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30 Januar 2016

Die Finanzlage Brasiliens spitzt sich zu

So sieht die jährliche Einnahmen - Ausgaben - Statistik aus
Werte in Mrd. R$
Wer mehr ausgibt, als er einnimmt, baut Schulden auf; das ist das Fazit dieser beiden Graphiken. Jeder Haushaltsvorstand weiß dies und versucht der Schuldenfalle zu entkommen. Regierungen wissen es auch, aber es ist ihnen egal, denn ein Defizit kann ja durch Neuverschuldung ausgeglichen werden und zur Not durch Mehreinnahmen über Steuererhöhungen. Deshalb will unsere ungeliebte Präsidentin Dilma auch unbedingt die sogenannte Schecksteuer wieder einführen. Das erscheint ihr einfacher als der nötige Sparkurs. Pech dabei - für uns alle, die wir in Brasilien leben - ist, dass die Inflation die 10 % pro Jahr - Grenze überschritten hat und die Zentralbank deshalb den Leitzins nicht senken will. Und da dieser 14,25 % pro Jahr beträgt, trägt er kräftig dazu bei, dass das Bedienen der Regierungsschulden immer schwieriger, sprich teurer, wird.

Und das sind die Schulden in % des BIP der Regierung, von der Bundesregierung angefangen bis herunter zu den Städten und Gemeinden
Und es ist keine Besserung in Sicht, für 2016 wird die Verschuldung wahrscheinlich auf 70,7 % vom BIP hochgehen! Und der Präsident der Zentralbank Tombini bekämpft diese Kalamität mit der Gelddruckmaschine, was die Inflation weiter anheizt, eine Schraube ohne Ende. Er wird übrigens wegen seiner servilen Haltung Dilmas gegenüber auch Pombini genannt - pomba heißt auf Deutsch Taube. Und wie ein Friedenstäubchen hat er nach gegenteiliger Ankündigung am Vortag unlängst auf Druck der Präsidentin den Leitzins bei 14,25 % belassen. Das zur Unabhängigkeit unserer brasilianischen Zentralbank.

Das sind die nicht finanziellen Ausgaben der brasilianischen Bundesregierung in % des BIP:

Von Sparmaßnahmen keine Spur, Austerität dürfte ein Fremdwort für unsere Präsidentin sein. Aber es ist ja Karneval, da ist alles erlaubt und der Rest ist sowieso egal. Der Katzenjammer kommt anschließend mit Sicherheit! 

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