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16 Februar 2013

Alles blau in Blumenau?

Kann sein, in Brasilien aber nicht. Denn die Regierung bzw. Minister Mantega denkt schon wieder laut über Inflationsbekämpfung nach und sagt jetzt, dass der Wechselkurs dazu nicht beeinflusst werden soll, man habe ja den Leitzins als Instrument. Der Wechselkurs wird nicht beeinflusst? Dann sollte er sich mal diesen Verlauf der Parität R$ - € der letzten drei Monate ansehen:
Der spricht eine andere Sprache. Und jetzt geht alle Welt davon aus, dass der Leitzins demnächst wieder angehoben wird. Dann können wir uns schon auf die Reaktion der Banken freuen. 192,94 % beträgt der mittlere Jahreszinssatz auf rollierend finanzierte Kreditkartenschulden und 144,46 % auf Überziehungskredite bei Benutzung des "cheque especial".

Die Inflation, die schon über 80 % im Monat während der Regierungszeit Sarney betrug, wird für 2013 mit 5,71 % angenommen. Erstaunlich, wie genau die Auguren rechnen, aber sicher kommt es anders und dann erinnert sich sowieso niemand an die Prognose. Der Zielwert der Regierung ist 4,5 % und die zitierten Auguren sagen für 2014 eine Inflation von 6,5 % voraus. Ende 2013 soll dann der Leitzins 7,25 % betragen und Ende nächsten Jahres 8,75 %. Das BIP wird nach "Meinung des Marktes" 3,09 % und nächstes Jahr 3,80 % wachsen. Felipe Queiroz von Austin Asis glaubt sogar an 3,7 bzw. 4,3 %. Ich wünsche ihm, das er richtig liegt. Aber er meint auch, dass der Leitzins Ende des laufendes Jahres 8,75 % und im nächsten Jahr sogar 9,5 % betragen wird, was nicht gut wäre. Der Dollarkurs wird Ende des Jahres bei 2,03 R$ gesehen und Ende nächsten Jahres bei 2,05 R$. Ich hoffe, dass "dem Markt" der Kaffeesatz nicht ausgeht. 

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