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27 Februar 2013

Arbeitslos darf man nicht mehr sagen!

Es sei ein Unwort, meint man in progressiven Kreisen Deutschlands, erwerbslos sei korrekt. Also, ich habe trotzdem, ohne diskriminatorische Hintergedanken, meine Grafik nach altem Sprachgebrauch überschrieben:

Sieht auf dem ersten Blick gut aus, aber wie immer, würde z.B. Frau Ozga in Duisburg sagen, finde ich ein Haar in der Suppe. Denn da der Industrieanteil am BIP Brasiliens immer weiter sinkt, ist das Absinken der Arbeitslosigkeit auf den gestiegenen Bedarf an wenig ausgebildeten Menschen für Billigarbeitsplätze zurückzuführen, u.a. für den Handel und den Bausektor. Und das bestätigt die Diagnose, dass Brasilien an der holländischen Krankheit leidet und sich vermehrt dem nach wie vor durchaus abgeschotteten Binnenmarkt zuwendet, was die Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Industrie nicht gerade fördert. Die dadurch weiter schrumpft, weniger Arbeitskräfte braucht und so weiter, aber nicht ad infinitum, denn irgendwann muss Schluss sein. Es wäre schön, wenn sich sowohl die Regierung als auch die Unternehmer zu der Erkenntnis durchrängen, dass weniger manchmal mehr ist, d.h. es ist besser, ganze Wirtschaftszweige aufzugeben und dafür andere auszubauen. Deutschland baut z.B. praktisch keine Kameras mehr und ist trotzdem ökonomisch nicht weniger wichtig als früher, als die grossen Marken meist noch deutsche Namen trugen. Also, weg mit den Handelsschranken, öffnet Brasilien wirklich für den Import und möge der bessere überleben!


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