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12 Juli 2015

Industrielle Produktion in Brasilien auf dem absteigenden Ast und Fahrradfahrer im Gegenwind!

Im Allgemeinen sieht es schon nicht gut aus

Industrielle Produktion Brasiliens, kumulierte Veränderung der letzten 12 Monate
 und im Speziellen auch nicht:

Nationale Produktion von Fahrrädern in Brasilien und Absatz (ohne Importfahrräder)
Werte in Millionen Fahrrädern
Die Fahrradproduktion ist ein gutes Beispiel, weil gerade in São Paulo vom PT-Oberbürgermeister auf Biegen und Brechen versucht wird, das Fahrradfahren zu Lasten der Autofahrer zu fördern. 2013 gab es 174.100 Fahrradfahrer in São Paulo, letztes Jahr waren es schon 261.000!

Unser Radfahrverband Abraciclo veröffentlichte leider jüngst nur Daten von 2013, deswegen kann es gut sein, dass die wahre Zahl der Radfahrer in São Paulo größer ist. Es gibt übrigens 235 Fahrradmontagefirmen, von denen die ersten vier, nämlich Caloi/Dorel, Houston/Audax, Isapa/OXBike und Grupo Lagoa schon für 27,9 % der Produktion verantwortlich zeichnen. Der Import von Fahrrädern steht für nur 7,5 % des Absatzes. 

Fahrräder sind teuer in Brasilien, die lokalen Firmen arbeiten mit niedriger Produktivität. 2012 wurden nur 5.700 Fahrräder exportiert, das waren 0,1 % der Produktion. Wertmäßig sind 80 % der verbauten Teile importiert! Die meisten Importe kommen dabei aus China, sagt Abradibi. Auf diese Importe werden 20 % Zoll aufgeschlagen, wenn sie aus Mercosurländern kommen und 35 % gelten für den Rest der Welt. 

Brasilien ist der fünftgrößte Fahrradmarkt der Welt mit von 2006 bis 2013 im Mittel 5.5 Mio. verkauften Fahrrädern pro Jahr. Aber auf die Bevölkerung umgerechnet sind es nur 0,025 Fahrräder pro Kopf und damit erreicht Brasilien weltweit nur den 22. Platz. 

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