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25 März 2011

Kriminalität

Bei meinen Vorträgen in Deutschland ging es u.a. auch um Standortfragen und deshalb auch um die Kriminalität in den verschiedenen Regionen des Landes. São Paulo wird oft als gefährlich eingestuft und es stimmt, dass in letzter Zeit etliche Taxipassagiere, vor allem, wenn sie aus einem Flughafen kamen, ihren Laptop, Uhren und Mobiltelefone bei Überfällen auf der Stadtautobahn im stockenden Feierabendverkehr verloren haben. Dagegen hilft, sich vorne zum Taxifahrer zu setzen und auf keinen Fall mit seinem Computer während der Fahrt zu arbeiten. Die Überfälle werden meist mit Hilfe zweier Motorräder ausgeführt, mit denen das überfallende Fahrzeug eingekeilt wird und die ein schnelles Entkommen gewährleisten.

Schlimmer ist es, wenn ein Mord passiert, einen PC kann man wieder kaufen.

Mit 63,3 Morden pro 100.000 Einwohnern ist der Bundesstaat Alagoas der gefährlichste Brasiliens, gefolgt von Espírito Santo mit 57,9. Vielleicht sollte man diesen Bundesstaat besser umtaufen. Pernambuco mit 42,6 Morden pro 100.000 Einwohner liegt auch über dem Wert, den man aus "zivilisierten" Ländern gewohnt ist. Pará mit 36,0 nimmt die nächste Position ein, es folgen Roraima mit 33,4; Paraíba mit 31,2; Rio de Janeiro mit 33,2; Bahia mit 29,9; Mato Grosso mit 29,5; Paraná mit 29,2;  Sergipe mit 28,8.

Minas Gerais steht mit 7,1 am besten dar, São Paulo ist mit 11 Morden pro 100.000 Einwohner weniger gefährlich als oft vermutet. Trotzdem sollte man nicht mit einer Rolex am Arm und einem Laptop unter dem Arm in der Stadt spazieren gehen.

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