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12 Oktober 2013

Wie werden eigentlich Steuerstrafen berechnet?

Nachvollziehbare Regeln gibt es wohl nicht, sonst hätte die Regierung sicher den subsecretário der Bundessteuerbehörde, Caio Martins Cândido, nicht seines Amtes enthoben. Unter seiner Aufsicht wurde nämlich die Itaú mit einer Strafe von 18,7 Mrd. R$ wegen der Fusion mit der Unibanco bedacht, das ist mehr als der Jahresgewinn 2012, was selbst den Sozialisten zu viel war. Man mag die Kapitalisten nicht, aber man braucht sie und ihr Geld, da darf man sie nicht zu sehr verschrecken. Und da regen sich Kleingeister wegen des Bischofs von Limburg und seiner teuren Badewanne auf! Andere Strafen, die die 35 Mio. € für den Umbau des Bischofsitzes relativieren, sind 627 Mio. R$, die Natura zahlen soll sowie 3,7 Mrd. R$, die gegen MMX, 1,6 Mrd. R$, die gegen Fibria und 334 Mio. R$, die gegen Santos Brasil verhängt wurden. Diese Firmen wurden ausserdem gezwungen, die Steuerstrafen publik zu machen. Auf der anderen Seite wurden die privaten Krankenversicherer reich beschenkt, weil das Bundesfinanzamt auf milliardenhohe PIS/Cofins-Zahlungen verzichtete und die Berechnungsbasis der Abgaben um 80 % reduziert wurde. Das nennt man Ausgewogenheit.

PS: Eine Anmerkung zum Bischof, über den sich Leser der online-Ausgaben von FAZ und Spiegel ereifern, viele davon erklärte Atheisten, von denen einer den Vogel abschoss mit der Bemerkung, er glaube nicht an Gott und was zum Teufel sich wohl der Bischof gedacht habe... Wenigstens leugnen die Atheisten nicht den Teufel!

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