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31 Januar 2011

Ist die Deindustrialisierung Brasiliens nur ein Mythos?

Brasilien ist ein Dienstleistungsland, die Anteil der Industrie am BIP ist wesentlich kleiner als der der Dienstleister. Aber Brasilien benötigt trotzdem Maschinen und Anlagen für seine Industrie, die wegen des starken R$ und der teilweisen Nichtverfügbarkeit vermehrt aus dem Ausland gekauft werden. Eine Chance also für die Industrie aus dem oberen und mittleren Technologiebereich, die sich in Brasilien ansiedeln und hier produzieren, weil damit der teure Import vermieden wird, die hohen Zinsen beim finanziertem Verkauf durch BNDES-Kredite mit subventionierten Zinsen vermieden werden können und weil die Produktion in Brasilien die Produkte von der ex tariff - Liste verschwinden lässt und damit der Konkurrenz den Weg zu solchen Krediten, die heute bis 60 % des fob - Wertes möglich sind, versperrt. Hier die Fakten, wie sie heute im ESTADO DE SÃO PAULO publiziert wurden:
Entwicklung des Vierteljahresverbrauches von Hochtechnologieprodukten in Mrd. R$ (Produktion - Export + Import)

Entwicklung des Vierteljahresverbrauches von Mittelhochtechnologieprodukten in Mrd. R$ (Produktion - Export + Import)
 
Entwicklung des mittleren Investitionsindexes von 2004 bis 2010 in %
Anteil der Importprodukte am Verbrauch der Verarbeitungsindustrie in %
Alta Tecnología = Hochtechnologie
Média Alta Técnologia = Mittelhochtechnologie
Média Baixa Técnologia = Mittelniedrigtechnologie
Baixa Tecnología = Niedrigtechnologie

Also doch kein Mythos?! Kein Mythos! Denn der Import stieg von 2004 auf 2010 neunmal schneller als das BIP der Industrie Brasiliens; die BIP-Zuwachsrate der Industrie betrug 36 %, die Zuwachsrate des Imports von industrialisierten Produkten aber 121,4 %. Laut Abimaq ging der Export sogar um 4,8 % zurück. Später mehr dazu!

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