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23 Oktober 2011

Die rote Gefahr?

Der vermutete Skandal um den Sportminister richtete die Aufmerksamkeit auf die kommunistische Partei Brasiliens, die zur Zeit unter ihrem Markenzeichen PCdoB mit Hammer und Sichel täglich im Fernsehen auftritt und sich als Saubermann betätigt - ähnlich wie Waschmittelwerbung, weißer geht's nicht oder von mir aus auch röter. Aber der Persilschein des Sportministers und auch der seines Vorgängers ist noch in weiter Ferne, wenn er denn überhaupt jemals ausgestellt wird. Dass sein Vorgänger der PT angehört und dass die PCdoB für die Bundesregierung extrem wichtig ist, macht es der Präsidentin nicht einfacher, den Sportminister in die Wüste zu schicken, zu dem ihr Vorgänger Lula diesen bestärkt, den Sturm auszusitzen.

Die PCdoB wächst entgegen dem Zeitgeist, 2001 hatte sie nur 33.948 Mitglieder, 2005 waren es schon 69.638 und 2009 sogar 102.330. Neuere Zahlen sind laut Partei nicht verfügbar, angeblich muss man zählen, um die Anzahl der Mitarbeiter zu wissen.

Die Partei verfügt heute über 608 Stadtverordnete, 66 Vizebürgermeister, 42 Bürgermeister, 18 Landtagsabgeordnete, 14 Bundestagsabgeordnete, 2 Senatoren und 1 Bundesminister. 2010 erhielt sie aus dem Parteienfond 4,4 Mio. R$, in diesem Jahr bis September 6,6 Mio. R$. Das ist ihr offensichtlich nicht genug, wie die Anschuldigungen gegen den Sportminister zeigen.

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