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13 März 2012

Wir gehen nicht nach Brasilien, um Verlust zu machen!

Klare Worte, ausgesprochen vom BMW-Produktionschef Frank-Peter Arndt. Denn BMW möchte schon Autos in Brasilien produzieren und steht offensichtlich dicht vor der endgültigen Wahl eines Fabrikstandortes in São Paulo oder Santa Catarina. Aber eben nicht um jeden Preis. Und die Anhebung der Steuer auf industrialisierte Produkte IPI speziell für importierte Autos um 30 Prozentpunkte hat offenbar nicht den gewünschten Effekt gehabt. Denn die Absicht der brasilianischen Regierung war klar, Importautos sollen so teuer werden, dass niemand mehr zugreift und die Hersteller gezwungen sind, in Brasilien zu montieren - aber mit brasilianischen Teilen. Das hat schon beim Informatikgesetz nicht funktioniert. Warum der Käufer nicht entscheiden darf, welches Auto er kaufen will und dadurch die Hersteller zwingt, sich nach dem Geschmack der Kunden zu richten, bleibt unklar. Oder ist es die sozialistische Vergangenheit unserer Regierungsmitglieder? Wobei man eigentlich nicht von Vergangenheit sprechen sollte, sondern von Gegenwart, ist doch z.B. der Bundessportminister Aldo Rebelo auch Mitglied der kommunistischen Partei Brasiliens. 2011 hat BMW übrigens 12.074 (importierte) Autos in Brasilien verkauft, 42 % mehr als im Vorjahr, als es 8.534 Fahrzeuge waren.

Für die Entscheidung über eine Fabrik ist der Wechselkurs immens wichtig. Dass seine Schwankungen für eine Planung nicht hilfreich sind, ist einleuchtend. Hier die neueste Entwicklung:
Es geht also wieder aufwärts! Zumindest mit dem Wert des € gegenüber dem R$. Fragt sich, wie lange.

AKTUALISIERUNG: Heute, am 14.3.2012, erhielt ich einen Kommentar auf Portugiesisch. Zusammengefasst hat sich BMW wohl schon für den Standort Araquari in Santa Catarina entschieden und wartet mit der offiziellen Bekanntmachung, bis man weiss, wie das Regime Automotive mit reduzierter Steuer auf industrialisierte Produkte (IPI) künftig aussehen wird. Also nur eine leere Drohgebärde Herrn Arndts? Warten wir es ab.

1 Kommentar:

  1. Entscheidung BMW´s für den Standort Araquari in Santa Catarina

    Prefeitura vai licenciar terraplanagem da BMW

    A Fundação Municipal de Meio Ambiente de Araquari vai fazer o licenciamento para as obras de terraplenagem do terreno pertencente à Mineração Veiga, onde a BMW vai se instalar para construir cinco modelos de carros. As obras de terraplenagem devem começar em abril diz o prefeito João Pedro Woitexen. O licenciamento para a construção da fábrica ficará por conta da Fatma. Por conta da expansão econômica do município, a Prefeitura contratou mais sete profissionais para dar conta de análise de pedidos de licenciamento ambiental.

    O prefeito de Araquari revela que 13 profissionais da área técnica da BMW já estão avaliando aspectos da construção. "A empresa deu até curso intensivo de português de quatro meses para o grupo de pessoas poder se comunicar aqui". A multinacional alemã só espera pelas regras do regime automotivo, com IPI reduzido, para oficializar a decisão.

    Quelle: clicrbs.com.br

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