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27 Januar 2014

Itaú untergräbt die Bemühungen Dilma Rousseffs

Da fliegt die Präsidentin nach Davos, hält eine Rede, nimmt die Unbequemlichkeit einer Übernachtung in Lissabon auf sich, bevor sie nach Kuba weiterfliegt, um dort einen Hafen einzuweihen, der mit brasilianischem Geld, was wohl nach Verbesserung unserer Infrastruktur übrig geblieben ist, gebaut wurde und hofft inständig, dass alle ihr geglaubt haben, als sie sagte, dass ausländische Investitionen in Brasilien willkommen seien. Und dann? Dann kommt ein kleiner Angestellter der Valutaabteilung von Itaú in São Paulo, bei der eine €-Überweisung für meine Firma Eurolatina angekommen war und sagt uns, dass wir leider über dieses Geld, welches zur Kapitalerhöhung der brasilianischen Firma eines Eurolatina-Kunden bestimmt ist, nicht verfügen können - unser Limit, was Überweisungen aus dem Ausland anginge, würde sonst  überschritten.

Komisch, dass wir noch nie von dieser Grenze hörten und diese bei anderen Banken wie Banco do Brasil nicht existiert. Schon tragikomisch, dass unser Kontobetreuer im Range eines Abteilungsleiters bei Itáu uns am selben Tag besucht und versichert hatte, dass alles in Ordnung sei mit der fraglichen Überweisung.

Da frage ich mich, spinnen die, die Banken? Was, liebes Brasilien, willst Du? Dass Ausländer hier investieren oder dass wir alle General de Gaulle Recht geben, als er sagte, Brasilien sei kein ernstzunehmendes Land?

PS: Nicht, dass der neue Flughafen meiner Heimatstadt Berlin in einer besseren Situation wäre, aber es muss viel Geld, nicht nur für den Hafen in Kuba, übrig geblieben sein, denn wir können es uns wohl auch leisten, dass anstelle der geplanten und am 30.10.20007 mitgeteilten 2,6 Mrd. R$ (1,1 Mrd. US$) jetzt 8,9 Mrd. R$ (4,1 Mrd. US$ zum gleichen Kurs und 3,7 Mrd. US$ zum heutigen Kurs) für unsere Fußballstadien ausgegeben werden. Kein Wunder, dass dagegen demonstriert wird. Wobei zur Ehrenrettung der brasilianischen Regierung gesagt werden muss, dass die Hafeneinrichtungen in Kuba in Brasilien gekauft werden müssen.


Kommentare:

  1. Wenn man den brasilianischen Banken vertraut, kann man eigentlich nur Geld verlieren. So ist es mir im Oktober ergangen, als ich ein Dienstleistungshonorar an meine Filiale der Santander ueberweisen lies. Mein Kundenbetreuer sagte mir, ich muesste den Umtausch mit dem Touristenwechsel machen, da ich eine natuerliche Person sei. Ferner muss ich alles auf einmal wechseln. Geht nicht anders.
    Dieser Tage kommt nun mein naechstes Honorar und ich habe mich zwischenzeitlich bei einem Wechselbroker erkundigt. Ich mache den Wechsel ueber ihn und wegen des Servicevertrages, den ich mit meinen Kunden in Italien habe, kann ich es zu dem komerziellen Wechselkurs machen, ca. 15 centavos besser und ich brauche auch nicht alles zu wechseln, wenn ich auf hoehere Eurokurse spekulieren will. Die komplette Transaktion kostet US$ 50 und laeuft ueber die Korrespondenzbank ab. Legal und kompetent. Santander geht damit leer aus.

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  2. Bernd, können Sie mir sagen, welcher Broker das ist?

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