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23 Februar 2013

Richtiges Wachstum sieht anders aus!



Denn ein Wachstum des IBC-BR von nur 1,64 % im letzten Jahr deutet darauf hin, dass unser BIP nur ca. 1 % in 2012 zulegte. Nicht genug, vor allem nicht im Vergleich zu anderen Schwellenländern:
  • Indonesien 6,3 %
  • Thailand 5,8 %
  • Indien 5,4 %
  • Chile 5,0 %
  • Mexiko 4,0 %
  • Russland 3,4 %
  • Australien 3,4 %
Und vor allem nicht, wenn man bedenkt, dass unser Konsum um 8,4 % in 2012 wuchs und die Industrieproduktion um 2,7 % abnahm. Der Rückgang der Industrieproduktion liegt u.a. am Import von Konsum- und Investitionsgütern einerseits und am Wegbrechen von Exportmärkten wie Argentinien andererseits. Dass importiert wird, liegt wiederum an den Preisen und dass die der einheimischen Produkte trotz der Importkosten hoch sind, verdanken wir dem berüchtigten Custo Brasil, der die Wettbewerbsfähigkeit Brasiliens beeinträchtigt. Und so sehr man allen ein gutes Ein- und damit Auskommen gönnen sollte, kann auf Dauer ein ständig zum Wirtschaftswachstum überproportionales Lohnwachstum nicht finanziert werden, ohne dass immer grössere Löcher gerissen werden, um die vorher gegrabenen zu stopfen. Aber eine Regierung, die immer deutlicher auf Machterhalt und Wahlkampf fixiert ist und deshalb, wie man hier sagt, die Sonnenstrahlen mit einem Sieb abwehrt, wird keine echten Reformen durchführen, weil man sich selbst etwas vormacht und damit auch den Wählern. Das gilt übrigens auch für Deutschland, falls der Vorschlag, die 30 h - Woche bei vollem Lohnausgleich einzuführen, um weniger Arbeitslose zu haben, sich durchsetzen sollte. 

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