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09 Februar 2011

Mindestlohn und Millionäre

Die brasilianische Bundesregierung kämpft darum, den Mindestlohn bei 545 R$ (242 €) festzuschreiben, während der Ministerpräsident des Bundesstaates São Paulo, Geraldo Alckim, ausschert - was er auf Grund der Rechtslage kann - und für seinen Regierungsbereich heute 600 R$ (267 €) als Mindestlohn verkünden wird. Das Problem beim Mindestlohn ist, dass er die Basis anderer Kosten, z.B der Sozialversicherung (Renten!), bildet und damit seine Erhöhung automatisch weitere Erhöhungen für die Wirtschaft und die Regierung mit sich bringt.
Während sich ein Teil der Bevölkerung auf die Erhöhung freut, möge sie auch noch zu klein und unzureichend  in den Augen eines deutschen Gewerkschaftsmitgliedes sein, gibt es in Brasilien 63.224 R$-Millionäre, denen das sicher ziemlich egal ist. Die hiesigen Banken gehen davon aus, dass 150.000 Brasilianer ein Einkommen von einer Million R$ im Jahr haben. Die Zahl der genannten Millionäre, die mehr als eine Million R$ auf der Bank haben, ist 2010 um 11 % gewachsen. Diese Glückspilze haben 162,2 Mrd. R$ in Investmentfonds angelegt, 118,6 Mrd. R$ in festverzinslichen Wertpapieren und 68,2 Mrd. R$ in Aktien. So verteilen sich diese Anlagen geografisch:

  • 55,3 % São Paulo
  • 18,3 % Rio de Janeiro
  • 13,0 % Süden
  • 5,8 % Minas Gerais und Espírito Santo
  • 5,5 % Nordosten
  • 1,8 % Mittelwesten
  • 0,3 % Norden
Quelle: ANBIMA (22 Banken lieferten die Daten)

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