheit betreffen. Deshalb sollte man nicht unterschätzen, welche Mühe es gekostet hat, folgende Vorhersagen am 13.12.2010 für Brasiliens Volkswirtschaft Ende 2011 zu treffen:
    Das waren die Inflationswerte, für das Wachstum des BIP sind es diese: 4,7 %, 4,4 %, 4,5 %, 5,5 %, 4,5 %, 4,7 %. Die Regierung geht heute von 5 % aus.

    Der Leitzins wurde so prognostiziert: 12 %, 11,5 %, 13 %, 12,75 %, 12,25 %, 12,25 %. Laut Zentralbank ist nicht damit zu rechnen, dass die Zinsen schnell fallen - trotz des öffentlich geäußerten Wunsches unserer Präsidentin, auf internationalem Niveau anzukommen (beim Leitzins). Also sind 13 % nicht unwahrscheinlich.

    Und hier kommt der Dollarkurs: 1,80 R$, 1,75 R$, 1,85 R$, 1,70 R$, 1,75 R$ und 1,75 R$. Heute steht der Dollar übrigens bei 1,58 R$; trotz aller Massnahmen der Regierung, die Flut der hereinströmenden Devisen zu stoppen oder wenigstens zu vermindern und nichts deutet auf eine Kehrtwende hin:

    Und der Euro schwankt und kann sich nicht entscheiden:

    Um die Begründungen für die vorhergesagten Werte zu lesen, klicken Sie in QUELLE.

    Bahia und Brasilien gestern, heute und morgen

    Brasilien ist auf dem besten Weg zur globalen Großmacht. Es hat seine Zukunft so fest im Blick, dass es seine Vergangenheit gar nicht mehr sieht. Das spürt man vor allem dort, wo all das begann, von dem man jetzt nichts mehr wissen will: in Bahia und seiner verstörend schönen Hauptstadt Salvador.

    So beginnt Jacob Strobel y Serra seinen Artikel "Das moralische Theater des menschlichen Lebens" in der FAZ vom 16.4.2011, den Sie durch Klicken in die Überschrift lesen können. 

    Der leidige Benzinpreis

    ist nicht nur in Deutschland ein Thema. In der Stadt São Paulo beträgt er im Mittel umgerechnet 1,73 US$ pro Liter, 70 % mehr als in New York und, um einen gerechteren Vergleich mit einem BRICS-Land zu ziehen, 105 % teurer als in Russland. Unser Benzin verlässt die Raffinerie zwar um 25 % billiger als in den USA, aber unsere Regierung hat einen Anteil von 57 % am Endverbraucherpreis. Das ist viel höher als in den USA, aber immer noch niedriger als in Europa mit seinen Umweltschützern. Mal sehen, ob die Grünen weiterhin so viel Zulauf haben, wenn ihre Wähler nicht mehr Auto fahren können, weil dies zu teuer ist. Aber zur Not kann man ja in die Sozialistische Bolivianische Republik Venezuela Hugo Chaves auswandern, in der Benzin nur 1 Cent kostet, da kommen selbst Libyen und Saudi-Arabien nicht mit. Länder wie die Türkei mit 2,54 US$ pro Liter Benzin sollte man eher meiden. Oder auf das Fahrrad umsteigen. Eisenbahn geht nicht, wenigstens in Deutschland, wegen der ständigen Streiks und Verspätungen. Dabei haben mir - allerdings vor 30 Jahren - Brasilianer von der Eisenbahn in Deutschland vorgeschwärmt, dass selbst eine angekündigte Verspätung von z.B. 3 Minuten auf die Sekunde genau eingehalten wurde.

    Verbrechensstatistik von São Paulo jetzt im Internet

    "Wissen ist Macht" und "geteiltes Wissen" ist Transparenz. Und wer als Regierender freiwillig transparent ist, hat ein gutes Gewissen. Die Regierung von São Paulo lässt sich in die Karten schauen, klicken Sie in VERBRECHENSSTATISTIK und Sie kommen zu den Daten der Stadt São Paulo, publiziert von der Tageszeitung O Estado de São Paulo.

    Danach wuchs die Anzahl der Autodiebstähle im Bundesland um 7,7 % im ersten Vierteljahr 2011 gegenüber dem von 2010 und zum Leidwesen der Versicherungen konnte die Polizei nur 43 % der gestohlenen Fahrzeuge finden und den Eigentümern zurückgeben. Deshalb sind unsere Autoversicherungspolicen auch so teuer im Vergleich zu Deutschland.

    Dafür gingen die Mordfälle um 18,95 % zurück. Per März 2011 wurden im Bundesstaat São Paulo 992 Menschen umgebracht, das erste Mal seit 1996 (als die Statistik begonnen wurde) bleib die Mordrate damit unter 10 Fällen pro 100.000 Einwohner.

    Im eigentlichen Stadtgebiet von São Paulo mit 11.000.000 Einwohnern gingen die Morde um 41,49 % zurück, in Gross-São Paulo mit ca. 20.000.000 Einwohnern um 10,92 % und im Interior des Bundesstaates São Paulo um 10,92 %.

