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11 Oktober 2011

Streiks lähmen Brasilien

Die Postmitarbeiter streiken seit 27 Tagen, dadurch sind bereits 173.000.000 Briefe und Päckchen verspätet.
Seit 14 Tagen sind auch die Bankmitarbeiter auf die Barrikaden gegangen, heute blieben 9.090 Bankfilialen geschlossen und zahlreiche Verwaltungszentralen öffentlicher und privater Banken. Letzten Freitag waren es "nur" 8.951 Filialen. Dieser Streik ist der grösste der letzten 20 Jahre und wenn es so weiter geht, wahrscheinlich auch der längste. 2004 streikten die Bankmitarbeiter, die eigentlich besser Bankarbeitsverweigerer heissen sollten, 29 Tage. In Brasilien beschäftigen, nein, bezahlen die Banken 484.000 Bankangestellte, 135.000 davon in den Städten São Paulo, Osasco und Umgebung.
Achtung, morgen ist Feiertag in Brasilien, denken Sie also bitte nicht, wenn ich bzw. meine Mitarbeiter keine E-Mails beantworten, dass wir auch streiken!

PS: In den Nachrichten hörte ich eben, dass die Justizbeamten São Paulos auch streiken und dass das oberste Arbeitsgericht den Streik der Postangestellten für beendet erklärte. Wenn der Streik nicht beendet wird, wird eine Strafe von täglich 50.000 R$ fällig. Die Gewerkschaft hat bereits erklärt, dass dem Gerichtsbeschluss Folge zu leisten ist.

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