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26 Oktober 2013

Exame Nacional do Ensino Médio (Enem) 2013

Wer in Brasilien studieren will, sei es an einer Universität oder an einer faculdade, muss sich einer Aufnahmeprüfung unterziehen. Das ist das sogenannte vestibular und von dieser Note hängt es ab, ob sich die Pforten für den Lernwilligen öffnen. Um zu wissen, wie es um die Schulausbildung steht, die eben nicht automatisch den Hochschulzugang garantiert, veranstaltet das Bundeserziehungsministerium jährlich eine Prüfung für alle Schüler, die neugierig sind, wie es um ihr Wissen steht und die von der freiwilligen Teilnahme dadurch profitieren, dass es beim vestibular Extrapunkte gibt. Sollte das Enem-Ergebnis schlecht sein, wird es allerdings nicht berücksichtigt - so wird keiner von der Teilnahme abgeschreckt. Die Prüfung wird gleichzeitig an 15.576 Plätzen in 1.661 Städten und Gemeinden abgenommen, für jede Frage gibt es im Mittel 3 Minuten. Heute sind die Humanwissenschaften und die Naturwissenschaften an der Reihe, in 4,5 Stunden müssen 90 Fragen beantwortet werden, wegen der maschinellen Lesbarkeit mit schwarzem Kugelschreiber in transparenter Hülle. Morgen werden Sprachen und Mathematik geprüft, wieder 90 Fragen, aber da viel geschrieben werden muss, gibt es 5,5 Stunden.

Um Betrugsfällen vorzubeugen, herrscht ein strenges Regiment:
  1. 23.000 Personen kümmern sich um die Sicherheit, dazu gehören die Streitkräfte, die Bundespolizei, die Bundesautobahnpolizei, die Militär- und Zivilpolizei der einzelnen Bundesstaaten und sogar einfache Zivilisten
  2. Die Prüfungsunterlagen wurden in Osasco in einer geheimgehaltenen Hochsicherheitsdruckerei hergestellt
  3. 4.000 Militärpolisten bewachten die Übergabe an das Heer und dann die Weiterleitung an den Flughafen Guarulhos
  4. Die Unterlagen wiegen 1.530 Tonnen und um sie zu transportieren, bedurfte es 12.000 Postmitarbeiter
  5. In den Bundesstaaten wurden die Unterlagen vom Heer bewacht gelagert und unter den wachsamen Augen der Bundesautobahnpolizei und der secretaria de segurança pública weitergeleitet; in Gebieten schwieriger Zugänglichkeit wie Acre, Amapá, Amazonas und Pará wurde auch die Marine und die Luftwaffe hinzugezogen
  6. Sämtliche Transportbehälter sind elektronisch versiegelt
  7. Während der Prüfung darf der Prüfling kein Mobiltelefon, kein Radio, kein Aufnahmegerät oder sonstiges elektronisches Gerät bei sich haben
  8. Es ist verboten, Mützen, Kappen, Hüte, Augenschirme oder dunkle Brillen zu benutzen
  9. Auch digitale oder analoge Uhren sind nicht gestattet
An der Prüfung werden übrigens auch 5.061 Ausländer teilnehmen, insgesamt haben sich 7,1 Millionen Schüler angemeldet. 1.644 der Ausländer wohnen in São Paulo, 511 in Paraná, 468 in Rio e Janeiro und 379 in Rio Grande do Sul.

1 Kommentar:

  1. Hallo...danke für die info...werde ich weiter leiten mit deinen einverständnis...hierzuland kämpfe ich immer noch mit dem annerkennung meinen brasilianische papiere.Wie gesagt s gibt leute hier die immer noch glauben das wir ein ausbildung "in die bäume" gemacht haben.Also...schöne woche wünsche ich dir.Danke nochmal.Luciene.(habe ich alles klein geschrieben,sorry)

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