    13 April 2011

    IT: Brasilien auf Platz 56

    Das Weltwirtschaftsforum hat seine Technologierangliste für 138 Länder veröffentlicht, danach liegt Brasilien abgeschlagen nur auf Platz 56, rückte also 5 Plätze vor. Zwei andere "Brics" stehen besser da, China ist die Nummer 36 und Indien die Nummer 48, nur Russland liegt mit Platz 77 hinter Brasilien. Die vordersten Plätze sind:

    1. Schweden
    2. Singapur
    3. Finnland
    4. Schweiz
    5. USA
    6. Taiwan
    7. Dänemark
    8. Kanada
    9. Norwegen
    10. Südkorea
    Dass sich Deutschland nicht unter den ersten zehn Ländern befindet wundert mich nicht, wenn ich daran denke, dass die Telecom 3 Monate gebraucht hat, damit meine Tochter nach einem Umzug wieder E-Mail-Zugang hatte.

    In Südamerika liegen Chile (39) und Uruguay (45) übrigens vor Brasilien. Der schlechte Platz Brasiliens ist verdient, denn unsere Mobiltelefon- und Breitbandinternetdienste gehören zu den teuersten der Welt - und nicht unbedingt zu den besten.

    Aber das wird sich ändern, denn Foxconn kommt. Nach Zeitungsberichten von heute will die Firma 12 Mrd. US$ in Brasilien investieren und unter anderem iPads und berührungsempfindliche Bildschirme herstellen. Dazu will man 100.000 Mitarbeiter einstellen. Komisch, dass man für soviel investiertes Geld keine automatische Fertigung bekommt und 100.000 Leute braucht, wo doch der ganze Sektor heute nur 175.000 Menschen beschäftigt. Die Foxconn-Aussage hört sich wie Wahlkampf an.

    Auf jeden Fall lobenswert, dass die Regierung im Lande hergestellte Tablettcomputer wie das iPad steuerlich wie Laptops und PCs behandeln will. Dass dann ein iPad aber nur 500 R$ kosten wird, wage ich - wie die obigen Zahlen - stark zu bezweifeln. Die Steuervorteile wären 3 % IPI anstelle 15 % und - in São Paulo - 7 % ICMS anstelle 18 %. Das iPad II ist in Brasilien noch nicht erhältlich, aber ab November soll es vor Ort montiert werden. 

    09 April 2011

    Pressestimmen über Brasilien

    Brasilien zieht deutsche Investoren an

    Börsen Lateinamerika: Nur Brasilien wagt ein Plus

    U-Bahn in São Paulo

    Wir haben Kunden, die Schmelzsicherungen und Mittelspannungsstecker herstellen, wie sie u.a. von den U-Bahnen benutzt werden. Dadurch musste ich mich zwangsläufig mit dem Thema beschäftigen und fand CoMET mit diesen Mitgliedern:

    CoMET ist das Akronym für Community of Metros. Und in dieser Gemeinschaft nimmt unerwarteterweise - wenigstens für mich - São Paulo eine Spitzenstellung ein. Wir haben nämlich im letzten Jahr mit der U-Bahn 11,5 Mio. Passagiere pro Kilometer Streckennetz transportiert, 15 % mehr als zwei Jahre vorher in 2008. Die neuesten CoMET-Daten sind von 2008, deshalb einige Zahlen aus diesem Jahr (Passagiere pro Kilometer), die zeigen, dass São Paulo die "vollste" U-Bahn ist: 
    • São Paulo 10 Mio.
    • Moskau 8,6 Mio.
    • Shanghai 7 Mio. 
    An jedem Arbeitstag des letzten Jahres benutzten im Mittel 2,56 Mio. Menschen die U-Bahn in São Paulo für tägliche 3,5 Mio. Fahrten. 60 % der Benutzer halten die U-Bahn für sehr gut oder gut.  Allerdings waren es 2009 sogar 67 %, d.h. die Anzahl der Benutzer wuchs, aber deren Zufriedenheit nahm ab. 

    Insgesamt befördert die U-Bahn in São Paulo 975 Mio. Passagiere jährlich und ist damit nur die elftgrösste unter den 15 CoMET-Mitgliedern. Tokio nimmt den Spitzenplatz mit 3,16 Mrd. Passagieren ein, gefolgt von Moskau mit 2,4 Mrd. Passagieren, dann kommt Seoul mit 2,04 Mrd. Passagieren. Die U-Bahn von São Paulo ist die einzige aus Südamerika, die aufgeführt wird - z.B. haben auch Buenos Aires und Santiago do Chile U-Bahnen. Die U-Bahn von Mexiko-Stadt nimmt übrigens den 7. Platz ein mit 1,4 Mrd. Passagieren. 

    Wer mehr darüber wissen möchte, kann den CoMET-Site besuchen oder mit Tiago Dantas vom Jornal da Tarde sprechen, dessen Artikel über die U-Bahn von São Paulo am 9.4. im ESTADÃO publiziert wurde.