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11 Juni 2013

Trügerische Sicherheit

vermittelt São Paulo seinen Besuchern, die - wenn sie aus Mitteleuropa kommen - meinen, sie könnten das Hotel abends zu einem Spaziergang verlassen und diesen für Nachtaufnahmen mit der neuen Spiegelreflex zu nutzen. Und sich wundern, wenn sie ohne Kamera und blessiert in's Hotel zurückkehren -  einige schaffen selbst dies leider nicht mehr, weil sie im Leichenschauhaus enden. Ich wollte eigentlich nicht so drastisch schreiben, aber der Fall des leichtsinnigen deutschen Touristen, der in Rio eine Favela besichtigen wollte und nur mit viel Glück nur an- und nicht erschossen wurde, motivierte mich dazu. Er wurde übrigens heute aus dem Krankenhaus entlassen, Glück im Unglück!

Zu den Fakten! Die Stadt São Paulo hat 93 Polizeireviere, in denen per April 2013 sage und schreibe 55.300 Gewaltverbrechen wie Mord, Vergewaltigung und Raubüberfall registrieren wurden. Im selben Zeitraum wurden 1.700 Verhaftungen nach vorangegangenen Ermittlungen vorgenommen, also 3 Verhaftungen pro 100 Gewaltverbrechen. In dieser Statistik sind die Verhaftungen von Tätern, die in flagranti erwischt worden oder die von Spezialpolizeieinheiten vorgenommen wurden, nicht enthalten. 

Weitere Hinweise finden Sie auf Portugiesisch bei der Secretaria de Estado da Segurança Pública.

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