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06 Oktober 2014

Stichwahl zwischen Dilma und Aécio am letzten Sonntag im Oktober entscheidet, wer ab 1.1.2015 Brasilien als Präsident führt


Die geografische Stimmenverteilung zeigt, was viele denken und keiner sagt bzw. nur hinter hervorgehaltener Hand: Je weiter nördlich, je ärmer und je weniger ausgebildet, desto mehr PT. Und auf der anderen Seite bestätigt sich die Meinung der PT-Anhänger, dass São Paulo die Hochburg des Feindes ist, wo sich die "Elite" gegen den Sozialismus verschworen hat.





Anerkanntermaßen hat der PT-Oberbürgermeister das Verkehrschaos von São Paulo verschärft, auf jeden Fall für die Fahrer der 7 Millionen Autos der Metropole. Er hatte die Wahlen gegen Celso Russomanno gewonnen, der damals so unvorsichtig war, über Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr öffentlich zu sprechen und nicht zu versprechen, dass sie weiterhin durch Steuergelder niedrig gehalten werden. Der Wähler hat wohl den gemachten Fehler erkannt und gestern Celso Russomanno zum am meisten gewählten Kandidaten zum Parlamentsabgeordneten gemacht, mit 1,52 Millionen Stimmen. Der Clown Tiririca schaffte es diesmal nur auf 1,02 Millionen Stimmen, bei der Wahl davor gewann er den Titel des Mistgewählten mit dem Slogan "Wählt mich; schlimmer als es ist, kann es nicht werden!".

Wie die Politik das Land polarisiert, zeigt eine kleine Episode: Dem pensionierten Präsidenten des Obersten Bundesgerichtshofes Brasiliens, Joaquim Barbosa, wurde von der Standesvertretung der Anwälte, OAB, die Rechtsanwaltszulassung verweigert, weil er im Prozess gegen korrupte Politiker der Regierung Lula die Anwälte der Verteidigung nicht nett behandelt habe. Einige der verhafteten, verurteilten und einsitzenden Angeklagten dieses Prozesses haben diese Zulassung. Aber sie sind ja auch in der richtigen Partei.

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