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30 Januar 2011

Ist São Paulo noch zu retten?

In meinem Wohnort São Paulo sind fast 7 Mio. Fahrzeuge registriert und der Verkehr ist entsprechend chaotisch. Um ihn zu regeln und zu verbessern, werden jährlich auch fast 7 Mio. Strafen verhängt; für mich ein Zeichen, dass die Verkehrsbehörde völlig hilflos ist. Anstelle intelligenter Verkehrssysteme mit aufeinander abgestimmten Ampeln, Bedarfsampeln, GPS-Systemen, die um Stauungen herum leiten etc. haben wir sinnlose Verkehrsberuhigungsmassnahmen wie Schwellen, punktuelle 40 km - Begrenzungen, Regenablaufrinnen an Strassenkreuzungen, die den Verkehr verlangsamen. Dazu kommen zu enge Fahrspuren durch die Einführung von Busfahrspuren und immer noch ist die Ringautobahn, die den LKW-Verkehr zwischen dem Hinterland und dem Hafen von Santos aus der Stadt heraushalten könnte, nicht fertig. Durch immer mehr Strafen ist diesen Mängeln - die schlechte Qualität unserer löchrigen Strassen soll dabei als erschwerender Faktor nicht vergessen werden, der oft regelgemässes Fahren nicht erlaubt - nicht beizukommen. Die vielen Baustellen zur Vermeidung von Überschwemmungen bei starken Regenfällen haben sich in jüngster Zeit auch als nicht ausreichend erwiesen. Warum werden nicht Schulen z.B erst um 9:00 geöffnet? Dann würden die Mütter, die ihre Kinder zur Schule bringen, nicht im dicksten Berufsverkehr unterwegs sein. Der Verkehrsbehörde ist ausser ihren Strafen bisher nur eingefallen, Beschränkungen für die Autonutzung auszusprechen, nach dem Motto: Was passiert, wenn die Sahara von Sozialisten regiert wird? Zunächst nichts, dann wird Sand fehlen. Dem Mangel an guten Strassen und grossen Parkplätzen ist durch seine reine Verwaltung jedenfalls nicht beizukommen!

1 Kommentar:

  1. Ach ja, der Verkehr in São Paulo ist doch immer wieder eine Diskussion wert. Aber ich stimme mit Ihnen überein, dass es eine absolute Katastrophe ist. Bleibt zu hoffen, dass es sich irgendwann bessert.

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