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13 Mai 2016

Reaktion auf unausgewogene Presseberichterstattung über den Regierungswechsel in Brasilien

Wenn man als Landeskenner - und als den betrachte ich mich als Inhaber eines Ausweises für Ausländer mit unbegrenzter Gültigkeitsdauer und dem Ankunftsjahr 1978 in Brasilien und dazu seit mehr als 30 Jahren mit einer Brasilianerin verheiratet - ausländische Zeitungen liest, kann man verzweifeln über den Unsinn, der dort - von Ausnahmen wie der FAZ mal abgesehen - verzapft wird. Entweder sind die Schreiber von jeder Sachkenntnis ungetrübt oder stark ideologisch beeinflusst. Nicht nur ich empfinde dies so, hier zwei Kommentare meiner Leser:

Ich habe für mich nochmal die Grafiken 
zu den Pedaladas Fiscais aus dem Internet rausgesucht, weil ich bei meiner heutigen Presseschau im deutschsprachigem Raum leider feststellte, das die Berichterstattung zu ca. 2/3 linkslastig ist und auch oft das unsinnige Argument gebraucht wird, dass die Pedaladas Fiscais kein triftiger Grund seien, da die Anderen das ja auch schon immer gemacht haben…bei Dilma haben diese aber pünktlich vor den Wahlen das 6-fache Ausmaß angenommen! Vielleicht wäre ja diese Info noch mal etwas für ihren Blog.
 J.-C. Marienfeld (Vinhedo)

Ich glaube die Deutschen haben wirklich nicht viel Ahnung was hier in Südamerika so los ist, siehe
"Polit-Chaos in Brasilien: Ein Land verliert"...
Saludos
Eike Ingo Friese (Carácas) 

Ich schließe mich diesen Kommentaren an; vielmehr lohnt sich nicht, darüber zu schreiben, denn gegen Windmühlen zu kämpfen ist nicht meine Sache, sondern die Don Quijotes. Aber eine Empfehlung möchte ich doch aussprechen, liebe Artikelschreiber, schaut dem Volk auf's Maul! Das hat schon Martin Luther mit gutem Grund empfohlen. Und dann werden Sie sehr schnell merken, dass viele Wähler, die im Oktober 2014 Frau Rousseff mit ihrer Stimme bedacht haben, sie heute nicht mehr wählen würden, ihre Stimmabgabe zutiefst bereuen und heilfroh sind, dass sie vom verteufelten Michel Temer abgelöst wurde. Und was dieser gestern in seiner Antrittsrede sagte, hatte Hand und Fuß und wurde in einem Portugiesisch vorgetragen, welches sich wohltuend vom Dilmes seiner Vorgängerin unterschied.

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