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14 Januar 2017

Was kann man mit einem Faxgerät in São Paulo anfangen?

Zumindest mein häusliches Faxgerät wird nicht zum Faxen benutzt; seitdem man mit jedem Smartphone scannen und das Ergebnis sofort verschicken kann, steht es unbenutzt neben meinem Schreibtisch. Nach meiner Rückkehr vom Strand nach dem Jahreswechsel habe ich allerdings eine neue Anwendung meines Faxgerätes kennengelernt.

Was Sie hier links sehen, ist das Ergebnis dieser Anwendung, ein Stromunterbrechungszähler! Während meiner Woche am Strand fiel zuhause in São Paulo 14 mal der Strom aus. Der Grund dafür war eine Hitzeperiode mit mehr als dreissig Tagen mit Temperaturen über 30 Grad, was zu täglichen Gewittern führte.

Und diese haben in Brasilien eine tropische Gewalt, die ihresgleichen sucht. Dazu einige Zahlen: Jährlich blitzt es 3,15 Mrd. mal auf unserem Planeten, davon 100 Mio. mal in Brasilien, welches damit zum Land mit der höchsten Blitzzahl wird. Das wurde offiziell vom  Instituto Nacional de Pesquisas Espaciais - INPE in São José dos Campos festgestellt. 90% aller Blitze auf der Welt sind negativ geladen, aber im südlichen Teil Brasiliens haben 70% eine positive Ladung. Solche Blitze haben meist mehr Zerstörungsgewalt als ihre negativ geladenen Artgenossen. Übrigens sterben in Brasilien jedes Jahr ungefähr 100 Menschen am Blitzschlag. 2016 verzeichnete der Stromversorger São Paulos, die Eletropaulo, 974 Fälle von Stromausfall durch Blitzeinschläge. Ein black out in Groß São Paulo verursacht stündlich einen Schaden von ca. 30 Mio. US$, sagt dazu Osmar Pinto jr., der zusammen mit seiner Frau Iara Cardoso de Almeida Pinto die Studie am INPE durchführte.

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