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11 Oktober 2014

Wer wählt wen in Brasilien zum Präsidenten?

Fragen wir zunächst, wer wählt wen auf keinen Fall? Das ist die Antwort auf eine Umfrage:
Danach ist Dilma eindeutig unbeliebter als ihr Gegenkandidat. Trotzdem war sie bis zum ersten Wahlgang unangefochtener Favorit, aber danach wendete sich das Blatt:
Dabei sollen die Anhänger von Aécio lieber noch nicht Siegeslieder anstimmen, denn noch ist nicht aller Tage Abend und auch Marina sah zuerst so aus wie eine strahlende Siegerin und ging dann sang- und klanglos unter - entgegen den Wahlprognosen. Also, Vorsicht mit dem Glauben an Wahlumfragen, der Wähler kann seine wahre Meinung verschweigen oder schlichtweg beim Wahlakt ändern. Trotzdem wollen wir weiter fragen, diesmal nach der Wählergunst von Männern und Frauen:

Der Unterschied ist marginal und ist statistisch sicher nicht signifikant. Sehen wir uns also an, was die Schulbildung ausmacht:



Da sieht man klar, dass der Vorgänger Lulas als Präsident vollkommen recht hatte mit seiner Analyse, dass die weniger Instruierten, die auch die Ärmeren sind, die jetzige Präsidenten behalten wollen. Was Lula ihm im Munde herumdrehte und eine Diskriminierung der armen Bevölkerung des Norden Brasiliens herbeiredete. Mal sehen, ob das mit dem Einkommen auch stimmt:



Ja, Fernando Henrique Cardoso hat in"s Schwarze getroffen, wer weniger verdient, mag mehr Dilma als Aécio. Aber ist wohl politisch nicht korrekt, dies öffentlich auszusprechen. Die Jugend weiss alles, das "Mittelalter" bezweifelt alles, das Alter glaubt alles. Stimmt das? Sehen wir uns die Wahlprognose nach dem Alter aufgeschlüsselt an:




Das ist der Beweis, die Jugend ist unsere Zukunft und ist nicht so leicht zu ködern, wie es sich die Regierungspartei wünscht - aber das ist meine Meinung und ich wähle nicht in Brasilien. Und zeigt, wie vorsichtig der Spruch zu nehmen ist, dass der, der in seiner Jugend nicht Sozialist war, kein Herz hätte und wer im Alter immer noch Sozialist sei, nichts gelernt hätte.

Jetzt noch ein Wort zu der Behauptung, dass die Regierung Wählerstimmen durch Sozialprogramme "kauft". Kaufen will ich es nicht unbedingt nennen, aber Einfluss auf die Wählerentscheidung hat die Inanspruchnahme von Sozialhilfeprogrammen schon. Das steht heute im ESTADO DE SÃO PAULO:
O material jornalístico produzido pelo Estadão é protegido por lei. Para compartilhar este conteúdo, utilize o link:http://politica.estadao.com.br/noticias/geral,dilma-lidera-entre-os-que-recebem-bolsa-familia-imp-,1575159
(Dilma führt bei den bolsa família - Empfängern)
Danach stimmen 74 % der Sozialhilfeempfänger für Dilma und nur 26 % für Aécio. Allerdings erhalten 60 % derer, die im zweiten Wahlgang für Dilma stimmen wollen, keine Zuwendungen der Regierung. Von den erklärten Aécio - Wählern erhalten 80 % nichts von der Regierung, 11 % erhalten Mittel der bolsa família.

Quelle der oben gezeigten Graphiken

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