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11 September 2016

A Reconstrução do Brasil - Der Wiederaufbau Brasiliens

Eine dramatische Überschrift für eine Reihe von Reportagen, die ab heute im O ESTADO DE SÃO PAULO erscheinen und die großen Herausforderungen nach der Amtsenthebung von Dilma Rousseff behandeln. Als Blickfang dient dem Autor José Fucs ein Wegweiser:
Haushaltssanierung, Politische Reform (Wahlrecht, Regierungsform), Arbeitsgesetzgebung, Funktionalismus, Steuern
Und der hat es in sich, weist er doch auf "Orte" hin, die von Baustellen geprägt sind, wobei bei den meisten nur gekennzeichnet ist, wo später gebaut werden soll, bei einigen sind schon "Erdbewegungen" zu bemerken, aber wie das Ganze später mal aussehen wird, wissen nur die Planer. Und ob die es wirklich wissen, ist ungewiss!

Aber wie es heute aussieht, ist weitgehend bekannt:
Düsteres Szenarium:
Brasilien taucht ab in die Rezession (Veränderung des BIP in %)...
...das Haushaltsdefizit schlägt Rekorde (Primärergebnis ohne Zinsen der Verschuldung der Öffentlichen Hand in % des BIP)...
...die Verschuldung der Öffentlichen Hand vervielfacht sich (Bruttoverschuldung in % des BIP)...

...die Zinsen steigen in den Himmel (Leitzins in %/a)...
...die Inflation ist außerhalb des Toleranzbereiches (Veränderung des Preisindexes in %)...
...die Steuern saugen die Produktion aus (Steuerbelastung in % vom BIP)...

...und die Arbeitslosigkeit explodiert (Anzahl Arbeitslose in Millionen)

Quellen: Zentralbank, Statistisches Bundesamt, Finanzministerium,  Brasilianisches Institut für Bildung durch Veränderung

Das Ganze sollte man als große Gelegenheit ansehen, den Staat durch eine Schockbehandlung zu modernisieren. Wenn das gelingt, wird Brasilien in wenigen Jahren wirklich eine große Macht sein, wenn auch vielleicht keine Großmacht. Und ob Letzteres so erstrebenswert ist, sei dahingestellt. 

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