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25 Juli 2015

Inflationsbekämpfung, BIP-Veränderung und Gehaltssumme in Brasilien

Zu diesen Themen gibt es neue Zahlen:

Diese Graphik zeigt die Entwicklung unseres Leitzinssatzes, wobei wir erst nach der nächsten Copom-Sitzung wissen werden, ob er um 0,25 oder 0,50 Prozentpunkte angehoben werden wird - unsere Inflation ist aus dem Ruder gelaufen und übersteigt in einigen Regionen bereits die 10 % - Marke für die abgelaufenen 12 Monate!

Das wir in einer Rezession stecken, hat auch der letzte PT-Wähler schon bemerkt. Deswegen schrieb ich in der Überschrift "BIP-Veränderung" und nicht "BIP-Wachstum". Die hier genannten vier Banken glauben dieses Jahr an einen BIP-Rückgang von 1,8 bis 2,4 Prozentpunkten und sehen nur Dämmerung, kein richtiges Licht, am Ende des Tunnels, der in das Jahr 2016 mündet. Selbst für 2016 glauben zwei Banken an Schrumpfung, eine an "Nullwachstum" und eine an einen weiteren Rückgang. Ich habe das Wort "Nullwachstum" nur gewählt, weil es sich eingebürgert hat. In Wirklichkeit soll diese Wortwahl der Ökonomen nur suggerieren, dass die Situation nicht so schlimm ist wie die Ausdrücke "Stagnation" oder "Beharrung" oder "ohne Veränderung" vermitteln würden. 

Diese Graphik zeigt die Entwicklung der in Brasilien jährlich gezahlten Lohn- und Gehaltssumme. Dabei werden natürlich nur die Summen erfasst, die aufgrund eines formalen Arbeitsverhältnisses gezahlt werden, also ohne Schwarzarbeit oder informelle Arbeitsverhältnisse. Per April 2015 ging diese Zahl im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraumes um 0,32 % zurück - kein Wunder, denn allein die Werften haben dieses Jahr schon 14.000 Mitarbeiter entlassen. Übrigens wird in Brasilien nicht zwischen Lohn und Gehalt und folgerichtig nicht zwischen Arbeitern und Angestellten unterschieden. Auch Akkordlohn ist hier unbekannt, denn man darf einem Mitarbeiter nie weniger zahlen als er schon bekommen hat. 

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