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14 Februar 2011

Sparen am falschen Platz

"Zum Fiasko geriet der Bau der Kokerei. Diese hat Thyssen-Krupp von der chinesischen Citic bauen lassen, die damit den Vorzug vor der konzerneigenen Uhde erhielt. Wegen massiver Fehlkonstruktionen war die Kokerei nicht betriebsfähig. Derzeit ist die Kokerei nur zu einem Drittel betriebsbereit; einen Teil der benötigten Kokskohle muss der Ableger in Brasilien zukaufen. Erst ab der Jahresmitte soll die Kokerei die benötigten Mengen produzieren können. Zudem muss Uhde die Anlage aufwendig nacharbeiten.

An der Kokerei zeigt sich das Ausmaß, wie ungenügend die Planungen für die Hütte in Brasilien betrieben wurden. Da sich schon früh abzeichnete, dass die Expansion erheblich teurer wird als zuvor veranschlagt, versuchten die Verantwortlichen bei Thyssen-Krupp mit allen Mitteln, die Kosten zu drücken.


Das Angebot von Citic kam ihnen daher entgegen. Die Chinesen veranschlagten rund 100 Millionen Euro weniger für den Bau als Uhde. Jetzt muss Thyssen-Krupp ein Vielfaches der eingesparten Summe drauflegen. Nicht nur Kokskohle muss gekauft werden, auch fällt die Kokerei als Erzeuger von Strom und Gas aus.


Die verfehlte Kostenplanung zeigte sich auch in der Werks-Logistik. So verzichtete Thyssen-Krupp auf einen zweiten Transportkran für Roheisen. Als der einzige Kran ausfiel, musste das Eisen abgegossen werden, was zu der von Anwohnern beklagten Grafit-Emission führte. Für zehn Millionen Euro wird nun ein Ersatzkran gebaut."


Den vollständigen Text finden Sie unter HANDELSBLATT. Mein Kommentar dazu ist wohl überflüssig.

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