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17 November 2012

Droht Brasilien ein Treibstoffmangel?

Als Lula noch Präsident war und er publikumswirksam und erdölverschmiert (nur die Hände) bekannt gab, dass Brasilien unabhängig vom ausländischen Erdöl sein, war die Welt scheinbar noch in Ordnung. Das hat sich geändert, denn die aus ideologischen Gründen nicht ausreichend angehobenen Preise für Treibstoff haben der Petrobrás Kassenprobleme eingebracht, die sich u.a. in einem angepassten Investitionsplan manifestieren. Das kommt davon, wenn eine staatlich gelenkte und halb, aber eben nicht ganz privatisierte Firma nicht nach betriebswirtschaftlichen, sondern nach "übergeordneten" Gesichtspunkten geführt wird. Diese muss jetzt nämlich mehr Benzin als je einführen und stößt dabei auch auf ein Hindernis nicht finanzieller Art. Die "Wareneingangslogistik" erlaubt nämlich zur Zeit nicht mehr als 100.000 barrels (Erklärung siehe am Ende) pro Tag. 

Per September 2012 stieg der Benzinabsatz der Petrobrás um 19 % und der Dieselabsatz um 6 % gegenüber dem Vorjahresvergleichsraum. Da die Produktion nicht mithielt, musste der Import gesteigert werden, was zu einer Kostensteigerung von 29 % (34,6 Mrd. R$!) führte.

Und der Durst unserer Fahrzeuge ist schwer löschbar, der Treibstoffverbrauch (Benzin und Diesel) steigt nämlich weiter. Im  dritten Vierteljahr 2012 gegenüber dem von 2011 um 4 %. Per September 2012 importierte Petrobrás im Durchschnitt täglich 72.000 barrel Benzin, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es nur 27.000. Dieses Jahr rechnet Petrobrás mit dem Rekordabsatz von 40 Mrd. Litern! 

Was, Gutes soll auch erwähnt werden, nicht zuletzt Lula und seiner Nachfolgerin geschuldet ist, denn in den letzten Jahren stieg die Kaufkraft der Bevölkerung und damit der Autoabsatz, letzterer auch durch die Reduzierung der Steuer auf industrialisierte Produkte für Autos. 

Wikipedia erklärt oil barrels so: 
Oil barrel, (abbreviation bbl): a legacy volume measure of 42 US gallons (34.9723 imp gal; 158.9873 L).[7] It can also mean 35 imperial gallons (42.0332 US gal; 159.1132 L). Commonly a barrel is regarded as 159 L volume.
See caveat below regarding considerations for conversion to metric units.
The standard oil barrel of 42 US gallons is used in the United States as a measure of crude oil and other petroleum products. Elsewhere, oil is commonly measured in cubic metres (m3) or in tonnes (t), with (metric) tonnes more often being used by European oil companies. International companies listed on American stock exchanges tend to express their oil-production volumes in barrels for global reporting purposes, and those listed on European exchanges tend to express their production in tonnes. There can be 6 to 8 barrels of oil in a ton, depending on density. For example: 256 US gallons [6.1 bbl] of heavy distillate per ton, 272 gallons [6.5 bbl] of crude oil per ton, and 333 gallons [7.9 bbl] of gasoline per ton.[8]

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