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29 Dezember 2011

Hohes BIP, aber auch viele Favelas

Auch als sechstgrösste Wirtschaftsmacht der Erde gibt es für Brasilien noch viel zu verändern und zu verbessern. Die Wohnungsnot ist ein Thema, dem die Regierung mit Sozialem Wohnungsbau beikommen will. Lobenswert und nötig, denn 11,4 Mio. Brasilianer leben in Favelas; 18,9 % oder 2,16 Mio. Menschen davon in Groß - São Paulo. 88 % der Elendsunterkünfte konzentrieren sich in den Ballungsräumen; insgesamt sind 6.329 solcher Favelas in 323 Städten statistisch erfasst. Die Anzahl der Favelas und ihrer Bewohner nimmt leider zu, trotz aller Regierungsprogramme. In der Stadt São Paulo findet man vor allem in den Außenbezirken relativ kleine Favelas, während sich in der Stadt Rio de Janeiro grosse Favelas im Zentrum ausgebreitet haben. Das sind die größten Elendsbezirke Brasiliens:
    1. Rocinha (RJ): 69.161 Bewohner
    2. Sol Nascente (DF): 56.483 Bewohner
    3. Rio das Pedras (RJ): 54.793 Bewohner
    4. Coroadinho (MA): 53.945 Bewohner
    5. Parasiópolis (SP): 42.826 Bewohner
2010 betrug das mittlere Alter der Favelados 27,9 Jahre; in den "normalen" Wohngebieten Brasiliens lag es bei 32,7 Jahren. Das verhältnismässig größte Elendsgebiet Brasiliens liegt im Mündungsgebiet des Amazonas. In Belém do Pará wohnen53,9 % der Bevölkerung in Favelas. Da hört sich der Werbespruch "Wohnen Sie noch oder leben Sie schon?" gar nicht mehr so lustig an, oder? 

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