22 Januar 2020

Brasilien wird besser beurteilt

Und das gilt im In- und im Ausland. Eine Umfrage der Confederação Nacional do Transporte (CNT) zusammen mit dem Institut MDA, die am 22.1.2020 veröffentlicht wurde, stellte fest, dass die Regierung von Präsident Bolsonaro im Januar 2020 besser als im August 2019 bewertet wird:

  • gut bis sehr gut: 29,4% => 34,5%
  • schlecht bis sehr schlecht: 39,5 => 31,0%
Der Präsident selbst konnte seine Bewertung auch verbessern:
  • macht seine Arbeit gut: 41% => 47,8%
  • macht seine Arbeit schlecht: ?% => 47%
Zur positiven Bewertung beigetragen haben:
  • niedrige Inflation
  • Rentenreform 
  • Freigabe des FGTS (42 Mrd. R$ seit Juli 2019, im Dezember zusätzlich 2,5 Mrd. R$ für Empfänger von "bolsa família"-Zuwendungen
  • 13. "Gehalt" für Sozialhilfeempfänger (bolsa família)
22,1% der Befragten sagten, dass die Regierung am meisten Fortschritte in der Wirtschaft erzielt hätte, im August 2019 waren es nur 10%.

43,2% meinten, dass die Beschäftigungssituation in den nächsten 6 Monaten besser werden würde, 18,9% sahen eine Verschlechterung voraus. Optimistisch wurden auch Monatseinkünfte, Gesundheit, Erziehung / Ausbildung und öffentliche Sicherheit beurteilt.

Seit dem Amtsantritt Bolsonaros werden die Gebiete Korruptionsbekämpfung, Wirtschaft und Sicherheit besonders positiv beurteilt und die zuständigen Minister Guedes und Moro als Superminister bezeichnet. 

Das ist der Anteil der Befragten, die das angegebene Gebiet als das mit den besten Ergebnissen der Regierungsarbeit bezeichneten:
  • 30,1% Korruptionsbekämpfung
  • 22,1% Wirtschaft
  • 22,0% Öffentliche Sicherheit
  • 9,2% Reformen
  • 7,4% Infrastruktur
  • 7,2% internationale Beziehungen
  • 6,5% Privatisierung
  • 6,0% Ausbildung
  • 5,4% Gesundheit
  • 2,6% Umweltschutz
Hervorzuheben ist auch, dass im ersten Amtsjahr Bolsonaros nicht eine Anschuldigung gegen Mitglieder der Regierung wegen Korruption erhoben wurde. 

Wenn heute Präsidentschaftswahlen wären, wäre dies das Ergebnis:
29,1% Jair Bolsonaro
17,0% Luiz Inácio Lula da Silva
3,5% Ciro Gomes 
2,4% Sérgio Moro
2,3% Fernando Haddad

In Davos hat Wirtschaftsminister Guedes 115 Projekte vorgestellt, an denen sich ausländische Interessenten beteiligen können. Es geht dabei um gigantische Summen, 264,1 Mrd. R$ für Investitionen und 55,5 Mrd. R$ für Privatisierungen. 

Guedes teilte auch mit, dass Brasilien dem Abkommen über Regierungseinkäufe Government Procurement Agreement - GPA beitreten werde. Das sagt Wikipedia dazu: "Das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen ist ein internationales plurilaterales Abkommen zwischen einzelnen Vertragsstaaten der World Trade Organisation (WTO), das den Zugang zu öffentlichen Aufträgen regelt. Das GPA wurde am ebenso wie die Gründung der WTO am 15. April 1994 beschlossen und trat am 1. Januar 1996 in Kraft."




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