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11 August 2010

Brasilien steigt in das Urananreicherungsgeschäft ein

Die ausgehende Regierung Lula hat dafür für 2011 vorsorglich zusätzliche 127 Mio. R$ im Staatshaushalt vorgesehen. Insgesamt stehen damit 348 Mio.R$ für dieses Geschäft in einem Zeitraum von drei Jahren zur Verfügung. Zum Ende des Jahrzehnts will Brasilien damit zu dem kleinen Klub der Länder gehören, die Uran im industriellen Maßstab anreichern, um es zu exportieren. Aber Brasilien braucht selbst ebenfalls angereichertes Uran als "Treibstoff" für seine Atomkraftwerke. Angra I und II sind bereits am Netz, Angra III wird zur Zeit gebaut und bis 2034 sollen mindestens vier weitere Atomkraftwerke gebaut werden. Damit wäre Brasilien, welches grosse Uranvorkommen hat, Selbstversorger.

Gut, dass Lula das Hickhack in Deutschland wegen der Atomkraftwerke wenig interessiert und er sich mein Heimatland hier nicht zum Vorbild nimmt. Sonst könnten wir ja keine Atomkraftwerke an Brasilien verkaufen. Allerdings ist es zweifelhaft, ob die Brasilianer solche Spitzentechnologie von einem Land kaufen würde, welches diese selbst nicht anwendet. Ähnlich sieht es mit der Magnetschwebebahn aus, die Deutschland gerne für die geplante Strecke Campinas - São Paulo - Rio de Janeiro eingesetzt sähe. Da wir selbst abgesehen von der Versuchsstrecke im Emsland keine Magnetschwebebahn in Deutschland (siehe Kommentar von Hans P. Lüters) im Einsatz haben, wird wohl China liefern - unter Nutzung deutscher Technologie. Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Zurückentwicklung können da unsere Konkurrenten im Ausland aus vollem Herzen sagen.

1 Kommentar:

  1. Vergessen sollte man natuerlich nicht die Transrapid-Strecke in Shanghai, die als erste kommerzielle Anwendung des deutschen Systems gilt.

    Gruesse,

    Hans P. Lüters

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